ETIKA

GEDICHTE

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98LP50

Gott vergilt

10.4.2014
Friedhof BZ

 

Den guten Gott, der Sünder liebt,
den gibt es in der Bibel nicht. 1
Zwar ist es wahr, dass Er vergibt
dem allergrößten Bösewicht,

doch nur, wenn dieser sich bekehrt,
den Schaden machet wieder gut,
erkennt, wie wenig er selbst wert,
das Böse lässt und Gutes tut.

Wenn nicht, so steht´s im Heil´gen Buch,
wird der Frevler streng bestraft
mit Krankheit, Unfall 2 oder Fluch.
In Allem wirket Gottes Kraft.

Die Strafe währt in Ewigkeit,
denn schrecklich ist der große Gott! 1
Nur wer Ihn bittet und bereut,
der wird verschont vom zweiten Tod.

Rainer Lechner, etika.com

Anmerkung 1:

Pastor Wilhelm Busch: Jesus unser Schicksal. In der italienischen Fassung: Gesù nostro destino, Soli Deo Gloria, Piacenza, 2011, S. 101: „E dove sta scritto nella  Bibbia che egli è ilbuon Dio“? Sta pittosto scritto che è un Dio „tremendo“, „geloso“, „nascosto“.”

2 Krankheit und Unfall: in der Regel selbstverschuldet oder zwecks Besserung beziehungsweise Reifung geschickt, aber manchmal als Strafe