ETIKA

KAMPF DEM ANTICHRIST

www.etika.com
24.1.2003

95W5

Schwächt die Imperialisten!

etika.com-analyse der Weltlage 2003

Die Entwicklung der Unterentwicklung bescherte der Dritten Welt
in dieser Epoche des faulen Friedens Hunger und Massenelend
Die Kapitulation der Weltgemeinschaft vor den USA
Ideologien gescheitert – Revolutionäre Linke verstaubt
Der Kapitalismus ist wie ein Magnet
Nur noch eine Gegenmacht

3. WeltkriegKrieg gegen den Irak - WeltherrschaftHorror-Waffen der US-„Orks“

Was ist Imperialismus? Der Begriff ist keine Erfindung von Marx und der Linken. Er wurde schon Ende der 60 Jahre im vorletzten Jahrhundert gebraucht. Der von uns im vergangenen Jahr mit einer mutigen Stellungnahme zum US-Weltherrschaftsstreben zitierte Politologe, Soziologe oder/und Historiker Eric Hobsbawm gibt folgende Definition:

„Man nennt Imperium jedes große Reich, jede Politik der militärischen Eroberung und territorialen Ausbreitung, jedes staatliche Gefüge, in dem gewisse Gebiete einem Zentralterritorium untergeordnet sind, jedes, das Anspruch auf Weltmacht oder Weltgeltung macht.“
(Eric Hobsbawm: Die Imperialismusdebatte in der Geschichtsschreibung, in: Sozialistische Politik, 1. Jahrgang, Nr. 1, April 1969, herausgegeben im Auftrag des Fachschaftsrates Politologie am Otto-Suhr-Institut Berlin von einem Redaktionskollektiv, Seite 17)

Weltkarte der Ungerechtigkeit

Schon um die vorletzte Jahrhundertwende war die Furcht vor einem Weltkrieg um die Weltherrschaft groß. Es dauerte dann auch nicht lange, und 1914 wurde die Weltkriegsfackel zum ersten Mal angezündet, vor allem um Deutschland, eine unabhängige wirtschaftliche und geistige Macht, zugleich mächtigster Widersacher der weltweiten britischen, amerikanischen und französischen Interessen, zu vernichten. Dies gelang nur für kurze Zeit, denn das ungerechte Diktat von Versailles brachte keinen Frieden.

Die Sieger zeichneten eine Weltkarte der Ungerechtigkeit und der Zersplitterung ganzer Völker, die einher ging mit der Bildung ethnischer Minderheiten (Südtiroler, Kurden usw.). Künstliche Staaten wurden geschaffen (Beispiel Irak, Afrika). Dunkle Kräfte unterminierten die bestehenden Ordnungen. Die Hochfinanz  förderte die Tyrannei der Bolschewiken. Die Angst vor der Eroberung durch den gottlosen Kommunismus befiel ganz Europa. In den Völkern gärte es aufgrund der inneren Zersetzung. Und so kam es zu einem zweiten Weltkrieg, wieder gegen Deutschland, das zum Glück der Gegner chauvinistische Bestrebungen entwickelte und deshalb scheiterte - nach unserem Dafürhalten ein notwendiges Element des Spiels hinter den Kulissen.

Der erste Weltkrieg hat nie aufgehört

Ein Beobachter meinte: „Der Krieg, der 1914 und eigentlich schon früher begonnen hat, hat nie aufgehört. Er richtet sich gegen die Guten und Anständigen, und zurück bleiben Arme und Geknechtete und Verelendete.“ Daran ist etwas Wahres. Warum hat Deutschland auch 58 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch immer keinen Friedensvertrag? Weil die Sieger keinen Frieden gebrauchen können, in dem alle Völker gleiche Rechte haben und gleiche Chancen auf Entwicklung. Und die Kriegsindustrie braucht Abnehmer für ihre Waffen. Und die auch aus steuerlichen Gründen inzwischen multinational gewordenen Großkonzerne brauchen billiges Erdöl sowie dumme Konsumenten, die sie durch Schaffung immer neuer Bedürfnisse mittels Fernsehwerbung abhängig machen.

Der Moloch Kapitalismus

Der Kapitalismus ist wie ein Magnet: Er gibt keine Ruhe, bis er nicht alles Geld an sich gesogen hat. Alles steht in einem Zusammenhang, den der einfache Mann nicht durchschaut.

·        Der weltweite Vormarsch der Amerikaner und Briten und der hinter ihnen stehenden Kräfte, darunter des Kapitalismus (= Mammon), konnte mit Hilfe der UNO abgesichert werden. In einem halben Jahrhundert wurde der Großteil der Nationen gleichgeschaltet. Heute wird die globale Wirtschaft von unbekannten Finanzkräften gesteuert, in einem Ausmaß, wie es den Kommunisten der Sowjetunion, DDR usw. mit ihrer Planwirtschaft nur eine begrenzte Zeit möglich war. Der Dritten Welt hat diese Epoche des faulen Friedens Hunger und Massenelend beschert, wie es die marxistischen Theoretiker prophezeit haben: Der „Entwicklung der Unterentwicklung“ durch die sogenannte Entwicklungshilfe folgte die „ökonomische Beherrschung durch die kapitalistischen Industrieländer“ (Arbeitsgruppe Dritte Welt am OSI: Neuere Imperialismustheorien, in: Sozialistische Politik, 2. Jahrgang, Nr. 6/7, Juni 1970, Seite 110) Die Menschen werden durch die Medien, vor allem die Werbung, und über süchtig machende Nahrungsmittel zu Konsumsklaven gedrillt.

·        Vor allem sind Kultur und gesellschaftliches Leben in vielen Ländern (ausgenommen vor allem Indien und die arabischen Länder) total amerikanisiert. Die meisten Menschen sind sich dessen nicht einmal bewusst, dass sie ihre nationale und individuelle Identität verloren haben und bald nur noch Ameisensklaven sind wie in Orwells „1984“ oder gar zu jenen Schweinen aus „Animals Farm“ gehören. Indem sie süchtig gemacht werden nach Vergnügen und Genüssen aller Art, nach Drogen und Alkohol, nach Fernsehen, Internet und immer neuen technischen Erfindungen, werden ihre Eigenart und ihre Würde, ihr Wille und ihr Verstand sowie viele Fähigkeiten allmählich abgebaut bis zum Nullpunkt.

·        Die Dekadenz = der moralische Verfall der Menschheit wird systematisch vorangetrieben, über die Medien und immer mehr auch mit Gesetzen. Die Hollywood-Unkultur, die Musik der Beatles und die Rock-Manie, die Verbreitung von Pornographie und die Ausbreitung der Prostitution, die tägliche Aufforderung zum Ehebruch im Fernsehen, die Förderung familienfeindlicher Maßnahmen wie Abtreibung usw. durch UN-Organisationen, die Perversionen des Internet, die aus den USA täglich per E-Mail in fast alle Häuser geschickt werden, eine auf das Verderben der Jugend ausgerichtete Sexualerziehung (SEX EDUCATION - U. N. PLOT), Gesetze, welche auf die Vernichtung der Familien abzielen, Medien, die tagtäglich sämtliche ethischen Werte zerreden und aushöhlen und verdrehen und zerstören - alles ist gesteuert von dunklen Kräften im Hintergrund. Und viele Politiker und sonstige Lenker des öffentlichen Lebens sind ihre ausführenden Organe. Eine gigantische Verschwörung aller Höllenkräfte, angeführt vom Vater der Lüge, bedroht die Menschheit und jeden Einzelnen. Vor uns allen klafft ein Abgrund, der uns zu verschlingen droht. Nicht umsonst heißt es in der Bibel (um von der Offenbarung 19,19-21 gar nicht zu reden):

„Weh denen, die unheilvolle Gesetze erlassen.“ (Jesaja 10,1)

Die Kapitulation der Weltgemeinschaft vor den USA

Sogar deutsche Wissenschaftler haben sich Mitte Januar 2003 Woche getraut, das unheilvolle Machtstreben der Regierung Bush anzuprangern. Weltweit demonstrieren informierte Menschen mit Transparenten:

Don´t attack Iraq! No Blood for Oil! Stop War!
Greift den Irak nicht an. Kein Blut für Öl! Stoppt den Krieg!

In der Alten Welt regt sich ein Rest von Selbständigkeit, etwa in den Worten des Schriftstellers Martin Walser:

„Wenn Europa es nicht schafft, den Machtausübungsanspruch Amerikas zu bremsen, dann heißt das, dass Europa eine Illusion ist.“

Wir werden sehen, dass Walser recht hat. Wir bewundern eine Handvoll unabhängiger Journalisten wie Peter W. Schroeder, einen White-House-Korrespondenten, der sich in den von ihm belieferten Zeitungen erschreckt zeigte, dass Washington das Streben nach einem Unrechtskrieg nicht einmal verschleiere. Er schrieb – wir zitieren dies als Beispiel für die Arroganz der Imperialisten - unter anderem:

„Unbestrittene Tatsache ist, dass die Kontrollen bislang keine Beweise für das Vorhandensein der behaupteten Waffen (Massenvernichtungsmittel) erbrachten... Bei dieser Sachlage den Abzug der Kontrolleure erzwingen zu wollen und einen Krieg vom Zaun zu brechen, der ... eine „menschliche Katastrophe mit vielleicht 250.000 Toten und Massenelend der Überlebenden“ bedeuten würde, ist mehr als verantwortungslos. ... mit dieser Logik könnte die US-Regierung Krieg gegen buchstäblich jeden Staat der Erde führen. Was Präsident Bush jetzt reklamiert, ist eine Blankovollmacht für Kriege zu jeder Zeit, gegen jedermann und an jedem Ort. Das ist Vermessenheit und Größenwahn. Es ist Zeit, den amerikanischen Präsidenten an das Völkerrecht, das Verbot von Präventivkriegen und an die schlichte Logik des „Irak-Problems“ zu erinnern. ... ausdrücklich besteht das Problem nicht darin, einen Grund – irgendeinen Grund – zu suchen oder zu konstruieren, um einen Eroberungskrieg gegen den Irak und seine Erdölvorräte rechtfertigen zu können. ... Vermutung, dass die Regierung Bush die Kontrolleure lediglich als unfreiwillige Werkzeuge für die Durchsetzung wirtschaftspolitischer Ziele missbrauchen wollte. Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen wird sich entscheiden müssen, ob er das Washingtoner Ränkespiel sanktioniert. Zur Zeit scheint es, dass es für das Abzugsverlangen ... keine Mehrheit gibt. Sollte sich das ändern, wäre das eine Kapitulation der Weltgemeinschaft vor einem Alleinherrschaftsanspruch der Vereinigten Staaten von Amerika. Damit würde sich die UNO selbst ihre Daseinsberechtigung entziehen... Es geht um das amerikanische Streben nach Vorherrschaft in der Welt. Und selbst die Freunde der Vereinigten Staaten müssen sich .. die Frage stellen, ob das geordnete Zusammenleben der Völker dieser Erde mehr durch das Unrechtsregime in Bagdad oder durch die einstmalige Musterdemokratie Vereinigte Staaten gefährdet ist.“ (D 18./19.1.2003)

Bravo! Bravo! Bravo! Leider ist das, was sich gegenwärtig in Sachen des widerspenstigen und erdölreichen Irak (zweitgrößte Vorkommen der Erde: ca. 250 Milliarden Barrel Reserven) abspielt, nicht nur Vermessenheit und Größenwahn, wie der Korrespondent meint, sondern Teil einer Strategie der dunklen Mächte hinter dem Zeitgeschehen, eines ganzen Systems zwecks Versklavung der Menschheit. Daran, dass die Weltgemeinschaft vor den Wünschen und dem Machtwillen der USA kapitulieren wird, haben wir schon jetzt, am 19.1.2003, nicht den geringsten Zweifel. Und dass die UNO sich ihre Daseinsberechtigung selbst entziehen wird, ist für uns eine feststehende Tatsache.

Ideologien gescheitert – Linke verstaubt

Eine irdische Gegenmacht zur Weltdiktatur gibt es nicht mehr. Die Ideologien sind gescheitert, die linke ebenso wie die rechte.

Wir sehen, dass alle Versuche in der Geschichte, den Vormarsch des Mammons, des Kapitalismus und Imperialismus gewaltsam aufzuhalten, gescheitert sind. Am deutlichsten zeigt dies die Geschichte des Anarchismus-Marxismus-Leninismus-Kommunismus. Diese atheistische Bewegung war ein Irrweg und alle ihre Idole sind heute vom Sockel gestürzt und verstaubt. Die „Befreiungstheorien“, die 1968 eine ganze Generation in ihren Bann zogen, haben sich als irrig erwiesen.

Der revolutionäre Befreiungskampf der radikalen Sozialisten hat im Gegensatz zu den nationalen Befreiungskämpfen meist nichts gebracht, im Gegenteil: Zusammen mit dem Terrorismus der vergangenen Jahrzehnte hat er ihre Feinde gestärkt. Die meist von Einzeltätern oder kleinen Gruppen begangenen Gewaltakte waren meist sinnlos. Weil in der Regel Unschuldige zu Opfern wurden, war es den Herrschenden ein Leichtes, bei der Bevölkerung eine Gesetzgebung durchzusetzen, welche die Rechte des Einzelnen ständig mehr beschneidet. Die Exekutive hat immer mehr Befugnisse und Mittel erhalten. Superwaffen und die raffiniertesten Systeme der Überwachung sind entwickelt worden. So hat die extreme Linke ebenso wie die extreme Rechte den Weg zum Welteinheitsstaat geebnet. Lenin, Stalin, Hitler – alles nützliche Idioten für die unbekannten Hintermänner, die die Weltdiktatur vorbereiten. Sind diese linken Revolutionäre nicht alle museumsreif, überholt, unwirklich? Wir erinnern an:

·        Mao Tse-tung und Lin Biao (alle Erfolge in Afrika und anderswo sind in sich zusammengefallen, und jetzt frönt Rotchina selbst dem Kapitalismus)

·        Che Guevara (verscharrt in Bolivien, nur noch ein blasser Mythos)

·        Carlos Marighella: Minihandbuch des Stadtguerilleros (in: Sozialistische Politik, Berlin, Nr. 6/7, 1970, S. 133- 166). (Heute beherrschen die Kriminellen, ebenfalls Diener des Mammons,  die Szene in Brasiliens Großstädten)

Und so weiter. Wir könnten noch viele dieser gescheiterten Revolutionäre aufzählen. Die meisten haben zum Schwert gegriffen, haben auch Unschuldige umgebracht und sind, wie in der Bibel prophezeit, durch das Schwert umgekommen. Auf die ebenfalls in der genannten Zeitschrift Nr. 6/7 geäußerte Zionismus-Kritik im Zusammenhang mit dem Weltimperialismus (S. 185-189) können wir hier nicht eingehen.

Nur noch eine Gegenmacht

Anno Domini 2003 gibt es nur noch eine wirkliche Gegenmacht zur Weltdiktatur, die Aussicht auf Erfolg hat und auch siegen wird: das Christentum, den christlichen Glauben.

Was können wir Christen tun? Wir können die Herrschaft des Antichrist gemäß den Prophezeiungen der Bibel nicht verhindern, aber wir können ihren Beginn verzögern und die Weltherrscher schwächen, um viele vor dem Fall zu bewahren und vor dem Untergang zu retten. Dies ist auch der Wille Gottes, denn wir sollen im Kampf gegen die Sünde und das Böse bis aufs Blut widerstehen (siehe Hebräer 12,4)

Wie?

·        Indem wir sie entlarven.

·        Indem wir ihre Listen und Verbrechen aufzeigen.

·        Indem wir die Wahrheit verbreiten.

·        Indem wir Breschen in ihre Reihen schlagen.

·        Indem wir ihre Feinde unterstützen.

·        Indem wir Verfolgte aufnehmen.

·        Indem wir das Gute schützen, wo es geht.

·        Indem wir Inseln des Überlebens bauen.

·        Indem wir beten.

Der Kampf mit Waffen ist sinnlos gegen seelenlose „Orks“; wir können die dämonischen Gewalten und ihre irdischen Truppen nur mit der Kraft des Geistes bannen. Mahatma Gandhi hat gezeigt, dass die Methode der Gewaltlosigkeit die bessere ist. Mit „satyagraha“und „ahimsa“ hat er Indien vom Joch der Engländer befreit. Lernt von Gandhi!

Was wir nicht tun können, wird Gott tun. Er lässt die Bösen eine Zeitlang gewähren, dann aber die Guten, die zu ihm um Hilfe flehen, erretten – in der höchsten Not, im letzten Moment, wie von Newman, Benson und Solowjew prophezeit. Die Uhr der Weltgeschichte läuft ab, und irgendwann schlägt die Stunde der Gerechtigkeit. Die Imperialisten, die Weltherrscher, der Antichrist werden den Endkampf verlieren. Der Sieg ist Gottes, und das Reich werden Seine Getreuen erben. Die Christen werden zusammen mit Christus herrschen.

„Dulden wir, so werden wir mit herrschen.“ (2. Timotheus 2,12)

„Denn Gott wird Zion helfen, und die Städte Judas werden neu erbaut, und man wird dort wohnen und Besitz erwerben. Und die Kinder seiner Knechte werden ihn einst erben, und die seinen Namen lieben, werden darin bleiben.“ (Franziskus von Assisi: Einfaches Brevier, Advent Matutin)

„Und in ihm werden gesegnet sein alle Stämme der Erde; alle Völker werden ihn verherrlichen. Gelobt sei der Herr, der Gott Israels (des Volkes Gottes = der Christen), der allein Wunder tut. Und gelobt sei sein herrlicher Name ewiglich; und die ganze Erde sei erfüllt von seiner Herrlichkeit. So geschehe es, so geschehe es.“ (ebenda, Sonntage Terz)

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