ETIKA

GEDICHTE

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98LP39

Chaosstifter

23.4.2013

Die Mächte aus der Unterwelt
wollen Gottes Ordnung stören,
die das All zusammenhält,
und der Menschen Leid vermehren.

Natur, Familie, Volk und Staat,
alles wollen sie zersetzen,
sä´n Betrug, Gier, Hass, Verrat
zum Seelenfang in ihren Netzen.

Sie sorgen für ein Durcheinand´,
damit die Menschen recht verzweifeln,
schneiden ab ihr Glaubensband
und lieber Sünd´ auf Sünd´ anhäufeln.

Vergessen ist der gute Gott,
der Alle will vom Leid erlösen.
Der Weg zum Heil wär´n die Gebot´,
doch siegt zumeist die Lust am Bösen.

Diese reizen Tag und Nacht
Milliarden von Dämonen,
die mit ihrer List und Macht
keinen Menschen je verschonen.

Höchst intelligent, voll Neid
sie tückisch ihre Ränke schmieden.
Chaos stiften: ihre Freud,
damit auf Erden niemals Frieden.

Das was aufbaut und erhebt,
wird infam zugrund gerichtet,
Mancher, der nach Gutem strebt,
aus dem Hinterhalt vernichtet.

Auch ziehen sie in ihren Bann
staubgeborne Spießgesellen.
So manche Frau und mancher Mann
tauschen gerne ein die Seelen

für Reichtum, Schönheit oder Macht.
Unterjocht von ihren Trieben
bau´n sie mit am Reich der Nacht.
Ach wären Staub sie doch geblieben!

Rasch überschreiten sie die Grenz´,
vor der sie warnet das Gewissen,
vom breiten Strom der Dekadenz
in die Tiefe mitgerissen.

Einer könnt´ sie retten: Christ.
Doch verblendet sind die Massen,
schreien nach dem Antichrist;
er allein wird ihnen passen.

So kommt es wie es kommen muss.
Wie die allerdümmsten Kälber
wählen sie mit Jubelgruß
willig ihren Metzger selber.

Denn er verspricht die Freiheit pur,
Wohlstand, Sicherheit für Alle.
Das Ende ist die Diktatur.
Die Bestie stellt auch dir die Falle.

Rainer Lechner, etika.com