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ATHEISMUS |
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19A5 |
Die ohne Glauben (I): |
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Atheisten und Ungläubige ertrinken in ihren
Zweifeln,
statt nach dem rettenden Strohhalm des Glaubens zu greifen
Die Vernunft sagt: Sei gut, und du machst die Welt besser! Lebst du
schlecht, wirkt sich das negativ auf die ganze Gesellschaft aus. (Erkenntnis
der Analytischen Ethik)
Wie wirkt sich die Kritik der atheistischen
Philosophen an der Religion und ihr Jammern über die Abwesenheit Gottes aus?
Negativ. Viele Menschen resignieren, lassen sich von den angeblichen
Vernunftgründen der zweifelnden Gelehrten überzeugen und geben die ihnen
angeborene Hoffnung auf.
Wie wirkt sich demgegenüber das Beispiel des hl. Franziskus von Assisi
aus, sein einfaches Leben, seine Güte zu allen Lebewesen? Er begeistert viele
Menschen, spornt sie an zur Tugend und zum Gutestun.
Sie – darunter viele idealistische Jugendliche - machen die Welt ein bißchen
besser.
Jeder möge selbst die Frage beantworten, wieviel Positives die
folgenden Stellungnahmen enthalten, wie nützlich sie für die Zukunft der
Menschheit sind. Das folgende Gedankensystem strahlt so viel Elend aus, daß wir
großes Mitleid mit den Autoren empfinden und beten:
Herr Jesus
Christus, erbarme Dich der Unglücklichen, die glauben, sie könnten ohne Gott
mit ihrem beschränkten Verstand das Wesen aller Dinge erklären. Denn Du allein
bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Du teilst die Gabe der Weisheit nach
Deiner Gerechtigkeit aus. Laß nicht zu, daß so viele Menschen aus Dummheit, das
heißt selbst verschuldeter Unwissenheit, ewig verloren gehen! Amen.
Man vergleiche die folgenden Texte mit den erbaulichen Geschichten aus
den Büchern von P. Franz Ehmig (Neue Gleichnisse) und Leopold Kist (Geistliches Schazkästlein),
beide aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, teilweise veröffentlicht in
www.etika.com:
Epikur
in einem von Laktantius (Lattanzio)
überlieferten Fragment, mitgeteilt von M. F.
Deus – inquit – aut
vult tollere mala et non potest, aut potest
et non vult, aut neque vult neque
potest. Si vult et non potest, imbecillis est, quod in Deum
non cadit. Si potest et non vult,
invidus, quod aeque alienum a Deo, si neque
vult neque potest, et invidus et imbicillis est, ideo nec Deus. Si et vult
et potest, quod solum Deo convenit,
unde ergo sunt mala? Aut cur illa non tollit?
Kommentar: Gott kann und will,
aber er tut alles zu seiner Zeit. Die Kritiker haben keine Geduld. Sie wollen
das Jüngste Gericht nicht abwarten.
Arthur
Schopenhauer
(1788 – 1860). Der
handschriftliche Nachlass. Ed. Hübscher, IV, 2, 116ff.:
„… die Welt ist mir öd und leer geworden. Mein ganzes Leben
hindurch habe ich mich schrecklich einsam gefühlt und stets aus tiefer Brust
geseufzt: ,Jetzt gib mir einen Menschen!’ Vergebens.
Ich bin einsam geblieben. … nichts als elende Wichte von beschränktem Kopf,
schlechtem Herzen, niedrigem Sinn habe ich gefunden; Goethe … und wenige
andere ausgenommen… Demnach hat allmählich der Unwille über einzelne der ruhigen
Verachtung des Ganzen Platz machen müssen. .. Endlich bin ich zu der
Einsicht gelangt, daß die Natur noch unendlich karger ist, und ich die ,solitude of Kings’ (Byron) (Einsamkeit der Könige; Prophecy
of Dante, I, v. 166) mit Würde und Geduld ertragen muß.“
Kommentar: Wie einseitig und
kurzsichtig! Wie glücklich der Einsiedler, der einsam ist mit Gott im Herzen
und am Himmel!
Weiteres Schopenhauer-Zitat aus
seinem Nachlaß, mitgeteilt von M. F., 25.4.2006:
„Überhaupt aber schreiet gegen eine solche Ansicht der Welt, als
des gelungenen Werkes eines allweisen, allgütigen und dabei allmächtigen Wesens, zu laut einerseits
das Elend, dessen sie voll ist, und andrerseits die augenfällige
Unvollkommenheit und selbst burleske Verzerrung der vollendetesten
ihrer Erscheinungen, der menschlichen. Hier liegt eine nicht aufzulösende
Dissonanz.“
Kommentar: Wegen des Elends in
der Welt und des Einwandes von Schopenhauer geht die christliche Weltanschauung
nicht in Brüche. Wir haben eine
Erklärung: die kommende Gerechtigkeit. Gott, der Gute und Gerechte, wird die
Bösen, die die Zeit ihrer Bewährung nicht benutzt haben, strafen, und die
Guten, Sanften, Unschuldigen, Gerechten wird Er belohnen. Wer jetzt weint, wird
lachen, und wer jetzt lacht, wird weinen.
Jean Paul Sartre
(1905 – 1980), Da: Il
Diavolo e il buon Dio, tr. a c. di P. Caruso, Mondadori, Milano 1996, citato in Remo Bodei, I senza Dio,
Io supplicavo, imploravo un segno, mandavo
al cielo dei continui messaggi: nessuna risposta. Il Cielo ignora
perfino il mio nome. Mi
chiedevo, ad ogni momento, che cosa
potessi essere agli occhi di
Dio. Ed ora conosco la risposta: nulla. Dio non mi vede, Dio
non mi sente. Vedi questo
vuoto che sta al di sopra
delle nostre teste? È
Dio. … Dio è il silenzio. Dio è l´assenza. Dio è la solitudine degli uomini. … Se Dio esiste, l´uomo è nulla; se l´uomo esiste… Dio è morto? Ho ucciso Dio, perché
mi separava dagli uomini. Ma ecco che ora la sua morte
mi isola ancor di più… Se Dio non esiste, perché mai sono solo, io che vorrei
vivere assieme a tutti? Solo, con questo Cielo vuoto sopra la mia testa.
Kommentar: Erkenntnis ist
Gnade. Gott schenkt sie, wem er will. Nach seiner
Gerechtigkeit.
Norberto Bobbio
(1909 – 2004), Religione e religiosità: Da „Micromega“, 2,
2000, pp. 7-14:
Io non sono un uomo
di fede, sono un uomo di
ragione e diffido di tutte le fedi,
però distinguo la religione dalla religiosità. … La mia è una religiosità
… perché l´essere e non piuttosto il nulla?
… non so chi sappia darla (la risposta) a questa domanda.., se non per fede. Secondo Severino
l´essere è infinito… Ma non è che così
siamo in grado di capire cosa
c´era prima. È impossibile. … mi
sento un piccolo granello di sabbia in questo
universo. …
L´unico desiderio che ho … non è certo quello dell´immortalità,
`e quello di morire in santa pace: il riposo
eterno è ciò in cui spero. Non voglio
risvegliarmi. …
Anch’io sono cresciuto … in una famiglia cattolica…
Preghiere,
preghiere, preghiere.
… le risposte della fede implicavano
credenze difficili da accettare. La credenza nei miracoli … per un razionalista è la cosa più assurda.
… peccato originale … una colpa originaria collettiva non è accettabile, la colpa è personale, non può essere trasmessa
da una generazione
all´altra, non c’è niente di più
primitive. La colpa collettiva
è addirittura una concezione tribale. …Ma resta il
mistero dell´universo.
Per tanti anni sei
andato a confessarti e a
un certo punto
non ti confessi più. Entri in conflitto con la morale del confessionale.
Kommentar: Ecco!
Die Moral! Das heute von den Kirchenoberen und den meisten Geistlichen
totgeschwiegene zweite Fundament der christlichen Religion. Um die eigene
Schuld nicht im Beichtstuhl bekennen zu müssen, verläßt der Philosoph den
christlichen Glauben. Und erkennt nur noch an, was innerhalb der Grenzen
seiner beschränkten menschlichen Vernunft liegt. Das ähnelt dem Hochmut
Luzifers: Ich mache es ohne Gott, ich schaffe es ohne Gott, ich mache es gegen
Gott, ich will sein wie Gott. Und Bobbio will nicht
einmal auferstehen, ersehnt sich nur ewige Grabesruhe. Gott hat unendlich viele
Strafen in seinem Gerechtigkeitsregister, und vielleicht gehört diese dazu.
… quello che sconvolge il mondo … è proprio il progresso scientifico… milioni di anni di evoluzione, e l´era dei dinosauri
…e centinaia di migliaia di
anni per l´evoluzione
dell’uomo: sono cose sconvolgenti, a cui la fede non da nessuna risposta…
Kommentar: Man lese, was
Leopold Kist über den gelehrten Tollhäusler schreibt,
den österreichischen
Universitätsprofessor, der behauptet hat, der Mensch stamme vom Gorilla
ab.
La fede non risponde alle domande, può
solo evitarle. … La ragione
e l´esperienza sono i due lumi dell´uomo
così come è. La religione
è una creazione umana. …
Resta (il problema) del male. … è troppo facile rispondere
che la sofferenza dipende dal peccato.
Kommentar: Die Wahrheit und
alles Große sind immer einfach. Die göttliche Gerechtigkeit sieht die
Vergeltung für Gut und Böse im Diesseits und im Jenseits vor. Leidende
Unschuldige werden im Jenseits entschädigt. Welche Erklärung haben denn Bobbio und die Philosophen und die modernistischen Päpste?
Keine nennenswerte, nur blabla.
… Di Dio si è detto tutto: che
è misericordioso e che
è vendicativo, venerando
e terribile.
Kommentar: Exakt.
Non cè risposta al problema
Kommentar: Doch. Das Böse und
die Ungerechtigkeit werden vom Menschen und von den Teufeln verursacht, nicht
von Gott. Gott weint über das Böse, über die Sünde, über das Leid. Literatur:
P. Werenfried van Straaten:
Wo Gott weint.
Sull’inneffabile non si può dire nulla.
Kommentar: Doch, die Erfahrung
sagt dem Menschen guten Willens alles: Gott ist unermeßlich gütig und gerecht
und furchtbar. Er klopft unaufhörlich an die Tür des Herzens. Er will, daß alle
Menschen an Ihn glauben, Seine Gebote halten, Ihn lieben und dadurch gerettet
werden, weil Er alle seine Kinder liebt. Kinder, die ihn verschmähen, werden
von Ihm verschmäht. Unaussprechlich ist nur Seine Größe, doch seine Barmherzigkeit
erfahren wir, wenn Er unsere Gebete erhört und Wunder für uns tut. Deshalb der
Lobpreis des Franziskus:
Allmächtiger, heiligster, erhabenster und
höchster Gott, Du bist alles Gute, das höchste Gute, das vollkommene Gute, Du
allein bist gut. Dir wollen wir geben alles Lob, allen Ruhm, allen Dank, alle
Ehre, allen Preis und alle Güter. Es geschehe. Es geschehe. Amen. (Im Lobgebet
zu jeder Stunde)