ETIKA

HÖLLE

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19.5.2003

95H50

Die Hölle als Ort und Zustand

 

15H50A Der Schock: Für Papst Johannes Paul II. sind Himmel und Hölle keine Orte
95H50B Jesus schildert die Hölle als Ort – mit 3. Mahnung an den Papst
95H50C Theologen über die Hölle (kath. und ev.)
95H50F Katholische Dogmatik, Lehrbücher: Die Hölle ist ein Ort und Zustand
95H50G Die evangelische Hölle

95H50H Der Höllenort bei den Heiligen, Kirchenvätern, Kirchenlehrern

95H50B Jesus schildert die Hölle als Ort

Mt 13,41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, 42 und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.

Markus 9,43 Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer. 45 Und wenn dich dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. 47 Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

Augenzeuge widerlegt Papst: Die Hölle ist ein Ort!
Der Reiche in der Hölle, der vergeblich Abraham anflehte, er möge ihm den armen Lazarus mit einem nassen Finger schicken, um seine Zunge zu kühlen, spricht in Lukas 16,27 und 28: „So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus, denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.“ Wäre die Hölle kein Ort, hätte Jesus diesen Satz nicht gesagt. Diese Stelle des Neuen Testaments haben wir alle übersehen, und erst beim Verlesen des Sonntagsevangeliums kam uns die Bedeutung zum Bewusstsein, hoffentlich auch den Vertretern der Kirche und den Theologen!
3. Mahnung der AIHS an Papst Johannes Paul II.
Gehen Sie ab von Ihren Behauptungen, Himmel, Hölle und Fegefeuer seien keine Orte! Sie haben dadurch größte Verwirrung unter den Gläubigen hervorgerufen! Kehren Sie zurück zur Wahrheit der Bibel! (1.10.2001)
Nachstehend die betreffenden Stellen des Evangelium zum 26. Sonntag im Jahreskreis (30.9.2001) im Wortlaut.

Lukas 16, 19-31: In jener Zeit sprach Jesus: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. ... Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß.

Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer.

Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so dass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte.

Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. ...

Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

Tercera exhortación de los Apóstoles de los Últimos Tiempos (AIHS)
Testigo presencial refuta Papa Juan Pablo II: El infierno está un lugar!
San Lucas 16, 19-31. El hombre rico en el infierno: Te ruego, padre Abraham, que Lázaro les dé testimonio de estas cosas, no sea que también mis hermanos vengan a este lugar de la tortura.
Jesucristo no hubiera hablado de un lugar, si el infierno no estaría un lugar.

Offenbarung 20,15 Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen.

ALTES TESTAMENT

Schon aus dem Alten Testament geht hervor, daß die Hölle nicht leer ist, wie es der jetzige Papst sich wünschte. Zum Beispiel heißt es in 2 Makkabäer 7, wo das Martyrium der sieben Brüder und ihrer Mutter geschildert wird:

1 Ein andermal geschah es, daß man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm. Der König wollte sie zwingen, entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch zu essen, und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen. ... 13 Als er tot war, quälten und mißhandelten sie den vierten genauso. 14 Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben. Anmerkung ETIKA: Würde das nicht stimmen, hätte dieser Satz keine Aufnahme in die vom Heiligen Geist eingegebene Heilige Schrift gefunden.


C Die Theologen über die Hölle

Die christl. Eschatologie nennt H. den Ort, an dem die abgefallenen Engel (- Teufel) und die als "Todsünder" gestorbenen Menschen ihre ewige Strafe (- Verdammnis) erleiden. Diese Auffassung stützt sich auf das N. T. (Mt. 13,41-42; Mk. 9, 42ff.; 2 Thess. 1,8-9; Hebr. 10,26-31; Offb. 20,15) ... Die mythische Auffassung der H. als eines Ortes außerhalb der Erde, in einem räumlichen Jenseits, gehört nicht zur verpflichtenden Glaubenslehre; vielmehr sieht diese das Wesen der H. im Ausschluß von der Anschauung Gottes. (Brockhaus Enzyklopädie in zwanzig Bänden, 17. Auflage, Wiesbaden, 1969, Achter Band)

Lexikon für Theologie und Kirche, 2. Auflage, 5. Band, Verlag Herder Freiburg, 1960

Stichwort Hölle
II. Die Aussagen der Schrift. Die Lehre von einem jenseitigen strafenden Vergeltungsort leitet sich von zwei verschiedenen Vorstellungen her...

1. Scheol

2. Die über das verrufene Hinnontal ausgesprochenenen Gerichtsdrohungen (Jr 7,32; 19,6; IS 66,24) sind der Anlaß, daß es seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. als Ort der sich nach dem Endgericht
öffnenden und die abtrünnigen Israeliten strafenden Feuer-Hölle galt.

Im Gegensatz zur zwischenzeitlichen Scheol bezeichnet Gehenna im Neuen Testament immer die mit dem letzten Gericht aufbrechende Hölle als ewigen Strafort

III. Kirchliches Lehramt

1. Existenz ... Fides Damasi (D16) und Quicumque (D40) ...

2. die ewige Dauer der Höllenstrafen wird als Endpunkt eines langen Ringens 543 in C. 9 der Canones adv. Originem festgestellt (D211).

3. Der sofortige Eintritt der Strafe nach dem Tod (d.h. kein Aufschub bis zum letzten Gericht) wurde erst 1336 durch die Bulle Benedictus Deus (D531) zum Dogma erhoben.

Frage von etika.com: Wie erklären die Theologen, daß nach ihren Angaben zwar Hölle und Fegfeuer Orte sind, der Himmel aber nicht?

Auch im evangelischen Standardwerk ist das Weltganze dreigeteilt:

Die Religion in Geschichte und Gegenwart - Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft, 3. Auflage, 3. Band, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen, 1959

Stichwort Hölle

III Im Neuen Testament

Grundlegend für die nt. Aussagen ist die Dreigliederung des Weltganzen in Himmel, Welt und Unterwelt.

Die modernen Anglikaner

Die Doktrin-Kommission der Anglikanischen Kirche hat um den 11. Januar 1996 herum eine Erklärung "Das Mysterium der Erlösung" veröffentlicht, daß es sich bei der Hölle nicht um loderndes Feuer handle, sondern um einen Zustand des totalen Nichts. Dante und Hiernonymus Bosch hätten den Menschen mit ihren Darstellungen nur Angst gemacht. - Der Himmel sei ebenfalls nur die "Teilhabe am Leben Gottes" und ganz anders wie man ihn sich jahrhundertelang vorgestellt habe.


F Katholische Dogmatik, Lehrbücher: Die Hölle ist ein Ort und Zustand

Großer Katechismus der Katholischen Religion
zitiert in: Dienst am Glauben, P. Fridolin Außersdorfer OFM, A-6020 Innsbruck, Höttinger Gasse 15a, Heft 4, Oktober - Dezember 1999

424 Was ist die Hölle?
Antwort: Die Hölle ist der Ort, wo die Verdammten ewig gepeinigt werden.

Ludwig Ott: Grundriß der katholischen Dogmatik,
5. Auflage, Herder Verlag Freiburg 1961, S. 571

Die Seelen derer, die im Zustand der persönlichen schweren Sünde, sterben, gehen in die Hölle ein. De fide.

Die Hölle ist ein Ort und Zustand ewiger Unseligkeit, in dem sich die von Gott Verworfenen befinden.

Katechismus des Oratoriums
Römisch-katholischer Katechismus und Unterweisung der Gläubigen für die heutige Zeit. Herausgegeben vom Oratorium von der göttlichen Wahrheit (Oratorium divinae veritatis), SAKA-Verlag Saarbrücken, 2. Auflage, 1990, Kapitel 116, Seite 64

Christus nennt die Hölle einen Ort der Qual, eine ewige Pein, ein unauslöschliches Feuer, die äußerste finsternis, wo Heulen und Zähneknirschen sein wird.

Glaubenskompass,
herausgegeben vom Marianischen Apostolat, A-2812 Hollenthon-Stickelberg, Niederösterreich (Pfarrer Michael Dobler †), Gedanken zum katholischen Katechismus

Was ist die Hölle? Die Hölle ist der Ort, wo die Verdammten ewig gepeinigt werden.


G Die evangelische Hölle

Evangelisches Kirchengesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Landeskirche in Württemberg 1953

Lied 508, Text von Philipp Friedrich Hiller (1699 - 1769)
Singet Gott, denn Gott ist die Liebe, Liebe, die da ewig währt! Singt durch seines Geistes Triebe, wer es an sich selbst erfährt! Wenn Gott läßt den Eifer brennen, brennt er bis zur Hölle Grund; nun er sich läßt Liebe nennen, wird es allen Himmeln kund.

Wird später fortgesetzt

Himmel - Fegfeuer - Index 95 - Index 9