Warnung an Bush, Blair, Schröder, Fischer und Konsorten sowie alle Soldaten

ETIKA

KRIEG

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28.9.2002

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Krieg ist Sünde wider Gott – Kirche verdammt Krieg

Neue Materialien für den Kampf gegen Kriegsverbrecher.

Aufruf von Leo XIII. zum Widerstand gegen den gottlosen Staat
Pius XII: Angriffskrieg in Acht und Bann!

 

Krieg ist Sünde wider Gott
Am 23. August 1948 wurde in Amsterdam der Ökumenische Rat der Kirchen von 147 Mitgliedskirchen gegründet. "Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein", hieß es in einer ersten Erklärung des ÖRK und weiter:

"Die Rolle, die der Krieg im heutigen internationalen Leben spielt, ist Sünde wider Gott und eine Entwürdigung des Menschen..." (n. Baadte 1984, 15). In dieser Erklärung wird der Kriegs bereits 1948 angesichts seiner Totalität, der Existenz der Atomwaffen und der unterschiedslosen Zerstörungen durch moderne Waffen als Gewaltanwendung in einem Umfang bezeichnet, "der dem Recht seine Grundlage zu zerstören droht" (ebda.)
(Frank S. Rödiger: Wege zum Frieden - Die Positionen der christlichen Kirchen zur Sicherheitspolitik, Demokratische Verantwortung Band 12, Herausgeber: Studiengesellschaft für Zeitprobleme e. V., Bonn 1990, S. 16)

"Alle diese "Kriege" sollen nach Gottes Willen nicht sein und sie bedrohen immer mehr unser Überleben in der Zukunft und machen das unserer Kinder fast unmöglich", heißt es dann noch im selben Buch auf S. 91.


Päpste gegen den Krieg (kursive Überschriften von etika.com)

Zitate von Pius XII.
entnommen dem Buch: Von der Einheit der Welt – Das Programm Pius´ XII. für eine internationale Friedensordnung. Aus seinen Briefen, Botschaften und Ansprachen zusammengestellt und erläutert von Karlheinz Schmidthüs. Herder-Bücherei. Freiburg, 1957. Dieses Werk wird unten abgekürzt mit Herder. Weitere Abkürzungen: HK = Herder-Korrespondenz. U.-G. = Aufbau und Entfaltung des gesellschaftlichen Lebens. Soziale Summe Pius´ XII.. Hrsg. Von Arthur Fridolin Utz OP und Joseph Fulko Groner OP, 2 Bände, Freiburg/Schweiz 1954.

 

Unwahres und Unsittliches hat kein Recht auf Dasein
Was nicht der Wahrheit und dem Sittengesetz entspricht, hat objektiv kein Recht auf Dasein, Propaganda und Aktion.
(Pius XII: Ansprache vom 6.12.1953 an den 5. Nationalkongreß des katholischen Juristenverbandes Italiens; HK 8. Jg., S. 175; U.-G.Nr. 3978, S. 2049; zit. Herder 120)

Guter Wille lässt Krieg immer vermeiden

Gegenseitiger guter Wille läßt den Krieg, als letztes Mittel, Gegensätze zwischen den Staaten zu regeln, immer vermeiden.
(Pius XII.: Ansprache vom 19.10.1953 an Teilnehmer der 16. Sitzung des Internationalen Dokumentationsbüros für Militärmedizin; HK 8. Jhg., S. 127; U.-G. 2366, S. 1978; zit. Herder 149)

 

Angriffskrieg in Acht und Bann

Eine Pflicht obliegt allen, eine Pflicht, die keine Verzögerung, keinen Aufschub, kein Wanken und kein Ausweichen duldet: nämlich alles zu tun, was möglich ist, um ein für allemal den Angriffskrieg als erlaubte Lösung internationaler Spannungen und als Werkzeug nationaler Bestrebungen in Acht und Bann zu erklären.
(Pius XII.: Rundfunkansprache vom 24.12.1944 (Weihnachtsbotschaft 1944); U.-G. Nr. 3493, S. 1782f.; zit. Herder 150)

 

Wahrlich, der Fortschritt der menschlichen Erfindungen, der die Verwirklichung einer größeren Wohlfahrt der gesamten Menschheit hätte bedeuten müssen, ist statt dessen dazu verwendet worden, das zu zerstören, was Jahrhunderte aufgebaut hatten. Allein gerade dadurch hat sich die Unsittlichkeit jedes Angriffskrieges nur augenscheinlicher gemacht.
(Pius XII.: Rundfunkansprache vom 24.12.1944 (Weihnachtsbotschaft 1944); U.-G. Nr. 3496, S. 1783f.; zit. Herder 150)

 

Schwerste Strafen für ungerechte Kriege verhängen
Das ändert absolut nichts an der Tatsache, daß der ungerechte Krieg an die erste Stelle der schweren Verbrechen zu stellen ist, die das internationale Strafrecht auf die schwarze Liste setzt und mit den schwersten Strafen belegt und deren Urheber auf jeden Fall schuldig und der vorgesehenen Strafe verfallen sind.
(Pius XII.: Ansprache vom 3.10.1953 an Teilnehmer des 6. Internationalen Kongresses für Strafrecht; HK 8. Jhg., S. 78; U.-G. Nr. 444, S. 193; zit. Herder 154)

 

So sind auch in einem gerechten und notwendigen Krieg nicht alle wirksamen Mittel für einen Menschen mit gesundem und vernünftigem Rechtsempfinden annehmbar. Die Massenerschießung Unschuldiger als Repressalie für den Fehler eines Einzelnen ist kein Akt der Gerechtigkeit, sondern eine strafbare Ungerechtigkeit; unschuldige Geiseln zu erschießen, wird nicht dadurch ein Recht, daß man es als Kriegsnotwendigkeit hinstellt.
(Pius XII.: Ansprache vom 3.10.1953 an Teilnehmer des 6. Internationalen Kongresses für Strafrecht; HK 8. Jhg., S. 78; U.-G. Nr. 445, S. 193f.; zit. Herder 154)

 

Krieg vernichtet Kinder, Mütter, Kranke, Alte, alles Schöne, Gute, Heilige
Während der Himmel von düsteren Wolken verdunkelt wird, können Wir, da Uns die Freiheit, Würde und Wohlfahrt aller Nationen aufs innigste am Herzen liegt, nicht anders als erneut alle Bürger und ihre Regierungen zur wahren Eintracht und zum wahren Frieden ermahnen. Möge alle Welt sich daran erinnern, was ein Krieg bedeutet, was Wir ja nur zu gut aus Erfahrung wissen: nichts als Ruinen, Tod und jede Art von Elend. Im Fortschritt der Zeit hat die Technik solche tödlichen und unmenschlichen Waffen geschaffen und vervollkommnet, daß nicht nur Heere und Flotten, nicht nur Städte, Länder und Dörfer, nicht nur die unersetzlichen Schätze der Religion, Kunst und Kultur vernichtet werden können, sondern auch die unschuldigen Kinder mit ihren Müttern, die Kranken und wehrlosen Alten. Alles, was der menschliche Geist an Schönem, Gutem, Heiligem hervorgebracht hat, alles oder fast alles kann ausgelöscht werden.

(Pius XII.: Enzyklika “Summi maeoris” vom 19.7.1950 (über den Frieden und die Eintracht der Völker); HK 4. Jhg., S. 541; U.-G. Nr. 3560, S. 1820; zit. Herder 157)

 

Krieg macht Erde wüst und leer
Heute würden in einem Krieg, den Gott verhüten möge, die Waffen in solchem Ausmaß Tod und Verderben bringen, daß sie die Erde fast "wüst und leer" (Gen. 1,2), als Einöde und Chaos, ähnlich der Öde nicht ihres Zeitenmorgens, sondern ihres Untergangs, zurückließen. Alle Nationen würden in den Strudel mit hineingerissen werden; der Kampf hätte seine Rückwirkung und würde sich vervielfachen sogar unter den Bürgern ein und desselben Landes; er würde alle Einrichtungen, der Gesittung und alle geistigen Werte in äußerste Gefahr bringen...

(Pius XII.: Rundfunkansprache vom 23.12.1950 (Weihnachtsbotschaft 1950); HK 5. Jhg., S. 187; U.-G. Nr. 3680, S. 1887; zit. Herder 158)

 

Den Angegriffenen nicht im Stich lassen
Das Friedensgebot ist göttlichen Rechtes. Sein Zweck ist der Schutz der Menschheitsgüter, insofern sie Güter des Schöpfers sind. Nun aber sind unter diesen Gütern manche von solcher Wichtigkeit für das menschliche Zusammenleben, daß ihre Verteidigung gegen den ungerechten Angriff zweifellos vollkommen gerechtfertigt ist. Zu dieser Verteidigung ist auch die Solidarität der Völker gehalten: sie hat die Pflicht, den Angegriffenen nicht im Stich zu lassen.

(Pius XII.: Ansprache vom 24.12.1948 an das Kardinalskollegium (Weihnachtsbotschaft 1948); HK 3. Jhg., S. 165f.; U.-G. Nr. 4154, S. 2142; zit. Herder 159)

 

Gewissenlose Verbrecher, die einen totalen Krieg entfesseln
An erster Stelle (etika.com: für internationale Strafaktionen) steht das Verbrechen des modernen Krieges, der nicht durch die unbedingte Notwendigkeit, sich zu verteidigen, gefordert ist und der ...  unvorstellbare Zerstörungen, Leiden und Schrecken mit sich bringt. Die Völkergemeinschafi muß mit gewissenlosen Verbrechern rechnen, die zur Verwirklichung ihrer ehrgeizigen Pläne nicht davor zurückscheuen, einen totalen Krieg zu entfesseln. Darum müssen die anderen Völker, wenn sie ihre Existenz und ihre kostbaren Güter beschützen und nicht zulassen wollen, daß der internationale Übeltäter tut, was er will, sich wohl oder übel auf den Tag vorbereiten, wo sie sich verteidigen müssen. Dieses Recht, sich in der Verteidigung zu halten; kann man selbst heute keinem Staat verweigern.
(Pius XII.: Ansprache vom 3.10.1953 an Teilnehmer des 6. Internationalen Kongresses für Strafrecht; HK 1. Jhg. (etika.com: Fehlerhafte Angabe? Richtig 8. Jahrgang?), S. 78; U.-G. Nr. 444, S. 193; zit. Herder 154)

 

UN sollte Ausdruck der Friedenssolidarität sein - trotz ihrer Herkunft
Jeder Rechtsbrecher muß als Friedensstörer in eine diffamierende Isolierung außerhalb der gesitteten Welt verwiesen werden. Möge es der Organisation der Vereinten Nationen (UN) gelingen, der volle und reine Ausdruck dieses internationalen Friedenssolidarität zu werden, indem sie aus ihrer Grundverfassung und ihren Statuten jede Spur ihrer Herkunft beseitigt, die nun einmal notwendig eine Kriegssolidarität gewesen war.
(Pius XII., Ansprache vom 24.12.1948 an das Kardinalskollegium (Weihnachtsbotschaft 1948); HK 3. Jhg., S. 165; U.-G. Nr. 4150, S. 2140 f.; zit. Herder 112)

Anmerkung etika.com: Rechtsbrecher sind auch jene, die Präventiv- oder Angriffskriege führen. Leider ist die UNO noch immer jener Kriegssolidarität verhaftet, die im 2. Weltkrieg entstanden ist. Sie möge sich hüten, als Kriegstreiber in die Weltgeschichte einzugreifen. Jedem Volk seine Freiheit!

 

Der christliche Friedenswille ist Stärke
Der wahre christliche Friedenswille ist Stärke, nicht Schwäche oder müde Resignation. Er ist ganz eins mit dem Friedenswillen des ewigen und allmächtigen Gottes. Jeder kriegerische Angriff auf jene Güter, welche die göttliche Friedensordnung unbedingt zu achten und zu gewährleisten, deshalb aber auch zu schützen und zu verteidigen verpflichtet, ist Sünde, ist Verbrechen, ist Anschlag auf die Majestät Gottes, des Schöpfers und Ordners der Welt. Ein Volk, das von einem ungerechten Angriff bedroht oder schon dessen Opfer ist, kann, wenn es christlich handeln will, nicht in passiver Gleichgültigkeit verharren, und noch mehr verbietet die Solidarität der Völkerfamilie den anderen, sich in gefühlloser Neutralität als einfache Zuschauer zu verhalten. Wer wird je die Schäden ermessen können, die bereits in der Vergangenheit durch eine solche, vom christlichen Empfinden weit entfernte Gleichgültigkeit gegenüber dem Angriffskrieg angerichtet worden sind?

(Pius XII.: Ansprache vom 24.12.1948 an das Kardinalskollegium (Weihnachtsbotschaft 1948); HK 3. Jhg., S. 165; U.-G. Nr. 4152, S. 2141f; zit. Herder 159f.)

 

Alles kann mit dem Krieg verloren sein
Nichts ist mit dem Frieden verloren. Aber alles kann mit dem Krieg verloren sein.
(Pius XII.: Rundfunkbotschaft vom 24.8.1939, U-G 3551, zit. in Die Friedensenzyklika Papst Johannes XXIII., siehe unten, S. 122)

 

Nicht zum dritten Mal das Grauen!
Im Rahmen einer sittlich begründeten neuen Ordnung ist - nach Beseitigung der gefährlichsten Brandherde neuer Konflikte - kein Platz für den totalen Krieg und für eine hemmungslose Aufrüstung. Es darf nicht gestattet werden, daß das Grauen eines Weltkrieges mit seiner wirtschaftlichen Not, seinem sozialen Elend und seinen sittlichen Verirrungen zum dritten mal über die Menschheit komme.
(Pius XII.: Rundfunkansprache vom 24.12.1941 (Weihnachtsbotschaft 1941); U.-G. Nr. 3795, S. 1154f.; zit. Herder 161)

 

Johannes XXIII.

Denn wie alle wissen oder wenigstens wissen sollten: die Beziehungen der Staaten untereinander sind ebenso wie die der einzelnen Menschen nicht durch Waffengewalt, sondern nach den Gesetzen der gesunden Vernunft, also nach den Gesetzen der Wahrheit, Gerechtigkeit und der tätigen Solidarität, zu regeln.

(Die Friedensenzyklika Papst Johannes´ XXIII. PACEM IN TERRIS. Über den Frieden unter allen Völkern in Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit. Mit einer Einführung in die Lehre der Päpste über die Grundlagen der Politik und einem Kommentar von Arthur-Fridolin Utz OP sowie mit einem Nachruf auf Papst Johannes XXIII. Von Joseph Kardinal Frings. Herder-Bücherei Freiburg/Breisgau, 2. Auflage 1965. Abschnitt 114. S. 122


Sogar die meisten heutigen Kirchenvertreter sind gegen den Irak-Krieg:

Il Papa a Bush: „No alla guerra“. Duro documento dei vescovi (italiani) contro un´azione preventiva. (la Repubblica, Roma, 25.9.2002) Auch die deutschen Bischöfe haben sich gegen einen Krieg gegen den Irak ausgesprochen. (Radiomeldung, 27.9.2002)

 


Inmitten der Zerstörung bist du da
Gefährdet ist alles Lebendige. Die Erde verklagt uns vor dir.. Wie ein Raubvogel auf Beute sich stürzt,so giert der Mensch nach Besitz und reißt an sich, was ihm nicht angehört. Er geht über Unrecht hinweg wie über Kieselsteine und verhüllt sich mit dem Gewand der Lüge... Nacht umgibt seine Sinne. Er will hoch hinaus und rast auf den Abgrund zu.

Von Bildern des Schreckens sind wir täglich umgeben. Wir leiden Atemnot, aber wir ersticken nicht, denn es gibt eine Hoffnung, die uns durchhalten läßt, wo nichts mehr zu hoffen ist: deine Anwesenheit, Gott, inmitten der Zerstörung. Selbst wenn es zum Äußersten kommt: das Ende wird nicht das Ende sein.

(Sabine Naegeli, zum Kalenderblatt vom 2. November, Offb 16, 1-9 (9), Gottes Wort für jeden Tag / 1998. Neukirchener Andachtsbuch. Kalenderverlag des (evangelischen) Erziehungsvereins, Neukirchen-Vluyn, 1997. S. 346)

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