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ETIKA |
EHRENWACHE |
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14A37 |
Ehrenwache
des heiligsten Herzens Jesu |
Erhalten
von einem ehemaligen Wehrmachtssoldaten, der das Handbüchlein durch den
ganzen Krieg mit sich trug. Kurzfassung. |
Gebete
der Ehrenwache
Es lebe Jesus!
Ehre! Liebe! Sühne! dem Herzen Jesu!
Ehrenwache des heiligsten Herzens Jesu!
"Ich will mein Herz umgeben
mit einer Krone von zwölf Sternen, gebildet aus meinen liebsten und getreuesten
Dienern."
(Worte des Heilandes an die heil. Margareta Maria)
Zur Ehrenwache, Christen, eilet,
Scharet euch um Jesu Herz;
Tröstet, flehet, sühnet, weinet,
Lindert Seiner Liebe Schmerz!
Erzbruderschaft von der
Ehrenwache des heiligsten Herzens Jesu.
Errichtet
durch Se. Heiligkeit Pius XI. in der Klosterkirche der Schwestern von der Heimsuchung
Mariä zu Koblenz-Moselweiß.
Beschützer:
Unsere Liebe Frau vom heiligsten Herzen, der hl. Joseph, der hl. Franziskus von
Assisi, der hl. Franz von Sales, die hl. Margareta Maria
Ursprung und Ausbreitung der
Ehrenwache.
Die
Ehrenwache des heil. Herzens Jesu entstand im Kloster von der Heimsuchung Mariä
in Bourg (Frankreich, Ain) am 13. März 1863, am Feste der hl. fünf Wunden.
Gegenstand und Zweck der
Ehrenwache.
Als
Erwiderung auf die schmerzliche Klage des göttlichen Heilandes ist die
Ehrenwache gegründet worden. Die Mitglieder derselben bemühen sich, durch ihre
Aufopferung und Liebe das heiligste Herz Jesu zu trösten in seinem Schmerze
über die Vergessenheit und den Undank der Menschen, die Es so glühend liebt,
für die Es so viel gelitten hat und von denen Es so wenig geliebt wird.
Zweck:
das verwundete Herz Jesu trösten. Wie? Ehre und Liebe bezeigen und Genugtuung
leisten.
Fromme Übungen der Ehrenwache.
Diese
Übungen sind dreierlei: das Einschreiben der Mitglieder auf eine Stundenuhr, -
die Wachestunde, - die kostbare Aufopferung.
1.
Die Stundenuhr
Der göttliche Heiland wünschte, daß das Bild seines heiligsten Herzens
"öffentlich zur Verehrung aufgestellt werde, um die gefühllosen Herzen der
Menschen zu rühren".
Um diesem Liebesruf Folge zu leisten, nahm die Ehrenwache als Banner und
Vereinsbild ein Zifferblatt, in dessen Mitte das von der Lanze durchbohrte Herz
Jesu strahlt. Die zwölf Tagesstunden befinden sich in ebenso vielen, das
göttliche Herz umgebenden Sternen.
Rex meus et Deus meus! Mein
König und mein Gott!
Die Stundenuhr wird in einer Kirche oder Kapelle aufgestellt, am besten in der
Nähe des Bruderschaftsaltars.
2.
die Wachestunde.
Die Mitglieder wählen selbst ihre tägliche Wachestunde; einmal gewählt,
soll man sie ohne rechtmäßigen Beweggrund nicht ändern. - Es wird nicht
gefordert, diese Stunde im Gebete oder in der Kirche zuzubringen. ... Der
Göttliche Heiland will "alles aus Liebe und nichts aus Zwang".
Infolgedessen ist alles dem persönlichen inneren Zuge und dem Eifer eines jeden
überlassen, Liebesakte und dann und wann die kostbare Aufopferung sind
besonders anzuraten.
Sobald
die Wachestunde schlägt, sammle man sich einen Augenblick, und wenn man allein
ist, mache man das Zeichen des hl. Kreuzes und begebe sich im Geiste mit dem
hl. Schutzengel zum Tabernakel. Dort verdemütige man sich tief mit dem
Herzen und Geiste, und mache dann die Aufopferung der Wachestunde vor dem
göttlichen Heilande. Das alles kann in einem Augenblicke und sogar mitten in
einer Gesellschaft geschehen, ohne daß es jemand merkt.
Hat
man auf diese Weise die Wachestunde begonnen, so setze man sie fort in einer
ruhigen Achtsamkeit auf die Gegenwart Gottes, in welcher man sich
befindet, doch ohne jeden Zwang, indem man einfach seinen gewöhnlichen Beschäftigungen
obliegt, so zu sagen unter den Augen des Herrn, wie ein Kind in Gegenwart
seines ehrerbietig geliebten Vaters.
Von
Zeit zu Zeit erinnere man sich daran, daß man die Wacht beim Tabernakel hat,
wende sein Herz zu dem liebevollen und verlassenen Herrn in seinem einsamen
Heiligtume, und sende ihm einen Liebesakt oder ein kurzes Stoßgebet.
Vergessen
wir auch die armen Sünder und die Bedürfnisse der hl. Kirche nicht. Wiederholen
wir in dieser Absicht die kostbare Aufopferung des Blutes und Wassers, die aus
der Wunde des göttlichen Herzens Jesu geflossen sind. Schließlich bringen wir
dem Herrn irgendein kleines Opfer, so z. B. einen neugierigen Blick
unterlassen, ein heftiges Wort unterdrücken, eine kleine Aufwallung bemeistern
oder eine üble Laune ersticken.
Am
Schlusse der Wachestunde bete man 1 Vater unser und 1 Ave für die Meinungen des
hl. Vaters, um den Ablaß zu gewinnen.
3.
die kostbare Aufopferung
Die
Verbrechen häufen sich, die Bosheit nimmt überhand, und die Stunde der
Vergeltung scheint nahe. Wenn das anbetungswürdige Opferlamm des Kalvarienbergs
bis über den Tod hinaus Mittel und Wege fand, unser Anwalt zu sein am Throne
seines Vaters, durch die Stimme seines Herzblutes, bleibt uns nicht die
göttliche Wunde ewig offen als eine Quelle der Versöhnung?
Und
werden dann nicht endlich die Völker, beim Anblick dieses durchbohrten Herzens,
das sie erwartet, sich reuig Demjenigen zu Füßen werfen, der für sie ans Kreuz
geheftet worden ist, wie es der Prophet Zacharias geweissagt hat:
"Sie werden ihn anschauen, den sie durchstochen
haben, und sie werden ihn beweinen, wie eine Mutter ihren einzigen Sohn
beweint." (Zach. VII, 10.)
Die
Mitglieder der Ehrenwache setzen beim Tabernakel die heilige Wacht des
Kalvarienberges fort und erneuern unaufhörlich einen dreifachen Liebesakt:
Die Stunde der Barmherzigkeit.
"Der
göttliche Heiland gab mir die Versicherung, daß er durch die Andacht zu seinem
hlst. Herzen eine große Menge Seelen, die Satan schon sicher in seinem Besitze
glaubte, vom Wege des Verderbens zurückführen werde." Diese Worte der
heil. Margareta Maria haben Anlaß gegeben zu einem wahren Kreuzzuge für die armen
Sünder. Die Stunde der Barmherzigkeit besteht darin, für die zu bekehrende
Person, außer seiner Ehrenwachstunde, noch eine zweite tägliche Stunde zu
halten. ...
Die
Beschützer dieser Wachestunde sind:
Unsere Liebe Frau von der Barmherzigkeit (Fest am 18. März) und der heilige
Dismas der gute Schächer, dessen Fest am 25. März und 24. April gefeiert wird.
Es
wäre wünschenswert, daß die Mitglieder sich folgende Gegenstände anschaffen
könnten, als frommes Denkzeichen ihrer Verpflichtungen und als kostbare
Unterpfänder der Segnungen des göttlichen Herzens:
1.
Das kleine Handbüchlein und wenn möglich das große Handbuch...
2.
Ein Skapulier vom heiligsten Herzen Jesu oder eine Medaille, die man an sich
trägt (Anmerkung: Wir wissen nicht, ob die Ehrenwache heute noch
als Verein existiert; ein Skapulier kann man bei Alfred Saillant, dem Gründer
des Bundes der Freunde der Engel, Engelschwand 74, D-79733 Görwihl, beziehen).
3.
Einen größeren farbigen Aufnahmeschein, der eingerahmt werden kann, damit auf
diese Weise das Bild des göttlichen Herzens Eingang in die Häuser finde und auf
dieselben den vom göttlichen Heilande verheißenen Segen herabziehe.
Die
Mitglieder sollen großen Wert darauf legen, jeden Monat ihren Monatszettel zu
empfangen.
Ergänzung November 2004:
Die Ehrenwache des Hl. Herzens Jesu besteht immer noch.
Nach Schließung des Klosters in Moselweiß ist sie verlegt worden in das
Kloster der Heimsuchung Mariä
Mühlenstr. 42a
47589 UEDEM
Tel: 02825 403
kloster-uedem@t-online.de
Die zuständige Schwester heißt Sr.M.Magdalena.