ETIKA

GOTT

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6.3.2001

1-1GG4

Gottes gnadenhafte Gegenwart

= 2022 (Kap. 22 im Handbuch des einfachen Lebens)

1-1GG4A
"Als Christ leben heißt, daß Er (Jesus) im Innern atmet und wirkt. Das wunderbare Geheimnis des Christendaseins besteht darin, daß Er in jedem Glaubenden sein gottmenschliches Leben führt - in immer neuer, unwiederholbarer Einmaligkeit immer das Eine, Gleiche, Umfassende!" (Romano Guardini 55)

1-1GG4B
"Er gibt den Sterblichen die Gabe, die den Übeln ein Ende setzt, und ohne ihn existiert nichts Gutes und kann auch nichts Gutes geschehen." (nach Gregor von Nazianz 2265)

"Seine Gegenwart befreit den Menschen, sowohl von dem Grundelend, das ihn bedrückt - der Sünde -, wie von den Folgen davon - der Krankheit, dem Hunger, dem Ausgestoßensein. Seine (Jesu) Mission besteht gerade darin, die ,gute Botschaft´ zu bringen - das Evangelium -, daß Gott gegenwärtig ist mit seiner Liebe und seiner Macht, alle zu retten." (Andres Torres Queiruga 123f.)

1-1GG4C
"Und jeder Sache ist gegeben zu eurem Wohl, damit ihr geheiligt werdet in mir und meine Wahrheit sich in euch erfülle." (Katharina von Siena, Dialog 166)

1-1GG4D
"Je nachdem er (der Herr) aber sieht, wie man ihn aufnimmt, gibt er seine Gnaden und sich selbst." (Teresa von Avila Leben 22)

1-1GG4E
"Sobald ich anfing, die Gelegenheiten (zur Sünde) zu fliehen, fing auch der Herr an, mir seine Gnaden mitzuteilen." (Teresa von Avila Leben 23)

1-1GG4F
"Wir müssen deshalb vorerst ganz ausgezogen werden, dann sind wir erst fähig, die Gnadengüter und Erquickungen in uns aufzunehmen. Unsere Unzufriedenheit nötigt den Herrn dann oft wieder, uns aufs neue in die Dürre zu führen, damit wir recht schmachtend werden nach Gnade und auch zufrieden sind, wenn wir sie nur tropfenweise erfahren."
(Henriette von Seckendorff, 212)

1-1GG4G
"Der gute Christ richtet sein ganzes Bestreben darauf, "die Gnade zu bewahren und in ihr zu wachsen", und "wird eher bereit sein, auf jedes andere Gut zu verzichten, sowohl körperlich als auch geistig, jedes Übel zu ertragen und sogar den Tod, als Gnade und Liebe zu verlieren".
(Girolamo Savonarola, Semplicità della vita cristiana, I 9)

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