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ETIKA
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MEDITATIONEN
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www.etika.com
7.6.2005
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10M5A
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Freitagmorgen
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Fray Luis de Granada: Libro de la oración y de la meditación;
Handbuch des einfachen Lebens
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Das heilige Mysterium des Kreuzes
unseres Heilandes und die sieben Worte, die er sprach

Gemälde von Caspar David Friedrich: Das Kreuz im Gebirge,
1808,
gemalt für die Schloßkapelle in Tetschen (Böhmen),
jetzt in Dresden, Galerie Neue Meister
Wer
leidet? Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde: der unschuldigste und
heiligste Sohn des Allmächtigen.
- Was leidet er?
Schwerste Schmerzen an Seele und Leib:
A n d e r S e e l e: Unermeßliche Angst
befällt ihn bei der Betrachtung der Undankbarkeit der Menschen gegenüber
der Gnade Gottes; er empfindet das Mitleid seiner unschuldigen und
heiligen Mutter; er erleidet die Sünden der gegenwärtigen, vergangenen und
künftigen Welt.
A m K ö r p e r: Kälte, Hitze, Hunger, Ermattung,
Schlaflosigkeit, Beleidigungen und Verrat: Er wird verkauft von
einem seiner Jünger, schwitzt Blutstropfen, wird angespien, geohrfeigt,
gefesselt, verlassen, verleumdet, zu Unrecht angeklagt, gegeißelt,
verspottet, mit einem Narrengewand bekleidet, mit Dornen gekrönt, für
weniger wert gehalten als Barrabas, ungerecht verurteilt; er trägt das
Kreuz auf seinen Schultern, wird gekreuzigt zwischen zwei Räubern, trinkt
Galle und Essig, und am Ende stirbt er eines schmählichen Todes auf dem
Kalvarienberg.
- Für wen litt er?
Für die undankbarste Kreatur der Welt,
nämlich für den ungehorsamen Menschen, der geschaffen ist aus dem Nichts,
der von sich aus nichts kann, nichts weiß, nichts wert ist; für eine
Kreatur, deren er nie bedurfte; für ein Geschöpf, das ihn so viele Male
beleidigte.
- Wie litt er?
Mit so großer Bescheidenheit, Geduld und Sanftmut,
daß er sich nie gegen irgendjemanden entrüstete; mit so großer Demut, daß
er sich die schmachvollste Todesart jener Zeit auswählte; mit solcher
Bereitwilligkeit, daß er von sich aus die Begegnung mit seinen
Widersachern suchte; mit soviel Güte und Liebe, daß er jenen, der ihn
verkauft hatte, Freund nannte, das Ohr dessen heilte, der ihn ergriffen
hatte, mit Augen der Barmherzigkeit auf jenen blickte, der ihn
verleugnete, und für jene bat, die ihn kreuzigten.
- Warum litt er?
Nicht aus irgendeinem Interesse seinerseits oder wegen unseres
Verdienstes, sondern aus unendlichem Mitleid und
Barmherzigkeit. Er litt, um der göttlichen
Gerechtigkeit Genüge zu tun und den Zorn
des Vaters zu besänftigen, um die Versprechen, die den Patriarchen
und Propheten gemacht worden waren, zu erfüllen, um uns von der Hölle zu
befreien und uns fähig zu machen für das Paradies, um uns den Weg des
Himmels mit seinem vollkommenen Gehorsam zu zeigen, um die Dämonen zu
bezwingen, die aus Hochmut das verloren haben, was die Menschen durch
Demut gewonnen haben.
Jesus
kommt mit dem Kreuz auf dem Kalvarienberg an, der für uns das Tor zum Himmel wird, denn hier beginnt jene im
Alten Testament genannte mystische Leiter,
die den Himmel mit der Erde verbindet.
- Lerne, meine Seele,
auch du, dem armen und entblößten Heiland
nachzufolgen und alles, was dir die Welt
geben kann, geringzuschätzen.
- Zwei Kreuze gibt es
für dich, o guter Jesus, an diesem Tag: eines für den Körper und das
andere für die Seele; das eine ist das des Leidens
und das andere das des Mitleidens; eines
durchbohrt deinen Körper mit Nägeln aus Eisen, und das andere deine
heiligste Seele mit Nägeln aus Schmerz.
- O Arzt der Seelen!
Hierher bin ich gekommen zum Fuß deines Kreuzes, um meine Wunden zu
zeigen; heile mich, mein Gott, und zeige mir, was ich tun soll. Ich kenne
mich, Herr, als sehr sinnlich und als Freund meiner selbst, und sehe, daß
dies mein Vorwärtskommen sehr behindert. Viele Male, zum Ausruhen oder
Zeitvertreib, oder aus Widerwillen gegen die Mühsal, das Fasten und das
frühe Aufstehen, unterlasse ich die frommen und
andächtigen Übungen; sind aber diese
verloren, bin auch ich verloren. Diese meine Abhängigkeit vom Körper, dessen Sinne auf
Wohlleben und Bequemlichkeit ausgerichtet sind, ist mir lästig. Zu den
Zeitungen der Übungen nahm ich gern leckere Mahlzeiten und unnötige
Getränke zu mir; danach fand ich Gefallen daran, der Unterhaltung zu
pflegen und Belustigungen zu frönen. Zeig mir, mein Helfer, was ich tun
muß nach deinem Vorbild! Oh, wie bedrückt es mich zu sehen, wie man Dich
behandelt hat, den empfindsamsten aller Körper! Inmitten der
Todesschmerzen gab man Dir nichts anderes zur Speise als Galle und Essig.
Wessen Zunge wird sich da noch beklagen, daß man ihm ein kaltes oder
schlecht schmeckendes Essen vorsetzt, oder daß man es ihm spät oder früh
hinstellt, wenn man auf den Tisch blickt, den man Dir, mein Gott, in der Zeit
solcher Not gedeckt hat?
- Schäme dich, meine
Seele, beim Blick auf den Herrn an diesem Kreuz und sei dir bewußt, daß er
dir von dort predigt und dich tadelt mit
den Worten: "O Mensch! Ich bekam für dich eine Dornenkrone
aufgesetzt, und du trägst in Verachtung meiner Blumen sowie Schmuck aus
Gold und Perlen. Ich strecke für dich meine Arme am Kreuz aus, und du
streckt sie aus nach Vergnügungen und Bällen. Mich dürstete beim Sterben
nach einem Tropfen Wasser, und du begehrst köstliche Weine und delikate Gerichte!
Ich war am Kreuz und in dem ganzen Leben, das ich lebte, überhäuft mit
Schande und erfüllt mit Schmerz, und du vergeudest das deine zwischen
Ehrsucht und Ergötzen. Ich ließ meine Seite öffnen, um dir mein Herz zu
geben, und du hast das deine offen für eitle Liebschaften!"
Gebet:
- Dein
Kreuz ist Medizin für den ganzen Menschen.
- Wenn
man mir mein Eigentum wegnimmt, will ich mich nicht betrüben, denn ich
sehe Dich an diesem Kreuz so ausgeraubt und nackt.
- Wenn
man mir die äußere Ehre nimmt, soll auch dies nicht meinen Frieden stören,
denn dort sehe ich Dich so ehrlos und niedergeschlagen.
- Wenn
mir die Freunde fehlen, will ich nicht verzagen; denn dort sehe ich Dich
allein und verlassen.
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15
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APOKALYPSE-SPIEL
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Meditiere!
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10M5B
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Freitagabend
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Fray Luis de Granada: Libro de la oración y de la meditación; Handbuch
des einfachen Lebens
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Luis von Granada
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Die Qualen der Hölle
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Spanischer Text komplett
hier ergänzt mit
anderen Autoren
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Die Pein der Hölle. Zweck: Diese Meditation macht uns
geneigter, die Mühen und Härten der Buße auf uns zu nehmen; außerdem hilft sie
die Versuchungen des Feindes überwinden, ist die größte Bremse gegen das Böse
und vermehrt die Angst vor der Sünde, stärkt auch die Furcht vor Gott in
unseren Herzen.
Wie
die Bösen Gott mit all ihren Gliedern und Sinnen beleidigen, so werden - wie
Kirchenlehrer geschrieben haben - auch all jene ihre Strafe erleiden:
- die
Augen mit dem schrecklichen Anblick der Dämonen
- die
Ohren mit unbeschreiblichem Lärm
- die
Nasen mit dem unerträglichen Gestank jenes schmutzigen Ortes
- der
Geschmack mit wütendem Hunger und Durst
- Gefühl
und Tastsinn aller Körperglieder mit unvergleichlicher Kälte und Feuer.
Das
Wahrnehmungsvermögen leidet bei der
Empfindung der gegenwärtigen Schmerzen, das Gedächtnis
bei der Erinnerung an die erlebten Vergnügungen, der Verstand
bei der Betrachtung der verlorenen Güter und kommenden Übel. Und
unaufhörlich bohrt der Wurm des Gewissens. (Caterina von Siena, Dialogo 38)
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"Oh, ich
tausendmal Unglücklicher, daß ich mich selbst so betrog!
Verflucht sei, wer mich täuschte, und verflucht sei, wer mich nicht
strafte!"
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Jede
Pein ist die Entbehrung eines Guts, das man besessen hat oder auf dessen Besitz
man gehofft hatte. Je größer das Gut, desto größer die Qual. Da Gott das
höchste aller Güter ist, liegt klar zutage, daß derjenige, der Gott entbehren
muß, den tiefsten Schmerz empfindet. Und so ist die
schwerste Strafe die, für immer den Anblick Gottes und die Gemeinschaft
mit ihm entbehren zu müssen.
Darin,
daß jeder entsprechend der Art seines Vergehens
leidet, wird in einzigartiger Weise die
göttliche Weisheit und Gerechtigkeit offenbar. Sie kennt bei einer solch
großen Unendlichkeit von Schuld und Schuldigen ganz genau die Übertretungen
eines jeden. Der Weise sagt:
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Wie mit einer Waage wird die
Strafe für die Verfehlungen zugemessen.
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- So wird der Schmerz
gemäß der empfundenen Wonne veranschlagt,
- die Beschämung
entspricht der Einbildung und Überheblichkeit,
- die Nacktheit dem
Überfluß und Reichtum.
- Hunger und Durst entsprechen
dem früheren Wohlleben und der Übersättigung.
Alle
Qualen der Hölle begleitet die Ewigkeit des Leidens
durch Tausende von Millionen Jahren. Alles wäre erträglich, wenn es ein
Ende hätte; aber kein Ding ist groß, das ein Ende hat. So
hat diese Pein kein Ende, es gibt keine Hoffnung - es ist ein Tod ohne Tod.
Ohne Ende sind auch der tobende Haß und die Lästerungen dieser Unglücklichen
gegen Gott.
Folgerung:
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Wer nimmt im Hinblick auf das höllische Feuer, das "brennt, aber nicht verzehrt" (Caterina von Siena) und nie erlischt, nicht gerne freiwillig jene Entbehrungen auf
sich, mit denen auch viele Heilige den Weg zu Gott gegangen sind?
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Hier fehlt ein
Buchstabe:
Und dem Engel der Gemeinde
zu S.yrna schreibe: Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis
werfen, auf daß ihr versucht werdet, und werdet Trübsal haben zehn Tage. Sei
getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.
(Offb 3)
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Die Botschaft, die obiger Text
dir mitteilt: ................................
................................
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Ende
der
15.
Runde
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Füge den fehlenden Buchstaben ein.
B........ .... ....... .. ......... ..;
.......... ...;
... .... ......
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