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ETIKA |
GEBET – ERHÖRUNG |
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10G404 |
Gott
kühn um das Unmögliche bitten |
Charles de Foucauld. |
Alles durch das Gebet
Wir
vermögen alles durch das Gebet; wenn wir nicht erlangen,
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dann haben wir es entweder an Glauben fehlen lassen,
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oder wir haben zu wenig gebetet,
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oder aber es wäre von Übel für uns, wenn unsere
Bitte erhört würde,
·
oder Gott will uns etwas Besseres geben, als wir
erbitten…
Aber
niemals erhalten wir das nicht, worum wir bitten, weil die Sache selbst zu
schwer zu erlangen wäre; es gibt nichts, was wir nicht erlangen können.
Zögern
wir daher nicht, von Gott die schwierigsten Dinge zu erbitten, wie die Bekehrung
großer Sünder, ganzer Völker, und erbitten wir sie umso eifriger, je
schwieriger sie sind, im Glauben daran, daß Gott uns leidenschaftlich liebt.
Aber
bitten wir mit Glauben, Beharrlichkeit, Ausdauer, Liebe und gutem Willen.
Und
seien wir gewiß, wenn wir so und mit genügend Ausdauer beten, werden wir
erhört werden, die erbetene Gnade oder eine bessere erlangen.
Erbitten
wir daher voll Kühnheit die unmöglichsten Dinge von unserem Herrn, wenn
sie zu seiner Ehre gereichen, und seien wir dessen gewiß, daß sein Herz sie uns
umso lieber schenken wird, je unmöglicher sie uns menschlich gesehen
erscheinen, denn es beglückt sein Herz, dem, den es liebt, das
Unmögliche zu schenken, und wie sehr liebt Er uns doch!
Charles de Foucauld