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Gefallene rufen: Haltet Frieden!
Ultimo avvertimento dei Caduti

31.3. – 14.6.2007
deutsch und italienisch
Meditativer Rundgang BrixenVahrn – Neustift – Brixen.
Mit Nachmeditationen

 

DIE GEFALLENEN RUFEN UNS ZU

Wir, die wir für Euch Lebende gelitten und gestritten und unser höchstes Gut, das Leben hingegeben haben, hinterlassen Euch als letzte Mahnung:

HALTET FRIEDEN!

 

I CADUTI CI ESORTANO

Noi, che per voi vivi abbiamo sofferto e combattuto e offerto il bene supreme, la vita, vi lasciamo come ultimo avvertimento:

MANTENETE LA PACE!

 

Inschrift auf dem Deutschen Kriegerfriedhof Brixen Vahrn
(hinter dem Brixner Krankenhaus unterhalb der Autobahn)
Cimitero di Guerra Germanico in Südtirol

 

Zur Erinnerung an die 154 gefallenen und vermißten Söhne der Stadt Brixen 1939 – 1945

In diesem Friedhof ruhen

1229 österr.-ungarische Soldaten des Weltkrieges 1914 – 1918

119 russische Soldaten 1914 – 1918

107 Soldaten der deutschen Wehrmacht des Weltkrieges 1939 – 1945

 

 

 

Die vielen Millionen Toten,
die in den beiden Weltkriegen
für NICHTS
ihr Leben gelassen haben, warnen:

Völker Europas und Amerikaner, schlagt nicht die Völker des Irak, Afghanistans, des Irans und Russlands mit der Geissel des Krieges! Sonst werdet ihr es bitter bereuen, und Europa wird schlimmer verheert werden als in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.

 

 

Die Geschichte wiederholt sich.
Auch Hitler hat Bismarcks Warnung vor einem Zweifrontenkrieg missachtet.
Danach heißt es dann wieder:
„Die Russen hatten den grössten Teil ihrer Streitmacht an der Grenze zu Polen zusammengezogen.
Wir mussten einem russischen Angriff zuvorkommen.“
Einen dritten Krieg mit Russland wird Deutschland nicht überleben.

 

Wir setzen unseren meditativen Rundgang vom Brixner Bahnhof über Vahrn zum Kloster Neustift fort. Auf dem Rückweg nach Brixen begegnet uns ein Kruzifix mit der Inschrift:

VATTER VERZEIH IHNEN DEN
SIE WISSEN NICHT WASSSIE THUN

Unser Gedanke: Vater, für jene, die wissen, was sie tun, brauchen wir nicht um Verzeihung zu bitten.

Wenig später treffen wir auf ein ebenfalls altes Bildstöckl mit zwei Inschriften. Rechts:

 

Im Jahre 1636 wurden nach Angabe des Sterbebuches der Pfarrei Neustift in dieser Umgebung, besonders in der Wiese am linken Eisackufer, drei hundert an der Pest Verstorbene begraben. Zur Erlösung der armen Seelen und Abwendung aller Übel wolle ein kurzes Gebet verrichtet werden.

 

Anmerkung: Die Seuche wütete während des Dreißigjährigen Krieges. Links daneben steht auf der Wand:

O Gott, Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen, verleihe den Seelen deiner Diener und Dienerinnen Verzeihung aller Sünden, auf daß sie die gnädige Nachlassung, welche sie allezeit gewünscht haben, durch die fromme Fürbitte erlangen, durch Christum, unsern Herrn. Amen. Mein Jesus, Barmherzigkeit!

 

Wir beschließen den Rundgang in der Brixner Pfarrkirche zum hl. Erzengel Michael, wo wir den hl. Josef Freinademetz, den ladinischen China-Missionar (Sanctus 05.10.2003), um Beistand in unseren Anlagen bitten, und im Brixner Dom, wo zu lesen ist:

MIHI VIVERE CHRISTUS EST ET MORI LUCRUM

Wache der Barmherzigkeit, Guardia de la Misericordia, Guard of Mercy, 29.3.2007

Nachmeditationen am 30.3.32007:

1. Jemand ist immer der böse Feind.

Für uns sitzt der böse Feind im Innern des Landes, im Innern der Erde und im Herzen.

Das sollte auch die Kriegskanzlerin A. Merkel wohl bedenken.

Ein Vorwand für einen Angriffskrieg ist schnell gebastelt, wie Bushs Überfall auf den Irak beweist. Dazu der KommentarTag der Schandedes Washington-Korrespondenten Peter W. Schroeder in denDolomitenvom 20.3.2007, Seite 3.

2. Vielfach richten sich jene, die grausame Waffen anwenden, zum Beispiel die teuflische Uran-Munition der NATO, schon auf Erden selbst. Deren Strahlung ruft Verstümmelungen, Krebs, Missgeburten und so weiter hervor. Die Soldaten, die sie auf Afghanen, Iraker, christliche Serben im Kosovo und andere verschossen haben und verschießen, sind im Grunde selber “arme Schweine”, denn immer mehr von ihnen erkranken und müssen an der Schilddrüse operiert werden. Immer mehr dieser auf fremdem Boden kämpfenden NATO-Soldaten sterben, wie am 30.3.2007 im Mittagsmagazin des RAI Senders Bozen zu hören war. Natürlich braucht sich niemand einbilden, dass die Verantwortlichen, welche den Einsatz von Uranmunition und vergleichbarer Waffen veranlasst haben, im Jenseits ungestraft bleiben. Sie werden die auf sie zugeschnittene, gerechte Strafe erhalten. (30.3.2007)

3. Der Leser achte darauf, sich rechtzeitig, das heißt bei Lebzeitenkeiner weiss, wann ihm die Stunde schlägt auf die richtige Seite zu stellen.

Seitenwechsel, wie sie den wendigen Italienern bei beiden Weltkriegen gelungen sind (Siegesprämie: das militärisch nicht eroberte, ihnen am Diplomatentisch zugesprochene  Südtirol) macht ihnen nicht so leicht jemand nach.

7.6.2007 Ist sich die bundesdeutsche Kanzlerin Angela Merkel nicht zu dumm, wenn sie den demonstrierenden Globalisierungsgegnern beim G8-Gipfel in Heiligendamm sagt, Gewalt sei nicht der richtige Weg, aber gleichzeitig Kampftruppen in Afghanistan einsetzt und die die amerikanischen Vorbereitungen zur Einkesselung Russlands unterstützt? Wenn jetzt der provozierte russische Präsident Putin damit droht, russische Atomraketen auf europäische Städte zu richten, könnte doch bald ein Schweizer Prophet recht haben, der dieser Tage vor einem neuen, alles verheerenden Weltkrieg gewarnt hat.

Dem Kriege Krieg! (F. J. Hendricks) – Erklärung des komplizierten Weltgeschehens

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