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ETIKA
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MEDITATIONEN |
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10M3A |
Mittwochmorgen |
Fray Luis de Granada: Libro de la
oración y de la meditación; |
Jesus wird vor die Hohenpriester und Richter geführt, an die Säule
gebunden und gegeißelt
Unser
Erlöser Jesus Christus wird vor den Hohenpriester Kaiphas geführt, angespien,
geohrfeigt, geschlagen und beschimpft. Gott wird so gedemütigt - und du hast
deinen Hochmut noch immer nicht abgelegt.
Keinen
Vorwurf, keine Klage hörte man von Jesus, als er in jener Nacht schlimmste
Qualen auszustehen hatte. Der Retter der Welt wurde für einen Übeltäter,
vielleicht sogar für verrückt gehalten, aber er machte sich nichts aus der Meinung der Welt.
Mache auch du, Bruder, dir diese Haupttugend des Christen zu eigen und tröste
dich jedesmal damit, wenn du von der Welt verachtet wirst.
Petrus
weinte bitterlich, nachdem er seinen Meister verleugnet hatte. Lerne, daß es
nicht genügt, die Sünde zu beweinen, sondern daß es notwendig ist, auch den Ort und die Gelegenheit zur Sünde zu fliehen;
denn die Sünden jedesmal zu beweinen und sie immer zu wiederholen bedeutet, den
Zorn des Herrn für immer auf dich zu laden.
Brutale
Schlächter entkleiden den Heiland, binden ihn an eine Säule und foltern ihn mit
Peitschen und Geißeln. Hunderte, ja Tausende Hiebe, wie Kirchenlehrer schreiben, muß Jesus
aushalten. Wunde fügt sich an Wunde, der Rücken blutet immer mehr, überall
Striemen und Verletzungen und Blut. Wenn das größte
Zeugnis der Liebe ist, Schmerzen für den Geliebten zu ertragen, was ist dann
jeder dieser Schmerzen anderes als ein Zeugnis der Liebe? Jede Wunde predigt
dir Liebe, fordert Liebe von dir.
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7 |
APOKALYPSE-SPIEL |
Keiner
kann ausweichen |
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10M3B |
Mittwochabend |
Fray Luis de Granada: Libro de la oración y de la meditación; |
Der Tod. Ziele:
1. die wahre
Weisheit erlangen
2. uns von
der Sünde trennen
3. nicht nur
gut leben, sondern auch gut sterben
Erschreckend
ist es zu sehen, wie sicher sich die Menschen fühlen und
wie leicht es ihnen fällt zu sündigen, obwohl sie wissen, daß sie in der
Stunde des Todes die Rechnung zu bezahlen haben.

Caspar David Friedrich: Mönch am Meer,
1808/1809,
Verwaltung der staatlichen Schlösser und Museen, Berlin-Charlottenburg
Beim Sterben erkennt man
die Irrtümer, Blindheiten und Täuschungen des vergangenen Lebens. Wie bedauert
man dann, falschen Göttern gedient zu haben und trügerischen Gütern
nachgelaufen zu sein! Auf dem Weg, auf dem man Ruhe zu
finden vermeinte, wandelte man vielleicht ins Verderben! Wie blind sind
wir heute, und wie wissend in jener Stunde! Wie anders werden wird dann denken
und urteilen! Wir werden merken, wie falsch die Werte dieser Welt sind, wie
ihre Wege in die Irre führen, wie ihre Versprechungen nur aus Lügen bestehen,
wie bitter ihre Vergnügungen sind und wie kurz ihre Herrlichkeit ist!
Zurückblickend begreifen wir, daß ihre Reichtümer nur
Stacheln und ihre Lustbarkeiten Gift waren.
Im
Leben dienen wir der Welt und im Sterben schreien wir zu Gott. Welche Antwort
dürfen wir erwarten? Wird er nicht sagen: So viele Male
habe ich dich gerufen, und du hast mich nicht erhört! Was habe ich mit dir zu
schaffen? Lauf zu jenen Ratgebern, denen du gefolgt bist, und zu den Götzen,
die du geliebt und angebetet und denen du gedient hast, sag ihnen, sie möchten
dir den Lohn für deinen Dienst geben. Hier beginnt der Mensch, den
Wunsch nach Sühne zu verspüren, und wenn man ihm jetzt noch die Zeit dazu schenken
würde, dann würde er sich nicht mit irgendeiner Buße begnügen, sondern würde das strengste und entbehrungsreichste Leben der Welt
führen. Und wenn er diese Zeit nicht bekommt und er sich der vergeudeten
Kräfte und Jahre bewußt wird, dann bringt ihm der Gedanke an diesen Verlust
übergroßen Schmerz.
Was
wird die Seele in solcherLage tun? Den Körper verlassen ist unerträglich; in
ihm bleiben unmöglich; ein Aufschub der Trennung wird nicht gewährt. Schaut der
Mensch nach oben, bedroht ihn das Schwert der
Gerechtigkeit; unten erwartet ihn das offene
Grab; sieht erin sich hinein, erblickt er das Gewissen,
das ihn quält; schaut er um sich, vermutet er Engel
und Dämonen, von denen jede Gruppe ihn als
Beute haben möchte; und blickt er rückwärts, sieht er die Verwandten und Güter
dieses Lebens, die an ihrem Platz bleiben und ihm nicht zu Hilfe eilen, denn er
geht allein aus dieser Welt.
Gebet:
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Du, guter Jesus, erleuchte die Augen meiner Seele, damit ich
nicht im Tod entschlafe und mein Feind nie sage: "Ich habe ihn
bezwungen." Amen. |
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Hier fehlt ein Buchstabe: |
Obiger Text enthält eine geheime Botschaft für dich. Notiere sie, präge sie dir ein, wiederhole sie oft in Gedanken: ................................. ................................. |
Ende |
Füge
den fehlenden Buchstaben ein.
B........
.... ....... .. ......... ..;
.......... ...;
... .... ......
Detail aus dem
Gemälde: Thronende Madonna zwischen Heiligen, Umkreis von Michael Pacher,
Südtirol, um 1465; jetzt National Gallery London