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ETIKA |
Einfaches
Brevier des Franziskus |
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11F5 |
Psalm V |
mittags |
Zum Herrn ruft meine Stimme, zum Herrn fleht meine Stimme.
Ihm leg ich mein Gebet zu Füßen, ihm erzähl ich meine Not.
Wenn mir der Atem ausgeht, wenn mein Geist
verzagt, nimmst du Dich
meiner an.
Auf dem Weg, den ich gehe, haben sie mir eine Falle gestellt.
Schau ich nach rechts um Hilfe aus, so will mich niemand kennen.
Jeder Fluchtweg ist versperrt, und niemand nimmt sich meiner an.
Nur Deinetwillen erdulde ich die Schmach, und Scham bedecket mein Gesicht.
Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter.
Heiliger Vater, der Eifer für Dein Haus hat
mich verzehrt, und die
Schmähungen derer, die dich schmähen, fallen auf mich.
Weil es gegen mich geht, treffen sie sich zu ausgelassener Runde;
Geißeln werden für mich bereitgelegt, und ich bin
ahnungslos.
Schon zahlreicher als die Haare auf meinem
Kopf sind jene, die mich grundlos
hassen.
Stark sind meine Feinde, die mich ungerecht
verfolgen; ich soll nun
ersetzen, was ich nicht geraubt.
Gewissenlose Zeugen treten auf, und Dinge werfen sie mir vor, von denen
ich nichts weiß.
Sie vergelten Gutes mir mit Bösem und reden schlecht von mir, weil ich das
Gute will.
Du bist mein heiligster Vater, mein König und mein Gott.
Komm und hilf mir, Herr,
Gott meines Heils.