ETIKA

KIRCHE

www.etika.com
17.10.2003

19CGD1

Verrat am katholischen Glauben

 

Es gibt nur eine wahre Lehre, wie es nur eine wahre römisch-katholische Kirche gibt. Diese umfasst alle, die an Jesus Christus glauben, Gottes Gebote halten und den dreieinigen Gott über alles lieben. Das Glaubensbekenntnis eint sie. Das ist unsere Ansicht.

Nachstehend veröffentlichen wir die Aufzeichnungen einer treuen katholischen Christin, die entsetzt ist über den Wandel während der vergangenen Jahrzehnte. Damit geben wir gleichzeitig unsere Antwort auf die Aussage eines katholischen Geistlichen über ETIKA, die uns ein Leser am 13.10.2003 per E-Mail zusandte. Jener uns unbekannte Pater R. H. L., römisch-katholischer Priester, schrieb auf die Anfrage eines Lesers bezüglich etika.com: „Typischer "konservativer" Inhalt mit den typischen V2- und protestantischen Adressen, also "ökumenisch". etika.com ist ökumenischer Wirrwarr und zu meiden.“ Anmerkung: Was V2 ist, wissen wir nicht. Wir geben dem Kritiker jedenfalls den Rat, erst vor seiner eigenen Kirchentür zu kehren und über nachstehende Fakten zu meditieren.

Hier folgen nun Texte jener schlichten katholischen Pilgerin aus Bayern, die ein offenes, kein verschlossenes Herz hat, den Auftrag Gottes zur Einheit aller Christen nicht ignoriert, einen viel, viel weiteren Horizont hat als so viele gelehrte Kleriker und die frei sagt, was ihr Gewissen ihr befiehlt. Sie macht auf fundamentale Änderungen in der neuen Messliturgie aufmerksam und stellt die Texte von Ordo und Novus Ordo gegenüber.


„Wir preisen Dich, Herr, dass Du dies den Klugen verborgen, den Einfältigen geoffenbart hast!“

Was jeder widerstrebend fühlen könnte:

 

Ordo

Novus Ordo

“daß ich viel gesündigt habe”

„Daß ich Böses getan habe“
(„Gehirnwäsche“!)

 

Die raffinierteste Passage
(wer andächtig, anbetend mitsprechen will, dem wird es
unheimlich):

 

Ordo

Novus Ordo

Daher sind wir dessen eingedenk…
des
heilbringenden Leidens, der Auferstehung von den Toten und der glorreichen Himmelfahrt Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus

Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du wiederkommst in Herrlichkeit

Erlösung

Wiedergeburt

 

Fehler: der „Schott“ wurde nicht allgemein gebraucht – mangelnde Belehrung, keine Übung

 

(Anmerkung: Es folgen Notizen der Katholikin zu einer Veranstaltung.)

 

Haben die 3 Festredner am 7. 10. den Mut, die Schlange unter den Blumen zu entlarven oder sind sie eben nur Traditionalisten?

Wollen alle wirklich die Kirche Christi sein oder nur ein frommer Verein?

Worum geht es wesentlich?

Warum wurde die Liturgie geändert?

Welcher Grund wurde angegeben?

Wurden die Priester feierlich ihres Primizversprechens entbunden, um der neuen Liturgie zustimmen zu können?

Warum halten Priester und Laien am alten Ritus fest?

Tun sie das wegen eines längst verstorbenen Papstes?

Warum sind sie jetzt nicht ungehorsam – sondern gehorchen der Wahrheit?

Was ist unannehmbar in dieser neuen Liturgie?

Kann der Laie das erkennen?

Wozu ist der Laie nicht verpflichtet?

Wozu muß er mindestens schweigen, wenn er schon keine andere Möglichkeit hat?

Warum ist der Laie nicht verpflichtet, zu bekennen, dass er Böses getan hat?

Zu beten: erlöse uns vor (sic) dem Bösen?

Was soll das Wort Böse im Kirchenraum!?

Darf der Laie sprechen:

Deinen Tod verkünden wir und
Deine Auferstehung preisen wir -
bis Du kommst in Herrlichkeit?

Wie heißt der vorgeschriebene Text und wie unterscheidet er sich wesentlich vom ursprünglichen?

 


Angefügt sind zwei mitgeschickte Texte:

Inständige Bitte

Ich bin leider keine kirchliche Autorität und kann daher nichts anordnen, sondern alle Priester und Pfarrer nur demütig, doch inständig bitten:

1.    Kehren Sie zu den gütigen und weisen Anordnungen Papst Leos XIII. zurück und beten Sie am Ende der heiligen Messe das Michaelsgebet. Kein Mensch kann aus eigener Kraft gegen Satan aufkommen.

2.    Feiern Sie den Herz-Jesu-Freitag und rufen Sie zur Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu auf. Begeistern Sie, unsentimental und. ohne Kitschbilder, besonders die Kinder zum Vertrauen auf Jesu Herz.

3.    Lehren Sie die Kinder ein kurzes Stoßgebet zum heiligen Schutzengel.

 

Ihr alle, die ihr zu wenig zahlreich seid, um die vielen aufzuwiegen, die den Zorn Gottes lebendig erhalten, bleibt ihm treu, trotz der fürchterlichen Zeit, die euch bevorsteht und jeden Augenblick näherkommt, legt eure Mühen und Sorgen Gott zu Füßen! Er wird euch seinen Engel senden, wie er den Erlöser der Welt gesandt hat. Fürchtet euch nicht! Steht vereint unter dem Kreuz! Es hat immer die Nachstellungen jenes Teufels besiegt, der mit  der Wildheit der Menschen und den Trübsalen des Lebens kommt, um euch zur Verzweiflung zu verleiten, das heißt zur Trennung von Gott.

 

ETIKA zieht Bilanz:

Der Wirrwarr ist in der katholischen Amtskirche und in den Herzen der meisten ihrer Vertreter.

Frage zum Schluß: Warum wurden die katholischen Christen mit dem II. Vatikanischen Konzil der Schutzwirkung des Michaelsgebets beraubt? Damit sie dem Teufel leichter zum Opfer fallen! Da sieht man, wo die wahre Front verläuft. Wir sind für die sofortige Wiedereinführung des Michaelsgebets, eines Exorzismus zum Abschluß der Messe in allen christlichen Kirchen und Gottesdiensten. Das ist wahrhaft katholisch. Ist der erwähnte Pfarrer auch dafür, der uns des „ökumenischen Wirrwarrs“ beschuldigt? Dann soll er das Michaelsgebet in seiner Pfarrei wieder einführen! Wenn er es nicht tut, ist er weniger katholisch als wir.

 

Seine Reaktion am 15.10.2003: „Das war wohl das größte Eigentor in der Geschichte von etika und wird

bei KzM berücksichtigt werden.  In Christo, Pater R. H. L., römisch-katholischer Priester“. Genauso brüderlich im Herrn antworten wir:

 

Unsere Ansicht über die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche haben wir oben extrem kurz ausgedrückt. Deshalb ist sie missverständlich. Ausführlich ist sie dargelegt in unserer Serie über die Ökumene:
Christliche Einheit jetzt - 3. Reformation .

 

Wozu gibt es eigentlich das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel? Es ist „noch heute allen großen Kirchen des Ostens und des Westens gemeinsam“, steht im Katechismus der Katholischen Kirche  von 1993 (195). Wenn es aber in diesem Credo heißt: „Wir glauben an... die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“, und Orthodoxe und Lutheraner und Kopten beten dies, wie viele Stufen stehen dann die Katholiken höher, weil sie etwas anders beten, nämlich: „Ich glaube an ... die heilige katholische Kirche“? Beide Glaubensbekenntnisse sind abgedruckt auf Seite 82. Der Glaube an Gott ist entscheidend.

 

Und wer von den Katholiken der Meinung ist, der russische Pilger, der das unablässige Herzensgebet pflegt, sei zum Braten in der Hölle verdammt, weil er nicht in die katholische Kirche eingetreten ist, der irrt, auch wenn die Katechismen und Päpste  derartiges behaupten.

 

Kurzum: Gott schaut beim Jüngsten Gericht mehr noch in die Herzen als allein auf den Taufschein. Und die Ersten werden die Letzten sein, und die Letzten die Ersten.

AIHS

 

 

 

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