ETIKA

Vicente Francisco Delmonte

www.etika.com
30.3.2007

98B91A

Das Phantom vom Nanga Parbat. – Im Anhang Brief von Hans Saler: Keine Angst vor Reinhold Messner

Inhaltsverzeichnis und Auszug, Rest aus Angst zurückgezogen;
mit Brief von Hans Saler

Empfohlene Literatur:

Hans Saler: Zwischen Licht und Schatten. Die Messner-Tragödie am Nanga Parbat. Verlag A1 München. Maximal 18.62 Euro
Hans Saler weist kristallklar nach, was nicht stimmen kann.“ (Rezension in den „Dolomiten“, Bozen, 4.8.2004)

Max von Kienlin: Die Überschreitung. Günther Messners Tod am Nanga Parbat. Herbig Verlag München. Maximal (je nach Land) 24.50 Euro

Reinhold Messner: Die weiße Einsamkeit. Malik Verlag München. Max. 24,50 Euro

Reinhold Messner: Der nackte Berg. Nanga Parbat – Bruder, Tod und Einsamkeit. Piper Verlag München. Max. 10,59 Euro

Max von Kienlin: Der einsame Tod – Legende Günther Messner. Herbig Verlag München. 2006. Maximal 21.30 Euro. In den einzelnen Ländern gelten verschiedene Euro-Preise.

ETIKA zieht Roman aus dem Internet zurück

Wir ziehen am 27.1.2007 alle Kapitel des Romans „Das Phantom vom Nanga Parbat“ aus dem Internet zurück, weil wir Wichtigeres zu verteidigen haben als die ganze Wahrheit im Fall Günther Messner. Um den Leser aber nicht ganz zu enttäuschen, bringen wir unten einen Auszug aus Kapitel 7 „Günther, Günther? – Die sieben Schlüssel“.

Anlass für unser Verhalten ist erstens ein Bericht in der „neuen Südtiroler Tageszeitung“ vom 27.1.2007, Seite 2,  in dem das Amtsgericht Hamburg erklärt:

Für seine Äußerungen über Messner habe von Kienlin keine Beweise erbracht. Sie verletzten das Persönlichkeitsrecht des Klägers und könnten sein Ansehen in der Öffentlichkeit herabsetzen, meinten die Richter.

Zweitens die Feststellung von Reinhold Messner im Mittagsmagazin des RAI Senders Bozen am 27.1.2007, ca. 12.45 h, über die Behauptungen seiner Gegner:

„Jetzt ist alles verboten.“

Wer Verstand hat, denke über diese Worte nach.

Reinhold Messner selbst hingegen darf seinen ehemaligen Bergkameraden, Freund und Förderer Baron Max von Kienlin ungestraft als „kleinen Lügner und Betrüger“ (laut „Tageszeitung“) beschimpfen, obwohl er ihm die Frau gestohlen hat und dieser ihn, auch in seinen Büchern, in außergewöhnlich vornehmer Weise immer geschont hat. Der Verfasser dieser Zeilen hätte vielleicht im Zorn ein spanisches, italienisches, arabisches oder afghanisches Ehrendelikt begangen. Der ehrenwerte Baron wird sich angesichts seiner bisherigen Erfahrungen kaum gegen die Beschimpfungen und Behauptungen des „größten Bergsteigers aller Zeiten“ zur Wehr setzen, wenn er nicht noch mehr Geld verlieren und im Kerker enden will.

Das Hamburger Amtsgericht verklagte Kienlin nämlich zur Bezahlung sämtlicher Gerichts- und Verfahrensspesen. Wenn er nicht schon vorher finanziell ruiniert war, dürfte er es jetzt sein. Und obwohl Reinhold Messner seine beiden Gegner von Kienlin und Saler vor Jahren als „arm wie Kirchenmäuse“ bezeichnet und erklärt hatte, von ihnen keinen Schadenersatz zu verlangen, lesen wir in der „Tageszeitung“ (27.1.2007):

„Ob er jetzt auf Schadenersatz klagen werde, lässt Reinhold Messner noch offen.“

Nicht der erste Widerspruch in seinen Aussagen.

Immerhin blieb die Deutsche Presse-Agentur objektiv und berichtete:

„Kurz nach den Buchveröffentlichungen hatte Messner im Juli 2003 eine einstweilige Verfügung gegen Passagen aus dem Buch erwirkt, die er als ,Rufmord’ sieht. Der Verlag habe betreffende Stellen herausgenommen, sagte Anwalt Werner Riegl. Was aber 1970 tatsächlich am Nanga Parbat passierte, sei weiter offen: „Das ist auch mit diesem Urteil nicht aufgeklärt.“ „Die unterschiedlichen Versionen bleiben“, sagte von Kienlin. … Günthers Leiche war erst im Oktober 2005 entdeckt worden. Der Fund hatte keine Klarheit über die Todesumstände gebracht und den Streit nicht beenden können.“ („Dolomiten“, Bozen, 27.1.2007, Seite 18)

Das Phantom vom Nanga Parbat

Im Dienst der Wahrheit, und nur der Wahrheit

98B91  Auf den Spuren der Gerechtigkeit (Einleitung)

98B91A1 1970: „Wo ist Günther?“ (vorerst aus dem Internet zurückgezogen)

98B91A2 2000: Der Knochenfund (vorerst aus dem Internet zurückgezogen)

98B91A3 „Ich will endlich Ruhe haben“ (vorerst aus dem Internet zurückgezogen)

98B91A4 Extreme Situationen (vorerst aus dem Internet zurückgezogen)

98B91A5 Anti-Franziskus (vorerst aus dem Internet zurückgezogen)

98B91A6  Durch die Wüste Gobi (vorerst aus dem Internet zurückgezogen)

98B91A7 Günther, Günther? – Die sieben Schlüssel (unten Auszug)

98B91A8 Der FilmNanga Parbat“ wird zum Bumerang für Reinhold Messner

98B91A20 Bruder Siegfried Messner

98B91A21 Bruder Günther Messner

98B91A22 Reinhold Messner von A – Z (vorerst aus dem Internet zurückgezogen)

98B91A23 Zusammenfassung

98B91A24 Literaturverzeichnis, Quellen

98B91A25 Index

 

Ein Psycho-Thriller – zumindest für alle Beteiligten. Wir haben selbst eine Gänsehaut, steigen mühsam auf schmalem Grat dem Gipfel der Wahrheit entgegen – links und rechts lauern Abgründe. Unten bleichen die Knochen der Abgestürzten. Doch unser treuer Engel nimmt uns an der Hand und führt uns über die Felszacken und Blöcke – und wenn vor uns ein breiter Riss klafft, so trägt er uns hinüber.

VII.   Günther, Günther? – Die sieben Schlüssel (Auszug)

Warum verbrannte Reinhold Messner die meisten eigenen Beweise?

Vicente Francisco, im gleichen Jahr geboren wie Günther Messner, hatte seinen Wohnsitz aus dem im Sommer zu heißen Alíaga in eine kühle Pyrenäengegend verlegt. Doch gleich im Winter 2005/2006 fiel sein Computer mit vielen Aufzeichnungen auch zum Fall Messner der großen Dauerkälte zum Opfer: Die Festplatte schnorrte ein und war nicht mehr zu gebrauchen.

Im September 2006 wurde der Schriftsteller auf einen sensationellen Bericht aufmerksam gemacht, den www.explorersweb.com, eine Vereinigung von Bergsteigern, im Internet veröffentlichte. „Es gibt doch noch kritische Leute, die selbst denken“, freute er sich über einen pakistanischen früheren Polizeiermittler. Dieser bezweifelte gegenüber ExWeb die Behauptung Reinhold Messners, dass ein gefundener Zehenknochen (a toe bone) Günther Messner gehört habe:

„Woher kam dieser Knochen? Wer bezahlte die DNA-Analyse?“

Verwirrung stifteten diverse Berichte von Bergsteigern über den Fund einer Leiche oder von Leichen am Nanga Parbat in diesem Sommer. Am 17. Juli 2006 fand ein einheimischer Bergführer laut ExWeb einen Haufen Knochen, asiatische Kleidung und Plastikschuhe auf 4300 Meter Höhe auf der Diamir-Seite. Spanische Bergsteiger machten ein Foto. Ein Deutscher will diese Leiche schon 2004 gesehen haben. Einen Monat später identifizierte Reinhold Messner, der mit einer Trekkinggruppe unterwegs war, in derselben Gegend die angeblichen Überreste seines Bruders: ein Rumpf ohne Kopf, eine blaue Parka und Überhosen.

Obwohl ExWeb in einer Mitteilung an Messners Trekking-Agentur eine wissenschaftliche Untersuchung verlangte, ob die Funde tatsächlich Günther Messner oder jemand anderem zuzuordnen seien, verbrannte Reinhold Messner mit wenigen Ausnahmen die Knochen und anderes wenige Tage später am 30. August, und zwar nicht nach den Riten jener Religion, der Günter angehörte: der christlichen.

·       Die pakistanischen Behörden wurden weder informiert noch um Erlaubnis gefragt. Kein Gerichtsmediziner war anwesend, um die Funde gesetzeskonform zu identifizieren.

„Drei Stunden lang gerufen – aber was?“

Vicente Francisco besorgte sich dann das zweite Buch, das Max von Kienlin im Herbst herausgab:  Der einsame Tod – Legende Günther Messner, Herbig Verlag München. Er ärgerte sich zwar über eine ungerechte (möglicherweise auf … zurückgehende) Beurteilung der Südtiroler anlässlich der Option (Seite 15). Die deutsche Volksgruppe war 1939 von den Diktatoren Hitler und Mussolini gezwungen wurden, sich zu entscheiden: deutsch bleiben und nach Deutschland auswandern oder Italiener werden und vielleicht nach Süditalien umgesiedelt werden. 86 Prozent hatten in dieser unvorstellbaren Not damals für die Auswanderung nach Ostdeutschland optiert.

Ansonsten aber fand er das Buch gut, entdeckte neue Details, die der Baron aufgespürt hatte … . Die Widersprüche Reinhold Messners waren für den Autor ein gefundenes Fressen. …

Als Vicente Francisco die Seiten 88 und 111 gelesen hatte, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Jetzt wusste er ungefähr, wie es damals zugegangen war! Er bildete es sich jedenfalls ein.

Zuerst eine Notiz aus dem Tagebuch Baron von Kienlins vom 29. Juni 1970: „Felix … schildert …sehr erregt einen Rufkontakt mit Reinhold Messner am gestrigen Vormittag… „Alles sei in Ordnung“ habe ihm Reinhold zu verstehen gegeben… Reinhold habe gerufen, er steige jenseits ab…“

Auf Seite 166 fand Vicente Francisco auch den von ihm selbst im britischen „Guardian“ entdeckten Satz Reinhold Messners: „I left my brother a bit below the summit…“

Zum Schmunzeln brachte ihn das Zitat des GröBaZ auf Seite 182: „Es gibt 700 000 Mitglieder im Deutschen Alpenverein, aber ich bin größer als alle.“ …

Vicente Francisco lehnte sich in seinem Sessel zurück, versetzte sich in das Jahr 1970 und auf den Nanga Parbat, ließ die Gedanken kommen und gehen. „Hercule Poirot, komm herab aus dem Literaturhimmel und lass deine kleinen, grauen Zellen kreisen!“ Er spielte alle Möglichkeiten durch und fragte jedes Mal: „Was hätte ich getan?“

Die sieben Schlüssel zum Schatzkästlein der Wahrheit

Vicente Francisco kam ein Krimi von Agatha Christie in den Sinn, den er kürzlich gelesen hatte („Lord Edgware dies“). Darin hatte Privatdetektiv Hercule Poirot seinem etwas einfältigen Freund Captain Hastings 5 Fragen gestellt: Weshalb änderte Lord Edgware seine Meinung hinsichtlich einer Scheidung? Was bedeutete der Ausdruck bestialischer Grausamkeit auf dem Gesicht des Lords, als… Und so weiter. Im Vorwort hatte ein Julian Symmons dem Leser erklärt, er müsse selbst diese fünf Fragen beantworten können, um auf die Spur des Täters zu kommen. Und zwar alle fünf, eine oder zwei genügten nicht. Nur wenn man auf jede einzelne Frage eine logische Antwort geben könne, sei man imstande, das Mosaik fertig zu stellen. (Agatha Christie: Se morisse mio marito, Oscar Mondadori, Milano, 2006)

„So muss ich auch dieses Rätsel vom Nanga Parbat lösen“, dachte Vicente Francisco und machte sich daran, die entscheidenden Punkte zusammenzusuchen. Es wurden nicht fünf, sondern sieben, was ihn gleich an den Roman von Edgar Wallace „Die Tür mit den sieben Schlössern“ erinnerte. Folgende Elemente, chronologisch geordnet, schienen ihm die Schlüssel zu dem zu sein, was 1970 wirklich auf dem Nanga Parbat geschah:

Schlüssel 1: „Alles in Ordnung“

28. Juni 1970: Reinhold Messner sagte, er habe von der Merkl-Scharte aus drei Stunden lang um Hilfe gerufen. Als Felix Kuen in die Nähe kam, rief er ihm und dem nachkommenden Peter Scholz zu: „Es ist alles in Ordnung“.

RM: ein Missverständnis; er habe die beiden nicht in Lebensgefahr bringen wollen. …

Schlüssel 2: „Wo ist Günther?“

Nacht des 3. Juli 1970: Reinhold Messner fragte seine Kameraden nach dem Abstieg als erstes: „Wo ist Günther?“

RM: Er habe an Halluzinationen gelitten, sei schizophren gewesen. …

Schlüssel 3: Die vielen Widersprüche und das Phantom

1970 bis jetzt. Auffallend sind die Widersprüche in den Angaben Reinhold Messners über das Geschehen, in seinen Büchern, Vorträgen und Interviews. Wie lassen sich diese erklären? Was steckt hinter der Geschichte mit dem Phantom, dem Schatten, seinem Bruder Günther, der ihm folgte?

Schlüssel 4: Der Knochenfund von 2000

Sommer 2000: Bergfreunde Reinhold Messners finden bei einem Spaziergang auf dem Gletscher am Fuß der Diamir-Wand einen Knochen, ein Wadenbein. Arzt Dr. Hubert Messner hält es neben sein eigenes und urteilt,  es sei zu groß und zu alt, um von Günther stammen zu können. RM bewahrt den Knochen zwei Jahre zu Hause auf und lässt ihn dann analysieren. Ergebnis: das Wadenbein eines Bruders. Bestattung im Familiengrab in Villnöß.

Schlüssel 5: „I left my brother a bit below the summit”

April 2004: Die überraschende Aussage im Interview mit dem britischen „Guardian“: „I left my brother a bit below the summit…“ – „Ich verließ meinen Bruder ein Stück unterhalb des Gipfels“.

Nichts anderes halten ja Baron Max von Kienlin und Hans Saler für möglich. Damit wäre der Fall im Prinzip gelöst. (Denn um die Schuldfrage geht es nicht, sondern nur um die Wahrheit, nämlich um die Frage, wo genau Günther Messner ums Leben kam. Wie in einem früheren Kapitel ausgeführt, sieht Vicente Francisco bei Reinhold Messner keinerlei Schuld am Tod seines Bruders Günther.)

Schlüssel 6: Warum verbrannte RM die meisten seiner Beweise?

Sommer 2006. Überreste einer oder mehrerer Leichen werden auf 4300 Meter Höhe auf der Diamir-Seite gefunden. Die Nachrichten sind widersprüchlich. Reinhold Messner erklärt sogleich, noch bevor er am Fundort ist, dass es sich um Günthers Überreste handle. Am 30. August verbrennt er die meisten ohne Einschaltung der Behörden. Ein paar Fundstücke nimmt er mit und lässt sie analysieren. Ergebnis: Überreste seines Bruders.

Schlüssel 7: Wo sind Kopf und Kamera?

2007 und später. Irgendwann müsste der fehlende Kopf auftauchen. Dann müsste sofort eine Untersuchung von unabhängiger Seite erfolgen, ob es wirklich der Kopf von Günther ist. Es geht nicht an, dass Reinhold Messner in diesem immerhin von Prozessen begleiteten Fall zum dritten Mal eine Untersuchung auf eigene Kosten in Auftrag gibt. Auch die schwere Kamera, die Günther getragen hat, muss irgendwo sein. Vielleicht würde es die NASA fertig bringen, aus dem kältekonservierten Filmmaterial Verwertbares herauszuholen.

„Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, wenn für alle Punkte eine hieb- und stichfeste Erklärung vorliegt, ist der Fall für mich gelöst“, dachte Vicente Francisco. „Die Erklärung muss zu 100 Prozent zutreffen und auch alle Gegner Reinhold Messners überzeugen, denn die Wahrheit ist nicht teilbar, sondern eine. Dann hätte das Umherrennen in Nebelfetzen endlich ein Ende.“ (Manuskript am 28.1.2007 zur Seite gelegt)

*

Brief von Hans Saler: Keine Angst vor Reinhold Messner!

An einem der folgenden Tage erhielt der Schriftsteller einen Brief von Hans Saler, dem Teilnehmer der Unglücksexpedition von 1970. Er unterstrich sich unter anderem folgende Stellen (voller Angst lassen wir besonders brisante Passagen im Internet angesichts solcher Urteile und der fortschreitenden allgemeinen Aushöhlung der Meinungs- und Pressefreiheit natürlich aus):

„Das Ergebnis vom Ausgang des Prozesses machte mich sprachlos, es ist einfach nicht fassbar, wie … die Richter sich auf die Seite des Staranwalts Prinz schlagen, in dessen Kanzlei heute auch der einstmals vorsitzende Richter der Hamburger Richterkammer sitzt. … … Medien gefuerchtet … … laesst sich … pro Minute ….

Reinholds Aussage: „Jetzt ist alles verboten“ wirkt natuerlich einschuechternd, er kennt voll die Wirkung seiner Aussagen, schliesslich bahnt er sich seit vier Jahrzehnten seinen Weg erfolgreich durch die Verbreitung von ..

… Lachkrampf … der wichtigste Anklagepunkt .., die Tagebuchaufzeichnungen, deren „Bewertung“ alleine die letzten drei Jahre in Anspruch nahm und viel Geld kostete, .. schliesslich …, weil die zwei unabhaengigen Gutachten gegen R.M. sprachen.

Auch bei meinen Verhandlungen … unser Hauptzeuge Gerhard Baur nicht vorgelassen, er musste vor dem Sitzungssaal warten. … Auch mir wurde eine Zeugenaussage untersagt, bzw. wurde schon im Vorfeld gesagt, dass Fragen an mich nicht in die Akten als Beweisaufnahme eingehen wuerden. Wenigsten gewann ich dann die mir zwei wichtigsten Punkte, ich fuege sie hier nochmals an. Beachten Sie deren gravierende Aussagen! Wo dagegen liegt eine Ehrverletzung Max von Kienlins gegenueber Reinhold vor, wenn ueber den blauen Himmel und das Skifahren gesprochen wird?

1.   "Die widersprüchlichen Schilderungen über Günthers Zustand und spätere Leistung sprechen sich selber Hohn – und schmerzen. Denn es geht um einen Menschen, der höchstwahrscheinlich auch aufgrund des Ehrgeizes seines Bruders (Reinhold Messner) nicht mehr lebt.

2.   "Was da oben am Berg geschah, war ja kein Delikt von Mord und Totschlag, es war ´nur` eine Form moralischen Versagens. Ethische Normen wurden schlichtweg von Ehrgeiz überlagert. Was aus Reinholds Geschichte und Persönlichkeit, aus der Besonderheit seines Denkens resultiert."

Reinhold lebt von der .. , er mag im Moment einen Sieg errungen haben, doch die Wahrheit ist tausendmal staerker. Jede seiner Luegen bleibt auf seiner Seele verbucht und mit jeder Luege bezahlt er schon heute an Lebensfreude, denn ihn umgibt von allen Seiten Angst.

Selbstverstaendlich koennen Sie die Saetze von mir in Ihrem Roman zitieren… Haben Sie keine Angst, von R. M. belangt zu werden, diesen Anwalt … , und letztlich gingen die Prozesse fuer ihn total in die Hose, denn seine eigentliche Absicht war ja, die Buecher vom Markt zu bekommen. …

Es gruesst Sie ganz herzlich
Hans Saler
4. Februar 2007“

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