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ETIKA
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MEDITATIONEN |
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10M1A |
Montagmorgen |
Fray Luis de Granada: Libro de la oración y de la
meditación; |
Der Heiland wäscht die Füße seiner Jünger und setzt das Sakrament des
Abendmahls ein.
Betrachten
wir die Fußwaschung als ein Symbol für das Rettungswerk Christi, der rein ist
von aller Sünde und uns doch die Flecken und häßlichen Stellen unserer Seelen
abnimmt, damit sie sauber und frei werden. Damit gab er uns ein Zeugnis der
Demut und Nächstenliebe zum Nachahmen.
In
der Nacht, da Jesus verraten ward und mit seinen Jüngern zu Tische saß, nahm er
das Brot, sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach: "Nehmet hin und esset; das ist mein Leib, der für euch
hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis." Desgleichen
nahm er nach dem Abendmahl den Kelch, dankte und gab ihn seinen Jüngern mit den
Worten: "Trinket alle daraus; denn das ist
mein Blut des Neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur
Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis."
Jesus
setzte das Sakrament des Abendmahls (Eucharistie) ein, damit seine Braut, die
Kirche, auch nach der Trennung mit ihm aufs innigste vereint bleibt. Beim
Abendmahl schenkt uns Jesus Christus seinen Leib und sein Blut in der Gestalt
von Brot und Wein. Dadurch gibt er uns erneut Gewißheit, daß wir Verzeihung der
Sünden und ein ewiges Leben haben. Diese himmlische Speise, "für euch vergeben und vergossen zur Vergebung der
Sünden", ist die Nahrung der Seele.
Sie gibt dem Christen, der Brot und Wein würdig empfängt, seine alte Würde
zurück, vermehrt in ihm das Gnadenleben und spendet ihm neue Kraft, um Jesus
nachzufolgen.
Durch dieses heiligste Sakrament bekommt der Mensch Anteil an
Gott und darf das Leben Gottes leben, wie der Heiland mit jenen
erhabenen Worten sagte: "Wer mein Fleisch ißt
und mein Blut trinkt, der ist in mir und ich in ihm." (Johannes
6,56)
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10M1B |
Montagabend |
Fray Luis de Granada: Libro de la
oración y de la meditación |
Selbsterkenntnis und Erinnerung an die begangenen Sünden
Ziele: die wahre Demut des Herzens und die Gesinnung der Buße erringen
Wozu
hast du die Gesundheit, die Kräfte, die Fähigkeiten der Natur, das Vermögen und
die Werkzeuge und Gelegenheiten verwendet, die Gott dir gegeben hat, um gut zu
leben? Hast du aus ihnen nicht Waffen gemacht, um ihn
zu beleidigen? Hast du nicht mit letzterem deine Kräfte verbraucht und
dafür deine Gesundheit, Geld, Leben, Verstand, Gedächtnis, Wille, Sprache und
alles übrige verwendet?
Folgerung:
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Bitte
den Herrn um Verzeihung, daß du ihn beleidigt hast. Aus dem Schmerz über die
Sünde wird die Buße geboren, die alle Sünden der Vergangenheit abwäscht. |
Bitte
ihn um Kraft und Gnade, damit du ihn nie wieder beleidigst. Die Furcht vor
Gott verhindert alle künftigen Sünden. |