ETIKA

VOLK GOTTES

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4.12.1999

14I2

Vom alten zum neuen ISRAEL

Fortsetzung zu E92A9ZA und E92A9ZB

Am Ende der Zeiten, nach der Niederlage des Antichrist, wird sich das jüdische Volk zu Christus bekehren. So ist es in der Bibel und in den Schriften der Väter zu lesen. Dazu einige Anmerkungen:

Wenn auch die Juden insgesamt das auserwählte Volk Gottes sind, so gelten doch für den einzelnen die Zehn Gebote, und nach deren Einhaltung wird auch jeder Jude von Jesus Christus gerichtet werden.

Israel ist das auserwählte Volk. Die Christen sind die Auserwählten Gottes. Die Juden werden sich ihnen am Ende der Zeiten beigesellen -zum wahren Volk Gottes, zum neuen Israel.

Auserwählt sind, die an Gott glauben, an den Vater, an den Sohn und den Heiligen Geist, also die Christen. Denn es heißt:

Offenbarung 17,14 Die mit ihm (dem Lamm) sind, sind die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen.

Das erläutert Paulus im 3. Kapitel des Briefes an die Kolosser näher:

1 Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.

2 Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!

3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.

4 Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

5 Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist.

6 All das zieht den Zorn Gottes nach sich.

7 Früher seid auch ihr darin gefangen gewesen und habt euer Leben davon beherrschen lassen.

8 Jetzt aber sollt ihr das alles ablegen: Zorn, Wut und Bosheit; auch Lästerungen und Zoten sollen nicht mehr über eure Lippen kommen.

9 Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt

10 und seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.

11 Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen.

12 Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld!

13 Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!

Das gilt natürlich auch für das Verhältnis von Christen zu Juden und umgekehrt in den vergangenen Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden! Bemühen wir uns gemeinsam um die reine, unverfälschte Wahrheit, bekennen wir unsere Schuld, machen wir gut, was gutzumachen ist, und vergeben wir einander nach dem Willen Gottes!

 


Die Rolle der Juden für das Heil der Christen, zu denen auch sie bald gehören werden, schildert Paulus in Römer 9 - 11:

Römer 9,6 Nicht alle, die aus Israel stammen, sind Israel.
9,8 Nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Nachkommen anerkannt.
9,24 ...hat er (Gott) uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden.

9,25 So spricht er auch bei Hosea: Ich werde als mein Volk berufen, was nicht mein Volk war, und als Geliebte jene, die nicht geliebt war. 26 Und dort, wo ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden.

9,27 Und Jesaja ruft über Israel aus: Wenn auch die Israeliten so zahlreich wären wie der Sand am Meer - nur der Rest wird gerettet werden. 28 Denn der Herr wird handeln, indem er sein Wort auf der Erde erfüllt und durchsetzt.

9,29 Ebenso hat Jesaja vorhergesagt: Hätte nicht der Herr der himmlischen Heere uns Nachkommenschaft übriggelassen, wir wären wie Sodom geworden, wir wären Gomorra gleich.

9,30 Was heißt das nun? Heiden, die die Gerechtigkeit nicht erstrebten, haben Gerechtigkeit empfangen, die Gerechtigkeit aus Glauben.

9,31 Israel aber, das nach dem Gesetz der Gerechtigkeit strebte, hat das Gesetz verfehlt.

9,32 Warum? Weil es ihm nicht um die Gerechtigkeit aus Glauben, sondern um die Gerechtigkeit aus Werken ging. Sie stießen sich am "Stein des Anstoßes", 33 wie es in der Schrift heißt: Siehe, ich richte in Zion einen Stein auf, an dem man anstößt, einen Fels, an dem man zu Fall kommt. Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.

10,1 Brüder, ich wünsche von ganzem Herzen und bete zu Gott, daß sie gerettet werden.

10,2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer haben für Gott; aber es ist ein Eifer ohne Erkenntnis.

10,3 Da sie die Gerechtigkeit Gottes verkannten und ihre eigene aufrichten wollten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.

10,4 Denn Christus ist das Ende des Gesetzes, und jeder, der an ihn glaubt, wird gerecht.

10,11 Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.

10,12 Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen.

10,13. Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

10,14 Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?...

10,16 Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden. Denn Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?

10,17 So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.
10,18 Aber, so frage ich, haben sie die Boten etwa nicht gehört? Doch, sie haben sie gehört; denn ihre Stimme war in der ganzen Welt zu hören und ihr Wort bis an die Enden der Erde.

10,19 Hat dann Israel, so frage ich, die Botschaft nicht verstanden? Zunächst antwortet Mose: Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Volk, das kein Volk ist; auf ein unvernünftiges Volk will ich euch zornig machen.

10,20 Und Jesaja wagt sogar zu sagen: Ich ließ mich finden von denen, die nicht nach mir suchten; ich offenbarte mich jenen, die nicht nach mir fragten. 21 Über Israel aber sagte er: Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem ungehorsamen und widerspenstigen Volk.

11,1 Ich frage also: Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! Denn auch ich bin ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.

11,2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat. Oder wißt ihr nicht, was die Schrift von Elija berichtet? Elija führte Klage gegen Israel und sagte:

11,3 Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerstört. Ich allein bin übriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.

11,4 Gott aber antwortete ihm: Ich habe siebentausend Männer für mich übriggelassen, die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt haben.

11,5 Ebenso gibt es auch in der gegenwärtigen Zeit einen Rest, der aus Gnade erwählt ist -

11,6 aus Gnade, nicht mehr aufgrund von Werken; sonst wäre die Gnade nicht mehr Gnade.

11,7 Das bedeutet: Was Israel erstrebt, hat nicht das ganze Volk, sondern nur der erwählte Rest erlangt; die übrigen wurden verstockt,

11,8 wie es in der Schrift heißt: Gott gab ihnen einen Geist der Betäubung, Augen, die nicht sehen, und Ohren, die nicht hören, bis zum heutigen Tag.

11,9 Und David sagte: Ihr Opfertisch werde für sie zur Schlinge und zur Falle, zur Ursache des Sturzes und der Bestrafung.

11,10 Ihre Augen sollen erblinden, so daß sie nichts mehr sehen; ihren Rücken beuge für immer!

11,11 Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sie selbst eifersüchtig zu machen.

11,12 Wenn aber schon durch ihr Versagen die Welt und durch ihr Verschulden die Heiden reich werden, dann wird das erst recht geschehen, wenn ganz Israel zum Glauben kommt.
(Es folgt das Bild vom Ölbaum und den eingepfropften Zweigen.)

11,25 Damit ihr euch nicht auf eigene Einsicht verlaßt, Brüder, sollt ihr dieses Geheimnis wissen: Verstockung liegt auf einem Teil Israels, bis die Heiden in voller Zahl das Heil erlangt haben;

11,26 dann wird ganz Israel gerettet werden, wie es in der Schrift heißt: Der Retter wird aus Zion kommen, / er wird alle Gottlosigkeit von Jakob entfernen.

11,27 Das ist der Bund, den ich ihnen gewähre, / wenn ich ihre Sünden wegnehme.

11,28 Vom Evangelium her gesehen sind sie Feinde Gottes, und das um euretwillen; von ihrer Erwählung her gesehen sind sie von Gott geliebt, und das um der Väter willen.

11,29 Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt.

11,30 Und wie ihr einst Gott ungehorsam wart, jetzt aber infolge ihres Ungehorsams Erbarmen gefunden habt,

11,31 so sind sie infolge des Erbarmens, das ihr gefunden habt, ungehorsam geworden, damit auch sie jetzt Erbarmen finden.

11,32 Gott hat alle in den Ungehorsam eingeschlossen, um sich aller zu erbarmen.

11,33 O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!

11,34 Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?

11,35 Wer hat ihm etwas gegeben, so daß Gott ihm etwas zurückgeben müßte?

11,36 Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.


"Wir Christen glauben, ,Israel rechter Artī (Luther) ist die Christenheit: Gott steht zu seinem Volk! (Konstanzer Großdruckkalender 23.2.1987)

Freuen wir uns: Das jüdische Volk wird - wie der verlorene Sohn - zum wahren Gott zurückkehren. Dies beweist ETIKA E92A9ZB (leider nur in spanischer Sprache vorliegend).

Betrachten wir die Juden deshalb als Brüder - wie auch alle Menschen guten Willens aus allen Völkern, Rassen und Religionen. Denn alle, die das Gute wollen und tun und an Gott glauben, ihn lieben und fürchten, sind Kinder Gottes.


Zur aktuellen Lage:

Israel ist das auserwählte Volk Gottes. Israel ist heute die Christenheit. Das beweist unter anderem Matthäus 21, 43: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt. Aber die Juden - jedenfalls ein Teil - werden wieder dazukommen.

Sie müssen freilich erst - wie wir alle - umkehren, bereuen, Buße tun, Wiedergutmachung leisten. Sie müssen wieder der Wahrheit dienen, denn nur bei Jesus Christus ist die Wahrheit. Sie müssen sich - wie wir alle - lossagen von denen, die sie verführt haben, vom Antichrist. Sie müssen aufrichtig nach der Wahrheit streben, Fehler eingestehen, auch solche, die ihnen schwerfallen. Nur auf der Grundlage der unverfälschten Wahrheit läßt sich eine gemeinsame Zukunft bauen.

Deshalb müssen die Juden bereit sein, mit den Christen in einen Dialog zu treten, der keine Tabus kennt (beginnen wir beim grausamen Schächten für koscheres Essen; gemeinsam müssen wir den Text Moses im Licht des barmherzigen und gütigen Gottes auslegen). Wir, die wir unsere Schuld bekennen, erwarten auch von ihnen das Bekenntnis: "Auch wir haben gesündigt an Gott und unseren Mitmenschen."

Dieses Sündenbekenntnis sprechen die Katholiken am Anfang jeder Messe. Wenn die Juden wieder zum wahren Volk Israel zurückkehren wollen, dann müssen sie dieses Sündenbekenntnis ablegen und sich zu unserem Herrn und Gott Jesus Christus bekennen, der unter Pontius Pilatus gekreuzigt worden ist. Wir warten darauf, sie als Brüder und Schwestern willkommen heißen zu dürfen.

So wie wir wegen der Ermordung unzähliger unschuldiger Juden in all den Jahrhunderten - nicht nur unter dem Nationalsozialismus - um Verzeihung bitten, so hoffen wir auf ihre Stellungnahmen, die vom Heiligen Geist, dem Geist der Wahrheit, eingegeben sind. Bald kommt Jesus Christus, uns alle zu richten. Zuvor aber - das ist unsere gemeinsame Aufgabe in der Zeit des Antichristen - müssen wir die Einheit aller Guten, aller Christen verwirklichen.

 

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