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WUNDER |
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Beweis für die Wunder Jesu |
Toledot Jeschu |
Modernistische Theologen, Pfarrer
und Religionslehrer behaupten, die Wunder Jesu seien nur symbolisch zu
verstehen und auf andere Weise zu erklären. Dies ist dummes Geschwätz, blanker
Nonsens.
Sonst hätten
schon die Juden, die zur Zeit Jesu und danach lebten,
die Wunder als „frei erfunden“ bezeichnet. Das Gegenteil ist der Fall. Schon in
den ersten Jahrhunderten bekämpften die Juden das Christentum aufs schärfste
und verleumdeten Jesus auf jede erdenkliche Weise. Vor allem das viele
Jahrhunderte unter den Juden kreisende Buch „Toledot Jeschu“ lässt nichts aus, um Josef, Maria und Jesus als die
abscheulichsten Menschen darzustellen.
Doch uns Christen
gereicht auch das Böse zum Guten. Denn gerade diese Schmähschrift aus ältester
Zeit bestätigt ausdrücklich, dass Jesus viele Wunder vollbracht hat, sogar
solche, die im Neuen Testament nicht einmal erwähnt sind. Und sie bestätigt
viele andere Aussagen der Evangelien.
Der Dozent einer
katholischen Hochschule warnte seine Zuhörer, wenn sie nicht im Glauben stark
seien, sollten sie „Toledot Jeschu“
nicht lesen. Der Verfasser dieser Zeilen hat den Text gelesen und fühlt sich
sogar im Glauben gestärkt. Denn es gibt nur eine Wahrheit und eine wahre
Religion: die christliche. Mögen alle sich bemühen um die richtige
Unterscheidung der Geister.
Der Aufklärer
Voltaire hat „Toledot Jeschu“
ins erste Jahrhundert datiert, doch dürfte das Werk erst in der Zeit vom
zweiten bis vierten Jahrhundert entstanden und später erweitert worden sein. Für
die frühe Entstehungszeit spricht auch ein Hinweis bei Celsus.
Der „Roman“ ist laut Ulrich Fistill eine jüdische
Antwort auf die Evangelien. Toledot bedeutet
Geschlechterfolge oder Stammbaum, der Name Jeschu
wird für Jesus (auf hebräisch Jeschua oder Joschua) verwendet.
Zum Inhalt: Jeschu wird als Bastard bezeichnet, sein Vater Josef Panderi (schmachvoller Herkunft) als Brauträuber und schlimmster
Sittenstrolch dargestellt, seine Mutter ebenfalls übel geschmäht. Jeschu erlernt in Ägypten die Magie und stiehlt den
Gottesnamen (JHWH, gelesen als Herr, später als Name,
Jahwe), so dass er göttliche Eigenschaften bekommt und Wunder vollbringen kann.
Als er in den Himmel aufsteigt (17, 16-19 bzw. 157 und 158), heftet sich der
Rabbi Jehudah an seine Fersen. Der Luftkampf
(17,20-26 bzw. 159) endet unentscheiden, weil jeder
der beiden den Namen Gottes als Waffe verwendet. Doch beschmutzt der Rabbi den „Gottlosen“
auf schamloseste Weise, und der Verunreinigte verliert seine Kraft (17,26-37
bzw. 160 bis 162). So wird der Abtrünnige zur Königin Helene geschleppt,
verspottet und geschlagen. Am Fuß des Ölberges erwarten Hunderte Bewaffnete im
Auftrag der Gelehrten Jeschu. Rabbi Jehudah (Judas als Guter) verrät den „Messias“ durch einen
Kuss, worauf er wieder vor die Gelehrten und die Königin geführt und dann
gesteinigt und gehängt wird, doch nicht an einem Holz, weil dieses sich
weigert, Jeschu aufzunehmen, sondern an einem
Kohlstrunk (22 – 24). Jehudah stiehlt den Leichnam
und versteckt ihn. Etliche der Jünger von Jeschu
werden gefangen und zum Tod verurteilt, die anderen ergriffen die Flucht,
„verbreiteten sich … über die ganze Erdoeberfläche
und hielten weiterhin an der Unreinheit des toten Nazareners Jeschu fest (26,23-25 bzw. 285). Im Wesentlichen bestätigt
„Toledot Jeschu“ das Leben
und Leiden Jesu, wenn auch – harmlos ausgedrückt - als „Parodie“.
Für uns ist
wichtig, dass an etlichen Stellen erzählt wird, wie Jesus, der sich Gottes Sohn
nannte, als „Zauberer und Volksverführer“ Wunder vollbrachte, zum Beispiel
einen Lahmen heilte (13,37-14,3),
ebenso einen Aussätzigen (14,4/5).
Die Verse 13,22-24 lauten wörtlich:
„Er tat viele Wunder und Zeichen, die in den Augen
aller, die ihn sahen, furchtbar waren, bis er viele von den Gesetzesverächtern
Israels um sich geschart hatte. Sofern Gute unter ihnen waren
, wurden sie verführt, ihm nach(zufolgen).“ (Toledot
Jeschu, 107, aus: G. Schlichting,
Ein jüdisches Leben Jesu, WUNT 24, Tübingen, 1982, S.
99)
Die umfangreiche
Kampfschrift gegen das Christentum wurde im Laufe der Jahrhunderte noch
erweitert und ausgeschmückt und kreiste in vielen Versionen in Europa und im
Nahen Osten, vermutlich bis heute.
Fazit:
1.
Hinter dem Buch steht zweifellos der Vater der
Lüge, der die Keuschheit Marias und Josefs in ihr Gegenteil verkehrt, damit
sich gläubige Juden moralisch entrüsten und in ihrem falschen Glauben gestärkt
fühlen.
2.
Die Schrift
aus dem 2. bis 4. Jahrhundert beweist jedoch, dass Jesus Wunder getan hat. „Toledot Jeschu“ trieft vor Gift,
und die Verfasser hätten die Gelegenheit nicht ausgelassen, Jesus als
Scharlatan darzustellen. Dies konnten sie aber nicht, weil viele Juden
Augenzeugen seiner Wunder geworden waren.
3.
Somit gibt es nichts Böses, aus dem der Christ
nicht etwas Gutes ziehen könnte. Diese Schrift bestärkt den christlichen Leser
im Glauben, dass nur unsere Religion, dass nur Jesus Christus die Wahrheit ist.
Quellen:
Toledot Jeschu, aus: G. Schlichting, Ein
jüdisches Leben Jesu, WUNT 24, Tübingen, 1982
Ulrich Fistill: Einführung in die Apokryphen
des Alten und Neuen Testaments, Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen, 24.5.2007
Wir weisen besonders auf den Schluss des folgenden
Beitrages von Radio Horeb hin (auch bei www.google.de unter
dem Stichwort Toledot Jeschu
aufzufinden):
Anhang: Wunder und
Visionen heute
Jesus vollbrachte
wirkliche Wunder, und Gott vollbringt
auch heute noch Wunder. Aber auch der Teufel mit seinen Gesellen besitzt die
Fähigkeit, Wunder zu tun. Manche Wunder werden also unter Mitwirkung von Engeln
vollbracht, manche unter Mitwirkung von Dämonen.
Die meisten Visionen dürften Einbildungen oder aber
Eingebungen böser Geister sein. Selbst große Heilige warnten davor, alle
Visionen ernst zu nehmen.
Der heilige Paul vom Kreuz … sagt: „Unter hundert,
ja vielleicht unter tausend dieser artikulierten Auditionen
sind kaum eine oder zwei wahr.“ (zitiert aus „Jetzt“, Nr. 1, 1982, in dem
Artikel: Visionen und Offenbarungen. K. Rahner:
Nüchternheit und Skepsis durchaus angebracht. „Dolomiten“, 13. Mai 1982, Die
Kirche in der Welt)
Die Formulierung:
„Nüchternheit und Skepsis durchaus angebracht“ fordert dazu heraus, auch der
heute herrschenden Meinung mit Nüchternheit und Skepsis zu begegnen. Wir tun es
mit einem Wort des Philosophen Wittgenstein:
„Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern dass
sie ist. – Wir fühlen, wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen
beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind.“ (Tractatus Logico-Philosophicus
6.44; 6.52)
Gerd-Klaus Kaltenbrunner hilft dem
unwissenden Wittgenstein auf die Sprünge, indem er an den Frühling erinnert:
„Das Gras grünt,
die Blumen blühen, und die Bäume wachsen. Die Luft tönt von
gefiederten Wundern, und in den Meeren bewegen sich stumme Ungeheuer.
Erstaunliche Wesen gehen mit vier Füßen, das seltsamste aber übt den aufrechten
Gang und versteht mühselig die Freiheit, aufzubrechen, wohin es will. Das sind
die von jeher verwunderlichen Tatsachen…, die … elementarer, bedrängender und
wirklicher sind als Elektronen, Desoxyribonukleinsäuren und sogar die
Evolution, die, verglichen mit diesen Wundern des Lebens, bestenfalls den
Charakter von Hypothesen, Abstracts und vorläufigen
Kurzschlüssen haben.“ (Vorwort zum Initiativband der Herderbücherei
„Welträtsel/Ansichten vom Wunderbaren“, Band 74, auszugsweise veröffentlicht
von Hermann Eichbichler
– Gott hab diesen Schulmann selig – in seiner Literarischen Beilage der
„Dolomiten“, 22.9.1988, mit der er die Elite Südtirols geistig geprägt hat)
Manche Menschen
brauchen Visionen und Wunder, um zu glauben, die allermeisten aber sollen
glauben, ohne dass ihnen Wunder und Offenbarungen zuteil werden.
„Denn einem frommen, natürlichen und reinen Sinn
erschließt sich das Wahre, nicht erworben durch einen Traum, sondern den
Guten durch Einsicht verliehen.“
(Die Kerygmata Petrou, H
XVII 13, 17,5, in: Hennecke-Schneemelcher, Neutestamentliche Apokryphen,
Tübingen 1971, S. 77)
Wie erlangt man
die Einsicht? Durch Gottes Gnade und durch das Gebet.
Wer einmal
verzweifelt war und Gott mit Ausdauer um Hilfe angefleht hat, hat vielleicht
selbst schon ein Wunder erlebt.
Menschen, die oft
Extremsituationen ausgesetzt waren
und sind wie der Verfasser dieser Zeilen, haben sogar schon viele Wunder erlebt
und warten auf neue. Sie freuen sich auf das Eingreifen Gottes, denn jedes Mal
wird ihr Glaube stärker.
Und was ist schon
mächtiger als der Glaube? Selbst wenn die Erde wankt, der Glaube führt sicher
ans Ziel. Welches Ziel? Der Himmel.