ETIKA

GEDICHTE

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98LP58

Es brennt die Welt

24.10.2014

 

Es brennt die Welt so blutig rot
wie zu Teresas Zeiten. 1
Kriege, Seuchen, Elend, Not,
die soll´n uns vorbereiten
auf das kommende Gericht
zur Strafe für die Sünden.
Antichristen glaubet nicht!
Unverfroren sie verkünden,
Unzucht sei ja ganz normal
und Gott verzeihe Allen:
„Fröne nur der Unmoral,
dann wirst du Gott gefallen,
weil er die größten Sünder liebt:
Huren, Sodomiten.
Zum Lohn er dir den Himmel gibt.
Brauchst nicht lang zu bitten.
Nimm dich an, so wie du bist.
Genieße Alles, friss und sauf!
Erst dann bist du ein rechter Christ.
Die Kirche, die nimmt Jeden auf. 2

Doch dein Engel zu dir spricht:
„Es sind die letzten Zeiten.
Glaub den vielen Lügen nicht,
trenn dich von schlechten Leuten.
Die Feinde sind schon unter euch
in der Kirche Mitten 3,
woll´n zerstören Gottes Reich,
Gebote, Glauben, Sitten.“

Jeden Tag fällt Stein um Stein.
Sie wühlen und sie bohren. 4
Alle Säulen stürzen ein.
Die Schlacht ist fast verloren.
Sie verschmutzen und entweih´n
mit des Satans Rüstung
das, was heilig ist und rein.
Greuel der Verwüstung! 5
Sie schänden wieder Christi Leib 6,
machen all´s zunichte.
Herr, bei Deinen Kindern bleib!
Rette uns und richte!

 

Rainer Lechner, ETIKA, etika.com

Anmerkungen

1 Endzeitgebet der hl. Teresa von Avila: Die Welt brennt, sie wollen Christus wieder verurteilen, sie wollen seine Kirche zugrunde richten: die Kirchen zerstört, so viele Seelen verloren, die Sakramente abgeschafft. Was geht da vor, mein Herr und mein Gott? Mach der Welt entweder ein Ende oder liefere Heilmittel gegen so schwere Übel … Dämm dieses Feuer ein, Herr; wenn Du willst, kannst Du es ja. Lass nicht noch mehr Schaden in der Christenheit zu! Herr, bring Licht in diese Finsternis! … Rette uns, mein Herr, denn wir gehen zugrunde. (Weg der Vollkommenheit; das Gebet ist abgedruckt in dem Bändchen “Guter und gerechter Gott – Pilgerschritte“, herausgegeben von Rainer Lechner, 2014, S. 40).

Santa Teresa de Jesús: “... su santo Hijo puso tan buen medio para que en sacrificio le podamos ofrecer muchas veces, que valga tan precioso don para que no vaya adelante tan grandísimo mal, y desacatados como se hacen en los lugares adonde estaba este Santísimo Sacramento entre estos luteranos, deshechas las iglesias, perdidos tantos sacerdotes, quitados los sacramentos. Pues ¡qué es esto, mi Señor y mi Dios! O dad fin al mundo, o poned remedio en tan gravísimos males; que no hay corazón que lo sufra, aun de los que somos ruines. Suplícoos, Padre Eterno, que no lo sufráis ya vos; atajad este fuego, Señor, que si queréis, podéis; por su acatamiento cesen cosas tan feas y abominables y sucias; por su hermosura y limpieza no merece estar en casa adonde hay cosas semejantes. ... Ya, Señor, ya haced que se sosiegue este mar; no ande siempre en tanta tempestad esta nave de la Iglesia, y sálvanos, Señor mío, que perecemos.” (Obras Completas, Aguilar, Madrid, 1974; Camino de perfección, cap. XXXV, pág. 366s)

2 Der Präsident des Päpstlichen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi (Anmerkung: besonders beliebt bei den Atheisten, weil er gerne mit ihnen nach Kompromissen und Einheit sucht), gehörte (in der Außerordentlichen Welt-Bischofssynode) dem Redaktionsteam des Textes über Ehe- und Familienpastoral an. Die Botschaft betone (so Ravasi), dass die Kirche „ein Haus“ sei, „dessen Türen immer offenstehen für alle, ohne Ausnahme“. (Anm.: Da sind wir aber gespannt, wenn bibeltreue oder traditionalistische Christen eingehen wollen.) Das ist nach Ravasis Eindruck „eine Art Grundachse der Synode“. (so Aldo Parmeggiani, eine Säule von Radio Vatikan und Vertrauter von Papst Ratzinger, in den „Dolomiten“ vom 25.10.2014, S. 2) Bischof Manfred Scheuer, Innsbruck, bestätigt: Die Synode habe klar unterstrichen, dass Christus die Kirche als „ein Haus mit stets offenen, einladenden Türen“ wollte, „ohne irgendjemanden auszuschließen“. (Dolomiten, 25.10.2014, S. 10, APA)

3 Beachte die von der Kirche anerkannten Botschaften der Jungfrau Maria in La Salette und Fatima.
Auszüge aus der Botschaft 1846 in La Salette: „
Wehe den Priestern und gottgeweihten Personen, die mit ihren Treulosigkeiten und ihrem schlechten Leben meinen Sohn von neuem kreuzigen! Die Sünden der Menschen, die Gott geweiht sind, schreien zum Himmel nach Rache, und siehe, die Rache lauert schon vor ihren Türen. Denn niemand ist mehr da, der Barmherzigkeit und Vergebung für das Volk erfleht; es gibt keine edelmütigen Seelen mehr; es gibt niemanden mehr, der würdig wäre, dem Ewigen das Opfer des makellosen Lammes zum Heil der Welt darzubringen. Gott wird züchtigen auf eine Weise, die noch nie dagewesen ist. Wehe den Bewohnern der Erde! Gott wird seinen ganzen Zorn ausgießen, und niemand wird so vielen vereinten Plagen entgehen können. Die Oberhäupter, die Führer des Gottesvolkes, haben das Gebet und die Buße vernachlässigt, und der Dämon hat ihren Verstand verdunkelt. Sie sind herumirrende Sterne geworden, die der alte Teufel mit seinem Schweif hinter sich herzieht, um sie zu verderben.   Die Regierungen (Anm.: vor allem der internationalen Organisationen) werden alle das gleiche Ziel haben, nämlich die religiösen Grundsätze abzuschaffen und verschwinden zu lassen, damit der Materialismus, Atheismus, Spiritismus und alle Arten von Lastern Platz haben. … Man wird nur an das Vergnügen denken, und die Bösen werden in allen erdenklichen Sünden versinken. … Die Natur lechzt nach Rache wegen der Menschen und bebt vor Entsetzen in Erwartung dessen, was über die von Verbrechen besudelte Erde hereinbrechen soll. … Rom wird den Glauben verlieren und Sitz des Antichrist werden. … Die Kirche wird verdunkelt, die Welt in Angst geraten. … Wehe den Bewohnern der Erde! Blutige Kriege und Hungersnöte werden sein, Seuchen und ansteckende Krankheiten. … Das Blut, die Tränen und die Gebete der Gerechten werden Gott erweichen.“  ETIKA 90A38

Zum bisher unveröffentlichten Teil des 3. Geheimnisses von Fatima sagte Kardinal Ciappi: "Im 3. Geheimnis wird unter anderem vorhergesagt, daß der große Glaubensabfall in der Kirche von der Spitze ausgehen werde!" ETIKA 90A13VB

4 Anna Katharina Emmerich sah „die Peterskirche und eine ungeheure Anzahl Menschen, welche beschäftigt waren, sie niederzureißen, aber auch andere, welche wieder an ihr herstellten. Es zogen sich Linien von handlangernden Arbeitern durch die ganze Welt und ich wunderte mich über den Zusammenhang. Die Abbrechenden rissen ganze Stücke hinweg, und es waren besonders viele Sektierer und Abtrünnige dabei. … Die Kirche war ganz blutrot wie der Engel (Michael), und mir wurde gesagt: ,Sie wird im Blut gewaschen.´“ (Visionen über die Engel, die Armen Seelen im Fegfeuer, die streitende Kirche u. a., Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg, 1980, S. 242; Katharina Emmerich, ihr Leben und ihre Visionen, nach Karl Wagner, Wien, entnommen den Aufzeichnungen des Clemens Brentano. Marianisches Schriftenwerk, Trimbach, 1969, S. 160)

5 Daniel 12, 11 Und von der Zeit an, wenn das tägliche Opfer abgethan und ein Greuel der Verwüstung aufgerichtet wird, sind tausend zwei hundert und neunzig Tage. Jesus in Matthäus 24, 15 Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er stehet an der heiligen Stätte …, 16 alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist … 20 Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter … 21 Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. 24 Es werden falsche Christi und falsche Propheten auftreten, und große Zeichen und Wunder thun, daß verführet werden in den Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwähleten.

6 Die Kirche ist der mystische Leib Jesu Christi. Römer 12, 5 Also sind wir viele Ein Leib in Christo.

Heiliger Erzengel Raphael, stehe den Aposteln der letzten Zeiten bei!

Nachdruck gestattet