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10EU4 |
Das
seltsame Schweigen des Papstes zur Handkommunion |
Übersetzung eines Textes aus Santander,
beides zugesandt aus der Schweiz, leicht korrigiert. Mit einleitendem
Kommentar |
Uns, den für den deutschen Sprachraum zuständigen
Schülern der Apostel der letzten Zeiten, liegt es fern, die fast überall praktizierte
Handkommunion für ungültig anzusehen, wenngleich wir die Mundkommunion
empfehlen. Aber ein großes Unbehagen befällt uns, wenn uns andere Christen
daran erinnern, wie es eigentlich überall
sein müsste. Aus Spanien erhalten wir einen Text, der viele
Verantwortliche und Laien aufschrecken wird.
Tatsache ist, dass es in der katholischen Kirche eine
tiefe Spaltung gibt: Modernisten gegen die Anhänger der Tradition, und der
größte Teil der Gläubigen scheint dazwischen zu stehen.
Wenn die Frage der Mund- oder Handkommunion von
überragender Bedeutung wäre, würde Papst Johannes Paul II. doch gewiß bei jeder
Gelegenheit darauf eingehen, nämlich bei seinen Generalaudienzen sonntags und
mittwochs und auf seinen Reisen, wo ihm niemand verbieten kann, was er sagt. Er
tut das aber nicht. In einem fernen Jahr hat er sich für die Mundkommunion
ausgesprochen, und seitdem offenbar nicht mehr. Also duldet er die
Handkommunion.
Aber gerade die Katholiken, die auf die Mundkommunion
pochen, bekennen sich auch am meisten von allen zur Treue zum Papst. Sie
müssten deshalb auch mit der Handkommunion einverstanden sein, die offenbar mit
Einverständnis des Papstes auch überall dort ausgeteilt wird, wo der (entgegen
der Anweisung Jesu so genannte) Heilige Vater Messen zelebriert. (Anmerkung
etika.com: Und ihr
sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater,
der im Himmel ist. Matthäus
23,9)
Welche Ziele verfolgt Karol Wojtyla? Oder lässt er
sich nur treiben von seiner Umgebung? Ein Papst als Nachfolger Petri, der für
seine Herde Gott gegenüber verantwortlich ist, darf sich nicht von Menschen
unter Druck setzen lassen.
Wir verstehen den Papst in dieser Frage nicht, noch
weniger bei seinen schädlichen und dem Glauben abträglichen Aussagen zu Himmel,
Hölle und Fegefeuer – vorausgesetzt, er hat es so gemeint, wie wir es der
italienischen Presse entnommen haben -, wollen aber nicht mehr gegen ihn
polemisieren, zumal er alt und krank ist und hinter den Kulissen bereits die
Fäden für seine Nachfolge gezogen wurden.
Nach verschiedenen Prophezeiungen, die an anderer
Stelle in etika.com aufgeführt sind, vor allem im spanischen Teil, könnte der
nächste Papst ein Diener des Antichrists oder dieser selber sein. Die
herrschende Verwirrung unter den Gläubigen wird noch mehr zunehmen.
Wir raten allen Christen der Welt im Falle einer
solchen Situation, wenn die bisherige Kirchenlehre und –gebräuche außer Kraft
gesetzt und die alten Bücher vernichtet werden, sich in theologischen
(dogmatischen wie ethischen) Fragen an die Bibel und die Heiligen zu halten, in
liturgischen Fragen sich der orthodoxen Kirche anzunähern, solange nicht auch
sie von den Feinden unterwandert ist. Was die evangelische Kirche treibt (zum
Beispiel das Feierabendmahl Mitte Juni 2001 in Frankfurt mit Obst und Käse, die
Anerkennung der Homosexuellen und dergleichen), kann man nämlich so langsam
vergessen, und die Anglikaner täten auch gut daran, ihren jahrhundertelangen,
auf einem Ehebruch beruhenden Irrweg zu beenden.
Was die zitierte Umfrage unter den Bischöfen betrifft,
so würde nach unserer Einschätzung heute ein völlig anderes Ergebnis
herauskommen.
Tatsache ist, dass immer mehr die Laien „an der
äußersten Front im Leben der Kirche“ stehen (Pius XII.). Der Apostolische Nuntius
in Österreich, Erzbischof Donato Squicciarini, sagte kürzlich, die Laien hätten
wesentlich zur Ausbreitung des Evangeliums beigetragen, und ein
österreichischer Bischof sprach vom „Weltcharakter“ des Laienapostolats
(Dolomiten, Bozen, 9.5.2001) Wer Bensons Roman „Der Herr der Welt“ und die
Erzählungen über den Antichrist von Kardinal Newman und Solowjew kennt, weiß,
was auf uns zukommt.
Nun der von einem Schweizer Freund aus dem Spanischen
übersetzte Text der „Botschafter des Lebens“ aus Santander zur allgemeinen
heilsamen Beunruhigung:
ÜBER DEN EMPFANG
DER HEILIGEN KOMMUNION IN
DER HAND.
1. Wussten Sie schon... dass Papst Paul VI. von einigen
Mitgliedern des deutschen, belgischen, holländischen und französischen Klerus
bedrängt wurde? Der Papst sollte die
Praktiken beim Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand erlauben, die sich
ohne Erlaubnis, in einem Akt der DISZIPLINLOSIGKEIT
und des Individualismus auf missbräuchliche Weise ausgebreitet hatten.
2. Wussten Sie schon... dass im Februar
1965 das Konzil gegründet wurde,
um die liturgischen Empfehlungen des Konzils umzusetzen? Diese Organisation bat
Kardinal Alfrink schriftlich, dass Holland die traditionelle Art der Austeilung
der Hl. Kommunion bewahren möge. ( 12.
Okt. 1965 )
3. Wussten Sie schon... dass die
Hl. Kongregation der Riten, angesichts der fortwährenden Bedrängungen,
Deutschland erlaubte, diese neuen Praktiken einzuführen ( 6. Juli 1968 )? Erlaubnis auch für Belgien (11.
Juli 1968 ). Doch auf Grund der Proteste und der Praxis nachzugeben, d. h. "getane
Tatsachen zu akzeptieren", hob der Papst diese Erlaubnis auf. (
25. Juli 1968 )
4. Wussten Sie schon... dass der
Entscheid des Papstes, dem Missbrauch Einhalt zu gebieten, nicht respektiert
wurde und dass Paul VI. es als notwendig erachtete, eine UMFRAGE unter allen Bischöfen der
Welt durchzuführen? Am 12. März 1969 hatten 2136 Bischöfe
geantwortet. Das Resultat war
folgendermaßen:
a) Zur Frage: "Sollte
man den Wunsch annehmen, dass neben der traditionellen Art auch erlaubt werden
soll, die Hl. Kommunion in die Hand zu geben?" Das Resultat
lautete:
· - NEIN ! (
Non placet ): 1233
Bischöfe
·
- JA ! ( placet ) 567 Bischöfe
·
- Je nachdem ( Placet iuxta
modum ): 315 Bischöfe
·
- Ungültige Stimmen: 21 Es gab noch zwei
Annahmen bei dieser Umfrage:
·
Der Entschluss der Mehrheit
der Bischöfe war ein klares NEIN zur Kommunion in der Hand.
5. Haben Sie schon bemerkt... dass man die
Bischöfe konsultierte, die vom Heiligen Geist ausgewählt sind, um die Kirche zu
führen (Apostelgeschichte 20, 28 ), aber dass man ihre Meinung nicht
respektierte, obwohl sie darauf beharrten, dass die damalige Übung nicht
verändert werden sollte? Noch mehr: dass eine Veränderung schädlich wäre sowohl
für das Empfinden wie auch für den spirituellen Kult derselben, für Bischöfe
und viele Gläubige? ( Mem. Domini )
6. Haben Sie schon bemerkt... dass man nicht die Meinung der
Laien konsultierte, obwohl gemäss dem 2. Vatikanischen Konzil "sie
die Befugnis haben und manchmal auch
die Pflicht, ihre Meinung zu dem zu äussern, was zum Wohle der Kirche
ist?" ( L. G. 37 ) Dies war eine klare antikonziliäre Haltung.
7. Wussten Sie schon... dass in den ersten Jahrhunderten,
in denen man in der Hand kommunizierte, man eher eine unvollkommene Kenntnis
über das Geheimnis der Eucharistie hatte und dass dies Anlass zu zahlreichen
Missbräuchen und Ketzereien war? Zum Beispiel bei Arianern, Dozetern, Gnostikern, Marzioniten, Aerianern, Anthropomorphiten, Arthotiriten ( boten Brot und Käse in der Liturgie
an ), Aquarianer ( boten nur Wasser im Kelch an ), Ophiten,
Kathafrigern u.s.w. (Anmerkung etika.com: keine Gewähr für richtige
Übersetzung dieser Namen.)
8. Wussten Sie schon... dass der Heilige Geist im Laufe der
Zeit die Kirche
vervollkommnet? Das anerkennt das 2. Vatikanische
Konzil: "Er, ( Gott ) hat das Volk Israel auserwählt, mit dem er einen
Pakt schloss und sie stufenweise lehrte, in dem er sein Vorhaben im
Laufe ihrer Geschichte offenbarte".
( L. G. 2, 9 ) "Der Heilige Geist selbst
vervollkommnet dauernd den Glauben durch seine Gaben". ( D. V. 1,5.
) Wenn die Kirche, vom Heiligen Geist
gelenkt, diese Praktiken seit so vielen Jahrhunderten verworfen hatte... warum
hat man es wieder erlaubt, gegen die grosse Mehrheit der Bischöfe?
Ohne Zweifel handelten die Verantwortlichen
gegen den Heiligen
Geist!
9. Wussten Sie schon... dass das
2. Vatikanische Konzil über den Empfang der Hl. Kommunion in der Hand sich
nicht äußerte? Die Erlaubnis kam nach dem Konzil, in einer Zeit von
liturgischen Missbräuchen, für die Papst Johannes Paul II. sich
entschuldigte. ( Brief "Dominicae Coenae" , 24. Feb.
1980 )
10. Wussten Sie schon... dass es
KEINE BIBLISCHEN GRUNDLAGEN gibt, die den Ritus über den Empfang der Heiligen
Kommunion in der Hand rechtfertigen würden?
Eher lehnen sie ihn ab. Gott
offenbart den liturgischen Inhalt im Alten Testament: "Christus kommt nicht, um etwas aufzuheben, kein
Jota". Das Alte Testament ist wie ein Muster, das sich in der
christlichen Ära offenbaren muss. Das Ritual des nicht Berührens der
Heiligen Dinge (Nu. 4,15; 2. Sam. 6,1-9; Judith. 11,13 ) wird Wirklichkeit im
Neuen Testament, wenn Christus der Magdalena sagt: NOLI ME TANGERE, berühre mich nicht, und dies bestätigt sich:
(Joh. 20, 17) Als die Kirche die genügende Reife im Verständnis des
eucharistischen Geheimnisses erlangte, verbot sie, die Heilige Kommunion in der
Hand zu empfangen. Dann erfüllt sich
auch der Psalm 81: "Öffne deinen Mund und Ich werde ihn füllen" ( Vers 11 ), an einer Stelle, in der
Gott seinen Gläubigen versprach, mit "Mehlblüten und Berghonig" sie
zu nähren. ( Vers 17 )
11. Haben Sie schon daran gedacht... dass der
vorangehende Punkt die korrekte Interpretation der heiligen Texte über dieses
Thema einschließt, da die Kirche in den letzten 13 Jahrhunderten diese Praktiken
verbot?
12. Wussten Sie schon... dass es
in der traditionellen Theologie KEINE GRUNDLAGE gibt, die den Empfang der
Heiligen Kommunion in der Hand rechtfertigt? Der hl. Thomas von Aquin, der "Doktor
Angelicus", sagt: "Zur Würdigung dieses Sakramentes kommt nichts mit
ihr - mit der Eucharistie - in Berührung, außer es sei gesegnet. Darum werden
nicht nur das Messtuch, sondern auch der Kelch sowie die Hände des Priesters
gesegnet, um dieses Sakrament berühren zu dürfen. Von daher leitet sich ab, dass
kein Anderer befugt ist, es zu berühren". ( Summa Theologiae, III Q,
82,a,3 ).
Darum sagte der hl.
Franziskus von Asissi: "Nur sie, ( die Priester ), dürfen es verwalten
und nicht Andere." ( 2. Brief an
alle Gläubigen, 35 ).
Schon der hl. Augustinus hatte davor gewarnt: "Es wäre eine unverschämte
Verrücktheit, dieses Vorgehen zu diskutieren, wenn die universelle Kirche es
bereits festgelegt hätte!" (
Brief 54, 6; an Genaro – Anm.: Januarius? ).
Der
"höchste Doktor", Papst Pius
XII., vertrat 15 Jahrhunderte später die gleiche Meinung: "Man muss
mit aller Härte die waghalsige Kühnheit derer missbilligen, die absichtlich neue liturgische Gewohnheiten
einführen, oder abgelegte Riten wieder zum Leben erwecken, die nicht mit den
gültigen Gesetzen und dem kirchlichen Ritual übereinstimmen!" ( Mediator Dei, 17 ).
Die Synode von Rouen,
649- 653 n. Chr., verbietet den Empfang der Hl. Kommunion in der Hand. Aber
Jahrhunderte früher, im 4. Jahrhundert und vielleicht auch im 2. Jahrhundert
unter Papst Sixtus I. ( 115 - 125 ),
war dies schon an manchen Orten abgeschafft. Dieses Verbot wurde in dem
Dogmatischen Konzil von Trient beibehalten.
Sogar das
2. Vatikanische Konzil bietet uns
Lehren an, um solche Praktiken über die Hl. Kommunion zu verwerfen:
"Jeder Prälat für sich selbst besitzt nicht das
Vorrecht der Unfehlbarkeit. Trotzdem bilden sie alle zusammen, auch wenn sie in
der Welt verstreut sind, ein Band der Gemeinschaft unter sich und mit dem
Nachfolger des Petrus. Sie gelten als authentische Meister, die eine endgültige
Lehre in der Dingen des Glaubens und der Gewohnheiten festlegen und verkünden
so, in diesem Fall, unfehlbar die Lehre Christi!" ( L. G., 5).
Und die Mehrheit der Bischöfe stimmte damit überein, dass
der Empfang der Hl. Kommunion in der Hand schädlich ist für die Kirche. Man hat
somit mit der kirchlichen Tradition
gebrochen.
13. Wussten Sie schon... dass Christus in den Partikeln, die von der Hl.
Hostie abfallen, anwesend ist? Das ist die Lehre der kirchlichen
Tradition, "Meisterarbeit des Heiligen Geistes", grundlegend in der
Philosophie und Theologie seit der Zeit der Kirchenväter, ( Origines,
Tertullian; hl. Anastasius, hl. Cyrillus von Alexandria, hl Cyrillus von
Jerusalem, hl. Ephraim, hl. Hieronymus, hl. Thomas von Aquin... ), sowie die
Lehre der Konzilien von Florenz und Trient bis hin zu unseren Tagen.
Deshalb wurde in der heutigen Liturgie darauf hingewiesen,
dass man beim Empfang der Heiligen Kommunion das Tablett der Gläubigen oder den
Hostienteller benütze. "Derjenige, der kommuniziert, antwortet
mit "Amen" und er erhält das Sakrament, den Hostienteller unter dem
Mund haltend". ( Römisches
Messbuch, n. 117 ) Aber wer kümmert sich um das Schicksal der
geheiligten Partikeln beim Empfangen der Heiligen Kommunion in der Hand? Wie viele Priester haben den Messteller vor
den Gläubigen versteckt!
14. Wussten Sie schon... dass das Empfangen der Heiligen Kommunion in der
Hand begünstigt, dass der Sinn
des Geheiligtseins verloren
geht? Ein Objekt ist heilig, wenn es vom normalen Gebrauch
abgesondert, getrennt wird, um exklusiv beim göttlichen Kult verwendet zu
werden. Beim Kommunizieren mit der Hand wird der Ritus versinnlicht und die
Symbolik erinnert uns eher an ein vulgäres
Essen. Wenn das Allerheiligste den
Sinnen (Tastsinn), unterstellt wird... wenn das Göttliche vermenschlicht
wird... wenn das Übernatürliche natürlich wird... verliert sich der Sinn des
Geheiligten: Man bewirkt eine
ENTWEIHUNG des für den Glauben allerwichtigsten Geheimnisses. Somit entleert
man ihn größtenteils seines Inhaltes und seiner Wirksamkeit.
In gewisser Weise wird beim Empfang der Heiligen Kommunion
in der Hand das Ritual degradiert: Das Allerheiligste wird als Objekt
behandelt... heilig, aber ein Objekt, wie ein Ding... zwar etwas besonderes
unter anderen Dingen. Es ist schwer, in
dieser vulgären Geste die Vereinigung unserer erschütterten Seele mit dem
allerhöchsten Gott zu verstehen. Was für eine Kühnheit, Gott in unseren
sündigen Händen! Ohne dass sie ausgewählt... gekennzeichnet... gesegnet wurden!
Es ist nicht mehr sonderbar, dass der Kommunizierende nicht
mehr verstehe, nachdem man das Allerheiligste betastet hat, was heißt:
"die Pflicht der Anbetung auf den Knien... das Bedürfnis zu verspüren,
nichts zu sein, vor seinem Schöpfer". Er wird unfähig zu sein, das
Geheimnis des Kreuzes, erneuert im Sakrament, zu erkennen und den Ruf nach
Aufopferung zu verspüren... eine absolute Hingabe, zur Erwiderung der
unendlichen Liebe Gottes, die gedemütigt ist im Sakrament zu unserer Errettung.
15. Wussten Sie schon... dass
Unterlagen existieren, die beweisen, dass die Freimaurerei schon im 19. Jahrhundert versucht hat, dass die Katholiken mit der
Hand und stehend kommunizieren? Die Feinde des Glaubens erreichten
ihr Ziel. Was sind wir für Blinde...!
16. Wussten Sie schon... dass es Kirchen gibt, die nicht
katholisch sind, die mit der Hand "kommunizieren", aber nicht an die
echte Anwesenheit Jesu Christi in der Eucharistie glauben?
17. Wussten Sie schon... dass es orientalische Kirchen
gibt - vereint mit oder getrennt von Rom - gemäss dem byzantinischen Ritus, die
den Empfang der Heiligen Kommunion in
der Hand verbieten? Dieser Ritus, (
irrtümlicherweise ) zum ökumenischen Näherrücken gedacht, ergab im
vorangehenden Punkt ein antiökumenisches
Resultat.
18. Wussten Sie schon... dass Papst Johannes Paul II nicht dafür ist, dass
man die Kommunion mit der Hand empfängt? Er sagte uns im Brief Domenicae
Coenae: "Das Berühren der heiligen Hostien sowie das Austeilen mit den
eigenen Händen ist ein Privileg der Ordensleute" ( 24. Februar 1980 ). Und damit
niemand in einer anderen Form diese Worte interpretieren konnte, verweigerte er
drei Monate später, vor den Kameras des französischen Fernsehens, der Ehefrau
des Premierministers Giscard D´Estaing das Kommunizieren mit der Hand.
Im gleichen Jahr, erklärte er in Fulda ( D ), dass er nicht
einverstanden sei mit dem Dokument, das in diesem Land erlaubte, auf diese
Weise zu kommunizieren. ( "Vox
Fidei" Nr. 10-1981; "Chiesa Viva" N° 112; "Sol de Fátima" N° 82 ). Warum sah man ihn, nach diesem Datum noch an anderen
Orten, wie er die Kommunion, auch in der Hand, gab? Man hat ihn unter starken Druck gesetzt, indem man ihn glauben
ließ, dass es skandalös für die Gläubigen wäre, jetzt zu verbieten, was man da
auf missbräuchliche Weise erlaubte oder sich jetzt gegen etwas zu stellen, was einige der
Bischofskonferenzen erlaubt hätten. So
wie Moses die Ehescheidung erlaubte... "wegen der Hartherzigkeit der
Israeliten." ( Mt. 19,8 ).
19. Wussten Sie schon...
dass Mutter Teresa von Kalkutta bekannt gab, dass das Austeilen der
Heiligen Kommunion in die Hand das
schlimmste Übel sei, das
auf der Welt
geschehe? ( "The
Wanderer", 23-3-1989; "The
Fatima Crusader", 3er Quartal 1989.
) Es ist logisch: es ist kein passender Ritus, er ist
verantwortlich für Schändung und Entweihung. So verliert man die Gnaden. "Wenn
die Gnade des Herrn viel mehr Wert hat als das Leben..." ( Psm. 62,4 )
und die Eucharistie "das Leben der Welt" ist... ( Joh. 6,51 ),
ist der erwähnte Ritus ein sehr schlimmes Übel.
20. Wussten Sie schon... dass die mutmaßlichen Erscheinungen des Herrn und der Heiligen Jungfrau,
auf der ganzen Welt verteilt, uns sagen, dass der Himmel den Ritus des
Empfanges der Heiligen Kommunion in der Hand nicht annimmt? Wir beziehen
dies nicht auf einen isolierten Einzelfall,
sondern auf ein
weltweites Phänomen hin. In Ländern wie: Argentinien,
Australien, Österreich, Belgien, Ecuador, Spanien, Italien, USA, Polen, Mexiko
wird den himmlischen Offenbarungen zugeschrieben, dass sie das Kommunizieren
auf diese Weise missbilligen... und niemand auf Erden wage, dem Himmel
vorzuschreiben, was er uns zu sagen hat!
21. Wussten Sie schon... dass man
festgestellt hat - wie es zu befürchten
war -, dass die Gewohnheit, die Heilige Kommunion in der Hand zu empfangen, die
Zahl der Entweihungen auf eine unermessliche Grösse gesteigert hat?
ANTWORTEN AUF DIE HÄUFIGSTEN EINWENDUNGEN.
1. "Jesus gab beim Letzten Abendmahl den Aposteln die Kommunion in
die Hand".
Das besagen die Evangelien nicht. Es ist nur eine Annahme.
Doch wenn es so gewesen wäre, so waren die Apostel angehende Bischöfe, also
nicht gewöhnliche Gläubige. Wenn wir den privaten Offenbarungen der
stigmatisierten Anna Katharina Emmerich glauben schenken wollen, sagen sie uns,
dass es eine Kommunion in den
Mund war.
2. "Die Kirche hat es gebilligt..."
Ja, aber gegen den Beschluss der Mehrheit der Bischöfe der
Welt. Und... repräsentierten sie etwa
nicht die Kirche? Und der
Papst..., warum hat er es in der Diözese von Rom verboten? Ist nicht gerade er
derjenige, der am besten die Kirche repräsentiert? Man hat die Laien auch nicht
konsultiert... Sie sind doch auch Kirche. Es ist nicht die ganze Wahrheit
zu sagen, wenn man unter solchen Umständen behaupten will, dass die Kirche es
erlaubt habe...
3. "Die Zunge ist nicht heiliger als die Hand..."
Es ist
keine Frage der Anatomie, sondern der Würdigkeit. Es handelt sich nicht darum,
das Ergebnis einer liturgisch-anthropologischen Forschung anzunehmen, sondern
um eine liturgische Offenbarung
und eine traditionelle Errungenschaft, die wir mit Demut und Gehorsamkeit
akzeptieren sollen. Die Liturgie spricht von Jesu "würdigen und
heiligen Händen".
So sind
die Hände des Priesters am Tag seiner Primiz geheiligt, aber nicht die des
gewöhnlichen Gläubigen. Sie sind geeignet für mehr oder weniger
profane Verrichtungen. Die Hände
berühren alles... sogar das Niedrigste. Auf der Zunge deponiert man, was rein
und sauber ist. Außerdem beinhaltet Betasten eine gewisse
Herrschaft über das Objekt, aber das ALLERHEILIGSTE ist ein Geschenk von
Gott-Vater, ohne dass wir es verdienen.
4. "Es ist nichts Neues..."
Doch bereits überholt und durch die Kirche wieder abgeschafft. Die Kirche, durch den Heiligen Geist gelenkt, strebt nach Perfektion. Der Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand ist heutzutage nichts anderes als ein Anachronismus: Er schafft eine selbstzerstörerische Zurückstellung; und ist eine Verschlimmerung. Als man noch so kommunizierte, hatte man kein so tiefgründiges Verständnis für das eucharistische Geheimnis wie es heute möglich ist. Das besagt die Beglaubigungsurkunde "Memoriale Domini".
5. "Für die Urchristen war die Kommunion mit der Hand nicht weniger
respektvoll als die Kommunion in den Mund ".
Für
einige schon. Der Vergleich ist aber nicht gültig, da diese Urchristen nichts
anderes gekannt haben. Schon seit dem 2. Jh. ermahnen uns die Predigten der
Kirchenväter: Man soll "mit Ehrfurcht und Andacht"
kommunizieren, den Kelch und sogar den Altar nicht berühren. Es
schreit zum Himmel, dass der Ritus der Mundkommunion wieder eingeführt wird.
6. "In die Hand ist eine natürliche Geste..."
In der
Heiligen Eucharistie ist nichts natürlich. Alles ist übernatürlich. Der
Anschein gibt uns das Leben.
7. "Es ist hygienischer, mit der Hand zu
kommunizieren..."
Dieses Argument zeugt von sehr wenig Glauben. Mit seinem
Gewand heilte Jesus die Blutungen... Sollte sein Körper etwa noch Krankheiten
übertragen? Der heilige Hippolith sagte: "Jeder Gläubiger soll bemüht
sein, die Eucharistie zu empfangen... Wenn er beim Empfang gläubig ist, so wird
es, auch wenn man ihm tödliches Gift verabreicht, keine Macht über ihn
haben". ( Ap. Trad. ) Das sind Worte, die sich an die von Jesu
Christi anlehnen: "Wenn sie Gift nehmen, wird es ihnen keinen Schaden
zufügen". ( Mk. 16, 18 ). Es
ist jedoch keine Sache der Hygiene, sondern der Würdigkeit.
8. "Beim grossen Andrang von Gläubigen kann
jeder die Kommunion austeilen, damit die Zeremonie sich nicht in die Länge
ziehe".
Es ist
eine Versuchung. Christus gab seinen Körper nicht der Masse (Gespräch bei der
Bergpredigt!) Dort offerierte er nur ein eucharistisches Symbol und nährte sie
mit dem Brot seiner Worte. Seinen Körper
und sein Blut bewahrte er für die Intimität des Letzten Abendmahles auf. So folgt: Entweder organisiert man eine
Massenfeier mit genügenden Priestern, Messdienern und Kommunionsbänken oder man
lässt es mit einer Predigt bewenden.
9. "In den Pfarreien einiger Dörfer, wo es
wegen Priestermangels keine reguläre, sonntägliche Messe gibt, ist es gut, wenn
ein Laie oder eine Ordensfrau das Wort zelebriert und die Kommunion austeilt".
Eine neue Versuchung. Wenn es an Priestern mangelt, soll
man beten, damit der Herr der Saat Arbeiter zur Ernte schicke. Und wenn es
keine Messe gibt, kann man sich organisieren und mit den Gläubigen den
Rosenkranz beten oder das Wort meditieren und so eine spirituelle Kommunion
vollziehen. Die "Kirchendoktorin", die heilige Katharina von Siena,
sagt uns, dass man in einer spirituellen Kommunion die gleiche Gnade bekommen
könne, wenn es nicht möglich sei, die Heilige Kommunion als Sakrament zu
empfangen.
10. "Es geht viel schneller, wenn man die Heilige Kommunion in die Hand
nimmt".
Ganz im
Gegenteil. Diejenigen, die auf diese verwerfliche Art die heilige
Kommunion empfangen, müssten folgendes tun:
1.- Einen Akt der Anbetung vollziehen. ( Römisches Messbuch und andere Dokumente.
).
2.- Der Priester schaut, ob die Hand des Kommunizierenden
sauber ist. ( Dokument 3. April 1985 ).
3.- Der Kommunizierende streckt seine linke Hand über die
Rechte.
4.- Der Priester zeigt die heilige Hostie und sagt: "Der
Leib Christi...", und wartet, bis der Gläubige mit "Amen"
antwortet.
5.- Der Priester legt die heilige Hostie in die Hand des
Kommunizierenden.
6.- Er nimmt sie mit der rechten Hand auf und verzehrt sie
vor dem Priester. ( Beibrief zu Memoriale Domini ).
7.- Sowohl der Priester wie auch der Kommunizierende haben
sich zu vergewissern, dass keine heiligen Partikeln in der Hand zurück
bleiben. ( Beibrief zu Memori. Domini; Instr. Inmensae C., 5 ).
So viele Umstände und so viel Zeitaufwand für
etwas, das nicht
korrekt ist...! Die Zeremonie verkürzt sich, wenn die
Gläubigen sich vor der Kommunionsbank niederknien. Aber es ist nicht eine Frage
der Geschwindigkeit, sonder eine Frage
der Würdigkeit. Wir
sollen für Gott nicht mit unserer Zeit geizen!