ETIKA

DOGMATIK

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7.6.2001

10EU4

Das seltsame Schweigen des Papstes zur Handkommunion

Übersetzung eines Textes aus Santander, beides zugesandt aus der Schweiz, leicht korrigiert. Mit einleitendem Kommentar

Uns, den für den deutschen Sprachraum zuständigen Schülern der Apostel der letzten Zeiten, liegt es fern, die fast überall praktizierte Handkommunion für ungültig anzusehen, wenngleich wir die Mundkommunion empfehlen. Aber ein großes Unbehagen befällt uns, wenn uns andere Christen daran erinnern, wie es eigentlich überall  sein müsste. Aus Spanien erhalten wir einen Text, der viele Verantwortliche und Laien aufschrecken wird.

Tatsache ist, dass es in der katholischen Kirche eine tiefe Spaltung gibt: Modernisten gegen die Anhänger der Tradition, und der größte Teil der Gläubigen scheint dazwischen zu stehen.

Wenn die Frage der Mund- oder Handkommunion von überragender Bedeutung wäre, würde Papst Johannes Paul II. doch gewiß bei jeder Gelegenheit darauf eingehen, nämlich bei seinen Generalaudienzen sonntags und mittwochs und auf seinen Reisen, wo ihm niemand verbieten kann, was er sagt. Er tut das aber nicht. In einem fernen Jahr hat er sich für die Mundkommunion ausgesprochen, und seitdem offenbar nicht mehr. Also duldet er die Handkommunion.

Aber gerade die Katholiken, die auf die Mundkommunion pochen, bekennen sich auch am meisten von allen zur Treue zum Papst. Sie müssten deshalb auch mit der Handkommunion einverstanden sein, die offenbar mit Einverständnis des Papstes auch überall dort ausgeteilt wird, wo der (entgegen der Anweisung Jesu so genannte) Heilige Vater Messen zelebriert. (Anmerkung etika.com: Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Matthäus 23,9)

Welche Ziele verfolgt Karol Wojtyla? Oder lässt er sich nur treiben von seiner Umgebung? Ein Papst als Nachfolger Petri, der für seine Herde Gott gegenüber verantwortlich ist, darf sich nicht von Menschen unter Druck setzen lassen.

Wir verstehen den Papst in dieser Frage nicht, noch weniger bei seinen schädlichen und dem Glauben abträglichen Aussagen zu Himmel, Hölle und Fegefeuer – vorausgesetzt, er hat es so gemeint, wie wir es der italienischen Presse entnommen haben -, wollen aber nicht mehr gegen ihn polemisieren, zumal er alt und krank ist und hinter den Kulissen bereits die Fäden für seine Nachfolge gezogen wurden.

Nach verschiedenen Prophezeiungen, die an anderer Stelle in etika.com aufgeführt sind, vor allem im spanischen Teil, könnte der nächste Papst ein Diener des Antichrists oder dieser selber sein. Die herrschende Verwirrung unter den Gläubigen wird noch mehr zunehmen.

Wir raten allen Christen der Welt im Falle einer solchen Situation, wenn die bisherige Kirchenlehre und –gebräuche außer Kraft gesetzt und die alten Bücher vernichtet werden, sich in theologischen (dogmatischen wie ethischen) Fragen an die Bibel und die Heiligen zu halten, in liturgischen Fragen sich der orthodoxen Kirche anzunähern, solange nicht auch sie von den Feinden unterwandert ist. Was die evangelische Kirche treibt (zum Beispiel das Feierabendmahl Mitte Juni 2001 in Frankfurt mit Obst und Käse, die Anerkennung der Homosexuellen und dergleichen), kann man nämlich so langsam vergessen, und die Anglikaner täten auch gut daran, ihren jahrhundertelangen, auf einem Ehebruch beruhenden Irrweg zu beenden.

Was die zitierte Umfrage unter den Bischöfen betrifft, so würde nach unserer Einschätzung heute ein völlig anderes Ergebnis herauskommen.

Tatsache ist, dass immer mehr die Laien „an der äußersten Front im Leben der Kirche“ stehen (Pius XII.). Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Donato Squicciarini, sagte kürzlich, die Laien hätten wesentlich zur Ausbreitung des Evangeliums beigetragen, und ein österreichischer Bischof sprach vom „Weltcharakter“ des Laienapostolats (Dolomiten, Bozen, 9.5.2001) Wer Bensons Roman „Der Herr der Welt“ und die Erzählungen über den Antichrist von Kardinal Newman und Solowjew kennt, weiß, was auf uns zukommt.

Nun der von einem Schweizer Freund aus dem Spanischen übersetzte Text der „Botschafter des Lebens“ aus Santander zur allgemeinen heilsamen Beunruhigung:

ÜBER  DEN  EMPFANG  DER  HEILIGEN KOMMUNION  IN  DER  HAND.

1.   Wussten Sie schon... dass Papst Paul VI. von einigen Mitgliedern des deutschen, belgischen, holländischen und französischen Klerus bedrängt wurde?  Der Papst sollte die Praktiken beim Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand erlauben, die sich ohne Erlaubnis, in einem Akt der DISZIPLINLOSIGKEIT und des Individualismus auf missbräuchliche Weise ausgebreitet hatten.

2.   Wussten Sie schon... dass im Februar 1965 das Konzil gegründet wurde, um die liturgischen Empfehlungen des Konzils umzusetzen? Diese Organisation bat Kardinal Alfrink schriftlich, dass Holland die traditionelle Art der Austeilung der Hl. Kommunion bewahren möge.   ( 12. Okt. 1965 )

3.   Wussten Sie schon... dass die Hl. Kongregation der Riten, angesichts der fortwährenden Bedrängungen, Deutschland erlaubte, diese neuen Praktiken einzuführen ( 6.  Juli 1968 )? Erlaubnis auch für Belgien (11. Juli 1968 ). Doch auf Grund der Proteste und der Praxis nachzugeben, d. h. "getane Tatsachen zu akzeptieren", hob der Papst diese Erlaubnis auf.  (  25. Juli 1968  )

4.   Wussten Sie schon... dass der Entscheid des Papstes, dem Missbrauch Einhalt zu gebieten, nicht respektiert wurde und dass Paul VI. es als notwendig erachtete, eine UMFRAGE unter allen Bischöfen der Welt  durchzuführen?  Am 12. März 1969 hatten 2136 Bischöfe geantwortet.  Das Resultat war folgendermaßen:

a)    Zur Frage: "Sollte man den Wunsch annehmen, dass neben der traditionellen Art auch erlaubt werden soll, die Hl. Kommunion in die Hand zu geben?"   Das Resultat lautete:

·       - NEIN !   ( Non placet ):                          1233  Bischöfe

·       - JA !                ( placet )                          567  Bischöfe

·       - Je nachdem  ( Placet iuxta modum ):     315  Bischöfe

·       - Ungültige Stimmen:                                 21  Es gab noch zwei Annahmen bei dieser Umfrage:

·         Der Entschluss der Mehrheit der Bischöfe war ein klares NEIN zur Kommunion in der Hand.

5.   Haben Sie schon bemerkt... dass man die Bischöfe konsultierte, die vom Heiligen Geist ausgewählt sind, um die Kirche zu führen (Apostelgeschichte 20, 28 ), aber dass man ihre Meinung nicht respektierte, obwohl sie darauf beharrten, dass die damalige Übung nicht verändert werden sollte? Noch mehr: dass eine Veränderung schädlich wäre sowohl für das Empfinden wie auch für den spirituellen Kult derselben, für Bischöfe und viele Gläubige?  ( Mem. Domini )

6.       Haben Sie schon bemerkt... dass man nicht die Meinung der Laien konsultierte, obwohl gemäss dem 2. Vatikanischen Konzil "sie die Befugnis haben und manchmal auch die Pflicht, ihre Meinung zu dem zu äussern, was zum Wohle der Kirche ist?" ( L. G. 37 )   Dies war eine klare antikonziliäre Haltung.

7.       Wussten Sie schon... dass in den ersten Jahrhunderten, in denen man in der Hand kommunizierte, man eher eine unvollkommene Kenntnis über das Geheimnis der Eucharistie hatte und dass dies Anlass zu zahlreichen Missbräuchen und Ketzereien war?  Zum Beispiel bei Arianern, Dozetern, Gnostikern, Marzioniten, Aerianern, Anthropomorphiten, Arthotiriten  ( boten Brot und Käse in der Liturgie an ), Aquarianer ( boten nur Wasser im Kelch an ), Ophiten, Kathafrigern u.s.w. (Anmerkung etika.com: keine Gewähr für richtige Übersetzung dieser Namen.)

8.      Wussten Sie schon...  dass der Heilige Geist im Laufe  der  Zeit  die  Kirche  vervollkommnet?   Das anerkennt das 2. Vatikanische Konzil: "Er, ( Gott ) hat das Volk Israel auserwählt, mit dem er einen Pakt schloss und sie stufenweise lehrte, in dem er sein Vorhaben im Laufe ihrer Geschichte offenbarte".  ( L. G. 2, 9 )   "Der Heilige Geist selbst vervollkommnet dauernd den Glauben durch seine Gaben". ( D. V. 1,5. )   Wenn die Kirche, vom Heiligen Geist gelenkt, diese Praktiken seit so vielen Jahrhunderten verworfen hatte... warum hat man es wieder erlaubt, gegen die grosse Mehrheit der Bischöfe?   Ohne Zweifel handelten die Verantwortlichen  gegen  den  Heiligen  Geist!

9.       Wussten Sie schon... dass das 2. Vatikanische Konzil über den Empfang der Hl. Kommunion in der Hand sich nicht äußerte? Die Erlaubnis kam nach dem Konzil, in einer Zeit von liturgischen Missbräuchen, für die Papst Johannes Paul II. sich entschuldigte.    ( Brief "Dominicae Coenae" , 24. Feb. 1980  )

10.      Wussten Sie schon... dass es KEINE BIBLISCHEN GRUNDLAGEN gibt, die den Ritus über den Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand rechtfertigen würden?  Eher lehnen sie ihn ab.  Gott offenbart den liturgischen Inhalt im Alten Testament:  "Christus kommt nicht, um etwas aufzuheben, kein Jota".   Das Alte Testament ist wie ein Muster, das sich in der christlichen Ära offenbaren muss.  Das Ritual des nicht Berührens der Heiligen Dinge (Nu. 4,15; 2. Sam. 6,1-9; Judith. 11,13 ) wird Wirklichkeit im Neuen Testament, wenn Christus der Magdalena sagt: NOLI ME TANGERE, berühre mich nicht, und dies bestätigt sich: (Joh. 20, 17) Als die Kirche die genügende Reife im Verständnis des eucharistischen Geheimnisses erlangte, verbot sie, die Heilige Kommunion in der Hand zu empfangen.  Dann erfüllt sich auch der Psalm 81: "Öffne deinen Mund und Ich werde ihn füllen" ( Vers 11 ), an einer Stelle, in der Gott seinen Gläubigen versprach, mit "Mehlblüten und Berghonig" sie zu nähren. ( Vers 17 )

11.   Haben Sie schon daran gedacht... dass der vorangehende Punkt die korrekte Interpretation der heiligen Texte über dieses Thema einschließt, da die Kirche in den letzten 13 Jahrhunderten diese Praktiken verbot?

12.     Wussten Sie schon... dass es in der traditionellen Theologie KEINE GRUNDLAGE gibt, die den Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand rechtfertigt? Der hl. Thomas von Aquin, der "Doktor Angelicus", sagt: "Zur Würdigung dieses Sakramentes kommt nichts mit ihr - mit der Eucharistie - in Berührung, außer es sei gesegnet. Darum werden nicht nur das Messtuch, sondern auch der Kelch sowie die Hände des Priesters gesegnet, um dieses Sakrament berühren zu dürfen. Von daher leitet sich ab, dass kein Anderer befugt ist, es zu berühren". ( Summa Theologiae, III Q, 82,a,3 ).

Darum sagte der hl. Franziskus von Asissi: "Nur sie, ( die Priester ), dürfen es verwalten und nicht Andere."   ( 2. Brief an alle Gläubigen, 35 ).

Schon der hl. Augustinus hatte davor gewarnt:  "Es wäre eine unverschämte Verrücktheit, dieses Vorgehen zu diskutieren, wenn die universelle Kirche es bereits festgelegt hätte!"  ( Brief 54, 6; an Genaro – Anm.: Januarius? ).

Der "höchste Doktor", Papst Pius XII., vertrat 15 Jahrhunderte später die gleiche Meinung: "Man muss mit aller Härte die waghalsige Kühnheit derer missbilligen, die absichtlich neue liturgische Gewohnheiten einführen, oder abgelegte Riten wieder zum Leben erwecken, die nicht mit den gültigen Gesetzen und dem kirchlichen Ritual übereinstimmen!"   ( Mediator Dei, 17 ).

Die Synode von Rouen, 649- 653 n. Chr., verbietet den Empfang der Hl. Kommunion in der Hand. Aber Jahrhunderte früher, im 4. Jahrhundert und vielleicht auch im 2. Jahrhundert unter  Papst Sixtus I. ( 115 - 125 ), war dies schon an manchen Orten abgeschafft. Dieses Verbot wurde in dem Dogmatischen Konzil von Trient beibehalten.

Sogar das 2. Vatikanische Konzil bietet uns Lehren an, um solche Praktiken über die Hl. Kommunion zu verwerfen:

"Jeder Prälat für sich selbst besitzt nicht das Vorrecht der Unfehlbarkeit. Trotzdem bilden sie alle zusammen, auch wenn sie in der Welt verstreut sind, ein Band der Gemeinschaft unter sich und mit dem Nachfolger des Petrus. Sie gelten als authentische Meister, die eine endgültige Lehre in der Dingen des Glaubens und der Gewohnheiten festlegen und verkünden so, in diesem Fall, unfehlbar die Lehre Christi!" ( L. G., 5).

Und die Mehrheit der Bischöfe stimmte damit überein, dass der Empfang der Hl. Kommunion in der Hand schädlich ist für die Kirche. Man hat somit mit der  kirchlichen  Tradition  gebrochen.

13.   Wussten Sie schon... dass Christus in den Partikeln, die von der Hl. Hostie abfallen, anwesend ist?   Das ist die Lehre der kirchlichen Tradition, "Meisterarbeit des Heiligen Geistes", grundlegend in der Philosophie und Theologie seit der Zeit der Kirchenväter, ( Origines, Tertullian; hl. Anastasius, hl. Cyrillus von Alexandria, hl Cyrillus von Jerusalem, hl. Ephraim, hl. Hieronymus, hl. Thomas von Aquin... ), sowie die Lehre der Konzilien von Florenz und Trient bis hin zu unseren Tagen.

Deshalb wurde in der heutigen Liturgie darauf hingewiesen, dass man beim Empfang der Heiligen Kommunion das Tablett der Gläubigen oder den Hostienteller benütze.  "Derjenige, der kommuniziert, antwortet mit "Amen" und er erhält das Sakrament, den Hostienteller unter dem Mund haltend".  ( Römisches Messbuch, n. 117 )   Aber wer kümmert sich um das Schicksal der geheiligten Partikeln beim Empfangen der Heiligen Kommunion in der Hand?  Wie viele Priester haben den Messteller vor den Gläubigen versteckt!

14.   Wussten Sie schon... dass das Empfangen der Heiligen Kommunion in der Hand begünstigt, dass  der  Sinn  des  Geheiligtseins  verloren  geht?  Ein Objekt ist heilig, wenn es vom normalen Gebrauch abgesondert, getrennt wird, um exklusiv beim göttlichen Kult verwendet zu werden. Beim Kommunizieren mit der Hand wird der Ritus versinnlicht und die Symbolik  erinnert uns eher an ein vulgäres Essen.  Wenn das Allerheiligste den Sinnen (Tastsinn), unterstellt wird... wenn das Göttliche vermenschlicht wird... wenn das Übernatürliche natürlich wird... verliert sich der Sinn des Geheiligten: Man bewirkt eine ENTWEIHUNG des für den Glauben allerwichtigsten Geheimnisses. Somit entleert man ihn größtenteils seines Inhaltes und seiner Wirksamkeit. 

In gewisser Weise wird beim Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand das Ritual degradiert: Das Allerheiligste wird als Objekt behandelt... heilig, aber ein Objekt, wie ein Ding... zwar etwas besonderes unter anderen Dingen.  Es ist schwer, in dieser vulgären Geste die Vereinigung unserer erschütterten Seele mit dem allerhöchsten Gott zu verstehen. Was für eine Kühnheit, Gott in unseren sündigen Händen! Ohne dass sie ausgewählt... gekennzeichnet... gesegnet wurden!

Es ist nicht mehr sonderbar, dass der Kommunizierende nicht mehr verstehe, nachdem man das Allerheiligste betastet hat, was heißt: "die Pflicht der Anbetung auf den Knien... das Bedürfnis zu verspüren, nichts zu sein, vor seinem Schöpfer". Er wird unfähig zu sein, das Geheimnis des Kreuzes, erneuert im Sakrament, zu erkennen und den Ruf nach Aufopferung zu verspüren... eine absolute Hingabe, zur Erwiderung der unendlichen Liebe Gottes, die gedemütigt ist im Sakrament zu unserer Errettung.

15.   Wussten Sie schon... dass Unterlagen existieren, die beweisen, dass die Freimaurerei schon im 19. Jahrhundert versucht hat, dass die Katholiken mit der Hand und stehend kommunizieren?   Die Feinde des Glaubens erreichten ihr Ziel. Was sind wir für Blinde...!

16.   Wussten Sie schon... dass es Kirchen gibt, die nicht katholisch sind, die mit der Hand "kommunizieren", aber nicht an die echte Anwesenheit Jesu Christi in der Eucharistie glauben?

17.   Wussten Sie schon... dass es orientalische Kirchen gibt - vereint mit oder getrennt von Rom - gemäss dem byzantinischen Ritus, die den Empfang   der Heiligen Kommunion in der Hand verbieten?    Dieser Ritus, ( irrtümlicherweise ) zum ökumenischen Näherrücken gedacht, ergab im vorangehenden Punkt ein antiökumenisches  Resultat.

18.   Wussten Sie schon... dass Papst Johannes Paul II nicht dafür ist, dass man die Kommunion mit der Hand empfängt? Er sagte uns im Brief Domenicae Coenae: "Das Berühren der heiligen Hostien sowie das Austeilen mit den eigenen Händen ist ein Privileg der Ordensleute"   ( 24. Februar 1980 ).   Und damit niemand in einer anderen Form diese Worte interpretieren konnte, verweigerte er drei Monate später, vor den Kameras des französischen Fernsehens, der Ehefrau des Premierministers Giscard D´Estaing das Kommunizieren mit der Hand.

Im gleichen Jahr, erklärte er in Fulda ( D ), dass er nicht einverstanden sei mit dem Dokument, das in diesem Land erlaubte, auf diese Weise zu kommunizieren. ( "Vox Fidei" Nr. 10-1981; "Chiesa Viva"  N° 112; "Sol  de  Fátima"  N° 82 ). Warum sah man ihn, nach diesem Datum noch an anderen Orten, wie er die Kommunion, auch in der Hand, gab?   Man hat ihn unter starken Druck gesetzt, indem man ihn glauben ließ, dass es skandalös für die Gläubigen wäre, jetzt zu verbieten, was man da auf missbräuchliche Weise erlaubte oder sich jetzt gegen  etwas zu stellen, was einige der Bischofskonferenzen erlaubt hätten.  So wie Moses die Ehescheidung erlaubte... "wegen der Hartherzigkeit der Israeliten."  ( Mt. 19,8 ).

19.    Wussten Sie schon... dass Mutter Teresa von Kalkutta bekannt gab, dass das Austeilen der Heiligen Kommunion in die Hand das  schlimmste  Übel sei,  das  auf  der  Welt  geschehe?   ( "The Wanderer", 23-3-1989;  "The Fatima Crusader", 3er Quartal 1989.  )  Es ist logisch: es ist kein passender Ritus, er ist verantwortlich für Schändung und Entweihung. So verliert man die Gnaden. "Wenn die Gnade des Herrn viel mehr Wert hat als das Leben..." ( Psm. 62,4 ) und die Eucharistie "das Leben der Welt" ist... ( Joh. 6,51 ), ist der erwähnte Ritus ein sehr schlimmes Übel.

20.   Wussten Sie schon... dass die mutmaßlichen Erscheinungen des Herrn und der Heiligen Jungfrau, auf der ganzen Welt verteilt, uns sagen, dass der Himmel den Ritus des Empfanges der Heiligen Kommunion in der Hand nicht annimmt?  Wir beziehen dies nicht auf einen isolierten Einzelfall,  sondern  auf  ein  weltweites  Phänomen  hin.  In Ländern wie: Argentinien, Australien, Österreich, Belgien, Ecuador, Spanien, Italien, USA, Polen, Mexiko wird den himmlischen Offenbarungen zugeschrieben, dass sie das Kommunizieren auf diese Weise missbilligen... und niemand auf Erden wage, dem Himmel vorzuschreiben, was er uns zu sagen hat!

21.   Wussten Sie schon... dass man festgestellt hat  - wie es zu befürchten war -, dass die Gewohnheit, die Heilige Kommunion in der Hand zu empfangen, die Zahl der Entweihungen auf eine unermessliche Grösse gesteigert hat?

ANTWORTEN  AUF  DIE  HÄUFIGSTEN  EINWENDUNGEN.

1.  "Jesus gab beim Letzten Abendmahl den  Aposteln die Kommunion in die Hand".

Das besagen die Evangelien nicht. Es ist nur eine Annahme. Doch wenn es so gewesen wäre, so waren die Apostel angehende Bischöfe, also nicht gewöhnliche Gläubige. Wenn wir den privaten Offenbarungen der stigmatisierten Anna Katharina Emmerich glauben schenken wollen, sagen sie uns, dass es eine Kommunion  in  den  Mund  war.

2.   "Die Kirche hat es gebilligt..."

Ja, aber gegen den Beschluss der Mehrheit der Bischöfe der Welt. Und... repräsentierten sie etwa   nicht die Kirche?  Und der Papst..., warum hat er es in der Diözese von Rom verboten? Ist nicht gerade er derjenige, der am besten die Kirche repräsentiert? Man hat die Laien auch nicht konsultiert... Sie sind doch auch Kirche.  Es ist nicht die ganze Wahrheit zu sagen, wenn man unter solchen Umständen behaupten will, dass die Kirche es erlaubt habe... 

3.  "Die Zunge ist nicht heiliger als die Hand..."

Es ist keine Frage der Anatomie, sondern der Würdigkeit. Es handelt sich nicht darum, das Ergebnis einer liturgisch-anthropologischen Forschung anzunehmen, sondern um eine liturgische Offenbarung und eine traditionelle Errungenschaft, die wir mit Demut und Gehorsamkeit akzeptieren sollen.  Die Liturgie spricht von Jesu "würdigen und heiligen Händen".

So sind die Hände des Priesters am Tag seiner Primiz geheiligt, aber nicht die des gewöhnlichen Gläubigen.   Sie sind geeignet für mehr oder weniger profane Verrichtungen.  Die Hände berühren alles... sogar das Niedrigste. Auf der Zunge deponiert man, was rein und sauber ist.   Außerdem beinhaltet Betasten eine gewisse Herrschaft über das Objekt, aber das ALLERHEILIGSTE ist ein Geschenk von Gott-Vater, ohne dass wir es verdienen.

4. "Es ist nichts Neues..."

Doch bereits überholt und durch die Kirche wieder abgeschafft. Die Kirche, durch den Heiligen Geist gelenkt, strebt nach Perfektion.  Der Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand ist heutzutage nichts anderes als ein Anachronismus:  Er schafft eine selbstzerstörerische Zurückstellung; und ist eine Verschlimmerung.  Als man noch so kommunizierte, hatte man kein so tiefgründiges Verständnis für das eucharistische Geheimnis wie es heute möglich ist. Das besagt die Beglaubigungsurkunde "Memoriale Domini".

5.     "Für die Urchristen war die Kommunion mit der Hand nicht weniger respektvoll als die Kommunion in den Mund ".

Für einige schon. Der Vergleich ist aber nicht gültig, da diese Urchristen nichts anderes gekannt haben. Schon seit dem 2. Jh. ermahnen uns die Predigten der Kirchenväter: Man soll "mit Ehrfurcht und Andacht" kommunizieren, den Kelch und sogar den Altar nicht berühren.   Es schreit zum Himmel, dass der Ritus der Mundkommunion wieder eingeführt wird.

6. "In die Hand ist eine natürliche Geste..."

In der Heiligen Eucharistie ist nichts natürlich. Alles ist übernatürlich. Der Anschein gibt uns das Leben.

7. "Es ist hygienischer, mit der Hand zu kommunizieren..."

Dieses Argument zeugt von sehr wenig Glauben. Mit seinem Gewand heilte Jesus die Blutungen... Sollte sein Körper etwa noch Krankheiten übertragen? Der heilige Hippolith sagte: "Jeder Gläubiger soll bemüht sein, die Eucharistie zu empfangen... Wenn er beim Empfang gläubig ist, so wird es, auch wenn man ihm tödliches Gift verabreicht,  keine Macht über ihn haben".  ( Ap. Trad. )  Das sind Worte, die sich an die von Jesu Christi anlehnen: "Wenn sie Gift nehmen, wird es ihnen keinen Schaden zufügen".  ( Mk. 16, 18 ). Es ist jedoch keine Sache der Hygiene, sondern der Würdigkeit.

8. "Beim grossen Andrang von Gläubigen kann jeder die Kommunion austeilen, damit die Zeremonie sich nicht in die Länge ziehe".

Es ist eine Versuchung. Christus gab seinen Körper nicht der Masse (Gespräch bei der Bergpredigt!) Dort offerierte er nur ein eucharistisches Symbol und nährte sie mit dem Brot seiner Worte.  Seinen Körper und sein Blut bewahrte er für die Intimität des Letzten Abendmahles auf.  So folgt: Entweder organisiert man eine Massenfeier mit genügenden Priestern, Messdienern und Kommunionsbänken oder man lässt es mit einer Predigt bewenden.

9. "In den Pfarreien einiger Dörfer, wo es wegen Priestermangels keine reguläre, sonntägliche Messe gibt, ist es gut, wenn ein Laie oder eine Ordensfrau das Wort zelebriert und die Kommunion austeilt".

Eine neue Versuchung. Wenn es an Priestern mangelt, soll man beten, damit der Herr der Saat Arbeiter zur Ernte schicke. Und wenn es keine Messe gibt, kann man sich organisieren und mit den Gläubigen den Rosenkranz beten oder das Wort meditieren und so eine spirituelle Kommunion vollziehen. Die "Kirchendoktorin", die heilige Katharina von Siena, sagt uns, dass man in einer spirituellen Kommunion die gleiche Gnade bekommen könne, wenn es nicht möglich sei, die Heilige Kommunion als Sakrament zu empfangen.

10. "Es geht viel schneller, wenn man die Heilige Kommunion in die Hand nimmt".

Ganz im Gegenteil. Diejenigen, die auf diese verwerfliche Art die heilige Kommunion empfangen, müssten folgendes tun:

  1.- Einen Akt der Anbetung vollziehen.   ( Römisches Messbuch und andere Dokumente. ).

2.- Der Priester schaut, ob die Hand des Kommunizierenden sauber ist.  ( Dokument  3. April 1985 ).

3.- Der Kommunizierende streckt seine linke Hand über die Rechte.

4.- Der Priester zeigt die heilige Hostie und sagt: "Der Leib Christi...", und wartet, bis der Gläubige mit "Amen" antwortet.

5.- Der Priester legt die heilige Hostie in die Hand des Kommunizierenden.

6.- Er nimmt sie mit der rechten Hand auf und verzehrt  sie  vor  dem  Priester. ( Beibrief zu Memoriale  Domini ).

7.- Sowohl der Priester wie auch der Kommunizierende haben sich zu vergewissern, dass keine heiligen Partikeln in der Hand zurück bleiben.  ( Beibrief zu Memori. Domini;  Instr. Inmensae C., 5 ).

So viele Umstände und so viel Zeitaufwand  für  etwas,  das  nicht  korrekt  ist...!   Die Zeremonie verkürzt sich, wenn die Gläubigen sich vor der Kommunionsbank niederknien. Aber es ist nicht eine Frage der Geschwindigkeit, sonder  eine  Frage  der  Würdigkeit.   Wir sollen für Gott nicht mit unserer Zeit geizen!

Spanische Fassung

Index 1