ETIKA

Die Weisheit der Welt

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98LS1

Übel, Apokalypse

30.10.2016

 

Abtreibung – Terrorismus
Abtreibung ist Mord, ja schlimmer noch als jeder andere Mord, denn wer noch nicht geboren ist, ist der Schwächste, der Kleinste und der Ärmste der menschlichen Gesellschaft. Wenn eine Mutter imstande ist, ihr eigenes Kind in ihrem Schoß zu töten, warum überraschen uns dann die Greueltaten des Terrorismus, die sich rund um uns ausbreiten? Die Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens in der Welt von heute, der größte Zerstörer der Liebe.
Mutter Teresa von Kalkutta, zit. in das Neue Groschenblatt, 1/2003. Anmerkung: UNO und Kinderhilfswerk Unicef fördern die Abtreibung, ebenso die meisten Regierungen

Angriff
Jeder Angriff, der einen Mann nicht umwirft, stärkt ihn.
Arthur Schopenhauer, Philosoph (1788-1860)

Begierde
So tauml ich von Begierde zu Genuß, und im Genuß verschmacht ich nach Begierde.
Johann Wolfgang Goethe, 1749-1832, Faust. Der Tragödie erster Teil. Wald und Höhle

Betrogen, „wie viele würden ihn ohne Anstand anbeten! Es begehen ja viele die schwersten Sünden um schnödes Geld! Was würden sie erst tun, wenn sie dadurch ein Königreich gewinnen könnten!“ Manche junge Frauenspersonen sündigen gegen die Keuschheit, wenn ihnen ein Wollüstling die Ehe verspricht. Aber ein solches Versprechen wird gar oft nicht gehalten – und die törichten Sünderinnen sind betrogen.
P. Wilhelm Auer: Goldene Legende, 1904, 53

Blutrünstige
Iddio detesta i sanguinari.
Salmo 5; Padre Michele Millozzi anläßlich des Todes von Aldo Moro : „Cari terroristi di destra e di sinista, la colpa non è vostra …, San Francesco, Assisi, 3/1982

Böses
Das Böse aber – ganz gleich in welcher Form – meidet wie die Pest.
1. Thessalonicher 5, 22

Das Böse hat Gott darum gemacht, um uns Gelegenheit zum Wettkampf zu geben und die Sieger mit dem Lohn der Unsterblichkeit zu krönen.
Des Luc. Cael. Firm. Lactantius Schriften, Auszug aus den göttlichen Unterweisungen (Epitome), Nr. 24 Das Gute und das Böse. Verlag Kösel, Kempten, 1919, S. 156

Das ist der wahre Jubel, dies das echte Hochfest: der Sieg über das Böse.
Hl. Athanasius (+ 373) über das Osterfest

Buße oder Hölle
„Buße oder Hölle“, pflegte der heilige Bernardin seinen Zuhörern zuzurufen. (Auer, 1904, 127)

Christentum oder Schrecken
Wenn man in dieser westlichen Welt fragt, was gut und was schlecht, was erstrebenswert und was zu verdammen ist, so findet man doch immer wieder den Wertmaßstab des Christentums auch dort, wo man mit den Bildern und Gleichnissen dieser Religion längst nichts mehr anfangen kann. Wenn einmal die magnetische Kraft ganz erloschen ist, die diesen Kompaß gelenkt hat ..., so fürchte ich, daß sehr schreckliche Dinge passieren können, die über die Konzentrationslager und Atombomben hinausgehen.
Werner Heisenberg, deutscher Naturwissenschaftler

Dämonen
Die Dämonen. Durch ihre Verlockungen und Täuschungen wußten sie die Menschen dahinzubringen, sie für Götter zu halten. … Diese haben von Anfang an in der Absicht, die Menschen von der Erkenntnis des wahren Gottes abzubringen, neue Religionen und Götterdienste eingeführt; diese haben die Menschen angeleitet, das Andenken verstorbener Könige mit göttlicher Weihe zu umgeben, ihnen zu Ehren Tempel zu errichten und Bildnisse aufzustellen, nicht um die Ehre Gottes zu mindern oder die ihrige zu mehren, die sie durch Übertretung verloren hatten, sondern um den Menschen das Leben zu entreißen, ihnen die Hoffnung auf das wahre Licht zu rauben und sie nicht zur himmlischen Belohnung der Unsterblichkeit, der sie selbst verlustig gegangen waren, gelangen zu lassen.
Des Luc. Cael. Firm. Lactantius Schriften, Auszug aus den göttlichen Unterweisungen (Epitome). Verlag Kösel, Kempten, 1919, S. 153

Drohbotschaft
Father Brown: Monsieur Flambeau, I want to threaten you with the worm that dieth not, and the fire that is not quenched.
G. K. Chesterton, The Innocence of Father Brown, Penguin Books, Harmondsworth, Middlesex, 1962, S. 62

Elend der Welt und Gottes Strafgerechtigkeit

Die Leute sagen: Wenn es Gott gäbe, würde er nicht zulassen, dass diese armen Kinder dies oder jenes schreckliche Schicksal trifft. Die Bibel enthüllt die Wahrheit. Hört auf, den falschen Propheten zu glauben, die predigen: Gott ist nur Liebe. Die Welt ist eine Bühne. Gespielt wird „Schuld und Sühne“. Der hl. Franziskus sprach zu Gott: Wie schreckenerregend sind Deine Werke, Herr. (Terz an Sonntagen) Schuld am Elend der Welt sind unsere Sünden. Und Gott straft bis ins vierte Glied. Deshalb: Kehrt um, glaubt an Jesus Christus, befolgt die Gebote, tut Buße! Gott ist gerecht, allmächtig und allweise. Er ist auch barmherzig, aber nur mit dem reuigen Sünder. AIHS 26.5.2016

Oder aber: Ephesus 6,12 Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

Empörung gegen Tugendsame
Wenn die bösen und hoffärtigen Kreaturen sich gegen jede Überlegenheit empören, so tun sie es mit doppeltem Abscheu und Widerwillen gegen die der Tugend, da diese am wenigsten bezweifelt wird.
Fernan Caballero (* 1797 Morges, + 1877 Sevilla), Glück und Glas, 432

Endzeit

Wie lange noch der Glockenklang?
Wie lang noch Gottes Lobgesang?

Wenn die Welt auch untergeht:
Eines bleibt uns: das Gebet.

Exorzismus
Pater Amorth: „Jeder von uns Exorzisten, der die Gebete des neuen ad-interim-Ritus ausprobiert hat, mußte feststellen, daß sie vollkommen wirkungslos sind. Man sollte sich das gut überlegen, bevor man so alte und wirksame Gebete einfach löscht.“ „Es gibt keine Unterscheidung zwischen weißer und schwarzer Magie. Wenn die Magie funktioniert, ist das immer Werk des Teufels.“
das Neue Groschenblatt 3/2002

Fegefeuer

In den Himmel willst du kommen?
Das gebühret nur den Frommen.
Die Durchschnittschristen müssen
im Fegefeuer büßen.

Würde eine Seele, die noch eine Stunde der Läuterung vor sich hätte, bereits in die Anschauung Gottes versetzt, so würde ihr damit eine größere Pein als die von zehn Fegefeuern zugefügt. Denn sie könnte jene höchste Gerechtigkeit und reinste Güte, die  Gott ist, noch nicht ertragen; es wäre auch auf seiten Gottes unpassend. Für jene Seele aber wäre es ganz unerträglich, wenn sie sehen müßte, daß Gott noch nicht voll Genugtuung geleistet wäre, auch wenn nur so viel wie das geringste Zucken mit der Augenwimper zur genugtuenden Läuterung fehlen würde. Um diesen letzten Rostfleck loszuwerden, ginge die Seele lieber noch in tausend Höllen, wenn sie die Wahl hätte, als in der Gegenwart Gottes noch nicht ganz und gar gereinigt und geläutert zu erscheinen.
Caterina von Genua, zit. das Neue Groschenblatt 11/1984

Feigheit
Die Macht der Bösen lebt von der Feigheit der Guten.
Don Bosco

Feinde

Vertreib den Feind, nimm ihm die Kraft,
Du, Herr, der alles Gute schafft.
In meiner Not schrei ich zu dir,
beschütz mich vor des (der) Bösen Gier.

Fluch
Verflucht der Mann, dessen Herz sich abwendet vom Herrn.
Jeremias 17,5
All jene, die den Herrn vergessen und von seinen Geboten abirren, sind verflucht.
Franziskus von Assisi: Brief an die Lenker der Völker

Furcht

Fürcht´ die Sünde, fürchte Gott!
Ewige Verdammnis droht.

Die Furcht Gottes ist es allein, die die Gesellschaft der Menschen bewacht, die das Leben selbst aufrecht erhält, schützt und lenkt. Diese Furcht wird aber hinweggenommen, wenn dem Menschen die Überzeugung beigebracht wird, daß Gott dem Zorn nicht zugänglich ist. Daß Gott aber von Zorn und Unwillen bewegt wird, wenn Ungerechtes geschieht, davon überzeugt uns nicht bloß der allgemeine Nutzen, sondern auch die Vernunft und Wahrheit selbst.
Des Luc. Cael. Firm. Lactantius Schriften. Vom Zorne Gottes. Verlag Kösel, Kempten, 1919, S. 98

Gefängnis
Ingle … konnte an die Verworfenheit der alten Lumpen im Zuchthaus, an ihre rohen Gespräche und prahlerischen Scherze, an die gräßlichen, nicht zu beschreibenden Dinge, die sich dort ereigneten, nicht zurückdenken, ohne daß ihm übel wurde.
(Edgar Wallace: Der Joker, Wilhelm Goldmann Verlag, München, o. J., S. 52)

Geißeln

Engel geißeln die Dämonen
in den unt´ren heißen Zonen.
(LG om Mo 53)

Gerechter Krieg
Wir haben an dem h. Capistran einen klaren Beweis, daß es unter gewissen Umständen Gott gefällig, ein eigentlich gutes Werk sein kann, in den Krieg zu ziehen. Vor Allem ist es ein heiliger Krieg, wenn man gegen die Feinde kämpft, welche das Christenthum und die katholische Religion zu Grunde richten wollen; wer in einem folgenden Kampfe sein Blut vergießt, der verdient einigermaßen den Martyrern beigezählt zu werden. Aber auch dann, wenn das Vaterland ungerechter Weise angegriffen wird von auswärtigen Feinden, so ist es nicht nur erlaubt, daß man Gewalt mit Gewalt abtreibt, wie man sich auch gegen einen Räuber zur Wehr setzen darf, sondern es ist zugleich ein verdienstliches Werk. Denn wer den Feind vom Vaterland austreibt oder abwehrt, der befreit zahllose Familien von Plünderung, Mißhandlung und Gewaltthätigkeit aller Art, Seuchen, Hungersnoth und mannigfaltigem Elende. Der Soldat im gerechten Krieg befolgt den Spruch des Apostels Johannes: „Daran haben wir die Liebe kennen gelernt, daß Er (Christus) sein Leben für uns gelassen. Auch wir sollen das Leben für die Brüder lassen.“ Aber wer auch nicht selbst in solchen Krieg ziehen kann, soll wenigstens insofern das Seinige beitragen, daß er mit Gebet, Geld, Pflege der Verwundeten die gerechte Sache unterstützt. Bei der Belagerung von Belgrad haben Frauen und Jungfrauen alle mögliche Hülfe geleistet, den Verwundeten die Pfeile aus dem Leib gezogen, das Gift aus den Wunden ausgesaugt, den Soldaten Steine, Kugeln, Pfeile zugetragen, das Feuer gelöscht, wo es anfing zu brennen u. s. w.
Alban Stolz, Legende, 23. Oktober, Herder Verlag Freiburg, 1859, S. 183f

Gerechtigkeit
Hinter allem ist eine verborgene Gerechtigkeit, die wirkt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
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Die Gerechtigkeit reinigt. Iustitiam purificantem
Bonaventura I, 2 (182)

Bisweilen macht sich das Schicksal in schamloser Weise über die Gerechtigkeit lustig, und die Gerechtigkeit gibt sich besiegt, da ihr Reich nicht von dieser Welt ist.
Fernan Caballero (* 1797 Morges, + 1877 Sevilla), Glück und Glas, 443

Dio infatti usa misericordia anche ai peccatori quando offre loro doni temporali per le buone opere che compiono nel tempo; e, dopo questa vita, li punisce non quanto meriterebbero; anche gli eletti raggiunge con la sua giustizia quando li afflige nel tempo per le loro colpe, perché non siano colpiti dalle pene eterne.
Girolamo Savonarola. Commento al Salmo 90 In Te, Signore, ho sperato. È l´ultimo scritto del S., elaborato tra l´8 e il 18 maggio 1498, durante i processi e le torture che troveranno il loro epilogo nella esecuzione del 23 maggio. In: Fede e speranza di un profeta. Traduzione e note di Adriana Valerio.
Paoline Editoriale Libri, Milano, 1998, pag. 186

Auch den Sündern erweiset Gott noch Erbarmen, er gibt ihnen Gutes hier und straft sie dort selbst nicht, wie sie´s verdienen; auch die Gerechten sucht er heim mit seiner Gerechtigkeit, indem er sie zeitlich züchtigt für ihre Schuld, damit sie befreit werden von ewigen Strafen.
Hieronymus Savonarola, VII. Betrachtungen über den 51. und 31. Psalm, im Kerker geschrieben 1498. In: Die erwecklichen Schriften des Märtyrers Hieronymus Savonarola. Zur Belebung christlichen und kirchlichen Sinnes übertragen von Georg Rapp, Pfarrer zu Oberurbach. Stuttgart. Verlag von S. G. Liesching. 1839. Seite 303

Die göttliche Gerechtigkeit straft jede Sünde, entweder hier auf Erden oder im Jenseits (Selbstbestrafung oder Strafe durch andere Kreaturen, auch Dämonen).
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Gericht Gottes
„Das ist das Gericht Gottes, das schon hier auf Erden beginnt und sich bis jenseits des Jüngsten Tages in alle Ewigkeit erstreckt.“
Karl May: Satan und Ischariot, S. 457

Als der heylige Mann von einem anderen Bruder / der ihn / wie den Sachen zu thun / wann die grossen Trübsal / so von Gott auff den jüngsten Tag prophezeit / an jetzo zu disen Zeiten kommen möchten / befragt ward / antwortet er: Wann es vom Himmel Hagel und Stein regnete / so möchten sie doch uns nichts Böses zufügen / wann wir wären wie wir seyn solten: du solst wissen / daß wann der Mensch wäre wie er seyn solte / wurde sich alles sein Ubel in Gutes verkehren. Dann zu gleich wie deme / welcher einen bösen Willen hat / alles Guts in Böses verkehrt: Also wirdt dem / der eines guten Willens ist / alles Böses inn Gutes verendert
Der Cronicken der Minderen Brüder / Das sibent Buch. Bruder Egidius von Assisi. Discurs von der Gedult. Cap. 27. Costantz, 1604, S. 295

Gesellschaft
Jeder Verbrecher sträubt sich, seine Verbrechen einzugestehen. So auch die Gesellschaft.
Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863, Dramatiker

Gewalt
Gewalt zerbricht an sich selbst.
Laotse, 4. oder 3. Jahrhundert vor Christus, chinesischer Philosoph

Der Begriff ist nicht grundsätzlich negativ zu sehen. Es gibt auch positive Gewalt, zum Beispiel eine Gewalttour, einen Gewaltmarsch, denn dabei lernt der Mensch, sich selbst zu überwinden.
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Gottesfurcht
ist aller Weisheit Anfang. Diesen Bibelspruch würden wir über die Türen zu allen Fernsehstudios schreiben lassen. Jetzt steht darüber: TV: Schule des Ehebruchs.

Götzen
Alle Götter der Heiden sind Teufel.
hl. Censurinus, Märtyrer unter Kaiser Gallus, zit. Alban Stolz, Legende, September, Herder Freiburg 1859, S. 38

Der ruchlose Oberrichter Datia in der Stadt Agen, Frankreich, zur heiligen Fides: „Junges Mädchen, nimmt Rücksicht auf deine Schönheit und Jugend, laß ab von dieser Religion und opfere der heiligsten Göttin Diana, und ich will dich mit vielen Geschenken reich machen. Die Jungfrau Christi antwortete also: „Aus der Väter Ueberlieferung habe ich gelernt, daß alle Götter der Heiden Teufel sind, und du willst mir durch Schmeicheleien einreden, daß ich ihnen opfere?“ Der Richter, von Zorn ergriffen, sprach zu ihr: „Was, du hast dir herausgenommen, unsere Götter Teufel zu nennen? Entweder wirf dich nieder und opfere den Göttern, oder ich lasse dich mit verschiedenen Qualen peinigen.“ Die hl. Fides rief bei diesen Drohungen: „Ich bin nicht nur bereit, für den Namen meines Herrn Jesus Christus verschiedene Qualen zu dulden, sondern ich wünsche auch in seinem Bektnniß den Tod zu leiden.“ - Weitere Streiter Christi, die sich auf ihre Seite stellten, wurden enthauptet. Anmerkung ETIKA: Wie heute Christen im Irak, in Nigeria usw., wenn sie nicht Allah anbeten.
Alban Stolz: Legende, 6. Oktober, Die heilige Fides, Herder Freiburg 1859, S.39ff

Wie klar werden sie dann (beim Sterben) einsehen, wie falsch die Götter waren, denen sie dienten, wir trügerisch die Güter, denen sie nachgingen, und wie sie auf dem Wege, auf dem sie Erholung zu finden gedachten, ihr Verderben fanden.
Ludwig von Granada: Gebet und Betrachtung, I, Herder Verlag Freiburg i. B., 1912, S. 262

Grab
Bedenke was du warst, bevor du geboren, was du jetzt bist und nach deinem Tode sein wirst. Ehe du zur Welt kamst, warst du etwas so Schmutziges und Ekelhaftes, daß es nicht einmal verdient, genannt zu werden; jetzt bist du ein Düngerhaufen mit Schnee bedeckt, und nach deinem Tode wirst du eine Nahrung der Würmer sein. Worauf also willst du stolz sein, o Mensch, da du als sündhaftes Wesen geboren wirst, dein Leben nur Elend und dein Ende Verwesung und Fäulniß ist? … Tritt hin zu dem Grabe irgend eines Menschen, und du wirst anderes nichts finden als Asche, Staub, Würmer und verwes´te Gebeine. Dies ist also das Ende des in allem erdenklichen Ueberfluß und Kostbarkeit genährten Körpers! Doch wollte Gott, dies sei das Ende aller Uebel, denn was nun erfolgt, ist bei weitem mehr zu befürchten, nämlich der schreckliche Richterstuhl des göttlichen Gerichts, der Urtheilsspruch, der von demselben aus gefällt wird, die Thränenfluth und das Zähneklappern, die äußerste Finsterniß ohne Hoffnung der Erhellung, des Gewissens nagender Wurm, der nimmer stirbt und das Feuer, das niemals erlischt.
Ludwig von Granada, Die Lenkerin der Sünder, Zweite Abtheilung, Erstes Buch, II., §. 1., Aachen, 1853, S. 154f

Den Zustand der Empfindungslosigkeit im Grab faßt Aphrahat ins Bild vom Schlaf, aus dem der Gerechte am Jüngsten Tag frisch gestärkt erwacht, während der Frevler angesichts des kommenden Zorns wie im Fieberwahn hin und her gerissen wird (8,19). (Peter Bruns, Aphrahat Unterweisungen, I, Freiburg 1991, S. 69)

Grausamkeit

Wer grausam ist, den rettet nichts
vor der Strenge des Gerichts.

Wer grausam ist und hasst, was gut,
den plagt die Hölle: Blut um Blut.

Hass
Obsequium amicus, veritas odium parit.
Willfährigkeit macht Freunde, Wahrheit schafft Hass.
Publius Terentius Afer, (190-159 v. Chr.). römischer Dichter

Heilige Schrift

Sie verdreh´n die Heil´ge Schrift,
bis sie das Verderben trifft.
siehe 2. Petrus 3, 16

Hemmungslos

Fies, brutal und hemmungslos.
O wie wird der Jammer groß!

Hölle
Die Lüste haben nun aufgehört; sie sind dahin und werden nimmer wiederkehren; und vielleicht wird mir für Vergnügungen, die nur einen Augenblick währten, ewige Qual bereitet.
Ludwig von Granada: Gebet und Betrachtung, I, Herder Verlag Freiburg i. B., 1912, S. 264

Höllenqualen
Viele erleiden Höllenqualen auf Erden. Dann ist es logisch und gerecht, dass es sie auch im Jenseits gibt für Jene, die Anderen Höllenqualen verursachen.

Insel
Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts als meiner seligen Insel.
Friedrich Hölderlin (1770-1843)

Irrsinn
Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.
Friedrich Nietzsche: Jenseits 156

Kampf bis zum Ende
Solange wir leben, kämpfen wir, solange wir kämpfen, ist es ein Zeichen, dass wir nicht unterlegen sind und der gute Geist in uns wohnt. Und wenn dich der Tod nicht als Sieger antrifft, soll er dich wenigstens als Kämpfer finden. Aurelius Augustinus

Katastrophe
„Es gibt für Unzählige nur ein Heilmittel: die Katastrophe.“
Martin Held, 1908-1992, Schauspieler

Kreuzigen

Kreuzige den Heiland nicht!
Der bösen Tat folgt das Gericht.

Wer Gottes Sohn mit Füßen tritt,
macht bald sich auf den Höllenritt.

Krieg
Im Krieg töten sich Männer, die sich nicht kennen, auf Befehl von Männern, die sich kennen und sich nicht töten.
Paul Valéry, Dichter

„Es machte ihn (Sebastian Levinne) krank, alles zu lesen, was über den Krieg gedruckt und gesagt wurde. Eine Welt für Helden, Der Krieg, der alle Kriege beendet, Der Krieg für die Demokratie. Und in Wirklichkeit war es doch nur wieder das gleiche blutige Geschäft, das es immer gewesen war.“
Mary Westmacott: Singendes Glas, Verlag Tosa, Wien, 1997, S. 206

Ausgerechnet Gangsterboss Antonio Perelli philosophiert: „Pensa alla guerra, si uccidono uomini che non si conoscono nemmeno, uomini normali. Non hanno fatto niente di sbagliato. È una cosa che non ha senso. Quando noi uccidiamo così a sangue freddo, c´è sempre una ragione … e perché è necessario. Gli assassinii che si compiono spinti dalla rabbia sono follie, mentre uccidendo a sangue freddo, non si sbaglia mai.” (Edgar Wallace: Furia a Chicago, Garden Editoriale, Milano, 1998, pag. 43. On the Spot)

Gefreiter Selby zur deutschen Kaiserin: „La guerra è peggiore dell´inferno, perché solo i malvagi patiscono all´inferno, e qui, invece, soffrono tutti, i buoni e gli innocenti.“ (Edgar Wallace: Il soldato Selby, Garden Ed. Milano, 1998, S. 183) „Der Krieg ist schlimmer als die Hölle, denn in der Hölle leiden nur die Bösen, und hier leiden alle, die Guten und die Unschuldigen.“

Laster
Der Apostel Petrus an die Christen I. 2. 9.: „Ihr aber seid ein auserlesenes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein geheiligtes Volk, eine eigenthümliche Nation, bestimmt, die Erhabenheit Dessen zu preisen, der euch aus der Finsterniß zu seinem wunderbaren Lichte berufen hat.“ Und deshalb läßt sich ein Christ keine Niederträchtigkeit zu Schulden kommen, z. B. Lügen, Betrügen, Völlerei oder Unzucht. Und wenn ein Christ dennoch lasterhaft wird, so gleicht er einem Königssohn, der sich besoffen im Straßenkoth herumwälzt.
Alban Stolz, Legende, Monat September, Verlag Herder Freiburg, 1859, S. 66f

Lügner
Historiker, die ihre Geschichtsschreibung der gerade herrschenden politischen Strömung anpassen.

Mächte des Abgrundes
Die Mächte des Abgrundes werden nur notdürftig gebändigt durch die Gegenmächte Religion, Ethos und Recht, und stets lauern sie auf die Gelegenheit, diese Schranken zu durchbrechen.
Joseph Görres

Mächte der Tiefe
Wo die ordnenden Kräfte nicht tragen, da nehmen die Mächte der Tiefe die Last auf sich und schleppen sie dem Abgrund zu.
Reinhold Schneider (1903 – 1958)

Mitleid
Taenia: „Er hat zwar viel Böses getan, doch in seinem Herzen war das Mitleid nicht erstickt; und wer Mitleid fühlen kann, der ist noch nicht für ein tugendhaftes Leben verloren und ist selber des Mitleides würdig.“
Nikolai Lesskow: Der Bösewicht von Askalon – Eine Begebenheit im Kerker des Herodes (Nach syrischen Überlieferungen), in: Von Gauklern, Heiligen und Hetären, Biederstein Verlag München, vermutlich 1950, S. 403, Deutsch von Johannes von Guenther

Mordmotive
Geldgier, Sexgier, Leidenschaft, Furcht, Haß, Dummheit, irrige Ansicht, der Wille, Böses zu tun, Besessenheit

Nur jemand, der sich von der Gesellschaft verachtet fühlt, kann einen solchen Hass auf sich selbst (infolge des bohrenden Gewissens) und auf die Gesellschaft entwickeln, dass er ohne jede menschliche Regung, ohne jedes Mitleid einen solchen Massenmord mit dem Flugzeug (wie im März 2015 über Frankreich mit rund 150 Toten)  kaltblütig plant und durchführt – oder er ist rauschgiftsüchtig oder vom Teufel besessen. Das in Facebook vom Copiloten veröffentlichte Foto hat uns auf die richtige Spur geführt. (Guami) Alle Verantwortlichen arbeiten daran, dass die unerwünschte Wahrheit nicht ans Licht kommt, denn das wäre der Todesstoß für die herrschende Ideologie.

Recht
Das höchste Recht ist oft die höchste Bosheit. Ius summum saepe summa est malitia.
Publius Terentius Afer, um 170 v. Chr., römischer Komödiendichter

Schatten
Chefsuperintenent Garroway: „Alte Sünden werfen lange Schatten.“
Agatha Christie: Elephants Can Remember, 1972. Elefanten vergessen nicht. Scherz Verlag Bern, 1979, Seite 52

Schonung
Den Guten schadet derjenige, der die Schlechten schont. - Bonis nocet, quisquis pepercerit (?) malis.
Publius Syrus, 1. Jahrhundert vor Christus, römischer Schriftsteller

Wenn Gnade Mörder schont, verübt sie Mord.
William Shakespeare, 1564-1616, englischer Dramatiker

Schuld
Das Leben ist der Güter höchstes nicht;
Der Übel größtes aber ist die Schuld.
Friedrich Schiller, 1759-1805, Die Braut von Messina, IV, 4

Schwert

Wenn Jesus Christus wiederkehrt,
kommt er mit dem Richterschwert.

Selbstbestrafung
Gott regiert die Welt. Die Guten belohnt er im Dies- oder Jenseits. Wenn Er die Bösen nicht schon im Diesseits bestraft, dann beobachten wir oft, wie sich die Schuldigen hier auf Erden selbst bestrafen. Wer Jemanden bei einem Verkehrsunfall oder einem Verbrechen getötet hat, der findet lebenslang keine Ruhe mehr, besonders nachts. Er sieht die Gesichter der Toten, die ihn anklagen, auch wenn er von einem irdischen Gericht freigesprochen worden ist. Ein Anderer, der seine Pflicht vergisst, hat vielleicht ohne dass es ihm bewusst ist, ein solches schlechtes Gewissen, dass ihm im Alltag alle möglichen Fehler unterlaufen, die zu Misserfolgen oder Unfällen führen. Wie das von Gott bewerkstelligt wird? Mit Hilfe der bösen und guten Geister. Wenn der Schuldige sein Vergehen einsieht, kann ihm das zur Besserung und Rettung gereichen. Wenn nicht, bleibt ihm die Pechsträhne treu.
ETIKA

Welche Strafe ist schwerer als die des innern Gewissens? Soll man diese nicht eher zu fliehen suchen, als Tod, Verbannung, Krankheiten und Körperschmerz?
hl. Ambrosius

Der Mensch vor Allem entfliehen, aber nicht vor seinem eigenen Herzen; denn niemand kann sich von sich selbst trennen; wohin sich auch der Sünder flüchten mag, nirgendwo verläßt ihn das Bekenntnis seiner Schuld.
hl. Isidorus; beide Heiligenaussprüche zitiert von Luis de Granada, Führer für Sünder, Erste Abteilung, Erstes Buch, XII. Kapitel Von den Gewissenbissen, von denen der Gottlose gepeinigt wird, Aachen, 1853, S. 257-263

Selbstmord
Sherlock Holmes zu der entstellten Dompteurswitwe: „Dieses Leben ist nicht Ihr Eigentum. Sie dürfen keine Hand daran legen. … Das Beispiel geduldigen Leidens ist an sich schon die kostbarste aller Lehren für unsere ungeduldige Welt.“
(Sir Arthur Conan Doyle: The Veiled Lodger, Oktober 1896. Das verhüllte Gesicht. In: Sherlock Holmes und der Teufelsfuß. Ullstein Verlag Frankfurt/Main, 1980, S. 158. Sogar Doyle, der sicher schlimme Sünden auf dem Kerbholz hatte, gab Sherlock Holmes christliche Ansichten mit auf den Weg.)

Selbstmörders Todesanzeige

Das Bild, der Text, die Zahl
verrät dich allemal.
Hast dir das Leben selbst verkürzt.
Der Satan deine Strafe würzt.

Sklaven

Schau ringsum! Wie viele sind
versklavt von Leidenschaft und Sünd´!

Die Sünde lässt sie nicht mehr los.
Die Gier treibt sie in Satans Schoß.

Verblendet, süchtig nach Genuss
enden sie im Höllenruß.

Sprache verrät Verbrechen
Hercule Poirot: „Es ist unmöglich, sich nicht zu verraten – außer man macht den Mund nie auf! Die Sprache ist die grausamste Verräterin!“
Agatha Christie: Cards on the Table. 1936. Mit offenen Karten. Scherz Verlag Bern. 1998. Seite 135

Städte
Ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz von Straftätern wohne in Satellitenstädten und Hochhäusern, sagte der Mainzer Kriminologe Prof. Dr. Armand Mergen.
Dolomiten, 11.5.1981

Sterben
Dem Tode selbst geht gewöhnlich eine schwere Krankheit vorher, in deren Geleit sich mancherlei Leiden und Schmerzen einstellen, die alle auf den Kranken losbrechen und ihn durch qualvolle Tage und Nächte seinem Ende entgegen führen. … Allmählig zeigen sich die sicheren Vorboten des Todes: Kalter Schweiß bedeckt die Stirne; die in tiefen Höhlungen liegenden Augen sind glanzlos und trübe und zeugen durch ihren unstäten Blick von der innern Seelenangst; Eiseskälte ergreift Händ´ und Füße; schauerliche Blässe überzieht das Gesicht und blau färben sich Lippen und Nägel; gelähmt ist die Zunge und nur leise und mühsam arbeitet sich der Athem in dumpfem Röcheln aus tiefer Brust hervor; bald langsam, bald in raschen, aber kaum vernehmbaren Schlägen bewegt sich der Puls; der ganze Körper verliert seine natürliche Wärme und regungslos sind alle seine Glieder! – Und in diesem Zustande tritt der letzte Kampf des ohnmächtigen Lebens mit dem gewaltigen Tode ein. … Du siehst schon Gottes Gericht und vor dir alle deine Sünden, die selbst dich vor dem Richterstuhl des Allmächtigen anklagen.
(Ludwig von Granada: Die Lenkerin der Sünder, Aachen, 1853, 115f)

Strafe
Ihr macht den Herrn unwillig durch euer Reden! … Dadurch, daß ihr sprecht: … „Wo ist der Gott, der da straft?“
Maleachi 2,17

Wohl dem, er schon in diesem Leben für jede seiner Sünden bestraft wird, denn dies ist ein sicheres Anzeichen, daß alles auf ein gutes Ende hinausläuft.
ETIKA

Feuer und Wurm sind die Strafe für den Frevler. Gott ist ein gerechter und so strenger Vergelter, daß er niemand das Gericht erläßt, ja sogar wegen einer einzigen Herzensregung die höchsten himmlischen Geister für immer aus dem Himmel verwies.
Bonaventura, Großes Franziskusleben, 562

Die, welche die Gerechten zu Tode gequält, haben unter Schlägen von Gottes Hand in verdienten Qualen die schuldige Seele ausgehaucht.  … Gott hatte ihre Züchtigung aufgeschoben, um an ihnen der Welt große und erstaunliche Beispiele zu zeigen, aus denen die späteren Geschlechter lernen sollten, daß es einen einzigen Gott gibt, der zugleich Richter ist und der gebührende Strafe über die gottlosen Verfolger verhängt.
Lucius Caelius Firmianus Laktantius: Von den Todesarten der Verfolger, Verlag Jos.
Kösel, Kempten, 1919, S. 4f

Coloro che avevano tormentato con furore le carni die Santi, sono ora tormentati nella loro stessa carne del fuoco della giustizia divina che avevano meritato. ... Dio aveva procrastinato la pena degli empi per far vedere in essi como egli è solito guidare tutti gli avvenimento della storia umana, e perché i posteri si convincessero che il Dio dei cristiani è il solo e il sempre immutabile vindice della giustizia contro gli empi e i persecutori.
Firmino Lattanzio, La morte dei peccatori, Edizioni Paoline, 1965, pag. 30f

Hercule Poirot: „Evil never goes unpunished, Monsieur. But the punishment is sometimes secret.”
Agatha Christie: Peril at End House. 1932. HarperCollinsPublishers, London, 1995, page 156

Protect the children of the poor (?) and punish the wrongdoer.
Edgar Wallace: The Face in the Night, Captain Dick Shannon: Duties of the police, carved over the face of the Old Bailey. Tauchnitz Leipzig, 1925, S. 108

Der Strafen Spektrum, sieh, wie bunt:
Ein off´nes Grab – das ist sein Mund.
Der toten Seele Faulgeruch
bleibt ihm in Ewigkeit als Fluch. (LG om Mo 188; Jesus Sirach 23, 24)

Sucht
Drei Süchte ersticken die Sehnsucht nach Gott: 1. Augenlust, Habsucht, 2, Fleischeslust, Genußsucht, Sensual-Sexualismus als Entartungsform der zwei Urtriebe, des Selbsterhaltungs- und Arterhaltungstriebes, d. h. des Nahrungs- und Geschlechtstriebes, 3. Herrschsucht, Hoffart des Lebens, Liberalismus, Egoismus.
P. Rudolf Haindl OFM, Vinzenzbrief, Bozen, Nr. 511, zitiert im Handbuch des einfachen Lebens, 23

Sühne

Für jede Sünde, merke, Christ,
Sühne zu entrichten ist.

Sünde

Deine Sünden töten dich.
Fürchte und verachte dich.

Sünde versklavt. Jesus befreit.

Deine Sünde schmerzt Gott. Sie verwandelt sich früher oder später in deinen Schmerz, die Todsünde in ewigen Schmerz. Deshalb: Lebe in der Ordnung Gottes.
ETIKA

Die Sünde ist der größte Selbstbetrug. Sie nimmt den Menschen im letzten genau das, was sie ihm zu geben verspricht. – Man spürt den Vater der Lüge am Werke…
(P. Rudolf Haindl OFM, 510. Vinzenzbrief, 17.2.1982)

Gott erlaubt die Sünden …, auch damit die Treue des Gerechten aufleuchtet. (172, wie 1. Kor. 11,19)
Gott erlaubt das Böse der Sünde, um aus ihm das Gute seiner Herrlichkeit herauszuholen und auf diese Weise die rechte Ordnung des Universums zu bewahren. (179)
Alfonso de Ligorio, Alfons von Liguori

Die Sünde zerstört das Göttliche in dir.
Simon Scherzl: Selige Buße, 5

Denke an Jesu Leiden, so wirst du die Sünde meiden.
Bildstöckl oberhalb des Industriegebiets von St. Martin i. P., Richtung Ch.
Wer am Jesus Laiden denkt, der wird die Sinden maiden. 1914.
Inschrift auf einem Kreuz an einem Kirchweg in Hinterpasseier

Tat
Eine Tat kann man nicht ungeschehen machen. – Factum fieri infectum non potest.
Publius Terentius Afer, 195-159 v. Chr., römischer Dichter

Teufel
Der Teufel vergnügt sich mit gewissen Leuten, indem er diese ihr Leben mit Albernheiten zu bringen läßt.
Paul Gouin: Mélanie, Die Hirtin von La Salette, 15

Mensch, durchschaue Satans Tücken.
Sonst sitzt er dir auf dem Rücken.

Tod

Wann kommt der Tod? Du weißt es nicht.
Dann: Ew´ge Nacht? Empor zum Licht?

Sünder, fürchte deinen Tod,
ohne Reu die Hölle droht.

Warum fürcht´ ich meinen Tod,
wenn ich bin versöhnt mit Gott?

Ein Attentat? Ein schneller Tod?
Die Seele steht sogleich vor Gott.

MEMENTO MORI, ERGO STA PARATUS. Gedenke des Todes, also sei bereit. (Inschrift, Pfarrkirche Neumarkt)

Gott ist tot – so sagen manche. Der Tod ist tot – das sagt keiner – aber viele leben danach.
Konstanzer Großdruckkalender, 26.11.1993

Wenngleich die geschaffenen Wesen vergänglich sind: Niemals werden sie in das Nichts zurücksinken. (Thomas von Aquin)

Ein Tor ist, der da erkennt, daß der Schlaf am Morgen aufhört, aber meint, daß der Tod ein Schlaf ist, der ewig währt.“
(Des heiligen Ephräm des Syrers ausgewählte Schriften. I. Band. Übersetzt von D. Dr. Sebastian Euringer. Verlag der Jos. Köselschen Buchhandlung, Kempten und München, 1919, Nisibenische Hymnen, S. 304)

Aber es gibt doch Augenblicke, wo Gott durch seine göttliche Barmherzigkeit auch auf das verhärtetste Gemüt einwirkt. Einer dieser Augenblicke ist der - des Todes.
Fernan Caballero (* 1797 Morges, + 1877 Sevilla), Glück und Glas, 444

Winnetou: „Der Tod ist die größte aller Erdenlügen“ (Karl May: Winnetous Erben, S. 243)

Der Tod ist nur eine kurze Durchgangsstation, das Vorzimmer zum Gericht, zur Vergeltung, zur Bestrafung und Belohnung, je nachdem wie wir hier gelebt und Gott gedient haben. Alles wird abgewogen wie mit einer Waage (Luis von Granada). Jedem wird vergolten nach seinen vollbrachten und unterlassenen Werken.

Todeskriterium
„Zum Hirntod. Transplantationsmediziner … Organe aus Leichen können sie dafür nicht brauchen. … Herzstillstand (das ist der natürliche Tod) … neues Todeskriterium: … Ausfall des Gehirns. Die übrigen 97 Prozent des menschlichen Körpers leben beim sogenannten „Hirntoten“ jedoch weiter. … Wer mehr wissen will …, dem sei das Buch „Grauzone Hirntod“ von Stefan Rehder empfohlen.“ (Leserbrief von Anton Graf von Wengersky, G., in den „Dolomiten“ vom 19.3.2014)

Todesstrafe

Sir Henry Clithering: Ich halte nicht viel von diesen modernen Humanitariern, die die Todesstrafe abschaffen wollen. (Agatha Christie: Der Dienstagabend-Club, Eine Weihnachtstragödie, 1928, Scherz-Verlag Bern 1982, S. 140)

„Ein Herr hat das Recht, seinen Sklaven zu züchtigen; ein Vater hat die Pflicht, sein Kind zu bessern; ein Richter schuldet es seinem Amte, den Verbrecher zum Tode zu verurtheilen, und niemand kann und darf sie daran hindern; denn sie haben nicht bloß das Recht, sondern auch die Pflicht dazu und müssen auf Grund der Gerechtigkeit oder des natürlichen Gesetzes so verfahren.“ (P. Johann Eusebius Nieremberg S. J.: Der beste und kürzeste Weg zur Vollkommenheit, Herder Verlag Freiburg, 1896, S. 295)

Treue
Kriegergedenkstätte auf dem Friedhof in St. Martin i. P.: Gewidmet den Kriegern von 1809, 1914/18 und 1939/45 aus St. Martin und Umgebung. Brecht Ihr uns, die wir Alles gaben, die Treue, wie sollten wir ruh´n?

Tyrannei
“No hay peor tiranía que aquella que se ejerce a la sombra de las leyes.”
Es gibt keine schlimmere Tyrannei als jene, die im Schatten der Gesetze ausgeübt wird.
(Julio Maria Sanguinetti, der ehemalige Staatspräsident von Uruguay, zitiert von clarin.com, 24.11.2013)

Tyrannenmord
Die Fürsten sollen wissen, daß sie als Unterdrücker eines Gemeinwesens durch ihre Fehler und Verbrechen zur unerträglichen Last werden und sich der dauernden Gefahr aussetzen, umgebracht zu werden. Ihre Ermordung wird man nicht nur für gesetzlich halten, sondern sie sogar mit Beifall aufnehmen, und noch die kommenden Generationen werden sie als Ruhmestat ansehen.
Juan de Mariana SJ
Jede Privatperson sei berechtigt, einen Tyrannen zu töten, der vom Papst abgesetzt wurde, schrieb
Francisco Suárez SJ, letzter großer Scholastiker

Unschuldige vor Mördern schützen
S. 442 Mörder … sind ein Übel für die Gesellschaft. … Es gilt die Unschuldigen zu schützen. S. 443: Niemand scheint sich der unschuldigen Opfer annehmen zu wollen, und das erschreckt mich. … Die Leute empfinden nur Mitgefühl für den Mörder. (Anmerkung 10/2007: jetzt wieder mit den Kampagnen gegen Todesstrafe und lebenslange Haft). Warum sollte man ihn nicht hinrichten? Wir haben in unserem Land Wölfe getötet… Was können wir tun mit jenen, die angefault sind von Grausamkeit und Haß, denen das Leben eines anderen nichts bedeutet? Läßt sich Schlechtigkeit kurieren? Nein, nicht mit lebenslänglichem Zuchthaus – das ist gewiß eine weit grausamere Strafe, als es der Schierlingsbecher im alten Griechenland war. (Einwand von ETIKA: Es geht darum, erstens Opfer zu schützen, zweitens aber dem Verbrecher Zeit zur Buße zu geben.) Die beste Antwort, die wir je auf diese Frage gefunden haben, war wohl die Verbannung … (ETIKA hat eine Dreiteilung der Gesellschaft vorgeschlagen in Familien-, Toleranz- und Isolationszonen, aber ohne Widerhall)
weiterlesen in:
Agatha Christie: Meine gute alte Zeit. Eine Autobiographie. Scherz Verlag, Bern, 1993, S. 442f

Der Unterschied
Wer glaubt, dass es den Himmel zur Belohnung für die Guten und Frommen gibt und entsprechend lebt, der kommt hinein: Die Freuden das Paradieses dauern ewig.
Wer glaubt, dass es die Hölle als Strafe für die Bösen und Gottlosen nicht gibt, und entsprechend lebt, wird dem Vater der Lüge und seinen Dämonen ausgeliefert: Die Qualen der Hölle dauern ewig.
ETIKA

Unzüchtige
Keine Speise schmeckt dem Satan besser, keine ist ihm angenehmer, als der Leib und die Seele eines Unzüchtigen.
Hl. Ambrosius, zit. Auer, Goldene Legende, 1904, S. 1014

Verbrechen
Sir Henry Clithering, Scotland Yard: „Der Verbrecher kommt ungestraft davon; ist das aber so? Vielleicht wird er nicht vom Gesetz bestraft; aber der Zusammenhang von Ursache und Wirkung gilt auch außerhalb des Gesetzes. Jedes Verbrechen birgt seine eigene Strafe in sich.
(Agatha Christie: Der Dienstagabend-Club, Die vier Verdächtigen, 1928, Scherz-Verlag Bern 1982, S. 110. Und: Miss Marples Fälle, Fischer Taschenbuch 2012, S. 140f))

Ich will Schwester worden, oder aber ich will eher sterben, als in diesem Ozean der Verbrechen bleiben, von dem die Erde überschwemmt ist.
Mélanie von La Salette, in Paul Gouin, Mélanie, 99

Verbrecher
Alle Verbrecher sind wahnsinnig.
(Margaret Belman in dem Kriminalroman von Edgar Wallace: Terror Keep – John Flack, Goldmann Verlag München, o. J., S. 21)

Verführung
Gewalt! Gewalt! Wer kann der Gewalt nicht trotzen! Was Gewalt heißt, ist nichts: Verführung ist die wahre Gewalt.
Gotthold Ephraim Lessing, Dichter (1729-1781)
Diesen Spruch sollten sich die Feministinnen ins Stammbuch schreiben.

Den Mörder des Leibes richtet man hin, den Mörder der Seele aber preist man als großen Philosophen. Den einen führt man zum Schafott, den andern zum Katheder, damit er noch tausend andere totschlagen möge.
Karl May, 1842-1912, Lichte Höhen

Vergeltung
Sherlock Holmes: „Wenn es nicht eine Vergeltung nach dem Tode gibt, dann ist unsere Welt wahrhaft ein grausamer Spaß.“
(Sir Arthur Conan Doyle: The Veiled Lodger, Oktober 1896. Das verhüllte Gesicht. In: Sherlock Holmes und der Teufelsfuß. Ullstein Verlag Frankfurt/Main, 1980, S. 157)

Verharmlosung

Wer dem Geist des Bösen huldigt,
jede Untat gleich entschuldigt.

Der (Terrorist) das Volk bekriegt. (Anm.: Die Wahrheit darf man heute nicht mehr offen sagen)
Ach wie der Minister lügt.

Versöhnung
Versöhnung ist wie Salbe auf Wunden. Erneuert die Freundschaft! (Plakat der KGI) Versöhnung – ein Gottesgeschenk.
Herzjesukirche Bozen, 12.3.2002

Versuchung
Sieh der Versuchung nie ins Gesicht, sondern sieh nur auf unseren Herrn; denn wenn du die Versuchung betrachtest, könnte sie, besonders wenn sie stark ist, deinen Sinn aus dem Gleichgewicht bringen. Zerstreue deinen Geist mit guten und löblichen Beschäftigungen.
hl. Franz von Sales, Introduction à la vie dévote, Éditions du Seuil, Paris, 1962, S. 263

Diskutiere nie mit deinem Feind und antworte ihm mit keinem Wort, außer dem, das unser Herr ihm erwiderte, mit dem er ihn zuschanden machte (Matth. 4, 10): Zurück, Satan, und bete an den Herrn, Deinen Gott, und diene allein ihm. Und wie die sittsame Frau nicht ein einziges Wort antworten noch dem Schurken, der sie verfolgt und ihr etwas Unanständiges vorschlägt, ins Gesicht sehen darf, sondern ihn auf der Stelle verlassen und mit ihrem Herzen im selben Augenblick an die Seite ihres Gemahls zurückkehren und ihm erneut Treue schwören soll, soll auch die fromme Seele in der Versuchung einfach zurückkehren an die Seite Jesu Christi, ihres Gemahls.
hl. Franz von Sales, ebenda

Flieht die bösen Gelegenheiten, flieht die Gefahren! Wer nicht brennen will, muss dem Feuer fernbleiben.
hl. Don Bosco

Zu dem gekreuzigten Christus mit demütigen und unablässigen Gebeten flehen: dies ist das Heilmittel gegen die elenden Sünden des schwachen und zerbrechlichen Fleisches.
hl. Caterina von Siena: Lettere 44, Pensieri 109

Die Versuchungen kommen über uns, damit offenbar werde, was wir sind und damit die verborgenen Gedanken unseres Herzens enthüllt werden.
Origenes: La Preghiera XXIX, 17. Vgl. Deut 8,3

Wahn
Kranke Gehirne, Abartige, Besessene, Verschwörer gegen Gott, die Natur und die Menschheit geben in der heutigen Gesellschaft den Ton an. Das erstreckt sich von der Politik über Teile der Medien, Kunst und Musik bis zum Nachbarn, der in seiner Wohnung exotische Raubtiere, Schlangen, Skorpione und Spinnen hält. Aber diese Gottlosen werden Opfer ihres Wahns werden – im Jenseits, und die von ihnen missbrauchten Geschöpfe werden sie nimmermehr loslassen. (ETIKA 2/2015)

Warnung
„Ich habe gerufen, und ihr habt nicht gewollt. Ich habe meine Hand ausgestreckt, und niemand hat darauf geachtet. Ihr habt alle meinen Rat verachtet und meine Strafreden in den Wind geschlagen. So will auch ich bei eurem Untergange lachen und spotten, wenn euch begegnet, was ihr fürchtet.“ (Sprichw. 1,24-26; Auer 584)

Welteroberungspläne der Freimaurer mit dem Papst an der Spitze
Interview von Giacomo Amadori mit der früheren Nummer 1 des Grande d´Oriente d´Italia, Giuliano Di Bernardo, Trento, im „Libero“ vom 22.2.2016, S. 12 und 13: „Nel 2002 lei ha ideato l´Accademia degli Illuminati.“ „… un uomo di grande vedute, il sottosegretario agli Esteri monsignor Pietro Parolin. ... Ritiene che, nel futuro dell´umanità intelletti pensanti appartenenti a mondi diversi possano partecipare a un progetto comune per il benessere dell´umanità.” “Nel suo libro lei ci fa sapere che non crede più nella democrazia, ma sogna una tirannia illuminata. ... Qual è suo prototipo di tiranno illuminato?” “Se proprio devo fare un nome, direi il Papa.” “... bisogna tornare al concetto di élite della massoneria inglese: per governare gli uomini ci vogliono i saggi, non le masse. Pochi uomini scelti, uniti in un progetto dal vincolo forte dell´iniziazione. C´è necesità di menti superiori.“ (Libero, 22.2.2016)

Weltgericht

Was fehlt noch an der Weltgeschichte?
Des Welterschaffers groß Gerichte.

Weltuntergang

Darum, weil ich rief und ihr nicht wolltet; ich meine Hand ausstreckte, und keiner darauf achtete; weil ihr verachtet all meinen Rath, und meine Strafreden in den Wind schluget: so will ich auch bei eurem Untergange lachen und spotten, wenn euch begegnet, was ihr fürchtet. Wenn plötzlich das Unglück hereinbricht, und der Untergang wie ein Wetter naht, wenn Trübsal und Angst über euch kommt, dann wird man mich rufen, aber ich werde nicht hören; frühe wird man aufstehen, aber mich nicht finden, darum, daß sie die Zucht gehasset und die Furcht des Herrn nicht gewählt haben.
Sprichwörter, 1. Kapitel; zit LG gp d Zweite Abtheilung, Drittes Buch 37f

Widerstehen
Trage Gott im Herzen, gedenke des Heils deiner Seele, und du wirst den Lockungen des Satans widerstehen.
E. T. A. Hoffmann, Der Elementargeist, in: Deutsche Erzähler, Insel Verlag Frankfurt, 1912, 1986, S. 841

Wollust
Sie kannten die Liebe, und es wurden Kinder geboren, aber nie bemerkte ich bei ihnen Ausbrüche jener grausamen Wollust, die fast alle Menschen auf dieser Erde überkommt, alle und jeden, und die die einzige Quelle fast aller Sünden unserer Menschheit ist.
F. M. Dostojewski: Traum eines lächerlichen Menschen. Eine phantastische Erzählung. In: Sämtliche Erzählungen. Piper Verlag München, 1965, S. 512

Zerrüttung
Das dem Menschen angeborene Verderben, über Seele und Leib sich erstreckend, besteht wesentlich in einer Zerrüttung aller Kräfte seines Geistes, daß ihm Licht, Friede und Kraft zum Guten fehlen …
Lisco 47

Zerstörer
Die sich selbst zerstört haben, wollen auch andere zerstören, aus Neid und um nicht allein zu sein.
ETIKA

Zorn
Wenn ihr undankbar seid, wird die Plage erneut über euch kommen, die Strafe doppelt so schwer sein und Gott noch schlimmer seinen Zorn an euch auslassen.
Franziskus von Assisi laut Bonaventura GFL E, 6. Siegel, 329

Es ist ein großes Zeichen des Zornes Gottes, wenn Er den Sündern sichtbar nicht zürnet.
Hieronymus, zit. Luis de Granada, Guía de Pecadores; Aachen 1853, II, 2. Buch, S. 299

„Ich will den Zorn des Herrn tragen,“ sprach der heilige Prophet Michäas, „weil ich wider ihn gesündigt habe.“ (Michäas, 7, 9.) Das Andenken an deine Sünden wird dir alles, was du leidest, leicht machen. „Wenn wir an unsere Verbrechen denken,“ sagt der heilige Gregor: „so wird uns alles, was wir Widerwärtiges auszustehen haben, gering vorkommen; weil wir selbst erkennen werden, daß wir weit mehr verdient haben. Wir werden dadurch angetrieben werden, vielmehr Gott zu danken, als wider ihn zu klagen.“ (zit. Auer, 1904, S. 315)

Jeden Tag wächst Gottes Zorn.
Ach wären Viele nicht gebor´n.

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