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7.6.2001

10EU4B

„Nur kniende Mundkommunion erlaubt“ – Predigt des Papstes???

Angeblich Predigt von Johannes Paul II. am 1.3.1989 in Rom

Wir veröffentlichen aufgrund einer Anfrage aus dem spanischen Sprachraum nachstehend ein Flugblatt, das seit langem unter konservativen Katholiken kreist. Wir wissen nicht, ob es eine Fälschung ist. Wäre der Inhalt wahr, so wundern wir uns, warum der jetzige Papst von seiner Linie abgegangen ist und die Mundkommunion nicht für alle Katholiken für verbindlich erklärt hat. Warum hätte er dann von 1989 bis 2001 über dieses eminent wichtige Thema geschwiegen, zwölf Jahre lang? Wer imstande ist, den Zweifel zu beenden,  den bitten wir um Nachricht.

 

Predigt des Heiligen Vaters Papst (Johannes; das Wort ist vergessen) Paul II. am 1. 3. 89
in der römischen Pfarrkirche „SS.
Nome di Maria“

 

“Die moralische Ordnung, die in Gott begründet ist, muß in unserem ganzen Leben herrschen. Sein Wille – Sein heiliger Wille – muß in allem vorherrschen. Darin liegt die innere Einheit des Lebens. Wie Jesus lehrt, kann der Mensch nicht zwei Herren, nicht Gott und dem Mammon dienen:

 

Der Mensch lebt heute so, als ob es keinen Gott gäbe, als ob Gott nicht Schöpfer der Welt und Herrscher über das All wäre sowie Besitzer aller Reichtümer und Schätze im Himmel und auf Erden. Die Menschen glauben, dass alles ihr Werk sei und sie einen Anspruch auf diese Dinge hätten; selbst auf Fähigkeiten sind sie stolz, die Gott der Herr ihnen doch gegeben hat, sonst hätten sie diese gar nicht.

 

Wenn der Mensch anderen Göttern und Götzen den Vorrang gibt, dann wird er Gott verachten, ja sogar hassen und dafür in die Hölle kommen. Was ist nun der Grund, dass der Mensch so leicht abirrt, sich verirrt und verloren geht? Es ist das Sinken der Ehrfurcht; denn dadurch wird er vermessen und stolz und setzt entweder alles auf sich selbst oder aber er rechnet vermessen mit Gottes Barmherzigkeit. Der Weg zur Barmherzigkeit geht nur über das Besiegen des eigenen Ich, über die Gnade der Demut, die der Herr den Seinen nur schenkt, wenn sie darum bitten. Die seinen aber, die der Herr liebt, züchtigt Er. Wer Gott fürchtet, also Ehrfurcht vor Ihm hat, weil er der Schöpfer des Alls und der Welt ist, der wird Ihm auch die Ehre erweisen, die wir Ihm schulden, und Strafen und Züchtigungen gerne annehmen.

 

Wir müssen nun bald mit einer neuen Züchtigung rechnen, die alle Strafen Gottes, die es bisher gab, weit übertreffen wird. Keiner wird dieser Züchtigung entgehen; entweder er wird sie gerne an sich geschehen lassen und dann sofort erlöst werden, wie der rechte Schächer am Kreuz, oder aber er wird für immer verloren gehen, wenn er sich aufbäumt, wie der andere lästernde Schächer im verletzten Stolz.

 

Am schlimmsten sind wohl die Lästerungen über Gottes liebende Worte, die Er auch heute ständig durch Seine Mutter und Seinen Sohn auf die arme Erde niedersendet! Äußere Formen der Ehrfurcht sind daher notwendig, damit wir nicht vergessen, wem wir uns gegenüber befinden. Schon im menschlichen Bereich kennen wir bestimmte Höflichkeitsformen – und Gott gegenüber wollen wir diese auslassen.

 

Daher warne ich noch einmal vor allen Formen der Ehrfurchtslosigkeit, wie z. B. die hier in meiner Diözese verbotene Handkommunion sowie das Stehen an den vielen heiligen Stellen der heiligen Messe, weil man nicht mehr weiß, was man miteinander feiert. Es ist nichts Geringeres, als der Tod unseren Herrn und Heilandes, dem wir alles zu verdanken haben. Wir nehmen Rücksicht auf menschliches Urteil, fürchten uns davor, ausgelacht zu werden, und befürchten Nachteile von Seiten der Menschen – Gott aber fürchten wir nicht?

 

Ich habe nicht widerrufen, was einer meiner Vorgänger darüber gesagt hat:

Es geschieht auf eure Verantwortung, liebe Bischöfe der ausländischen Diözesen, und ich bete für euch, damit ihr noch rechtzeitig erkennt, wie falsch euer Weg ist!

Aber hier, lieber Mitbruder und liebe Brüder und Schwestern, ist nur die kniende Mundkommunion erlaubt; alles, was Fremde einschleppen und verbreiten, ist verboten. Dies sage ich euch als euer Bischof!“

 

 

*

Schlussbemerkung etika.com: Ohne jede Garantie für die Echtheit. Wir persönlich denken, dass der Text nicht von Karol Wojtyla ist. Aber ausschließen wollen wir es nicht.

Nach dem, was der Papst heute spricht (zum Beispiel über die multikulturelle Gesellschaft und die Globalisierung) ist es eine Fälschung. Aus dem Flugblatt spricht ein anderer Geist. Oder der Papst hat sich inzwischen gewandelt. Oder seine heutigen Botschaften werden entstellt.

Erneute Bitte: Eine Leserin behauptet, daß es keinen Beweis gibt, daß die Zitate von Papst Johannes Paul II. echt sind. Es könnte sich um eine Fälschung handeln. Wenn es so wäre, werden wir die falschen Sätze streichen. Wir bitten um zuverlässige Informationen. AIHS 13.1.2002 aihs@etika.com

 

Das seltsame Schweigen des Papstes zur Handkommunion

Auszug auf spanisch - castellano

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