ETIKA

Kirche

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14C12

Die Schuld der Kardinäle

20.10.2014

Aus brennender Sorge um das Seelenheil der Homosexuellen wie auch der Kardinäle und des Papstes haben wir die beiden Schriften „Verrat am Evangelium“ und „Die Schuld der Kardinäle“ verfasst. Wir wollen Homosexuelle nicht diskriminieren, sondern zur Umkehr und Rettung vor der ewigen Verdammnis anspornen. Haben wir nicht ausführlichst die Qualen der Hölle in etika.com beschrieben? Die Sorgen um Liebe, Ehe, Familie und Kinder sowie das Mitleid mit den armen Sündern, die verloren gehen und „ohne wahre Hoffnung und Liebe wüst dahinleben“ (Ablaß- und Bruderschaftsbuch für katholische Christen, P. Gaudentius, Innsbruck 1899, 766f) und den Abgrund nicht sehen, in den sie zu stürzen drohen, bestimmen unser Denken und Handeln. Die Geretteten werden uns in Ewigkeit dankbar sein.

Gottes Gesetz steht uns höher als alle von Menschen gemachten Gesetze, und wenn sie von der UNO oder EU stammen. Allerdings ist diese Angelegenheit eine Auseinandersetzung innerhalb der Religion und der Kirche und geht den Staat usw. nichts an. (Vgl. Magdi Cristiano Allam: Quei taglialingue che vogliono zittirci contro i tagliagole – Non perdiamo la testa – Il dovere di difenderci dall violenza dell´Islam).

Mögen sie uns anklagen, verleumden, verfolgen, ins Gefängnis werfen, auf heimtückische Weise beseitigen oder (mit Zustimmung des Papstes wie seinerzeit Girolamo Savonarola) als Märtyrer hinrichten – wenn nur Gottes Wille sich erfüllt (vergleiche Rainer Lechner: Guter und gerechter Gott, Gebete – Pilgerschritte, 2014, S. 52f).

Die Botschaft der Kardinäle „Homosexuelle sind in der Kirche willkommen“ (laut Radio Vatikan vom 18.10.2014) ist kriminell vor Gott und den Christen.

Denn was bedeutet diese Wende nach 2000 Jahren christlicher Morallehre („svolta della Chiesa millenaria sui gay“, la Repubblica, 15.10.2014)?

„Die zentrale Idee: die Kirche ist eine Familie, die ihre Tür immer für alle offen hält“, formulierte es im Sinne von Papst Bergoglio Erzbischof Victor Manuel Fernández, Rektor der Päpstlichen Katholischen Universität in Buenos Aires (Corriere della Sera, 16.10.2014). Was bedeutet eine Kirche, die ihre Tür immer für alle offen hält? Wer ist die Kirche?

Die Kirche ist die sichtbare Gemeinschaft aller Getauften. Zur Kirche gehören die Konzilien und Synoden, die Orden und Klöster, die Priesterseminare, die Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, die Pfarrgemeinden, die katholische Jugend, die Jungschar und so weiter. Homosexuelle überall willkommen? Wenn diese nun offiziell zugelassen werden, darunter sicher nicht wenige Pädophile (wie wir aus den Statistiken über den Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche wissen), so sind die Gefahren für die wahre Liebe, die heilig ist, für Ehe und Familie und für die Unschuld der jungen Menschen unermesslich. Viele treue Christen werden ihren Glauben an die eine, heilige, römisch-katholische und apostolische Kirche verlieren. Ein neues Schisma droht.

Die Kirche will „niemanden ausschließen“, lautet die Botschaft der Synode (laut Corriere della Sera vom 20.10.2014). Da die Kirche somit für alle offen sein will, muss sie es auch für die Prostituierten sein (die ja nach den Worten eines Kardinals sowieso in den Himmel kommen) und für die Pädophilen (man muss auch für sie beten, sagte ein Bischof) – und warum nicht auch für die Mafiosi und katholischen Traditionalisten, die noch immer ausgesperrt werden? Wir haben noch im Ohr die Worte eines Innsbrucker Theologen, der für die allgemeine Versöhnung und Allerlösung warb und damit kundtat, dass auch Hitler und Stalin und Pol Pot ihren Platz in der ewigen Seligkeit haben.

Alle werden aufgenommen, alle genießen die Barmherzigkeit Gottes und der Kirche, egal ob sie sich bekehren oder nicht. Das ist der neue Trend, den Papst Franziskus unserer Beobachtung nach mit Raffinesse durchsetzen will. Dies erscheint uns aber gegen die christliche Lehre gerichtet, und Christus wird kommen zu richten in Gerechtigkeit (so der hl. Franziskus). “Der Tag wird kommen, an dem die Kirche entdecken wird, dass die Idee Gottes eine Randerscheinung ist und irrelevant“, prophezeite Marcello Veneziani im „Giornale“ vom 15.10.2014. Er stellt die Frage, ob uns eine Kirche, die dem Menschen entgegenkommt, nicht einmal mit der Feststellung überraschen wird, dass die Heiligkeit und das Paradies auch ohne den Glauben an Gott, an Jesus und an die katholische Kirche erlangt werden können.

Homosexuelle sind nach biblischer und christlicher Auffassung Unzüchtige, wenn sie nicht ihre Neigungen bekämpfen und überwinden, genauso wie Ehebrecher und die Anderen alle. Sie sind nicht besser, also dürfen wir ihnen Vorwürfe machen genauso wie allen Anderen, die Verbrechen gegen die Liebe begehen. (Ausführlich in ETIKA 3, etika.com). Alle diese dürfen, sofern getauft, zur Beichte gehen und nach der geziemenden Buße losgesprochen werden von ihrer Schuld, wenn sie umkehren zu Christus und versprechen, künftig ihrer Leidenschaft zu entsagen.

Es ist ein schweres Versäumnis der meisten Kardinäle, nicht auf diesen Punkt hingewiesen zu haben. Sie haben nicht differenziert. Es gibt ja verschiedene Arten von Homosexuellen, unter anderen:

-      latente Homosexuelle, die täglich gegen die Versuchung ankämpfen und sich selbst besiegen

-      Homosexuelle, die täglich die Partner wechseln wie ihre Hemden (worauf Kardinal Reinhard Marx in einem Interview mit Luigi Accattoli im Corriere della Sera vom 18.10.2014 aufmerksam machte)

-      Homosexuelle, die pädophil veranlagt sind und deren ganzes Sinnen und Trachten darauf gerichtet ist, Kinder zu verführen und zu missbrauchen. Es sind diese und dergleichen Sünder, die der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief 5, 13 mit dem Begriff „Böse“ bzw. „Übeltäter“ bezeichnet hat; dies zur Klarstellung einer Strophe unseres Gedichts.

Um nicht zu lang zu werden, beenden wir diesen Artikel mit einem zusammenfassenden Auszug aus der Schrift von Angel Veladez Jiménez: Fundamentos Cristianos, Málaga 1992, S. 105ff.:

Der Homosexuelle darf keinen homosexuellen Akt begehen, sonst begeht er eine Todsünde. Wenn er nicht die Hilfsmittel ergreift, um gegen die Homosexualität zu kämpfen, wird er nicht in das Himmelreich gelangen (1. Korinther 9-10). Gott verurteilt nicht die homosexuelle Neigung, sondern die freiwillige Zustimmung zu homosexuellen Praktiken. Eine solche Sünde führt wie bei den Heterosexuellen, wenn sie nicht gebeichtet, bereut und gebüßt wird, zur ewigen Verdammnis in einem schrecklichen Inferno aus Feuer und ewiger Verzweiflung.

„Es obligación grave del homosexual no practicar ningún tipo de actividad sexual homosexual bajo pena de pecado mortal. Si no ponen los medios para luchar contra la actividad homosexual no entrarán en el reino de los cielos, como afirma San Pablo: “Ni los afeminados ni los sodomitas ... alcanzarán el reino de los cielos” (I Corintios 9-10). Todos, homosexuales verdaderos (congénitos) como homosexuales falsos (por vicio, por corrupción, por “contagio” o por situaciones anormales: campos de concentración o cárceles), deben evitar los actos homosexuales si quieren entrar en el reino de los cielos, pues lo que Dios condena no es la tendencia homosexual sino el consentimiento libre en las prácticas homosexuales. Igual que para los heterosexuales, el pecado no está en sentir sino en consentir. En el sentir no hay pecado, en el consentir en el deseo impuro o en una acción impura, sí hay pecado, y este pecado, no confesado, no arrepentido, conduce a la condenación eterna, en un Infierno horroroso de fuego y desesperación eterna.”

Diese Strafe droht auch den Verführern und falschen Propheten und Antichristen. Das ist die christliche Lehre, und wir lassen uns gern dafür wie Savonarola auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

Apostel der letzten Zeiten AIHS. Vgl. „I Savonarola dell´Alto Adige“ (La Stampa, Torino)

20. Oktober 2014. Hl. Irene, Jungfrau und Märtyrerin, bitte für uns!

Heilige Märtyrer von Uganda, die ihr am 18.10.1964 heilig gesprochen worden seid, weil ihr euch geweigert habt, dem homosexuellen König zu willfahren (darauf machte dankenswerterweise Maria Antonietta Calabrò im Corriere della Sera vom 20.10.2014 aufmerksam), und deshalb hingerichtet wurdet, bittet für Alle, die ihre Reinheit bewahren wollen! All ihr Heiligen, bittet für die Rettung der Kirche! Heilige Engel, helft denen, die das Gute verteidigen!

Nachdruck gestattet

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