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29.6.1999

18B21

Das grösste Geschenk des Himmels: JESUS CHRISTUS, geboren aus MARIA der Jungfrau

Bonaventur Meyer, Marianisches Schriftenwerk
CH-4632 Trimbach

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1. Was vor aller Zeit geschehen ist

 

Bevor GOTT das Weltall, die Gestirne, die Erde, alle Pflanzen und Tiere und den Menschen schuf, schuf er die ENGELWELT mit Milliarden von ENGELN in neun immer höheren ENGEL-CHÖREN.

Sie gelangten noch nicht zur Anschauung GOTTES - dem höchsten erreichbaren Glück von Geschöpfen, aber sie waren rein geistige Wesen von grösster Einsicht und unbeschwerter Glückseligkeit.

Der höchste der Engel im Chor der Seraphim war Lucifer, der Lichtträger, der alle anderen überragte an Pracht und Herrlichkeit.

GOTT prüfte die ENGEL, indem er ihnen in einer Vision seinen Plan zeigte: Ein sehr viel niederes Wesen sollte nach der Schöpfung der Welt Gebieter über die Erde sein: der Mensch, und GOTT selber würde Mensch werden aus einer JUNGFRAU.

In irrsinnigem Stolz und Neid erhob sich Lucifer gegen diese Verfügung und wollte ein von GOTT unabhängiges Reich gründen und rief die Engelscharen auf, ihm zu folgen. Das Menschengeschlecht aber wollte er nach der Schöpfung der Welt und des Menschen ausrotten und alle List anwenden, die Menschen zu jedem Laster und Aufruhr gegen GOTT zu verführen. Vor allem aber galt sein Kampf der JUNGFRAU, aus der CHRISTUS Mensch werden sollte.

Bei dieser Rebellion und Anmassung erhob sich ST. MICHAEL, ein Engel aus dem zweituntersten Chor, der Erzengel. Er rief die Engelscharen auf, sich alle auf die Seite Gottes zu stellen. Mit der Macht GOTTES stürzte er Lucifer in die von GOTT für ihn bestimmte ewige Feuer-Hölle mit seinem ganzen Anhang.

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2. Schöpfung und Sündenfall

 

GOTT schuf nach der ENGELWELT und den Gestirnen, den Pflanzen und Tieren als Krönung der Schöpfung den MENSCHEN, ausgestattet mit einem Leib und einer geistigen, das heisst unsterblichen Seele. Auch sein Leib sollte ewig im Paradiese leben, aber auch die höchste Herrlichkeit des HIMMELS erlangen in Gehorsam und voller Unterwerfung unter GOTTES GEBOT.

Gott beliess dem auf ewig verworfenen Lucifer mit seinem grossen Anhang seine übermenschliche Intelligenz und gestattete ihm und seinem Anhang, die Menschen zu prüfen und zu verführen, sofern sie sich von GOTT und seinem Gesetz abwenden sollten.

Mit unglaublicher List verführte dann Lucifer, verkleidet in eine Schlange, EVA, von der verbotenen Frucht zu essen, indem er die Lüge vorbrachte, dass sie dadurch nicht zugrunde ginge, wie Gott gesagt hat, sondern sein werde wie GOTT.

EVA folgte dieser Verführung und überredete auch ADAM, von der verbotenen Frucht zu essen. GOTTES ENGEL aber wies sie mit Schande und grösstem Schrecken aus dem wunderbaren Paradiesesgarten mit dem Fluch GOTTES, dass sie jetzt im Schweisse ihres Angesichtes ihr Brot verdienen müssten auf einer Erde mit Dornen und Disteln und dass die Frau ihre Nachkommen in Schmerzen gebären werde und alle Menschen den Tod erleiden müssten.

Wegen ihres Ungehorsams und Aufruhrs gegen GOTTES Befehl wurden sie nicht gleich zu Lucifer in die Hölle verbannt, sondern sie und ihre Nachkommen sollten in Mühe und Not und Leiden DEN erwarten, der sie erlösen werde von der Sünde, nämlich JESUS CHRISTUS, geboren aus der JUNGFRAU MARIA.

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3. Sündflut und Sodoma

 

Aus Neid und verletztem Stolz schlug Kain seinen Bruder ABEL zu Tode. Er wurde bestraft und musste mit dem Kainsmal auf der Stirne von Ort zu Ort flüchten. So erlebten seine bedrückten Eltern Adam und Eva, wie ihre eigene Sünde des Ungehorsams vor GOTT, auch den Nachkommen, wenn sie sich nicht nach GOTTES GEBOT richten, zum schlimmen Verhängnis wird.

Aus den zahlreichen Töchtern und Söhnen der Stammeltern entstanden ganze Völker und auch dort versuchte Satan, gerade die Tüchtigen und Intelligenten zum Stolz, zu Rechthaberei, Krieg, Unzucht, Mord und Raub zu verführen. Und so wurde das ganze Volk in seiner grössten Mehrheit GOTT abtrünnig.

Ein einziger Gerechter mit seiner Familie hielt GOTT die Treue und bekam den Auftrag, inmitten des trockenen Landes ein Riesenschiff zu bauen, um sich mit seiner Familie und allen Tieren der Welt vor der Strafe GOTTES durch die alles überdeckende Wasserflut zu retten.

Nach Unterbrüchen baute NOAH 120 Jahre an diesem Riesenschiff der Arche NOAH, trotz Verspottung und Verhöhnung aller anderen. Er liess mit seinen Angehörigen alle Tiere und Vorräte in das Riesenschiff bringen, dann brach die Flut los und verschlang die ganze Menschheit der Sünder. Auf dem Berge Ararat im Osten der Türkei wurde in den letzten Jahren das Gerippe d es Riesenschiffes von amerikanischen Forschern auf einem erloschenen Vulkan (ca. 4000 Meter Meereshöhe) geortet.

Nach der Sündflut vermehrten sich die Menschen wieder in grosser Zahl, aus denen GOTT seinen treuen Diener Abraham zur Führung seines Volkes auserwählte. Die Städte Sodoma und Gomorrha, wo sein Bruder Lot hinzog, verfielen vollständig der Unzucht und trieben alle Laster. Lot allein konnte mit seinen zwei Töchtern lebend die Städte verlassen, währenddem die beiden Sündenstädte von einem Feuer, gleich einer Atombombe, vollständig vernichtet wurden. Die Städte wurden zugedeckt durch das Tote Meer, über das bis zur Stunde kein Vogel mehr fliegt. Lots Weib schaute gegen Gottes Befehl zurück und erstarrte zur Salzsäule.

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4. Die Geschichte des auserwählten Volkes

 

Dem ABRAHAM folgte sein Sohn ISAAK und dann JAKOB und seine zwölf Söhne. Sie waren das auserwählte Volk ISRAELS, das in diesen zwölf Stämmen gegenüber den andern Menschengruppen am Glauben an GOTT den SCHÖPFER und seine Verheissung festhielt.

GOTT verhiess nämlich ADAM und EVA nach dem Sündenfall und der Verbannung aus dem Paradies den Erlöser, der das Volk zum wahren Heil führen würde, geboren aus der JUNGFRAU MARIA. Er versprach ihm nach seinem Abfall und seiner Gefangenschaft unter den Pharaonen das gelobte Land, in das es der Prophet MOSES führte.

Bei der Wortbrüchigkeit des Pharaos, die von ihm als Sklaven bedrängten Israeliten freizulassen, indem er das auf der Rückkehr in ihre frühere Heimat wandernde Volk durch sein Kriegsheer verfolgte, wirkte GOTT durch MOSES das grosse Wunder. Im dichten Nebel konnte das Heer nicht mehr sehen, wo es war, währenddem MOSES mit seinem Stab einen freien Durchgang durch das Meer bahnen konnte. Als das Volk das andere Ufer erreichte und das ganze Heer Pharaos folgte, brach auf das Zeichen MOSES die beidseitige Wasserwand ein, und das ganze Heer mit Ross und Wagen ertrank.

Dem widerspenstigen Volk auf seiner langen Wüstenwanderung gab GOTT die 10 Gebote, die für alle Weltzeit den gültigen Weg zum ewigen ZIEL bedeuten. In den folgenden etwa 1000 Jahren wurde das Volk zuerst durch RICHTER und - auf sein drängendes Bitten bei GOTT durch seine Propheten - durch KÖNIGE geleitet. Der hervorragendste war der zweite König, der KÖNIG DAVID. Er war hocherleuchtet, musste sich aber durch ununterbrochene Kriege durchsetzen. Als Prophet wurde ihm der Erlöser aus seinem Geschlecht verheissen. Sein Sohn SALOMON baute den herrlichsten aller TEMPEL. Den Warnungen grosser PROPHETEN flogten immer wieder Zeiten der Strfagerichte über das ungehorsame Volk. Seine Priester aber hüteten in aller Strenge das Gesetz und seine Vorschriften.

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5. GOTT sendet seinen Sohn, JESUS CHRISTUS

 

Durch die Verheissung des MESSIAS als Erlöser des Volkes vom Joch fremder Herrscher stellten sich die Juden einen mächtigen weltlichen Herrscher vor, der alle Herrscher der Welt überragt.

Obschon ihre Gottesgelehrten in bester Ausführung mit wunderbaren Gewändern und Opfergegenständen GOTT ehrten und die heiligen Zeiten streng beobachteten nach dem Gesetz des MOSES, wurden sie Opfer des Stolzes, der Ursünde Lucifers.

Als dann MARIA, mit dem MESSIAS, dem Erlöser unter dem Herzen, mit SANKT JOSEF in Bethlehem nach dreitägiger Reise hungrig und durchfroren eintraf, waren alle Türen verschlossen. Der gottlose König Herodes versuchte, den Neugeborenen gleich umzubringen.

Die Juden und Schriftgelehrten hatten nämlich dem Volk nur jene Schriftstellen der Propheten bekannt gemacht, die ihn als den grossen Herrscher und Befreier des Volkes, als Herrscher über alle in alle Ewigkeit darstellten.

Jene Stellen, die ihn als "Mann der Schmerzen" voraus verkündeten oder wie DAVID es von ihm sagte "Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt..." wurden verschwiegen.

Demgegenüber aber wurde er von den einfachen Hirten durch die ENGELSBOTSCHAFT erkannt und angebetet und ebenso von den HEILIGEN DREI KÖNIGEN aus dem Heidenland, die seine seit Jahrhunderten erwartete Ankunft - angekündigt durch die Beobachtung der Gestirne durch ein unmittelbares Sternbild als eingetroffen erkannten.

Im Orakel von Delphi in Griechenland wurden die Dämonen aus der besessenen Wahrsagerin gezwungen, wie auch bei vielen anderen Wahrsagern, die Geburt des mächtigsten Herrschers, des Königs über allen Königen, zu verkünden.

Kaiser Augustus baute darauf diesem Gott auf dem Kapitol in Rom einen Altar mit der Aufschrift "Dem unbekannten Gott". Diesen verkündete später der Apostel Paulus als den allein wahren Gott: "JESUS CHRISTUS"!

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6. JESU Auftreten

 

Von den Drei Königen in Bethlehem auf wunderbare Weise entdeckt, wurde Jesus von Herodes verfolgt und konnte ihm mit Maria und Josef entfliehen ins ferne Ägypten. Er wuchs heran und konnte nach dem Tod des grausamen Herrschers und Kindermörders ein ruhiges Leben in der HEILIGEN FAMILIE in Gebet, Betrachtung, Schulung, als Helfer des heiligen JOSEF verbringen.

Mit 12 Jahren lehrte er im Tempel die erstaunten Schriftgelehrten ohne Wissen von MARIA und JOSEF, die ihn unter größten Seelennöten drei Tage suchten. GOTT liess es auch zu, damit sie Eltern von vermissten Söhnen und Töchtern in der ganzen Welt Fürbitter und Helfer sein können.

Dann war er ihnen ganz untertan als Helfer des HEILIGEN JOSEF im Zimmermannsberuf, aber auch in Gebet und Zeugnis für das Reich GOTTES unter Freunden und Nachbarn.

Mit 30 Jahren, nach dem Tod des hl. Josefs, begab er sich zum 40-tägigen Fasten als Vorbereitung auf sein öffentliches Auftreten mit schrecklichen Hunger- und Durstqualen in die Wüste. Dort wurde er vom Teufel versucht. Er wurde auf die Spitze des Tempels getragen. Danach versprach ihm der Teufel die ganze Welt, wenn er sich vor ihm niederkniee und ihn anbete. Mit dem Wort GOTTES schleuderte ihn JESUS zurück.

Überall im Land predigte JESUS das WORT GOTTES und legte ihnen die Bibelstellen über den MESSIAS aus. Er trieb Dämonen aus, heilte überall Kranke, stillte mit seiner Macht den Sturm auf dem Meere, wo seine Apostel in grösster Not um ihr Leben bangten. Er weckte Tote auf und speiste einmal bis 5000 Männer mit sieben Broten und zwei Fischen.

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7. JESU grösstes Geschenk

Jesus, Jesus komm zu mir, oh wie sehnī ich mich nach Dir

JESUS lehrte die Apostel über das REICH GOTTES. Er zeigte ihnen ihre grosse Berufung für das Zeugnis des allein wahren Glaubens, den sie aller Welt verkünden sollten.

Durch die HEILIGE TAUFE wird jedes Menschenkind in die HEILIGE KIRCHE aufgenommen. Das ist:

"Im Namen des VATERS und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES." Das heisst GOTT VATER, der die Welt durch seinen Sohn, JESUS, erschaffen hat, im Namen des SOHNES, der die Welt erlöst hat, im Namen des HEILIGEN GEISTES, der die Welt geheiligt hat. Durch die Taufe wird jedem Mensch die Erbschuld oder Erbsünde von Adam und Eva getilgt und alle Sünden, sofern der Mensch gesündigt hat, werden ihm erlassen.

Die weiteren Sakramente, die CHRISTUS eingesetzt hat, sind:

Die Firmung, die Letzte Ölung, die Beichte, welche jedem Menschen, der in Sünden gefallen ist und so ewig verloren wäre, die Schuld nachlässt, wenn er sie aufrichtig bereut.

Dann ist das Sakrament der Ehe, wo sich die Ehegatten die Treue versprechen und die Kindererziehung im Glauben. Das Sakrament der Priesterweihe, die einen Priester über alle andern Menschen begnadigt, die heiligen Sakramente zu spenden.

Das grösste und überragendste Geschenk ist aber die hl. EUCHARISTIE, das heisst die Verwandlung von Brot und Wein durch jeden gültig geweihten Priester in den wahren Leib und das Blut JESU CHRISTI, die damit auch jeden Menschen verbindet mit GOTT VATER und dem HEILIGEN GEIST, die zusammen mit JESUS ein einziger GOTT sind.

Glückselig der Mensch, der JESUS in sein reines Herz aufnimmt. Wehe aber dem Menschen, der dieses Brot, das GOTT selber ist, unwürdig, reuelos in Sünde verharrend zu sich nimmt. "Er isst und trinkt sich das Gericht", wie der Apostel mahnt.

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8. Die Erlösungstat

 

Nach all den übergrossen Wundern, die JESUS gewirkt hat, erfolgte noch das grösste, die Erweckung des LAZARUS, dessen Leib nach Erfahrung aller bereits in Verwesung war, mit unglaublichem Erstaunen und Erschrecken und tiefster Erschütterung aller. Auf CHRISTI Befehl stand Lazarus von den Toten auf.

Anstatt an ihn jetzt zu glauben, gerieten die Pharisäer in Wut und waren entschlossen, ihn zu töten, denn Satan war in sie hineingefahren.

Alle Menschen nämlich, welche in steter Todsünde verharren, geben Satan Einlass in ihr Herz und in ihren Verstand, um sie im Stolz gegen alle Gnade zu verhärten.

So suchten die Pharisäer und Hohenpriester eine Gelegenheit, ihn gefangen zu setzen, wozu ihnen Judas verhalf. In unendlicher Not erlebte der HEILAND nach der wunderbaren Einsetzung des allerheiligsten Sakramentes die entsetzlichsten Angriffe Satans am Ölberg.

Dem Blutschweiss ob der grauenhaften Laster der Menschheit folgte die Gefangennahme und Qual durch jede Art von Bosheit durch die Henkersknechte. Er wurde so furchtbar gegeisselt während 3/4 Stunden, dass das nie ein Mensch hätte überleben können. Da drückten sie ihm die Dornenkrone in den Kopf. Sein Blut komme über uns, er muss gekreuzigt werden, schrieen die Juden, und Pilatus gab ihn zur qualvollen Kreuzigung preis.

In seinem schrecklichen Zustand musste er das schwere KREUZ noch selber tragen, und zwar auf der spitzen Kante, weil ihm sonst jeder Schritt die Stacheln der Dornenkrone weiter ins heilige Haupt trieb.

Erst bei seiner Kreuzigung, als die Erde bebte und Tote von den Gräbern warnend sich erhoben, schlug das von den Priestern irregeführte Volk an die Brust und erkannte sein furchtbarstes Verbrechen am HEILIGSTEN.

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9. Ewige Verdammnis

 

Zu seiner schrecklichsten Erniedrigung erkannte Satan bei den Qualen und dem Todesringen JESU seine schreckliche Täuschung. Er hatte Priester und Volk selber zu diesem Verbrechen angetrieben und nahm durch ein Heer von Dämonen von allen diesen Schuldigen Besitz, bis die Macht GOTTES beim Tod des HEILANDES und dem verdunkelten Himmel und der Warnung der auferstandenen Toten noch zahlreiche der Verfolger erleuchtete. Wie ein Blitz wurde dann Satan mit seinem ganzen Anhang in die tiefste Hölle geschleudert.

Wie die grosse Begnadete MARIA VON AGREDA uns enthüllen durfte, mussten Luzifer und sein Anhang gegen Ende des Leidens JESU erkennen, dass sie den GOTTESSOHN selber ans Kreuz geschlagen haben, welcher jetzt mit seinem kostbaren Blute allen Menschen den HIMMEL öffnete, den sie durch ihren Stolz und ihre Auflehnung gegen GOTT für immer verscherzt haben.

Ihre Qual war bei dieser Erkenntnis so gross, dass sie MARIA, die unter dem KREUZE stand, baten, in die tiefste Hölle hinunter fliehen zu dürfen, weil der Anblick des freiwillig gekreuzigten, allmächtigen, ewigen GOTTESSOHNES sie viel mehr quälte als die furchtbarsten Qualen des Höllenfeuers.

Das müssen sich alle Menschen wohl merken: Die furchtbaren Qualen der Hölle sind noch weniger schlimm für den in Todsünde Verworfenen, als die Gegenüberstellung zu GOTTES HERRLICHKEIT im HIMMEL. Die kann kein geschaffenes Wesen, bedeckt von Sünden, aushalten, wie es die grossen Kirchenlehrer verkünden.

Eine Aufklärung über die Wirklichkeit des Übergangs vom Leben zum Tod, nämlich die Trennung von Seele und Leib, GOTTES Richterspruch beim Tod, Himmel, Fegfeuer, Hölle sind in 5 Tonkassetten zu unserer Aufklärung und Hilfe festgehalten. Sie sind aufgesprochen nach dem grossen Theologen und Priester Martin von Cochem und erhältlich im MARIANISCHEN SCHRIFTENWERK, CH-4632 Trimbach.

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10. Das Fegfeuer

 

Das grösste Geschenk, das GOTT dem schwachen, sündigen Menschen gemacht hat, ist das FEGFEUER. Obschon die Qualen dieser Läuterung dem reuig Verstorbenen die Sicherheit der ewigen Seligkeit nicht nehmen können, so sind sie doch viel schmerzvoller als alle Nöte dieser Erde.

Die grösste Qual muss ja der Mensch in seiner Todesstunde durchstehen, wo der Körper sich beim Absterben von der Seele trennt. Mit einem durchdringenden Schrei vor der ganzen um das Kreuz stehenden Volksmenge hat JESUS CHRISTUS diese Trennung durchlitten. Sie bleibt keinem Menschen erspart.

Zahllose verstorbene "Arme Seelen" haben sich in allen Jahrhunderten und Generationen durch Geräusche, eingebrannte Hände auf Möbeln, an Wänden und Priesterhände oft auch in Messbüchern, aber auch durch direkte Erscheinungen melden dürfen, damit die Lebenden durch Gebet und Opfer ihre Befreiung verkürzen.

Die heilige römisch-katholische Kirche hat durch die Vollmacht des Heiligen Vaters für Opfer und Gebete der Gläubigen Ablässe gewährt, um dadurch den Verstorbenen ihre schwere Not zu verkürzen.

Sich selber kann kein Verstorbener aus seiner schlimmen Lage befreien, sondern nur das Gebet der Lebenden.

Darum ist der Ablass oder jedes Gebet und jeder Verzicht, sowie die Besprengung mit Weihwasser ein ungeahntes Hilfsmittel und der beste Trost für die Verstorbenen. Glücklich der Mensch, der jeden Tag seiner lieben Verstorbenen gedenkt. Wer dann ihnen so grosse Hilfe geboten hat durch sein Beten und Opfern, wird bei seinem Sterben auch ihre grosse Hilfe durch GOTTES GNADE erfahren dürfen.

Dieses Bild (in der Broschüre, ähnlich auch in vielen Kirchen) zeigt die im unauslöschlichen Feuer bis zu ihrer Erlösung harrenden Seelen. Es dauert, bis sie den letzten Heller ihrer Sündenschuld auf Erden abgebüsst haben.

In seiner Höllenqual hat Satan jene List angewandt, den Menschen die Früchte des Ablasses wegzunehmen. Durch die Reformatoren, die fast alle heiligen Sakramente, nämlich Beichte, Firmung, Altarsakrament (Messopfer und Kommunion), Ehesakrament, Priesterweihe, letzte Ölung abgeschafft haben, wurde nicht nur der Ablass abgeschafft, sondern die Existenz des Fegfeuers geleugnet. Das hat ihre Höllenqualen für alle Ewigkeit vermehrt, musste Martin Luther aus einer Besessenen ausschreien.

Darum lasst uns mit grösstem Erbarmen der Armen Seelen im Fegfeuer in der Treue zum wahren Glauben gedenken.

(Anmerkung der Internet-Apostel der letzten Zeiten AIHS: Die Sakramente der Taufe und des Abendmahls wurden von den Reformatoren nicht abgeschafft, und wir sind auch nicht der Meinung, daß die Reformatoren, die ihrem Gewissen gemäß ungeheuerliche Mißstände in der Kirche abschaffen wollten, in der Hölle gelandet sind. Vielmehr dürften sie im Fegfeuer dafür büßen, daß sie die Existenz des Fegfeuers geleugnet und das sonntägliche Abendmahl sowie die Einzelbeichte abgeschafft haben, was furchtbare Folgen für Milliarden Menschen hatte und hat. Dereinst werden alle Menschen guten Willens bei Gott vereinigt sind, wohl auch Luther, schwerlich aber Papst Alexander VI.)

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11. Der Himmel

 

Wie die Qual der Hölle jede Vorstellung auch des Entsetzens durch Angriffe der gefallenen Engelsgeister mit der ständigen Gewissensqual, diesen Zustand selber verschuldet zu haben, übertrifft, so übertrifft auf der anderen Seite das nie mehr endende Glück, die Freude und Wonne und Erkenntnis jede Freude dieser Welt.

Dazu schreibt der heilige Paulus 1. Kor. 2.9 "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz aufgestiegen ist, das hat GOTT denen bereitet, die ihn lieben."

Der heiligmäßige Bruder Patrizius (gestorben 1955 in Trier) hatte folgende Himmelsvisionen, auszugsweise hier wiedergegeben:

"... Alle Freuden der Welt sind nichts als Eitelkeit und endlose Torheit. Kein Menschenverstand kann auch nur den geringsten Teil jener Güter schildern, deren sich die Heiligen in der Anschauung GOTTES erfreuen.

Die Glorie auch der geringsten Heiligen ist unermesslich. Menschliche Erklärungsversuche können dieselbe eher verdunkeln als erklären. Es gibt keinen Vergleich der Freuden dieser Welt zur überragenden Herrlichkeit des HIMMELS.

Wie ein Fluss am Ende seines Laufes vom Weltmeer empfangen wird, so wird die gerettete Seele am Ende ihres Erdenlebens und nach der vollständigen Reinigung im Fegefeuer im Ocean der Liebe, Schönheit und Herrlichkeit GOTTES empfangen. Alle Mühsale und Leiden werden umgewandelt in ewige Freuden.

Die seligen Bewohner des Himmels schauen in die unergründlichen Abgründe von GOTTES Wesenheit, die ohne Ende ist. Alle Probleme und Geheimnisse der Erkenntnis und Wissenschaft werden in einem Augenblick erfasst und erkannt.

Die Milliarden ENGEL und HEILIGEN durchschweben in wunderbarer Schönheit die weiten Himmelräume. Da finden die Eltern ihre früh verstorbenen Kinder und ihre Angehörigen, die frommen Geschwister, einer den anderen in namenloser Glückseligkeit, um nie wieder voneinander getrennt zu werden..."

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12. JESUS ich vertraue auf Dich

 

JESUS liebt Dich!

Er hat zu Deiner Rettung die von keinem Menschen je nachvollziehbaren Martern und Qualen erduldet. Sein ganzes Leben aber war schon geprägt durch Verzicht und schreckliche Angriffe Satans, der ob Seiner Heiligkeit in ununterbrochener Wut böse Menschen gegen ihn aufhetzte.

Vor allem aber ist seine heiligste, auserwählte, jungfräuliche Mutter, die alle Geschöpfe, Menschen wie Engel an Tugend und Heiligkeit überragt, von GOTT bestimmt, Satan den Kopf zu zertreten. Sie musste ihr ganzes Leben alle Schmerzen und Leiden ihres Shnes in ihrem Herzen mittragen bis zur furchtbaren Geisselung, Dornenkrönung und Kreuzigung. Sie wurde dadurch zur Miterlöserin und von GOTT zur Mittlerin aller Gnaden für das Menschengeschlecht eingesetzt.

Es ist ihr einziger Wunsch, dass jedes Menschenleben gerettet wird, indem es sich in GOTTES Arme wirft:

"JESUS, ich vertraue auf Dich!"

Und wären Deine Sünden so zahlreich wie der Sand am Meer und so rot wie Scharlach (wie der Prophet verheisst), GOTT wird jedem reuigen Sünder in seiner unendlichen Barmherzigkeit verzeihen, und wäre es noch in den letzten Sekunden vor dem Tod.

Erst danach erfolgt GOTTES GERECHTIGKEIT, dann ist keinerlei Korrektur mehr möglich: Es bleibt nur der Himmel - nach der Läuterung im Fegfeuer - oder die auch nach Jahrmillionen nie mehr endende Qual der Hölle.

Das Verhängnisvolle ist die Weigerung des Menschen, in diesem Moment noch GOTTES BARMHERZIGKEIT anzurufen. Satan versucht alles, um den Menschen den Glauben an GOTTES VERZEIHUNG noch aus dem Herzen zu reissen. Darum ist es klug, nach jeder Sünde sich ohne Verzug mit GOTT zu VERSÖHNEN:

"JESUS, ich vertraue auf Dich!"

Jesus Christus:

Ich allein bin die Liebe und Barmherzigkeit. Ich kann auch den größten Sünder nicht bestrafen, wenn er mein Mitleid anruft, sondern ich verzeihe ihm in unendlicher und unerforschlicher Barmherzigkeit.

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