ETIKA

EHRENWACHE

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3.11.2004

14A37

Ehrenwache des heiligsten Herzens Jesu

Erhalten von einem ehemaligen Wehrmachtssoldaten, der das Handbüchlein durch den ganzen Krieg mit sich trug. Kurzfassung.

Gebete der Ehrenwache
Es lebe Jesus!
Ehre! Liebe! Sühne! dem Herzen Jesu!
Ehrenwache des heiligsten Herzens Jesu!

"Ich will mein Herz umgeben mit einer Krone von zwölf Sternen, gebildet aus meinen liebsten und getreuesten Dienern."
(Worte des Heilandes an die heil. Margareta Maria)

Zur Ehrenwache, Christen, eilet,
Scharet euch um Jesu Herz;
Tröstet, flehet, sühnet, weinet,
Lindert Seiner Liebe Schmerz!

Erzbruderschaft von der Ehrenwache des heiligsten Herzens Jesu.

Errichtet durch Se. Heiligkeit Pius XI. in der Klosterkirche der Schwestern von der Heimsuchung Mariä zu Koblenz-Moselweiß.

Beschützer: Unsere Liebe Frau vom heiligsten Herzen, der hl. Joseph, der hl. Franziskus von Assisi, der hl. Franz von Sales, die hl. Margareta Maria

Ursprung und Ausbreitung der Ehrenwache.

Die Ehrenwache des heil. Herzens Jesu entstand im Kloster von der Heimsuchung Mariä in Bourg (Frankreich, Ain) am 13. März 1863, am Feste der hl. fünf Wunden.

Gegenstand und Zweck der Ehrenwache.

Als Erwiderung auf die schmerzliche Klage des göttlichen Heilandes ist die Ehrenwache gegründet worden. Die Mitglieder derselben bemühen sich, durch ihre Aufopferung und Liebe das heiligste Herz Jesu zu trösten in seinem Schmerze über die Vergessenheit und den Undank der Menschen, die Es so glühend liebt, für die Es so viel gelitten hat und von denen Es so wenig geliebt wird.

Zweck: das verwundete Herz Jesu trösten. Wie? Ehre und Liebe bezeigen und Genugtuung leisten.

Fromme Übungen der Ehrenwache.

Diese Übungen sind dreierlei: das Einschreiben der Mitglieder auf eine Stundenuhr, - die Wachestunde, - die kostbare Aufopferung.

1. Die Stundenuhr
Der göttliche Heiland wünschte, daß das Bild seines heiligsten Herzens "öffentlich zur Verehrung aufgestellt werde, um die gefühllosen Herzen der Menschen zu rühren".
Um diesem Liebesruf Folge zu leisten, nahm die Ehrenwache als Banner und Vereinsbild ein Zifferblatt, in dessen Mitte das von der Lanze durchbohrte Herz Jesu strahlt. Die zwölf Tagesstunden befinden sich in ebenso vielen, das göttliche Herz umgebenden Sternen.
Rex meus et Deus meus! Mein König und mein Gott!
Die Stundenuhr wird in einer Kirche oder Kapelle aufgestellt, am besten in der Nähe des Bruderschaftsaltars.

2. die Wachestunde.
Die Mitglieder wählen selbst ihre tägliche Wachestunde; einmal gewählt, soll man sie ohne rechtmäßigen Beweggrund nicht ändern. - Es wird nicht gefordert, diese Stunde im Gebete oder in der Kirche zuzubringen. ... Der Göttliche Heiland will "alles aus Liebe und nichts aus Zwang". Infolgedessen ist alles dem persönlichen inneren Zuge und dem Eifer eines jeden überlassen, Liebesakte und dann und wann die kostbare Aufopferung sind besonders anzuraten.

Sobald die Wachestunde schlägt, sammle man sich einen Augenblick, und wenn man allein ist, mache man das Zeichen des hl. Kreuzes und begebe sich im Geiste mit dem hl. Schutzengel zum Tabernakel. Dort verdemütige man sich tief mit dem Herzen und Geiste, und mache dann die Aufopferung der Wachestunde vor dem göttlichen Heilande. Das alles kann in einem Augenblicke und sogar mitten in einer Gesellschaft geschehen, ohne daß es jemand merkt.

Hat man auf diese Weise die Wachestunde begonnen, so setze man sie fort in einer ruhigen Achtsamkeit auf die Gegenwart Gottes, in welcher man sich befindet, doch ohne jeden Zwang, indem man einfach seinen gewöhnlichen Beschäftigungen obliegt, so zu sagen unter den Augen des Herrn, wie ein Kind in Gegenwart seines ehrerbietig geliebten Vaters.

Von Zeit zu Zeit erinnere man sich daran, daß man die Wacht beim Tabernakel hat, wende sein Herz zu dem liebevollen und verlassenen Herrn in seinem einsamen Heiligtume, und sende ihm einen Liebesakt oder ein kurzes Stoßgebet.

Vergessen wir auch die armen Sünder und die Bedürfnisse der hl. Kirche nicht. Wiederholen wir in dieser Absicht die kostbare Aufopferung des Blutes und Wassers, die aus der Wunde des göttlichen Herzens Jesu geflossen sind. Schließlich bringen wir dem Herrn irgendein kleines Opfer, so z. B. einen neugierigen Blick unterlassen, ein heftiges Wort unterdrücken, eine kleine Aufwallung bemeistern oder eine üble Laune ersticken.

Am Schlusse der Wachestunde bete man 1 Vater unser und 1 Ave für die Meinungen des hl. Vaters, um den Ablaß zu gewinnen.

3. die kostbare Aufopferung

Die Verbrechen häufen sich, die Bosheit nimmt überhand, und die Stunde der Vergeltung scheint nahe. Wenn das anbetungswürdige Opferlamm des Kalvarienbergs bis über den Tod hinaus Mittel und Wege fand, unser Anwalt zu sein am Throne seines Vaters, durch die Stimme seines Herzblutes, bleibt uns nicht die göttliche Wunde ewig offen als eine Quelle der Versöhnung?

Und werden dann nicht endlich die Völker, beim Anblick dieses durchbohrten Herzens, das sie erwartet, sich reuig Demjenigen zu Füßen werfen, der für sie ans Kreuz geheftet worden ist, wie es der Prophet Zacharias geweissagt hat:

"Sie werden ihn anschauen, den sie durchstochen haben, und sie werden ihn beweinen, wie eine Mutter ihren einzigen Sohn beweint." (Zach. VII, 10.)

Die Mitglieder der Ehrenwache setzen beim Tabernakel die heilige Wacht des Kalvarienberges fort und erneuern unaufhörlich einen dreifachen Liebesakt:

Die Stunde der Barmherzigkeit.

"Der göttliche Heiland gab mir die Versicherung, daß er durch die Andacht zu seinem hlst. Herzen eine große Menge Seelen, die Satan schon sicher in seinem Besitze glaubte, vom Wege des Verderbens zurückführen werde." Diese Worte der heil. Margareta Maria haben Anlaß gegeben zu einem wahren Kreuzzuge für die armen Sünder. Die Stunde der Barmherzigkeit besteht darin, für die zu bekehrende Person, außer seiner Ehrenwachstunde, noch eine zweite tägliche Stunde zu halten. ...

Die Beschützer dieser Wachestunde sind:
Unsere Liebe Frau von der Barmherzigkeit (Fest am 18. März) und der heilige Dismas der gute Schächer, dessen Fest am 25. März und 24. April gefeiert wird.

Gebet für diese Stunde

Es wäre wünschenswert, daß die Mitglieder sich folgende Gegenstände anschaffen könnten, als frommes Denkzeichen ihrer Verpflichtungen und als kostbare Unterpfänder der Segnungen des göttlichen Herzens:

1. Das kleine Handbüchlein und wenn möglich das große Handbuch...

2. Ein Skapulier vom heiligsten Herzen Jesu oder eine Medaille, die man an sich trägt (Anmerkung: Wir wissen nicht, ob die Ehrenwache heute noch als Verein existiert; ein Skapulier kann man bei Alfred Saillant, dem Gründer des Bundes der Freunde der Engel, Engelschwand 74, D-79733 Görwihl, beziehen).

3. Einen größeren farbigen Aufnahmeschein, der eingerahmt werden kann, damit auf diese Weise das Bild des göttlichen Herzens Eingang in die Häuser finde und auf dieselben den vom göttlichen Heilande verheißenen Segen herabziehe.

Die Mitglieder sollen großen Wert darauf legen, jeden Monat ihren Monatszettel zu empfangen.


Ergänzung November 2004:

Die Ehrenwache des Hl. Herzens Jesu besteht immer noch. Nach Schließung des Klosters in Moselweiß ist sie verlegt worden in das
Kloster der Heimsuchung Mariä
Mühlenstr. 42a
47589  UEDEM
Tel: 02825      403

kloster-uedem@t-online.de
Die zuständige  Schwester heißt Sr.M.Magdalena.

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