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Antichristen im Vatikan
Meldungen chronologisch

13.1.2016

Der Papst mit den zwei GesichternBergoglio und die Sittenlehre

Zerstörer der Kirche am Werk

Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet. Lukas 14, 33 (Evangelium zum Tage, 5.11.)

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. Oktober 1970: „Die größte Gefahr droht der Kirche von seiten jener Meiner Diener, also Priestern, die nach außen den Namen Meiner Kirche beibehalten wollen, inwendig jedoch von dem Glauben abgefallen sind und einer falschen, trügerischen und sinnlichen Liebe huldigen. Da ihr Werk und ihr Wort Lüge ist, sind sie Knechte Satans, welcher der Vater der Lüge ist. Da alle Lüge von kurzer Dauer ist, wird auch ihre Sünde aufgedeckt und von der göttlichen Gerechtigkeit an ihrem Leib und Leben furchtbar geahndet werden!“ („Der Glaube ist mehr als Gehorsam“, Heilandsworte an den Priester Prof. Albert Drexel (1889-1977), Born-Verlag Olten, 1980, S. 22)

Bischof für Adoptionen durch homosexuelle Paare
http://de.radiovaticana.va/news/2016/01/13/italien_alter_bischof_offen_f%C3%BCr_adoptionen_durch_homo-paare/1200760

Balda und Chaouqui bieten Einblick in skandalöse Zustände im Vatikan.
Vallejo Balda: Nicht ich. Vallejo Balda bleibt im Gefängnis. Der Verantwortliche der COSEA, der Kommission, die die Finanzen des Vatikan zu prüfen hat, behauptet, dass er die Dokumente nicht weitergegeben hat. „Ich habe keine Fotokopien gemacht, ich habe nichts nach außen weitergegeben.“ Im Hinblick auf das Laienmitglied der COSEA Francesca Immacolata Chaouqui (Tochter eines Ägypters) sagt der spanische Opus-Dei-Mann: „Ich habe keine Beweise, dass sie es gewesen ist, aber … sie hat mein Vertrauen missbraucht.“ Laut „Spiegel“ soll auch der BND Mails, Telefongespräche und Fax des Vatikans überwacht haben. Der Sekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Monsignor Nunzio Galantino, beklagte das Bild, das infolge der beiden Bücher entsteht: nämlich das Bild einer Kirche, die die Armen beraubt. (la Repubblica, 8.11.2015, S. 14) Interessantes Detail am Rande: Balda gestand, Chaouqui habe ihn verführt. Sie habe behauptet, sie arbeite für den italienischen Geheimdienst und sei ihre Ehe nur zum Schein eingegangen. „Ich konnte nicht zurückweichen. … Ich schämte mich …“ Sie beschimpfte ihn als „Wurm“ und mit einem der schlimmsten Ausdrücke. Er hingegen bezeichnete sie als „gewalttätig und sehr schlecht“. Anscheinend hat Balda Chaouqui dem Papst vorgestellt, wie sich dieser schwach erinnert. (QN, Il Resto del Carlino, 1.12.2015, S. 8-10)
Chaouqui nellaStampa“: Lotta di potere tra cardinali (13.12.2015)
Wenn man dieses Interview liest, blickt man in einen Abgrund von Dekadenz und Verquickung von Vatikan-Bewohnern mit den herrschenden Politikern und sonstigen Mächtigen. Wir wollen nicht ins Detail gehen, sondern nur erwähnen, dass auch Balda ein Luxusleben führte, das Aldo Grasso im Coriere della Sera“ vom 13.12.2015, S. 1, unter Berufung auf „La Stampa“ folgendermaßen charakterisiert: Verletzung des Keuschheitsgelübdes, Tausende Euro für Bekleidung, VIP-Restaurants, Schlemmerei (gola), Unzucht, Trägheit, und das bei einem Gehalt von 2000 Euro. Die Chaouqui erscheint uns in keinem besseren Licht. Unter anderem hat sie Balda per SMS ihre Cousine zum Geschlechtsverkehr angeboten. Was mögen nur die Apostel Petrus und Paulus von den Zuständen im Vatikan denken?

Das Tier der Apokalypse kündigt sich an
Das „Jahr der Barmherzigkeit“ des Papstes Bergoglio wurde am 8. Dezember 2015 eröffnet. Wer hat veranlasst, dass 1. dabei Bilder von Raubtieren an die Fassade des Petersdomes projiziert wurden und dass 2. die Eröffnung ausgerechnet um 11.11 Uhr geschah (laut „La Stampa“ vom 9.12.2015, S. 1 und 2)? Dazu Anmerkungen.

1.   Die Lichtspiele dauerten drei Stunden und stellten unter anderem einen Tiger, einen Wolf und einen Jaguar dar. Auf dem Foto der „Stampa“ verdeckt ein Löwe völlig den Petersdom bis auf die Kuppel. Wie bizarr, dass darüber die Überschrift steht: „Papst: habt keine Angst mehr!“ Vor wem fürchten sich die Menschen denn mehr als vor Raubtieren? Wenn dahinter nicht eine verborgene Symbolik steckt, dann verstehen wir überhaupt nichts. Denn uns erinnern die Raubtiere an das Tier aus der Offenbarung. „Nach Daniel vereinigt dieses Tier die Wildheit und Verschlagenheit des Wolfes mit der Schnelligkeit des Leoparden, die schwerfällige Gefräßigkeit und behände Tücke des Bären mit der Raubgier des Löwen.“ (Mitteilungsblatt der Priesterbruderschaft St. Pius X., Mai 2009, Nr. 364, S. 34). Erzbischof Marcel Lefebvre schrieb in einem Brief an vier zu weihende Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X.: „Da der Stuhl Petri und die amtlichen Stellen in Rom von antichristlichen Kräften besetzt sind, schreitet die Zerstörung der Herrschaft Unseres Herrn sogar innerhalb seines mystischen Leibes auf Erden rasch voran, besonders durch die Zerstörung der hl. Messe, die der strahlende Ausdruck des Triumphes Unseres Herrn durch das Kreuz – regnavit a ligno Deus – und die Quelle der Ausbreitung seiner Herrschaft in den Seelen und in den Gesellschaften ist.“ (29.8.1987) In dieser Aussage lehnt sich der Erzbischof unmissverständlich an die Prophezeiung der Muttergottes in La Salette im Jahre 1846 an: „Rom wird der Sitz des Antichristen werden.“ (aaO 30) Wer dies alles für absurd hält, der denke über das Kapitel 13 der Apokalypse des Johannes nach: 1 Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte und an seinen Hörnern zehn Kronen, und auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung. 2 Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht. (Übersetzung der Schlachter-Bibel)

2.   Papst Franziskus öffnete die Heilige Pforte um 11.11 Uhr. Wer denkt da nicht an die Eröffnung des Faschings (Fasnet, Karneval) am 11.11. um 11.11 Uhr? Irgendwo haben wir gelesen, dass elf eine Teufelszahl sei. In einem italienischen Buch über Paul VI. finden wir folgende Erklärung zu den Maßen eines fünfzackigen Sterns (Pentagramm) eines Denkmals für diesen Papst: 11 + 11 + 11 = 33. Dazu wird bemerkt, dass 3 und 3 zusammen 6 sind und dass die drei Dreiecke somit die Zahl 666 ergeben, also die Zahl des Tieres. (S. 21) Weiter ist in dem Buch zu lesen, dass der 11. Grad der Freimaurerei des Antiken Schottischen Ritus den „Mensch-Gott“ darstellt, der die „katholische Tugend (Kraft)“ (virtù cattolica) bekämpft. Die Vernunft sei eine Offenbarung der Gottheit, und „Der Mensch ist sich selber Gott“. (S. 111!, aus dem Buch von Franco Adessa: A Paolo VI un monumento massonico, Editrice Civiltà, Brescia, 2000) Karl-Heinz Zuneck schreibt in seinem Buch “Die geheimen Zeichen und Rituale der Freimaurer” (Kopp Verlag, Rottenburg, 5. Auflage 2011, S. 187), dass der 11. Grad der schottischen Hochgradfreimaurerei die „Rache gegen religiösen Despotismus“ ausdrücken soll.

Die Bosheit der Frevler ist so groß, dass man ihr Unglück nicht mehr beweinen muss, sondern mit den Engeln und Heiligen im Himmel nur noch frohlockend rufen kann: „Gerecht bist Du, großer Gott, der Du die Guten belohnst und die Bösen bestrafst! Gerecht sind Deine Gerichte.“ (Siehe die hl. Katherina von Siena). Ein Priester bestritt am Hochfest Mariä Empfängnis des Jahres 2015, dass Adam und Eva je existiert hätten, und deshalb sei auch die Erbsünde relativ zu sehen. Die Schlange sei nicht die Schlange des Paradieses, sondern die Schlange sei in uns und sage uns ein, dass Gott strafe, dass er kein Gott der Liebe sei (der alles verzeihe), dass er uns nicht annehme. So stellen die falschen Propheten die Welt auf den Kopf. In unglaublicher Weise verzerren sie das Gute, den Glauben an den gerechten und seine gehorsamen Kinder liebenden Gott. Sie wiegen die Sünder in Sicherheit, drängen sie nicht zur Buße und stürzen sie damit ins Verderben. Das oben von dem pflichtvergessenen Geistlichen Gesagte kann nur eine dämonische Eingebung sein. Höchstens eine Teufelsaustreibung könnte Geistliche, die solche Lügen verbreiten, noch retten, aber an Exorzisten mangelt es weltweit. Der Same, den gewisse Priester mit dem Totschweigen der Sünde und ihren Folgen streuen, geht in dieser Endzeit überall auf, der Antichrist steht vor  den Toren, und nur Gott kann jene retten, die ihm treu bleiben. Wir bleiben beim Gebet, bei der Wahrheit, beim Evangelium. Die Kirche ist gespalten. Folgende sechs Dinge sucht der Teufel allen Menschen einzureden:

1.   Es gibt keinen Teufel.

2.   Es gibt keine Hölle.

3.   Es gibt kein Fegfeuer.

4.   Es gibt keinen Gott, der straft.

5.   Es gibt keine Sünde; Mensch, tu, was du willst!

6.   Es gibt kein ewiges Leben; genieße jetzt!

“Die beiden Religionen sind verschieden, wir glauben an verschiedene Götter.” Dies sagte ein Geistlicher in Turin. (Il Giornale, 7.12.2015) Ist es nicht erstaunlich, dass ein Pfarrer, der heutzutage die Wahrheit sagt, gleich einen halbseitigen Artikel in der Zeitung bekommt? Der Gottesmann will auch nicht, dass ein Imam in seine Kirche kommt. „Wir haben einen anderen Gott als sie“, stellt der Priester klar und stellt sich damit in Gegensatz zum II. Vatikanischen Konzil, das die antikirchliche Irrlehre verbreitet hat, wir würden alle denselben Gott anbeten. Das würde ja heißen, dass wir Allah anbeten. Alle Verschwörer arbeiten weltweit daran, den Stamm der Tradition des Baumes der Religion durchzusägen. Der britische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) sagte: „Die Tradition bedeutet nicht, dass die Lebenden tot sind, sondern dass die Toten lebendig sind.“ (zit. vom „Giornale“) Inzwischen ist die Diözese Turin gespalten. Die Diözese selbst und gewisse Geistliche verurteilen die Haltung des mutigen Pfarrers. Einer von ihnen sagte: „Es gibt nur einen Gott. Man darf nicht in seinem Namen diskriminieren.“ Natürlich gibt es nur einen Gott, Allah und alle anderen sind Götzen. Die Heiligen zerstörten früher die Götzentempel, das ist doch auch Diskriminierung, und zwar eine, die Gott gewollt hat. http://www.lastampa.it/2015/12/07/italia/cronache/torino-anche-i-preti-litigano-la-diocesi-si-spacca-sullislam-ESfdGePG3D5c4BTEQbhkaO/pagina.html

Dem Bettelorden der Minderbrüder 50 Millionen Euro Spendengelder gestohlen - Betrüger fährt zur Hölle

Von 2007 bis 2014 sind aus den Kassen der italienischen Franziskaner (Minderbrüder) 50 Millionen Euro verschwunden, die aus Spendengeldern und Vermächtnissen stammen. Neu eingesetzte Ökonomen der lombardischen Provinz haben den Schwindel aufgedeckt, an dem auch drei ihrer Vorgänger beteiligt waren. Diese hatten das Geld einem gewissen „Signor Rossi“ anvertraut, der ihnen zwölf Prozent Zinsen versprach. Er legte das Geld aber unter anderem in einem Feriendorf in Kenia an und plante ein Luxushotel in Eritrea. Um 680 000 Euro sollen auch die Missionare des Don-Bosco-Werkes geschädigt worden sein. Wir hatten fälschlich gedacht, Spendengelder würden von den kirchlichen Stellen unverzüglich an die Armen weitergegeben. Zum Glück gibt es die göttliche Gerechtigkeit. Der Betrüger (78) hat sich sozusagen selbst gerichtet, denn er hängte sich im Stiegenhaus auf, als die Finanzer sein Haus durchsuchen wollten. Denn er dachte wohl, er könnte auf diese Weise der Gerechtigkeit entkommen, täuschte sich aber, denn nach einem kurzen Zwischenaufenthalt bei Gott, dem Richter, dürfte er schnurstracks in die Hölle gefahren sein – wenn die Kirchenlehre stimmt, Dante richtig gedichtet hat und der Sklave Mammons sich nicht doch beim letzten Atemzug bekehrt hat. Natürlich nur seine Seele, denn der Leib wird erst beim Jüngsten Gericht mit der Seele wiedervereinigt, was heutzutage nicht alle wissen. Die Mitschuldigen sind nicht viel besser dran, denn Franziskus von Assisi hat alle Brüder verflucht, die seinen Orden schädigen; ihre Rettung bestünde möglicherweise darin, dass sie bis an ihr Lebensende Buße in Sack und Asche tun. (Quellen: Corriere della Sera vom 26.11.2015, S. 26, Luigi Ferrarella. - La Stampa, 27.11.2015, S. 18, Francesco Spini) Leser merke: Man kann nicht genug vor Selbstmord warnen – das ist unser Motiv.

Ex-Abt von Montecassino soll 500 000 Euro eingesteckt haben, die für die Caritas bestimmt waren (laut Staatsanwalt). 11.11.2015. http://roma.corriere.it/notizie/cronaca/15_novembre_11/montecassino-sequestrati-500-mila-euro-all-ex-abate-68602206-8854-11e5-a995-c9048b83b4c2.shtml
“Ein neuer Finanzskandal erschüttert den Vatikan”, schreibt Fiorenza Sarzanini im “Corriere della Sera” vom 12.11.2015, S. 20f. Ex-Bischof bzw. Ex-Abt Pietro Vittorelli soll die Kassen seiner Diözese und der Abtei geleert haben und damit seine ungezügelte Passion für das süße Leben finanziert haben: Reisen ins Ausland, besonders Brasilien, Abendessen in Luxusrestaurants, teure Ausflüge nach London und Mailand, Konsum von Ecstasy-Tabletten (aktenkundig 2010). Wie die Auswertung von Kreditkarten ergab, verbrauchte er in einem einzigen Monat 34 000 Euro. Für ein Abendessen mit Austern und Champagner für sich und seine Freunde in London gab der untreue Ex-Abt 700 Euro aus. Das Geld stammte auch aus dem Rückfluss der 8 Promille der Steuererklärungen. Soweit der „Corriere della Sera“. Am folgenden Tag, 13.11., waren viele einzelne Zahlungen für Hotelbesuche (23.000 Euro im Hotel Fasano in Rio) sowie Luxusgüter (1100 Euro in einer Parfümerie in Rom) aus dieser Zeitung zu erfahren. Monsignor Pietro Vittorelli hatte sich von seinen Ämtern beurlauben lassen („esclaustrazione“, Leben außerhalb des Klosters für eine gewisse Zeit). (S. 21, Florenza Sarzanini) Nun zur „Stampa“. Sie meldet, dass der Ex-Abt zurückschlagen will. Er drohte nämlich, seine Wahrheit in einem „libro bomba“, also vermutlich sensationelle Enthüllungen über Kollegen, zu erzählen. Kardinal Velasio De Paolis, Chef der Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten, warf „den anderen Mönchen, dem Kapitel, dem Ökonomen vor, sie hätten nicht auf das Gebaren des Abtes achtgegeben, wie es ihre Pflicht gewesen wäre“. Und er erinnerte daran, dass der jetzige Skandal von derselben Art sei wie in den vergangenen Jahren bei den Kamillianern, Don Verzé, dem Idi und den Minderbrüdern. (Stampa, 13.11.2015, S. 17, Giacomo Galeazzi) Alles traurig, sehr traurig. Gott wird dreinschlagen. Er beginnt damit, dass er die Wahrheit ans Licht kommen lässt. Größte Überraschungen stehen bevor, wenn man der Botschaft von La Salette glaubt.

Vor „Konservativismus und Fundamentalismus“ warnte Papst Bergoglio bei einem Besuch in Florenz. (Dolomiten, 11.11.2015, S. 2, APA)

Saunas und Massagesalons. Die päpstliche Organisation Propaganda Fide besitzt 800 Wohnungen mit 180 000 Quadratmetern Fläche. Listen mit den Wohnungen und Tausenden Namen von Nutznießern sind von den „Corvi“ öffentlich gemacht worden. Da es sich dabei zum Teil um „Orte von geheimen Treffen“ handelt, sprich Saunas und Massagesalons, die von manchen Geistlichen für Rotlicht-Kontakte benutzt wurden, werden Drohungen und Erpressungen befürchtet. (Corriere della Sera, 10.11.2015, S. 23, Florenza Sarzanini)

Papst: Dokumente stehlen ein Verbrechen. Nach dem Angelusgebet am Sonntag sagte Bergoglio: „Dokumente stehlen ist ein Verbrechen. Aber ich kannte schon deren Inhalt. Ich selbst hatte die Studie in Auftrag gegeben, und ich und meine Mitarbeiter kannten (die Dokumente) gut. … Die Kirche ist ganz auf meiner Seite, und ich werde mit den Reformen weitermachen.“ (il Giornale, 9.11.2015) Ganz am Rande: Der „Giornale“ scheut sich nicht, ein Zitat von Mussolini zu veröffentlichen: „Der heutige Vatikan ist identisch mit dem Vatikan des 16. Jahrhunderts. Er ist die Höhle der Intoleranz und einer Bande von Räubern.“

Papst predigt gegen Teil des Klerus. „Auch in der Kirche gibt es (Leute), die, anstatt zu dienen und an die anderen zu denken …, sich der Kirche bedienen: die Karrieristen, die, die am Geld hängen. Und wie viele Priester, Bischöfe, haben wir so gesehen. Es ist traurig, nicht?“ Und: „Wenn ein Gläubiger von der Armut redet oder von Obdachlosen und selbst ein Leben wie ein Pharao führt: das darf man nicht machen.“ (il Giornale, 7.11.2015, S. 3)

Verschwendung in den Diözesen. Der „Giornale“ vom 7.11.2015 macht darauf aufmerksam, dass es nicht nur im Vatikan „verrückte Ausgaben“ („spese pazze“) gibt, sondern auch in den Diözesen. Genannt werden unter anderen Neapel, Mailand, Bologna, Palermo, Venedig. Von „Crac finanziari“ mit Millionen Euro sind infolge schlechter Verwaltung und Verschwendung die Diözesen Terni und Mazara del Vallo betroffen. (S. 2, Serena Sartini)

Papst wusste von den Missständen. Warum handelte er nicht? Der „Stampa“ sagte eine der ihm am meisten nahestehenden Personen: „Der Heilige Vater ist verbittert über den Verrat der zwei untreuen Mitarbeiter (Anmerkung: die er selbst ausgesucht und eingestellt hatte und nun festnehmen ließ), aber er ist überhaupt nicht besorgt wegen des Inhaltes der verbreiteten Dokumente.“ Das Gesamtbild, das in den Büchern von Emiliano Fittipaldi und Gianluigi Nuzzi gezeichnet wird, sei ihm seit einiger Zeit schon vollkommen bekannt gewesen, so der Monsignore zu Andrea Tornielli (La Stampa, 6.11.2015, S. 3) Frage also: Was hat Papst Bergoglio diesbezüglich unternommen? Nichts oder wenig, ist unser Eindruck. Hätte er nicht die himmelschreiende Geldmacherei mit den Seligsprechungen sofort stoppen können? Hätte er nicht dafür sorgen können, daß nicht der Großteil der Vatikan-Millionen in Aktien angelegt wird, sondern dass auch die Armen einen gerechten Anteil bekommen? So erscheinen die paar Duschen für Obdachlose, die er im Vatikan aufstellen ließ, als publikumswirksame Augenauswischerei – wie seine vielen Worte über die „arme Kirche“, die er seit Jahren wiederholt. Ein Papst mit zwei Gesichtern.

Die Kongregation für die Heiligsprechungen soll 50 000 Euro für die Eröffnung eines Seligsprechungsprozesses verlangt haben, wozu dann noch die Bearbeitungsgebühren kamen. Dies behaupten die beiden Journalisten in ihren Büchern. Der Prozess für die Seligsprechung von Antonio Rosmini soll anno 2007 nicht weniger als 750 000 Euro gekostet haben. Die „Fabrik der Heiligen“ war besonders aktiv unter dem Pontifikat von Johannes Paul II.: 1338 Selige und 482 Heilige in seiner 27-jährigen Amtszeit. Die Bilanzen der den sogenannten Postulatoren übergebenen Tätigkeit wurden nie überprüft. Der misstrauische Kardinal Giuseppe Versaldi, Präsident der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten von 2011 bis März 2015, verfügte die Blockade der Konten der Postulatoren; in diesem Zusammenhang werden auch die Namen von Ratzingers Sekretär Georg Gänswein und Vincenzo Paglia, Präsident des päpstlichen Rates für die Familie und Postulator für Oskar Romero (Anmerkung ETIKA: letzthin umstritten), erwähnt. Fittipaldi führt noch das Beispiel der Kanonisierung von Francisca Ana de los Dolores an; eine Kongregation aus Palma de Mallorca überwies bis Oktober 2013 die schöne Summe von 482 693 Euro an das IOR. Dafür wurde sie zur Ehre der Altäre erhoben. Was die Heiligen im Himmel wohl über all das denken? Und im „Espresso“ ist zu lesen, dass die Missionarinnen von Sant´Antonio Maria Claret für die Seligsprechung von Mutter Leonia Milito 116 000 berappt haben. „Aber zum großen Teil sind sie in Investmentfonds gelandet,“ schreibt der „Espresso“-Journalist. (il Giornale, 6.11.2015, S. 7, Serena Sartini, Überschrift: So beraubten sie auch die Heiligen)

Kardinalssitz erhöht. Damit Staatssekretär Bertone nach seinem Hubschrauberflug zum San-Carlo-Spital in Potenza am 24.2.2012 nicht auf gleicher Ebene mit dem Präsidenten der Region Basilikata und dem Krankenhausdirektor sitzen musste, erhielt ein Tischler den Auftrag, den einem Thron gleichenden Sessel Bertones um 5 Zentimeter zu erhöhen. Die Kosten beliefen sich auf 200 Euro. (il Giornale, 6.11.2015, S. 6 und 7 mit Bild)

„Die Purpurträger bereuen nicht, dass sie eine schreckliche Wirklichkeit geschaffen haben, sie fürchten nur die Konsequenzen in den Medien. Und statt sich dafür einzusetzen, ihre infizierte Umgebung zu reinigen, gehen sie daran, das Schmutzige zu verbergen. … Sie handeln wie jene, die meinen, im Spiegel schlecht auszusehen, und deshalb versuchen, den Spiegel zu zertrümmern. … Statt Jagd auf die Redakteure zu machen (Anmerkung ETIKA: der Vatikan erwägt, gegen die Verbreiter der Wahrheit gerichtlich vorzugehen), wäre es angebracht, die Schuldigen an den Missständen zur Rechenschaft zu ziehen. … Auch die Kirche ist aus Menschen gemacht, mit oder ohne Talar, und es überrascht nicht, dass unter ihnen Erzschurken sind, sehr geneigt, auf das Wort des Teufels statt das des Herrn zu hören. … Viele Monsignori sind Gauner. Die Zeiten ändern sich, aber die Gauner bleiben. … Wenn die Kirche nach zweitausend Jahren noch immer besteht, trotz ihrer Priester, Bischöfe und Kardinäle, kann dies der Beweis sein, dass Gott tatsächlich existiert.“ (Il Giornale, 6.11.2015, S. 7, Chefredakteur Vittorio Feltri, unseres Wissens Atheist)

„Die Kraft des Satans“ (2. Thessalonicher 2, 9) ist am Werk. Es ist das Geheimnis des Bösen. Der Dämon Mammona … verkörpert sich in den obskuren Gestalten von Prälaten, die das Geld anbeten und das bequeme Leben.“ (il Giornale, 5.11.2015, S. 12, Renato Farina, in seinem Kommentar zum neuen Vatileaks)

Schmiergelder (tangenti) auch für die Seligsprechungen. Sogenannte Postulatoren sollen unter dem Tisch für die Annahme bzw. Beschleunigung von Selig- und Heiligsprechungsprozessen immense Summen kassiert haben. (eine ganze Seite im „Corriere della Sera vom 5.11.2015, S. 5). La Stampa nennt einen Anwalt, der 70 000 bis 80 000 Jahr im Jahr pro Fall eingesteckt haben soll. (4.11.2015, S. 3) Womöglich hat auch jemand die Anführer der Schreier gezahlt, die bei der Beerdigung von Wojtyla Tafeln mitgebracht hatten: „Santo subito“ (heilig sofort!) und mit ihren nicht enden wollenden Sprechchören, wie man weiß, auch die Selig- und Heiligsprechung von Johannes Paul II. erreichten, obwohl dieser eine dubiose Rolle im Falle seines Freundes, des Gründers der Legionäre Christi, gespielt hatte; der Mexikaner – welcher Schandfleck der Kirche – hatte junge Mitglieder seines Ordens verführt; der Orden existiert erstaunlicherweise immer noch.

Riesen-Wohnungen für Kardinäle, Privilegien für bestimmte andere Leute.

·        William Joseph Levada (Ratzinger-Vertrauter, an der Spitze der Kongregation für die Doktrin des Glaubens, 2015 auf Hawaii wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen): 524 Quadratmeter, Gratis-Miete

·        Leonardo Sandri: 521 qm

·        Roger Etchegaray: 472 qm

·        Marc Ouellet (Präfekt der Kongregation für die Bischöfe und Präsident der Päpstlichen Kommisssion für Lateinamerika): 467 qm

·        Velasio de Paolis (Ratzinger-Freund und emeritierter Präsident der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten): 445 qm

·        Antonio Maria Vegliò (Präsident des Päpstlichen Rates für die Seelsorge der Migranten, der vor einigen Tagen Zigeuner aus aller Welt zu einer Papst-Audienz brachte, um zu beklagen, dass sie am Rand der Gesellschaft leben): 407 qm

·        Gianfranco Ravasi (einflussreicher Einflüsterer der Papstes): 366 qm

·        Kurt Koch (Präsident des Päpstlichen Rates für die Förderung der christlichen Einheit): 356 qm

·        Walter Kasper (Ideator der Homosexuellen-Resolution der Synode): 297 qm

·        Gerhard Ludwig Müller (einer der Mächtigsten im Vatikan nach dem Papst und erbitterter Gegner der Traditionalisten): 297 qm

·        Tarcisio Bertone (Ex-Staatssekretär): nach eigenen Angaben nur 296 qm, nicht 700, denn es leben noch einige Ordensschwestern in der Wohnung

Und nicht nur Geistliche profitieren:

·        Senatorin Monica Cirinnà (PD), Erstunterzeichnerin des Gesetzentwurfes für die Zivilunionen für Homosexuelle: 360 Euro Monatsmiete für eine Wohnung, die der Propaganda Fide (Kongregation für die Evangelisierung der Völker) gehört, in der Nähe der Piazza Navona (Anmerkung ETIKA: Beziehungen muss man haben)

·        Hunderte Mieter zahlen weniger als 100 Euro Miete oder gar nichts an die Apsa

·        Jemand bekam eine 98 qm große Wohnung für 20,67 Euro Miete.

Quellen: Nuzzi; Fittipaldi;  il Giornale, 5.11.2015, S. 10 und 11, Patricia Tagliaferri. La Stampa, 4.11.2015, S. 2)

„Pensionen im Minus. Loch von 800 Millionen Euro. Die 1139 Pensionisten und die 4699 Bediensteten des kleinen Staates müssen zittern. Vatikan läuft Gefahr der Zahlungsunfähigkeit („Vaticano a rischio estinzione“, Il Giornale, 5.11.2015, S. 10)

Verdacht der Geldwäsche. Im Blickpunkt der Präsident der Bank Finnat Giampietro Nattino . Laut „Giornale“ ein Finanzier mit nebulöser Vergangenheit, der sogar dem Immobilienmakler Stefano Ricucci Angst einjagte, denn dieser sagte während eines Verhörs zum Staatsanwalt: „Wollen Sie, dass sie mich heute abend umbringen? Lassen Sie das (Fragen).“ Auch laut Agentur „Reuters“ geht es um das Dossier „Portfolio 339“. Finnat nutzte Konten der Apsa entgegen derem Reglement für seine persönlichen Geschäfte, wobei zwei Millionen Euro in die Schweiz flossen. – Über die mutmaßlichen „Corvi“ (Ausplauderer) Monsignor Vallejo Balda (Opus Dei, noch im Gefängnis) und Francesca Chaouqui berichtet auch die spanische Webseite „Religión digital“. (il Giornale, 5.11.2015, S, 12, Serena Sartini)

Plünderung von Spendengeldern. An die Armen nur zwei von zehn Euro. Das Buch Nuzzis enthüllt: Hunderte Millionen vom Peterspfennig für die Kurie verwendet statt für die Armen. 10 Millionen Euro verloren bei einer missglückten Investition in der Schweiz.“ (Il Giornale, 5.11.2015, S. 10, Fabio Marchese Ragona)

Laut Fittipaldi: „Hunderttausende Euro für Flüge in der Business-Klasse, Kleider vom Maßschneider, wertvolle Möbel, Zahlung eines Gehalts von 15 000 Euro netto an einen engen Berater von Kardinal Pell. Die Kassen der Stiftungen und Hospitäler als Bancomat von den Prälaten benutzt. Der Vatikan als „duty free: Verkauf von Benzin und Zigaretten an 41 000 Besitzer von verschenkten Einkaufsausweisen, obwohl nur 5000 darauf einen Anspruch hätten. Das IOR hat 2013 und 2014 trotz eines Aktivsaldos von 425 000 Euro absolut nichts für die Bedürftigen ausgegeben. Auch der Fonds für die heiligen Messen mit einem Saldo von 2,7 Millionen Euro hat das Geld behalten: für die Priester in der ganzen Welt ist die winzige Summe von 35 000 Euro übrig geblieben.“ (Corriere della Sera, 4.11.2015, S. 10, Fabrizio Caccia)

Laut Fittipaldi: „23.000 Euro kostete ein Hubschrauberflug von Kardinal Bertone im Februar 2012 von Rom in die Basilikata für „Marketing-Aktivitäten zugunsten des Krankenhauses Bambino Gesù“. Kardinal George Pell: Hunderttausende Euro für Flüge in der Business-Klasse. Von den 378 Millionen Euro des Peterspfennigs ist wenig oder nichts an die Armen gegangen. (La Stampa, 4.11.2015, S. 3, Francesco Grignetti)

„Der Papst predigt die Armut und lebt in einem Appartement von 50 Quadratmetern. Die Kurie verzichtet hingegen auf keinen Renaissance-Luxus, den sie seit Jahrhunderten gewohnt ist. Die Apsa, die Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhls, besitzt 5000 Wohnungen in der Hauptstadt“ sowie Immobilien im Wert von vielen Millionen in England, in der Schweiz und Frankreich sowie im übrigen Italien. (La Stampa, 4.11.2015, S. 2, Galeazzi e Tornielli)

„Das neue Vatileaks: geheime Konten, Schläue und pharaonische Ausgaben. Interne Konflikte bei der Verwaltung der vatikanischen Finanzen zwischen den Vatikanspitzen (Pell, Calcagno, Parolin). Nuzzi zitiert Papst: „Kosten sind außer Kontrolle“. (La Stampa, 4.11.2015, S. 2)

„Anstatt die Corvi(Raben) ins Gefängnis zu stecken, wäre es besser, sich von den Schakalen zu befreien.“ (Massimo Gramellini, La Stampa, 4.11.2015, S. 1)

Vatileaks, Verschwendung und Privilegien. Das IOR verwaltet vier Fonds für karitative Aufgaben, gab aber den Armen 2013 und 2014 nicht einen Euro, obwohl es Dutzende Millionen Euro in schwarzen Zahlen schreibt. Die Gelder landeten in Aktien und Obligationen. “ (La Stampa, 4.11.2015, S. 1-3)

Die beiden Enthüllungsbücher:

Emiliano Fittipaldi: Avarizia. Le carte che svelano ricchezza, scandali e segreti della Chiesa di Francesco, Ed. Feltrinelli

Gianluigi Nuzzi: Via Crucis, Ed. Chiare lettere. - Alles muss ans Licht. Ecowin-Verlag Salzburg

Literatur: Anna Katharina Emmerich; Die Botschaft von La Salette.

Anmerkung ETIKA: Man vergleiche damit, was die deutschsprachigen Zeitungen berichten.

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