ETIKA

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20.2.2002

10GD2

Glaube ja oder nein

Handbuch des einfachen Lebens

10GD2A
"Wo kein Glaube ist, das ist eitel Furcht, Angst, Scheu und Traurigkeit. - Der Glaube ist die Gegenwart Christi in der Finsternis eines an sich selbst verzweifelten Menschenherzens." (Martin Luther)

10GD2B
"Scheinbar hart klingen die Sätze: ,außerhalb der Kirche gibt es kein Heil...' und von dem ,allein seligmachenden Glauben'. Eine Einschränkung ist jedoch zu machen, daß nämlich diese Sätze nur für den gelten, der bewußt der erkannten Wahrheit widersteht. Somit ist der Irrende, der von schlechten Christen Enttäuschte ausgeklammert." (P. Rudolf Haindl OFM, 487. Vinzenzbrief, Bozen, 7.3.1980)

10GD2C
"Wir machen die Erfahrung, daß man für dieses oder jenes selbst verantwortlich ist", sagte der Theologe Karl Rahner am 24.11.1983 bei einem Vortrag in Bozen-Gries. Wir sind also vor sittliche Entscheidungen gestellt. Auch ein Atheist kann, wenn er seinem Gewissen folgt, gerettet werden, so Rahner. "Es gibt viele Leute, die meinen, nicht an Gott zu glauben, sie tun es aber unreflektiert." Sie hätten es nur nicht im Kern der Existenz vollzogen, brächten es "reflex und verbal" nicht fertig,sich das in ihnen wie in allen Menschen existierende moralische Postulat, daß es mit dem Tode nicht zu Ende ist, begrifflich deutlich zu machen. Uns müsse "erschreckend zum Bewußtsein kommen: Ich bin der Freie mit einer letztlich ewigen Verantwortung." (persönliche Aufzeichnungen)

10GD2D
Wir können der Entscheidung nicht ausweichen. "In der Wahrheit gibt es keine Wahl. Wer die Wahrheit nicht festhält, verfällt dem Irrtum." (Georg May) Wir können das Angebot Gottes nur annehmen oder verwerfen. "Wer jetzt siegt in uns, Gott durch die Gnade und der ihr gefügige gute Wille, oder Satan durch die Sünde, das bestimmen wir, dafür sind wir verantwortlich! Der Endsieg ist so und anders Gottes: durch seine Liebe, wenn wir ihn sehnend suchten, durch seine Gerechtigkeit, wenn wir vor ihm in die Süchte flohen. Diese ewigkeitsbindende Entscheidung fällt in uns und kann uns niemand abnehmen." (P. Rudolf Haindl OFM, 511. Vinzenzbrief)

10GD2E
"Gegen die Versuchungen der Ungläubigkeit hilft es, wenn der Mensch sich die menschliche Kleinheit auf der einen Seite und die göttliche Größe auf der anderen Seite vorstellt; wenn er daran denkt, was Gott ihm befiehlt, und nicht neugierig ist, seine Werke erforschen zu wollen, denn wir sehen, daß viele von ihnen unseren Wissensstand überschreiten. Wer in dieses Heiligtum der göttlichen Dinge eintreten will, hat dies mit viel Demut und Ehrfurcht zu tun, mit den Augen der sanften Taube und nicht der bösen Schlange, mit dem Herz des Schülers und nicht des vermessenen Richters. Man werde wie ein kleines Kind, denn diesen zeigt Gott seine Geheimnisse." (Luis von Granada)

10GD2F
Überhören wir die ständigen Mahnungen nicht! "Gottes Wort und Gnade ist ein fahrender Platzregen, der nicht wiederkommt, wo er einmal gewesen ist." (Martin Luther)

10GD2G
"Warte nicht auf eine spätere, gelegenere Zeit; denn du bist nicht sicher, ob du sie haben wirst."
(Katharina von Siena)

10GD2H
"Haben wir diese Welt einmal verlassen, gibt es keine
(Gelegenheit zur) Buße mehr; kein Athlet kann den Kampf fortsetzen, wenn das Rennen beendet und das Schauspiel aus ist." (Johannes Chrysostomus im 2. Brief an Theodor, 5)

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