ETIKA

HÖLLE

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6.12.1999

95H41

Die Zahl der Verdammten

 

Die Zahl der Verdammten

... von anerkannten Kirchenvätern und großen Theologen der Neuzeit (genannt seien nur Basilius, Johannes Chrysostomus, Gregor von Nazianz, Ambrosius, Hieronymus, Augustinus, Bernhard, Molina, Robert Bellarmin, Suarez) wurde die These vertreten, die Zahl der Geretteten sei kleiner als die der Verdammten: "... das Tor ist weit und der Weg ist breit, der ins Verdeben führt, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und nur wenige finden ihn" (Mt 7,14; vergl. dazu Mt 22,14). "Viele werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen" (Lk 13, 24)

Diese Stelle haben wir von dem modernen Theologen Alfred Läpple übernommen: Der Glaube an das Jenseits, Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg, 1878, S. 166. Sie paßt ihm freilich nicht, weshalb er das Kapitel mit einem Hinweis auf eine "gewisse Tendenzwende" abschließt und mit dem Satz:

"Es scheint heute sogar eine unverkennbare Neigung vorzuliegen, die Apokatástis (Apg. 3,31; vergl. 1 Kor 15,24-28; Mk 9,12; Joh. 12,32) als Endlösung zu bejahen und damit eine Wiederherstellung der gesamten Schöpfung zu einem Zustand vollkommener Glückseligkeit anzunehmen." (Seite 167)

Wir werden sehen. Jedenfalls wäre eine solche Lösung nicht gerecht.

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