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ETIKA |
MARIA - ÖKUMENE |
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1-4A11 |
Martin Luther: |
Im Anhang Texte
von Papst Johannes Paul II. und Bonaventur Meyer |
Viele evangelische Christen
wissen nicht, daß Martin Luther zeitlebens Maria Verehrung entgegengebracht
hat. Er hat um 1521 das Magnifikat, den Lobpreis Mariens nach Lukas 1, 46-55,
verdeutscht und ausgelegt. Noch 1533 sagte er: "Creatura Maria non potest
satis laudari" - "Maria kann nicht genug gelobt werden". Das
Buch, Teil der Calwer Luther-Ausgabe (Siebenstern Taschenbuch-Verlag München),
wurde nachgedruckt vom katholischen Herder-Verlag Freiburg (125 Seiten,
Bestellnummer 01675, Herder-Bücherei Band 175).
Im Vorwort geht Dr. Albert Brandenburg auf das neue Klima im ökumenischen
Dialog ein und schreibt: "Wir geben uns der begründeten Hoffnung hin, daß
wir in einigen Jahren - wenn auch bei uns inzwischen unbiblische, unkirchliche,
untraditionelle Übertreibungen abgebaut sind - von einer evangelisch-biblischen
Wiederentdeckung Marias sprechen, welche ist die Magd und Dienerin Gottes, die
Mutter unseres Herrn und damit das Urbild der Kirche, wovon Luther so oft
gesprochen hat."
Martin Luther: Das Magnifikat
Vorrede und Eingang: Das
Magnifikat als Zeugnis der Erfahrung von Gottes Wirken.
1. Die Erfahrung lehrt: Gott
erhöht das Niedrige, erniedrigt das Hohe.
2. Diese Erfahrung von Gottes Art
machen alle Christen.
b) Auch Maria lobt Gott, weil er
sie in niedrigem Stande ansah: so machte es auch hier die liebliche Mutter
Christi und lehrt uns durch das Beispiel ihrer eigenen Erfahrung und durch
Worte, wie man Gott anerkennen, lieben und loben soll.
Denn mit fröhlichem (freudig)
springenden Geist rühmt sie sich hier und lobt Gott, er habe sie angesehen,
obwohl sie niedrig und nichts gewesen sei; darum muß man annehmen, daß sie
arme, verachtete, geringe Eltern gehabt hat. Und um es anschaulich zu machen
für die einfachen Leute: es sind ohne Zweifel die Töchter der obersten Priester
und Ratsherren in Jerusalem reich, hübsch, jung und gebildet gewesen und in den
Augen des ganzen Landes aufs ehrenvollste geachtet, wie es jetzt die Töchter
der Könige, Fürsten und reichen Leute sind; ebenso ist´s auch noch in vielen
anderen Städten gewesen. Auch zu Nazareth, in ihrer Vaterstadt, ist sie nicht
Tochter der obersten Regenten, sondern eines gewöhnlichen, armen Bürgers gewesen,
auf welche niemand viel gesehen noch achtgehabt hat. Und sie ist unter ihren
Nachbarn und (deren) Töchtern ein schlichtes Mägdlein gewesen, das das Vieh und
das Haus besorgt hat, ohne Zweifel nicht mehr als jetzt eine arme Hausmagd sein
mag, die tun muß, was man sie im Haus tun heißt.
Auslegung, Erster Teil, II 2 d) Maria
überwindet die große Versuchung zum Selbstruhm: Sie sieht sich als
Gottesmutter über alle Menschen hinausgehoben und bleibt doch so einfältig und
gelassen dabei, daß sie deshalb nicht eine geringe Dienstmagd für unter ihr
angesehen hätte. Oh, wir armen Menschen! Wenn wir ein wenig Gut, Gewalt oder
Ehre haben, ja ein wenig hübscher sind als andere, sind wir nicht imstande, uns
einem Geringeren gleichzustellen, und gibt´s im Ansprüchemachen kein Maß; was
wollten wir erst tun, wenn wir große, hohe Güter hätten? Darum läßt uns Gott
auch arm und unglücklich bleiben... Aber dies Herz Marias steht fest und
gleich zu aller Zeit: sie läßt Gott in sich wirken nach seinem Willen und
nimmt (für sich) nicht mehr daraus als einen guten Trost, Freude und Zuversicht
in Gott. So sollen wir es auch machen...
Dritter Teil, II 2 c) Der wirklich
Dankbare lobt Gott über viel oder wenig Gütern: Ein Vogel singt und ist
fröhlich in dem, was er kann, und murrt nicht, daß er nicht reden kann. Ein
Hund springt fröhlich und ist zufrieden, obwohl er keine Vernunft hat. Alle Tiere lassen lassen sich genügen und dienen Gott mit
Lieben und Loben. Nur das böse, eigennützige Auge des Menschen, das ist
unersättlich.
Fünfter Teil, 5 b) Maria ... lehrt uns die Werke, die Art, die Natur und den
Willen Gottes recht erkennen.
Maria führt zu Christus
Maria vereinigt in
ihrer Person das ganze Mysterium der Kirche, sie ist die "erwählte Tochter
des Vaters", die das Gnadengeschenk Gottes frei angenommen und ihm
bereitwillig zugestimmt hat. Als "Tochter" des Vaters war sie würdig,
die Mutter Seines Sohnes zu werden: "Mir geschehe, wie du es gesagt
hast" (Lk 1,38). Sie ist die Mutter Gottes, weil sie ganz die Tochter
des Vaters ist.
Nur ein Wunsch erfüllt
ihr Herz, sie möchte die Christen in ihrem Bemühen, als Kinder Gottes zu leben,
unterstützen. Als liebevolle Mutter führt Maria sie unablässig zu Christus,
damit sie, Ihm nachfolgend, lernen, ihre Beziehung zum Vater des Himmels zu
vertiefen. Wie bei der Hochzeit zu Kanaan fordert Maria sie auf, das zu tun,
was der Sohn ihnen sagt (Joh 2, 5), in der Gewißheit, daß das der Weg zum Haus
des "Vaters des Erbarmens" (2 Kor 1, 3) ist.
Johannes Paul II. in seiner Botschaft zum XIV. Weltjugendtag
in:
das neue Groschenblatt 3/1999
Die Unbefleckt Empfangene
Das auserwählteste
aller Geschöpfe ist die Gottesmutter Maria. Ihr gnadenvolles Leben und Wirken
war im ewigen Ratschluß Gottes vorgesehen und beschlossen. Gott hat sie durch
ein besonderes Privileg ausgenommen von der Erbsünde, welche vom Ungehorsam der
Stammeltern durch Zeugung auf alle übrigen Nachkommen vererbt wird. So überragt
sie als Unbefleckt Empfangene alle Geschöpfe. Sie gab Gott ihr Jawort für
seinen Heilsplan, wissend um die schrecklichen Martern, wie sie der greise
Simeon voraussah (Lk 2, 35) und wurde von Gott zur Miterlöserin und
Fürsprecherin bestimmt.
(Auf
Wunsch stellen wir Ihnen darüber gerne weitere Informationen zu.)
Dagegen wütet der
Drache, den SIE - wie es das 12. Kapitel der Geheimen Offenbarung beschreibt -
als Frau mit den zwölf Sternen um ihr Haupt - nach dem Willen ihres Sohnes
überwunden hat.
So wird sie von den
gläubigen Katholiken und seit jeher in der Ostkirche hochverehrt, indes sie
durch falsche Sicht und Aufklärung heute in eigenmächtiger Interpretation der
Bibel von vielen erniedrigt und entwürdigt wird. Jetzt, wo der Geruch des sich
ausweitenden Krieges, Naturkatastrophen und Seuchen, das drohende Strafgericht
Gottes ankündigen, ist eine Neubesinnung geboten!
Die spanische Äbtissin
Maria von Agreda (1602 - 1665), eine demütige Sühneseele, war
auserwählt, erhabene Einsichten über die große Gestalt der Gottesmutter der
Welt zu künden. Die Angriffe auf ihr Werk waren wohl die schlimmsten je
gekannten, weil darin der Sturz Luzifers und seines Anhanges in allen Phasen
geschildert ist. Große Heilige und Theologen haben schließlich dieses Werk als
die erhabenste Offenbarung über Maria empfohlen.
Eher als die
Erschaffung aller andern Geschöpfe, ja als des Himmels mit der geistigen
Engelwelt und des ganzen Weltalls war Maria im Plan Gottes, weil durch SIE die
Zweite Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit, der Erlöser, seinen
menschlichen Leib annehmen sollte.
Ihr gebührt nach
Gottes Plan große Verehrung, denn sie ist auch die Mutter und Fürbitterin aller
Menschen.
Bonaventur Meyer
Vergleiche dazu Maria von Agreda:
Leben der Jungfrau und Gottesmutter Maria, vier Bände, à Franken 25.-, zu
beziehen durch: Marianisches Schriftenwerk, CH-4632 Trimbach.
Maria,
die gütige, hat geholfen! Maria, die getreue, wird helfen!
(Votivtafel in Maria Weißenstein)