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WUNDER

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Beweis für die Wunder Jesu

Toledot Jeschu
31.5.2007

Modernistische Theologen, Pfarrer und Religionslehrer behaupten, die Wunder Jesu seien nur symbolisch zu verstehen und auf andere Weise zu erklären. Dies ist dummes Geschwätz, blanker Nonsens.

Sonst hätten schon die Juden, die zur Zeit Jesu und danach lebten, die Wunder als „frei erfunden“ bezeichnet. Das Gegenteil ist der Fall. Schon in den ersten Jahrhunderten bekämpften die Juden das Christentum aufs schärfste und verleumdeten Jesus auf jede erdenkliche Weise. Vor allem das viele Jahrhunderte unter den Juden kreisende Buch „Toledot Jeschu“ lässt nichts aus, um Josef, Maria und Jesus als die abscheulichsten Menschen darzustellen.

Doch uns Christen gereicht auch das Böse zum Guten. Denn gerade diese Schmähschrift aus ältester Zeit bestätigt ausdrücklich, dass Jesus viele Wunder vollbracht hat, sogar solche, die im Neuen Testament nicht einmal erwähnt sind. Und sie bestätigt viele andere Aussagen der Evangelien.

Der Dozent einer katholischen Hochschule warnte seine Zuhörer, wenn sie nicht im Glauben stark seien, sollten sie „Toledot Jeschu“ nicht lesen. Der Verfasser dieser Zeilen hat den Text gelesen und fühlt sich sogar im Glauben gestärkt. Denn es gibt nur eine Wahrheit und eine wahre Religion: die christliche. Mögen alle sich bemühen um die richtige Unterscheidung der Geister.

Der Aufklärer Voltaire hat „Toledot Jeschu“ ins erste Jahrhundert datiert, doch dürfte das Werk erst in der Zeit vom zweiten bis vierten Jahrhundert entstanden und später erweitert worden sein. Für die frühe Entstehungszeit spricht auch ein Hinweis bei Celsus. Der „Roman“ ist laut Ulrich Fistill eine jüdische Antwort auf die Evangelien. Toledot bedeutet Geschlechterfolge oder Stammbaum, der Name Jeschu wird für Jesus (auf hebräisch Jeschua oder Joschua) verwendet.

Zum Inhalt: Jeschu wird als Bastard bezeichnet, sein Vater Josef Panderi (schmachvoller Herkunft) als Brauträuber und schlimmster Sittenstrolch dargestellt, seine Mutter ebenfalls übel geschmäht. Jeschu erlernt in Ägypten die Magie und stiehlt den Gottesnamen (JHWH, gelesen als Herr, später als Name, Jahwe), so dass er göttliche Eigenschaften bekommt und Wunder vollbringen kann. Als er in den Himmel aufsteigt (17, 16-19 bzw. 157 und 158), heftet sich der Rabbi Jehudah an seine Fersen. Der Luftkampf (17,20-26 bzw. 159) endet unentscheiden, weil jeder der beiden den Namen Gottes als Waffe verwendet. Doch beschmutzt der Rabbi den „Gottlosen“ auf schamloseste Weise, und der Verunreinigte verliert seine Kraft (17,26-37 bzw. 160 bis 162). So wird der Abtrünnige zur Königin Helene geschleppt, verspottet und geschlagen. Am Fuß des Ölberges erwarten Hunderte Bewaffnete im Auftrag der Gelehrten Jeschu. Rabbi Jehudah (Judas als Guter) verrät den „Messias“ durch einen Kuss, worauf er wieder vor die Gelehrten und die Königin geführt und dann gesteinigt und gehängt wird, doch nicht an einem Holz, weil dieses sich weigert, Jeschu aufzunehmen, sondern an einem Kohlstrunk (22 – 24). Jehudah stiehlt den Leichnam und versteckt ihn. Etliche der Jünger von Jeschu werden gefangen und zum Tod verurteilt, die anderen ergriffen die Flucht, „verbreiteten sich … über die ganze Erdoeberfläche und hielten weiterhin an der Unreinheit des toten Nazareners Jeschu fest (26,23-25 bzw. 285). Im Wesentlichen bestätigt „Toledot Jeschu“ das Leben und Leiden Jesu, wenn auch – harmlos ausgedrückt - als „Parodie“.

Für uns ist wichtig, dass an etlichen Stellen erzählt wird, wie Jesus, der sich Gottes Sohn nannte, als „Zauberer und Volksverführer“ Wunder vollbrachte, zum Beispiel einen Lahmen heilte (13,37-14,3), ebenso einen Aussätzigen (14,4/5). Die Verse 13,22-24 lauten wörtlich:

„Er tat viele Wunder und Zeichen, die in den Augen aller, die ihn sahen, furchtbar waren, bis er viele von den Gesetzesverächtern Israels um sich geschart hatte. Sofern Gute unter ihnen waren , wurden sie verführt, ihm nach(zufolgen).“ (Toledot Jeschu, 107, aus: G. Schlichting, Ein jüdisches Leben Jesu, WUNT 24, Tübingen, 1982, S. 99)

Die umfangreiche Kampfschrift gegen das Christentum wurde im Laufe der Jahrhunderte noch erweitert und ausgeschmückt und kreiste in vielen Versionen in Europa und im Nahen Osten, vermutlich bis heute.

Fazit:

1.    Hinter dem Buch steht zweifellos der Vater der Lüge, der die Keuschheit Marias und Josefs in ihr Gegenteil verkehrt, damit sich gläubige Juden moralisch entrüsten und in ihrem falschen Glauben gestärkt fühlen.

2.   Die Schrift aus dem 2. bis 4. Jahrhundert beweist jedoch, dass Jesus Wunder getan hat. „Toledot Jeschu“ trieft vor Gift, und die Verfasser hätten die Gelegenheit nicht ausgelassen, Jesus als Scharlatan darzustellen. Dies konnten sie aber nicht, weil viele Juden Augenzeugen seiner Wunder geworden waren.

3.    Somit gibt es nichts Böses, aus dem der Christ nicht etwas Gutes ziehen könnte. Diese Schrift bestärkt den christlichen Leser im Glauben, dass nur unsere Religion, dass nur Jesus Christus die Wahrheit ist.

Quellen:

Toledot Jeschu, aus: G. Schlichting, Ein jüdisches Leben Jesu, WUNT 24, Tübingen, 1982

Ulrich Fistill: Einführung in die Apokryphen des Alten und Neuen Testaments, Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen, 24.5.2007

Wir weisen besonders auf den Schluss des folgenden Beitrages von Radio Horeb hin (auch bei www.google.de unter dem Stichwort Toledot Jeschu aufzufinden):

http://216.239.59.104/search?q=cache:c4Y0AAKXZScJ:www.f-reckinger.de/Jesus%2520in%2520den%2520Religionen%2520I%2520-%2520Im%2520Judentum.pdf+toledot+jeschu&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de

Anhang: Wunder und Visionen heute

Jesus vollbrachte wirkliche Wunder, und Gott vollbringt auch heute noch Wunder. Aber auch der Teufel mit seinen Gesellen besitzt die Fähigkeit, Wunder zu tun. Manche Wunder werden also unter Mitwirkung von Engeln vollbracht, manche unter Mitwirkung von Dämonen.

Die meisten Visionen dürften Einbildungen oder aber Eingebungen böser Geister sein. Selbst große Heilige warnten davor, alle Visionen ernst zu nehmen.

Der heilige Paul vom Kreuz … sagt: „Unter hundert, ja vielleicht unter tausend dieser artikulierten Auditionen sind kaum eine oder zwei wahr.“ (zitiert aus „Jetzt“, Nr. 1, 1982, in dem Artikel: Visionen und Offenbarungen. K. Rahner: Nüchternheit und Skepsis durchaus angebracht. „Dolomiten“, 13. Mai 1982, Die Kirche in der Welt)

Die Formulierung: „Nüchternheit und Skepsis durchaus angebracht“ fordert dazu heraus, auch der heute herrschenden Meinung mit Nüchternheit und Skepsis zu begegnen. Wir tun es mit einem Wort des Philosophen Wittgenstein:

„Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern dass sie ist. – Wir fühlen, wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind.“ (Tractatus Logico-Philosophicus 6.44; 6.52)

Gerd-Klaus Kaltenbrunner hilft dem unwissenden Wittgenstein auf die Sprünge, indem er an den Frühling erinnert:

„Das Gras grünt, die Blumen blühen, und die Bäume wachsen. Die Luft tönt von gefiederten Wundern, und in den Meeren bewegen sich stumme Ungeheuer. Erstaunliche Wesen gehen mit vier Füßen, das seltsamste aber übt den aufrechten Gang und versteht mühselig die Freiheit, aufzubrechen, wohin es will. Das sind die von jeher verwunderlichen Tatsachen…, die … elementarer, bedrängender und wirklicher sind als Elektronen, Desoxyribonukleinsäuren und sogar die Evolution, die, verglichen mit diesen Wundern des Lebens, bestenfalls den Charakter von Hypothesen, Abstracts und vorläufigen Kurzschlüssen haben.“ (Vorwort zum Initiativband der Herderbücherei „Welträtsel/Ansichten vom Wunderbaren“, Band 74, auszugsweise veröffentlicht von Hermann Eichbichler – Gott hab diesen Schulmann selig – in seiner Literarischen Beilage der „Dolomiten“, 22.9.1988, mit der er die Elite Südtirols geistig geprägt hat)

Manche Menschen brauchen Visionen und Wunder, um zu glauben, die allermeisten aber sollen glauben, ohne dass ihnen Wunder und Offenbarungen zuteil werden.

„Denn einem frommen, natürlichen und reinen Sinn erschließt sich das Wahre, nicht erworben durch einen Traum, sondern den Guten durch Einsicht verliehen.“
(Die Kerygmata Petrou, H XVII 13, 17,5, in: Hennecke-Schneemelcher, Neutestamentliche Apokryphen, Tübingen 1971, S. 77)

Wie erlangt man die Einsicht? Durch Gottes Gnade und durch das Gebet.

Wer einmal verzweifelt war und Gott mit Ausdauer um Hilfe angefleht hat, hat vielleicht selbst schon ein Wunder erlebt.

Menschen, die oft Extremsituationen ausgesetzt waren und sind wie der Verfasser dieser Zeilen, haben sogar schon viele Wunder erlebt und warten auf neue. Sie freuen sich auf das Eingreifen Gottes, denn jedes Mal wird ihr Glaube stärker.

Und was ist schon mächtiger als der Glaube? Selbst wenn die Erde wankt, der Glaube führt sicher ans Ziel. Welches Ziel? Der Himmel.

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