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ETIKA |
MARIA |
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1-4A15 |
Maria, warum weinst Du? |
Antwort katholischer Christen auf die vielen Angriffe gegen die Jungfrau und Gottesmutter Maria, von H. W. |
Vorab
ein Wort an alle außerhalb der katholischen Kirche Stehenden:
Jene, die
·
ohne ihre Schuld außerhalb der katholischen Kirche
stehen,
·
aufrichtig die Wahrheit suchen,
·
nach bestem Wissen die Gebote halten,
gehören zwar nicht äußerlich, aber innerlich zur
Kirche und können selig werden.
Marien-Verehrung ist nicht verpflichtend!
Der katholische Christ ist im allgemeinen heute
nicht mehr imstande, klar und deutlich sein Bekenntnis zu formulieren und
anderen gegenüber höflich und bestimmt zu bekunden.
Zuerst ist bei Diskussionen oder persönlichen
Gesprächen zu fragen, ob der Gesprächspartner an Gott glaubt, was meist
bejaht wird. Die zweite Frage nach der Allmacht Gottes wird mit
Unsicherheit, mit Forderungen, Anschuldigungen und Ausflüchten oder Schweigen
beantwortet.
Da ist leider keine weitere Darlegung möglich, weil
sie nur im Streit endet.
Toleranz ist zu gewähren – aber auch zu verlangen.
Bitte, achten Sie meine Überzeugung!
Bitte, beleidigen Sie mich nicht!
Danken wir Gott für alles Gute!
Oder ablenken: Heute ist herrliches Wetter! Welch
herrliche Blumen in diesem Schaufenster, in diesem Garten ... oder was immer
passend und neutral.
Wollen Sie sich genau informieren?
Darf ich Ihnen das Buch ... leihen?
Und viele andere Möglichkeiten, Streit und Unfrieden
zu vermeiden, ohne zustimmend zu nicken oder den anderen zu meiden.
Wer
uns in aller Ruhe anhören will, dem sei erklärt:
„Empfangen vom Heiligen Geist
Geboren aus Maria der Jungfrau“
Gott
hat alles erschaffen, den Menschen als Mann und Weib Zeugungskraft und
Empfängnisbereitschaft gegeben. ER bedarf keiner Materie, keines Körpers, um
die Zeugungskraft wirken zu lassen. So bleibt Maria Jungfrau und kann Christus
den menschlichen Körper schenken. Sie ist echte Mutter nach Gott gegebenen
Gesetzen, und Gottes Sohn ist echter Mensch, Person mit Namen, ausgewiesen als
Angehöriger eines Volkes, registriert nach Vorschrift, eine geschichtliche
Person. Von Gott her gesehen: Gott-Mensch. Von Maria her gesehen: Menschen-Sohn.
Christus
konnte nicht mit dem Körper des ersten Menschen in die damalige Welt direkt aus
Gottes Hand kommen, da der Körper Adams anders war: rein, strahlend,
leidensunfähig und nicht vom Tod bedroht.
Christus
nahm den Körper der Menschen nach dem Sündenfall an: schwer, leidensfähig,
vergänglich. ER nahm nicht die Erbsünde an, aber die nach der Erbsünde
veränderte Materie (ER wurde uns in allem gleich, außer der Sünde).
Auch
Maria war von der Erbsünde befreit, da aus ihrem Körper der Körper
des Gottessohnes hervorgehen sollte. Wie Adam und Eva einst im Paradies aus
Gottes Hand ohne Sünde hervorgegangen waren, so war die neue Eva sündelos durch
Gottes Allmacht, da der neue Adam aus ihm hervorgehen sollte.
Der
Menschensohn konnte versucht werden, als Gottmensch aber nicht sündigen, da
SEINE göttliche Natur über dem Teufel stand und ER den menschlichen Leib
freiwillig dem Tod anheimgeben musste.
Maria
war, blieb und ist Mensch, keine Göttin, und musste die Probe der Eva bestehen,
sich ganz Gott zu unterwerfen, auf IHN zu vertrauen, auch als ihr Sohn, der
Gottessohn ihr tot in den Schoß gelegt worden ist.
„Ich glaube an die Auferstehung des Fleisches.“
Sie
litt, zweifelte und verzweifelte nicht.
Da
sie auch aus eigenem Willen sündelos war, ging auch ihr Körper nach der
Entschlafung in das Reich Gottes ein, zu Seiten ihres Sohnes als erster aller
Menschen. Ein Trost für uns arme Evaskinder, die Tod und Verwesung erleiden
müssen, bis zum Endgericht, wenn auch die Materie von Gott erneuert und erlöst
wird.
So
sind die beiden Dogmen von der Vernunft her anzunehmen.
Maria,
ohne Sünde empfangen.
Maria,
mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes, die ewige Seligkeit eingegangen.
Wer
es fassen kann, fasse es.
Der
andere glaube es liebend.
Das
Gebet zu Maria ist in erster Linie Gruß – Gruß des Engels laut
Evangelium.
Viele
Menschen können sich zwar einen predigenden und heilenden, ja einen leidenden
Jesus vorstellen – aber kein Jesuskind, das von SEINER Mutter abhängig ist, gepflegt,
ernährt, gehegt, liebkost werden muß, auch belehrt, geführt bis zur
Volljährigkeit.
„Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln
gewickelt ist und in einer Krippe liegt.“
Ohne
Mutter ist dieses Kind nicht zu denken. Die Liebe zum Jesuskind kann ohne Liebe
zu Maria nicht gedacht werden. Eine menschliche Mutter kann nicht gerade das
Gefallen und die Freude ihrer Umgebung sein, aber um ihres kleinen Kindes
wollen wird man auch ihr freundlich entgegenkommen und helfen. Wie viel mehr
wird man die bescheidene liebliche Mutter Jesu um Seinetwillen ehren und
lieben.
Wie
ist es aber mit dem Gebet, das nicht nur Verehrung und Lobpreis darstellt, sondern
Bitte? Dürfen wir Maria bitten?
„Maria, bitt bei Deinem Sohn“
Kann
sie Fürsprache einlegen, kann sie, darf sie vermitteln?
„Heilige Maria, bitte für uns Sünder, jetzt und in
der Stunde unseres Todes.“
Jeder
Mensch kann Fürsprache für einen anderen einlegen, also auch Maria. Da sie als
Mutter Gottes, Mutter des Erlösers eine besonders hohe Stellung einnimmt, ist
ihre Fürsprache besonders wichtig.
Es
besteht dazu aber kein Zwang. Aber wer meint, er dürfe sich nur an Jesus selbst
wenden, liest über die Hochzeit zu Kana, wie Jesus SEINE Mutter aufmerksam
macht, dass SEINE Zeit noch nicht gekommen ist, ihren Wunsch aber dann doch erfüllt.
Johannes
hätte kaum den Mut gefunden, Jesus auf dem Kreuzweg zu begleiten, wenn er es
nicht selbstverständlich gefunden, die Mutter Jesu zu begleiten, zu schützen
und zu stützen. Von Christus wurde er ihr an SEINER Stelle als Sohn anvertraut.
So dürfen auch wir sie als Kinder lieben, verehren und bitten.
Jesus
und Maria kann man nicht trennen. Die einen kommen durch Maria zu Jesus, die
anderen müssten eigentlich durch Jesus zu Maria, SEINER Mutter gern kommen.
Maria weint, weil wir, ihre Kinder Gott beleidigen, und
nicht, weil viele Menschen sie vergessen und nicht genügend ehren.

Ikone von Roca Bon