ETIKA

Einfaches Brevier des Franziskus

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4.2.2008

11F5

Psalm V
Sext Werktage

mittags

 

Zum Herrn ruft meine Stimme, zum Herrn fleht meine Stimme.

Ihm leg ich mein Gebet zu Füßen, ihm erzähl ich meine Not.

Wenn mir der Atem ausgeht, wenn mein Geist verzagt, nimmst du Dich meiner an.

Auf dem Weg, den ich gehe, haben sie mir eine Falle gestellt.

Schau ich nach rechts um Hilfe aus, so will mich niemand kennen.

Jeder Fluchtweg ist versperrt, und niemand nimmt sich meiner an.

Nur Deinetwillen erdulde ich die Schmach, und Scham bedecket mein Gesicht.

Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter.

Heiliger Vater, der Eifer für Dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, fallen auf mich.

Weil es gegen mich geht, treffen sie sich zu ausgelassener Runde;

Geißeln werden für mich bereitgelegt, und ich bin ahnungslos.

Schon zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf sind jene, die mich grundlos hassen.

Stark sind meine Feinde, die mich ungerecht verfolgen; ich soll nun ersetzen, was ich nicht geraubt.

Gewissenlose Zeugen treten auf, und Dinge werfen sie mir vor, von denen ich nichts weiß.

Sie vergelten Gutes mir mit Bösem und reden schlecht von mir, weil ich das Gute will.

Du bist mein heiligster Vater, mein König und mein Gott.

Komm und hilf mir, Herr, Gott meines Heils.

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