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ETIKA |
GOTT |
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1-1G2 |
Gottes
Gerechtigkeit |
Handbuch des einfachen Lebens, Kapitel 38 |
1-1G2A
"Gott gibt jedem nach seinen Werken, nach den ä u ß e r n in Wort
und Tat, als Früchten dessen, was der Mensch innerlich ist, und nach den i n n
e r n , Gedanken, Wünschen, Begierden, Vorsätzen, Entschließungen,
Plänen." (Friedrich Lisco 44) Gott wägt die Absicht. (Nachfolge
Christi II 6)
1-1G2B
"Die göttliche Gerechtigkeit offenbart sich auf Erden schon in den
mannigfachen Gerichten, die über einzelne und über ganze Völker kommen; ganz
und unvollständig wird sie sich erst im letzten großen Gericht enthüllen."
(Friedrich Gustav Lisco: Das christlich-apostolische
Glaubensbekenntnis. Berlin 1842, S. 44)
"Erhebe
die Augen und sieh die Unendlichkeit und Größe jenes Herrn, den die Mächte des
Himmels anbeten. Sieh die schreckliche Größe
seiner Gerechtigkeit und die so furchtbaren Strafen, die er bis heute in
der Welt gegen die Sünde verhängt hat, nicht nur über einzelne Personen,
sondern auch über Städte, Völkerschaften, Königreiche und Provinzen, und zwar
auf der ganzen Welt." (Luis de
Granada, Guía de Pecadores = Führer für Sünder, 1 IX)
1-1G2C
"Der
Glaube sagt dir, daß du über dir einen Richter hast, vor dessen Augen alle
Schritte und Augenblicke deines Lebens gegenwärtig sind, wobei es sicher ist,
daß der Tag kommen wird, an dem er sogar über ein unnützes Wort Rechenschaft
fordert." (aaO X)
"Gott
wäre nicht gerecht, wenn er überhaupt keinen Unterschied machte zwischen denen,
die ihm dienen, und jenen, die ihn beleidigen." (hl.
Pfarrer von Ars)
1-1G2D
"Nicht
Gott ist es, der uns verdammt, wir selbst tun es durch unsere Sünden." (hl.
Pfarrer von Ars)
"Die
Kreatur wird so, wie die Sache, die sie liebt." (Katharina
von Siena B 29)
1-1G2E
"Jedes
Gute wird belohnt, jede Schuld bestraft. Wenn es nicht im ewigen Lohn
belohnt wird, tut Gott dies: Entweder gibt er ihm (dem Sünder, der eine gute
Tat begangen hat) die Zeit, um sein Leben bessern zu können, oder er schickt
ihm durch seine Diener irgendein Hilfsmittel, um ihn den Händen der Dämonen zu
entreißen; oder er überhäuft ihn mit zeitlichen Gütern oder er ordnet an, daß
er, wenn er stirbt und - nehmen wir an - in der Hölle ist, weniger Qual
auszustehen hat." (Katharina von Siena B 19)
1-1G2F
"Kein
Leid wird so belohnt wie das Herzeleid und der geistige Kummer, denn dies sind
die größten Qualen, und deshalb sind sie größrer Frucht wert." (Katharina
von Siena B 225)