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10EU28 |
„Für
euch und für viele vergossen“ |
Sanctus über die Für-„Alle“-Lüge |
Gegen die Verfälschung des Evangeliums
Sanctus –
Eucharistische Bewegung zur Verherrlichung Gottes
Postfach 10 48 45, D-69038 Heidelberg
Für
„alle“?
Jesus
Christus, unser Herr und Gott (Joh 20,28), reichte im
Abendmahlsaal den Kelch und sprach:
„Trinkt alle daraus. Das ist der Kelch
meines Blutes..., das für euch und für viele vergossen wird“.
Nicht
physisches Blut, wie am Kreuz, sondern das verklärte Blut Christi unter der
Gestalt von Wein tranken die Apostel. Es „wird bei der Feier der Eucharistie
aus dem Kelch in den Mund der (vielen) Gläubigen ,ausgegossen´“ (Monsignore
Klaus Gamber: Warum die Übersetzung „für euch und für alle“ falsch ist; in: Zum
Herrn hin!, Regensburg 1987, S. 71)
Aufzeichnung der
Worte Jesu erfolgte „auf Eingebung des Heiligen Geistes“ (Dogma, DH 3006) schon
im ersten Jahrhundert. Im griechischen Urtext des Evangeliums heißt es bei
Markus 14,24: „hyper pollon“ = für viele, nicht „hyper panton“ = für
alle. Auch bei Matthäus 26,28 steht „pollon“, nicht „panton“. „Daher muß das
,für viele´ als inspiriertes Gotteswort angesehen und seine Verdrehung in das
Menschenwort ,für alle´ textkritisch betrachtet als eine Verfälschung des
Bibelwortes abgelehnt werden“ (Tibor Gallus SJ, nach: Theologisches 2000,
Sp. 295).
Übersetzung in der lateinischen
Vulgata aus dem vierten Jahrhundert lautet: „pro multis“ = für viele, nicht:
„pro omnibus“ = für alle. Sie gilt als „authentisch (DH 1506, 3825). – Im
lateinischen Messkanon, auch nach dem Messbuch Pauls VI., heißt es schon immer:
„pro multis“. Er ist „von allem Irrtum rein“ (Dogma, DH 1745). – Auch in der
„Einheitsübersetzung“ der Bischöfe des deutschen Sprachgebiets von 1978 steht
bei Mt 26,28 und bei Mk 14,24 „für viele“. – Das amtliche deutsche Meßlektionar
von 1982 hat ebenfalls „für viele“ (I,A und II,B).
Änderung in: für
„alle“ geschah im deutschen Messbuch, das die deutschsprachigen Bischöfe am
23.9.1974 approbierten. Dies ist keine „muttersprachliche Übersetzung des
lateinischen Textes“ (SC 36. §4). Wie jedes lateinisch-deutsche Wörterbuch
beweist, heißt „pro multis“ auf deutsch „für viele“. Die falsche deutsche
Fassung ist nicht approbationsfähig und nichtig. Ihr Gebrauch verstößt als
Verfälschung von Gottes Wort gegen göttliches Recht (Gal 1,8). „Alle“ ist
unzutreffend, weil nur „viele“ die heilige Kommunion empfangen.
Zumutung ist es,
wenn am Palmsonntag und an Fronleichnam in der heiligen Messe zuerst im
Evangelium gemäß Lektionar feierlich verkündet wird: für „viele“ und kurz
danach bei der heiligen Wandlung: für „alle“. – Unmöglich ist „alle“ im
Kontext. Mathematisch kann sich eine Gesamtmenge nur aus Teilmengen
zusammensetzen. Mehr als „alle“ oder 100 % gibt es nicht. Auf: „für euch und
für...“ kann logisch: „viele“, niemals aber: „alle“ folgen. Papst, Bischöfe und
Priester, die dennoch „für euch und für alle“ sagen, reden .. *.
Zerstörung der
Glaubwürdigkeit ist die Folge der Für-„alle“-Lüge. Sie ist „unter schwerer
Sünde“ verboten (vgl. P. Heribert Jone, Katholische Moraltheologie, Paderborn 1949,
Nr. 496). Seit 1974 hat sie eine beachtliche Anzahl von Gläubigen, darunter
angesehene Theologen und vorbildliche Seelsorger, missbilligt. Trotzdem wird
sie andauernd wiederholt. Was kann man nachkonziliaren Kirchenführern noch
glauben, wenn sie im Zentrum des heiligen Messopfers praktisch täglich eine
Unwahrheit sagen?
Sanctus –
Eucharistische Bewegung zur Verherrlichung Gottes
Postfach 10 48 45, D-69038 Heidelberg
* Dieses Wort lassen wir weg, denn gerade jetzt schickt uns eine Leserin aus Osttirol die Zeitschrift „Medjugorje aktuell“, September 2001, zu, und auf Seite 5 hat sie eine Ermahnung der Seherin Mirjana Dragicevic angestrichen. Sie lautet:
„Ich möchte euch noch etwas sagen, was mir sehr am Herzen
liegt, weil dies die Muttergottes in der letzten Zeit immer wiederholt: unser
Verhältnis zu Priestern. Die Priester brauchen nicht eure Kritik und euer
Urteil, sie brauchen euer Gebet und eure Liebe. ... Denn wenn wir die Achtung
vor den Priestern verlieren, verlieren wir auch die Achtung vor der Kirche und
am Ende die Achtung vor dem lieben Gott.