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Aufschrei eines Richters

25.9.2014

Manche Dinge darf ein normaler Mensch nicht sagen, ohne in ein Extremisteneck gestellt zu werden. Aber bestimmte Personen dürfen es. Und so nehmen wir freudig zur Kenntnis, daß dem früheren Richter Edoardo Mori der Kragen geplatzt ist. In einem uli-Interview mit den „Dolomiten“ erfahren wir am 25.9.2014 auf S. 15, dass das Justizsystem in Italien und besonders der Strafvollzug völlig ineffizient seien. Eine Strafe sollte abschreckend wirken, aber dem sei nicht so. Mörder würden oft nach sieben oder acht Jahren freigelassen. Die Alternativen zu den überfüllten Gefängnissen wie Geldstrafen – die meist nicht gezahlt werden - oder Sozialarbeit seinen eine Farce und nutzlos. Wenn sich ein Unternehmer bei einem Überfall wehre, werde er selbst an den Pranger gestellt. Einerseits würden die Quästoren behaupten, es gebe kein Sicherheitsproblem, andererseits brächten es die Sicherheitskräfte nicht mehr fertig, die Kleinkriminellen zu kontrollieren. Es gebe immer mehr Leute, die nichts zu verlieren hätten, Einwanderer, die keinen Job finden. Letztlich würden wir selbst „immer mehr Verzweifelte schaffen, sie sind die neuen Sklaven, nur dass sie jetzt freiwillig kommen. Mori wörtlich:

„Aber es nutzt nichts, Einwanderer ins Land zu lassen, wenn wir nicht einmal imstande sind, den eigenen Leuten Arbeit zu bieten.“

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