ETIKA

PRIESTER

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10ZO2

Zölibat freiwillig

20.5.2010, multilingual

Am Schluß dieses Artikels: Die Zukunft: Ein zölibatärer Klerus und ein verheirateter
Wegen des Pädophilie-Tsunami als auch wegen der vielen afrikanischen Priester, die Konkubinen haben oder in Polygamie leben

Anlässlich des Homosexuellen- und Kinderpornographie-Skandals im Priesterseminar St. Pölten (zurückgezogen aus Angst vor den Mächtigen dieser Welt)

Warnung an Priester:
Wer eine Geliebte nimmt, stiehlt einem anderen Mann die Frau!
Warnung an die Amtskirche:
Wenn sie Homosexuelle und Pädophile nicht aus ihren Reihen entfernt, geht sie unter!

 

1. Brief des Petrus 1,14 (An die Fremdlinge in der Zerstreuung in Kleinasien, damit an alle Christen, auch uns: ) Als gehorsame Kinder paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet,

15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.

16 Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.

 

2,9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk..., damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht

10 – euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, nun aber Gottes Volk seid...

11 Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge und Wanderer ohne Bürgerrecht: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten,

12 und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung.

 

3,12 Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren merken auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, die Böses tun.

 

4,4 Das befremdet sie (die Heiden), daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie.

7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge.

17 Denn die Zeit ist da, daß das Gericht Gottes beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht glauben?

18 Und wenn der Gerechte (nur) mit not gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und Sünder wiederfinden?
(Schlachter Übersetzung, Version 2000)

 

2 Anmerkungen hierzu:
2, 9 bedeutet, daß jeder Christ Priester sein soll, jedenfalls durch seinen Lebenswandel, zusätzlich zu den geweihten Priestern.

Dieser echte Petrus ist für uns verbindlicher als sein jetziges zweigesichtiger Nachfolger, der das Böse innerhalb der katholischen Kirche toleriert durch Nichtausschluß der Pädophilen und Homosexuellen.

 

 

Wenn die Heilige Schrift sagt:

„Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau...“ (1. Timotheus 3,2.4)

dann sollte die Amtskirche Bischöfen und Priestern nicht ein zu schweres Joch auferlegen und ihnen die Heirat verbieten.

 

Der Zölibat, die Verpflichtung zur Ehelosigkeit, soll freiwillig sein, nicht Zwang.

 

Es ist Gott wohlgefälliger, wenn ein Bischof oder Priester in ordentlicher, gültiger Ehe mit einer Frau zusammenlebt, als daß er in seiner sexuellen Not eine Geliebte nimmt (und damit einem anderen Mann stiehlt, der dadurch keine Frau bekommt) und mit ihr in der Hölle landet, oder daß er in Perversionen wie die Homosexualität abgleitet und ebenfalls Beute der Dämonen wird.

 

Mönche und Nonnen entscheiden sich freiwillig für den Zölibat und für Keuschheit, aber bei Priestern müßte dies nicht sein, wie die Hl. Schrift zeigt. Wenn die römische Kirche den Zölibat 1000 Jahre lang verlangt hat, dann mag dies Gottes Wille gewesen sein oder auch nicht. Sicherlich hat dies reiche Früchte getragen; von den negativen Auswirkungen weiß man wenig. Jedenfalls steht die Tradition des vergangenen Jahrtausends im Widerspruch zur Bibel und zur Gepflogenheit der Urkirche.

 

Wenn die Kirche nun von dieser nur tausendjährigen Tradition abginge, könnte sicherlich eine Schlacht gegen die laut Medienberichten immer mehr im Klerus verbreiteten homosexuellen und pädophilen Neigungen gewonnen werden.

 

Die Amtskirche – und zwar nicht nur die römisch-katholische, sondern genauso die anglikanische und evangelische - kann sich nur retten, wenn sie sobald wie möglich alle homosexuellen und alle pädophilen Priester, Mönche und Nonnen ausschließt. Sonst verliert sie ihre Glaubwürdigkeit und Berechtigung.

 

Es sieht aber so aus, als ob die Masse des Kirchenvolkes von treulosen Hirten in die Irre geführt wird und nur ein kleines Häuflein gläubiger Christen übrigbleibt. (AIHS, 15.7.2004, etika.com, Nachdruck erlaubt)

 


 

Ausweg aus der Kirchenkrise: „3. Reformation“ ETIKA 15OE11

Bei der heutigen Not an Priestern ist die Aufwertung der Laien unumgänglich. Ihnen sind neue Aufgaben zu übertragen. Viele Heilige sind Laien gewesen, waren verheiratet. In der Urkirche waren auch Apostel verheiratet, ebenso Bischöfe und Priester. Der Zölibat, die Verpflichtung zur Ehelosigkeit, ist „in der katholischen Kirche seit 4. Jh. üblich, aber erst 1074 von Gregor VII. für alle Geistlichen angeordnet“ (DBG-Handlexikon, Darmstadt 1994). Also kann man nicht sagen, dass diese Tradition in der Kirche immer schon vorhanden war.

 

Die katholische Kirche ist in eine historische Krise geschlittert wegen des dramatischen Rückgangs an Priesteramtskandidaten. In Deutschland gibt es derzeit nur noch 11 000 Priester für mehr als 13 000 Pfarrgemeinden (Statistik der Deutschen Bischofskonferenz 2003). Am Zölibat, das erst seit etwa 1000 Jahren gilt, will die römisch-katholische Kirche nicht rütteln. Laut Bibel gab es am Anfang verheiratete Apostel und Bischöfe; das war anscheinend der Normalzustand:

 

„Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau..., einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. (1. Timotheus 3,2.4)

 

Die Priesterweihe verheirateter Männer ist nach Ansicht des Vorsitzenden des Rates der katholischen Bischofskonferenzen Europas, Kardinal Basil Hume, durchaus möglich. Da die Feier der Eucharistie der Mittelpunkt des christlichen Lebens sei, müsse angesichts des großen Priestermangels in der vielen Teilen der Welt nach anderen Möglichkeiten gesucht werden, um den Gläubigen die Teilnahme an einer Messe zu ermöglichen. (Katholisches Sonntagblatt, Bozen, 11.8.1985)

 

Die römisch-katholische Kirche will am Zölibat festhalten. Aber sie sollte, auch um den Priestermangel zu bekämpfen, Ausnahmen gewähren und

-        jenen Priestern, deren Wirken durch die totale Sexualisierung des öffentlichen Lebens stark beeinträchtigt wird, auf Antrag die Erlaubnis gewähren, den Zölibat aufzugeben und zu heiraten

-        verheiratete Pfarrer, die konvertieren, mit priesterlichen Aufgaben betrauen

-        neue geistliche Berufe einführen, die nicht an den Zölibat gebunden sind

-        Laien mehr Aufgaben übertragen, damit sonntags überall Gottesdienste, möglichst mit Eucharistie, gefeiert werden können. Südamerikanische Verhältnisse – warum nicht auch bei uns? Wenn es die Not gebietet? Immerhin geben das Konzilsdokument „Lumen Gentium“ und der Kanon 517 des Kirchenrechts dem Diözesanbischof die Möglichkeit, Personen ohne Priesterweihe mit Seelsorgeaufgaben zu betrauen.

 

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Aktualisierung 2010

anläßlich der Missbrauchskatastrophe in der römisch-katholischen Kirche:

Die Zukunft: Ein zölibatärer Klerus neben einem verheirateten

Vatikanist Luigi Attacoli schlug im Corriere della Sera vom 12.3.2010 folgende Lösung vor, die der unseren ähnelt:

“Lo tsunami pedofilia è uno die fattori che probabilmente porteranno la Chiesa Catolica latina a rivedere la legge del celibato ecclesiastico: si può immaginare il passaggio graduale a una disciplina mista, con un clero celibatario e uno sposato, quale vige da sempore nelle Chiese Orientali ...

Lo scandalo dei preti pedofili non è tra i fattori più importanti ... Vengono prima la diminuzione numerica del clero ..., il fenomeno del concubinato – e persino del concubinato poligamico (Anmerkung: gemäß unserem Artikel Das Schisma der Endzeit sind polygame Priester aus der Kirche auszuschließen)in buona parte del clero africano e la sempre più frequente convivenza suullo stesso territorio di comunità cattoliche ... con quelle orientali e con quelle “già anglicane” ... (www.luigiaccatoli.it )

Corriere della Sera, 14.3.2010, pag. 17, domanda di Alessandra Farkas: Esiste un legame tra celibato e pedofilia?

John Patrick Shanley, regista e drammaturgo statunitense di “Il Dubbio”: “È dimostrato che la repressione sessuale portta all´aberrazione. Se costingi una cultura di adulti all´astinenza forzata devi aspettarti tragsgressioni, anche se non solo di tipo omosessuale o pedofilo.” Dem widerspricht auf  Seite 26 derselben Ausgabe des “Corriere” Fluvio Scaparro: Il celibato deo preti non c´entra con la malattia della pedofilia: “Il prete pedofilo e molestatore ha un grave disturbo del desiderio sessuale, i religiosi innamorati sono uomini e donne del tutto normali ...”. 

“Il celibato dei preti inumano”. Gualtiero Meneghelli, ex direttore della scuola professionale delle Acli e della Casa del giovane lavoratore: “Considero inumano insistere su questo divieto di sposarsi. ... Non vedo l´ora che anche i preti abbiano la possibilità di una donna che li accompagni nel loro difficile cammino. Molti papi, vescovi e preti hanno avuto figli. Nessuno storico ha mai potuto stabilire il numero, mentre troppi preti hanno tentato e tentano ancora il suicidio per l´impossibilità si spezzare le catene che li legano alla “sacralità” del loro ministero... Tutti conosciamo preti legati ad un amore femminile, pur esemplari e fedeli alla loro vocazione.” (Corriere dell´Alto Adige, 15.3.2010, pag. BZ 5)

“Die Spatzen pfeifen es ja bisweilen auch von unseren Dächern, dass katholische Priester Geliebte haben. Wäre es nicht an der Zeit, den Zölibat abzuschaffen? Womit sicher auch der krasse Priestermangel beseitigt wäre?“ (Frage von Roderich Schmauz an einen Dekan, NWZ, 26.3.2010, S. 18)

Brief an die hl. Birgitta von Schweden

In dem Büchlein von Rainer Lechner „Christen, seid, alle eins! 3. Reformation von A bis Z“, BOD-Verlag Norderstedt, 2008, heißt es auf Seite 77:

„Eingedenk der scharfen Warnung der hl. Birgitta (Holböck 317) wagen wir es aber nicht, die Aufhebung des Zölibats der katholischen Priester vorzuschlagen.“

Du hattest damals geschrieben, was dir eine Stimme offenbart hat:

„Auch dies sollst du wissen, dass ein Papst, der den Priestern die Erlaubnis geben würde, eine fleischliche Ehe einzugehen, von Gott durch einen solchen Richterspruch geistlicher Weise verworfen würde wie jener Mensch, der sich so schwer vergangen hat, dass man ihm nach der Gerechtigkeit des Rechtes leiblicher Weise die Augen ausstach, die Zunge samt den Lippen und die Nase samt den Ohren abschnitt, ihm auch die Hände und Füße abschlug und alles Blut seines Leibes ganz und gar vergoss und zur Erstarrung brachte und außerdem dann seinen blutleeren Leib den Hunden und anderen wilden Tieren zum Fraß vorwarf.“ (Offb, Buch VII, Kap. 10.; zit. in dem Buch von Ferdinand Holböck: Gottes Nordlicht – Die hl. Birgitta von Schweden und ihre Offenbarungen. Christiana Verlag Stein am Rhein, 1998, S. 317)

Nun aber ist das Pulverfass explodiert, die Kirche steht am Abgrund. Der Skandal um die vielen, vielen pädophilen Priester hat auch geoffenbart, dass ein ganzes Heer von Priestern homosexuell ist und dass viele andere Priester Geliebte haben oder gar in Polygamie leben. Dieser Zustand ist für uns Gläubige ganz und gar unerträglich.

Du, liebe heilige Birgitta, konntest nicht wissen, wie es in der heutigen Welt zugeht. Niemand hat die Sexualisierung des öffentlichen Lebens aufgehalten, und so nimmt mit den Perversionen auch der Kindesmissbrauch ständig zu. Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen sind enthemmt, haben keine Scham mehr und scheuen nicht davor zurück, Kinder und Frauen sexuell zu missbrauchen und auszubeuten. Die Guten werden von seelischen Nöten gequält, und der Teufel flüstert ihnen durch seine Diener ein, als Christ müsse man alles verzeihen und sich mit allen versöhnen, auch den Bösesten der Bösen.

Nimm uns diesen Gedanken nicht übel:

·       Wenn nur eine einzige Kinderseele dadurch gerettet werden kann, dann ist es besser, den Zölibat abzuschaffen, denn das wäre das kleinere Übel. Das Leid der Kinder schreit zum Himmel, und vor dem Jahr 1000 hat die Kirche auch existiert, obwohl es keinen Zölibat gegeben hat.

Die Homosexuellen sind ein weltweites Krebsgeschwür im Klerus, wie sich beim derzeitigen Sex-Skandal gezeigt hat; dann besser noch verheiratete Priester.

·       Lieber verheiratete Priester als gar keine oder homosexuelle!

Apostel der letzten Zeiten, 25.4.2010

Sonstige Meldungen

Bei den Altkatholiken dürfen Priester heiraten. Ungewöhnlich viele Beitrittsanfragen. Wo der Papst nichts zu sagen hat. Weltweit 70 000 Altkatholiken, davon 20 000 in Deutschland in 65 Gemeinden. (NWZ 30.4.2010 Sylvia Rizvi)

Nur Bischöfe, Ordensleute und Domkapitulare sollten sich zur Ehelosigkeit verpflichten, meinte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick im „Spiegel“. (NWZ 10.5.2010 ddp)

50 Prozent der Priester hätten irgendwann ein sexuelles Verhältnis, sagt Alfred Schlotter, Vorstandsmitglied der „Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen“. Schlotter: „Solange ein Zölibatsbruch nicht amtlich angezeigt wird, drückt die Kirche beide Augen zu. Erst wenn etwas öffentlich wird, schlägt das strenge Kirchenrecht zu wie ein Fallbeil.“ „Vieles wird geduldet. Dabei ist es sogar möglich, dass eine Frau mit zwei Kindern beim Priester wohnt.“ Alfred Schlotter: Der Pflichtzölibat zieht die falschen Leute an. Und die Besten gehen. (Anmerkung ETIKA: Wer die falschen Leute sind, haben wir an anderer Stelle angedeutet.)

Jeder (Priester) solle frei entscheiden können, ob er zölibatär oder in Familie leben wolle, meinte der burgendländische Bischof Paul Iby. „Es wäre für die Weltpriester sicher eine Erleichterung, wenn der Pflichtzölibat aufgehoben würde.“ (Dolomiten 15.5.2010)

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