ETIKA

Katholische Kirche

www.etika.com
4.10.2002

19CP1

Mord an Papst Luciani: Cui bono?

Villot –Marcinkus – Benelli –Andreas Hofer – Diego Lorenzi – Roberto Calvi

 

Literatur: P. Jesús López Saez:  "El día de la cuenta" (Der Tag der Abrechnung), Buch nur über  Internet zu bestellen

Español: „Juan Pablo I fue asesinado“: http://www.el-mundo.es/cronica/2003/413/1063627874.html
http://www.comayala.es/

 

Wir bedauern, diesen Artikel zum jetzigen Zeitpunkt veröffentlichen zu müssen. Kardinal Ratzinger hat der „Bunten“ erklärt, es gehe dem Papst „sehr schlecht“ („molto male“ laut www.ilnuovo.it , 30.9.2003) und Kardinal Schönborn sprach von „den letzten Tagen und Monaten seines Lebens („Corriere della Sera“, 3.10.2003). Wir fürchten auch um die Heiligsprechung des ladinischen China-Missionars Josef Freinademetz am Sonntag, 5. Oktober. Jedenfalls wünschen wir Johannes Paul II., dass seine Schmerzen gelindert werden und dass er vor seinem Tode die Irrtümer und Sünden aufrichtig bereit, die er begangen hat. Wir denken dabei an seinen

·        Ausschluss frommer Traditionalisten, aber nicht gottloser Kinderschänder aus Klerus und Kirche,

·        seine Erklärungen, dass Himmel und Hölle keine Orte seien,

·        seinen multikulturellen und multireligiösen Radikalismus bei gleichzeitiger Blockade der christlichen Einigung,

·        die Veröffentlichung nur eines Teils des dritten Geheimnisses von Fatima bzw. das Verheimlichen der ausführlichen Fassung usw.

 

Komplott gegen Papst Johannes Paul I.
Das Buch von Jesús López Sáez - Falsches Medikament - Nicht die "Imitation Christi" in der Hand - Im Bett oder am Schreibtisch?
Wojtyla war der Kandidat Villots – Die Zeit entlarvt alle Lügen

 

Vieles deutet darauf hin, daß Papst Johannes Paul I. doch ermordet wurde. Die Ungereimtheiten häufen sich. Ein spanischer Vatikankenner enthüllt Ungeheuerliches in einem neuen Buch.

 

ETIKA lässt vor allem Dokumente, Fachleute und die Presse sprechen. Die angesehene Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" schreckte die Eingeweihten und die Argwöhnischen am 26.9.2003 (Cronache, S. 19) mit einem Artikel aus der Feder von Mino Vignolo auf:

 

Torna la teorie del complotto: "Fu ucciso"
Il libro di un sacerdote spagnolo ripropone le accuse contro mafia, Ior e P2

Die Verschwörungstheorie taucht wieder auf: "Er wurde getötet"
Das Buch eines spanischen Priesters bringt die Anklagen gegen Mafia, IOR und P2 wieder auf den Tisch

 

ETIKA versucht, Systematik in das Rätsel zu bringen. Die Hauptfrage, die gestellt werden muss, ist wie bei jedem Verbrechen die Frage: Cui bono? Wem nützt es?

 

Und da enthüllt der "Corriere della Sera", natürlich im letzten Absatz, um das Establishment nicht zu „pieksen“, Sensationelles. Wir übersetzen:

 

Nach Jesús López Sáez wurde der Papst getötet, weil er die Kurie revolutionieren, Marcinkus absetzen. die Vatikanbank (IOR) reformieren und sich mit der Mafia und der P2, abweichender Freimaurerei, anlegen wollte.  (Anm.: Und jetzt kommt´s:) Pater Jesús López Sáez bekräftigt, dass Papst Luciani wusste, dass er mit mächtigen Gegnern zu tun hatte: "Bei verschiedenen Gelegenheiten sagte er, dass sein Pontifikat kurz sein würde und dass er den Namen seines Nachfolgers kannte, den er "den Ausländer" (lo straniero, den Fremden) nannte oder auch "jenen, der mir im Konklave gegenüber saß". Es war Wojtyla, der Kandidat Villots und der Kurie, die begierig war, die Kontrolle über die Macht wieder zu erlangen".

 

Wer war Villot? Darüber später mehr.

 

Benelli und Paul VI. für Luciani

 

1978 waren die Zeiten noch anders. Es dauerte nur wenige Tage, vom 25. bis 27. August, bis die Kardinäle den Patriarchen von Venedig, Albino Luciani (65), zum 263. Papst wählten. Es war eines der kürzesten Konklave der Kirchengeschichte. Für Luciani hatte sich unter anderem der frühere "starke Mann" Giovanni Benelli eingesetzt. (Dolomiten 7.10.1978) Angeblich wurde seine Wahl von Papst Paul VI. vorbereitet; dies sagte jedenfalls der französische Kardinal Gabriele Maria Garrone im "Osservatore Romano". (D 15.9.1978)

 

Luciani "funktionierte" nicht

 

Als der bescheidene Seelsorger auf dem Stuhl Petri im Vatikan aber furchtbaren Missständen auf die Schliche kam, größere personelle Umbesetzungen plante und daraufhin merkwürdigerweise nach 33 Tagen Amtszeit überraschend starb, entbrannte ein erbitterter Machtkampf hinter den Kulissen. Wer die einschlägigen Artikel auf spanisch und deutsch in etika.com gelesen hat, weiß, zwischen wem.

 

Er wäre auch nicht der erste Papst, der ermordet wurde. Der Franzose Jacques Thierry, der recht früh, schon 1981, Verdacht schöpfte, erinnert in seinem Buch "Lettre de Rome sur le singulier trepas de Jesan Paul I." daran, dass es zum Beispiel auch von den Päpsten Pius X. und Pius XI. geheißen habe, sie seien vergiftet worden. Leo XIII. soll eine panische Angst vor dem Vergiftetwerden gehabt haben und sich nur von "uova alla coque" (weichgekochten Eiern)  ernährt haben. Thierry schildert, dass Lucianis Sekretär don Diego die verkrampfte Haltung des Toten aufgefallen sei ("impressionato dagli insoliti lineamenti contratti del cadavere", so Lorenzo Bocchi im "Corriere della Sera" vom 2.4.1981 in der Wiedergabe eines Artikels von "France-Soir").

 

Kein Globalist – Achtung vor dem Patriotismus Andreas Hofers

 

Stellen wir aber zunächst Johannes Paul I. ein bisschen vor. Der Jesuit Heinrich Ségur schildert ihn als Papst, „der als Seelsorger Erfahrung besitzt, als Theologe gemäßigt konservativ und als Bischof gütig und energisch zugleich ist“ (D 2.9.1978)

 

Luciani war weit entfernt vom jetzigen multikulturellen Kurs der katholischen Amtskirche, die auf einen Welteinheitsstaat oder Staatenbund, auf jeden Fall eine Stärkung der Machtbefugnisse der UNO, hinzusteuern scheint. In seinem Buch "Illustrissimi'" (edizioni messaggero padova, 4. ed., 1978) würdigt er in einem fiktiven Brief vom Dezember 1974 an Andreas Hofer diesen als Patrioten. Der von Hofer angeführte Guerrillakrieg gegen die französischen Besatzer habe ihn im Herzen des Tiroler Volkes zum Helden gemacht. Zum Schluß seines verständnisvollen Briefs, in dem er auch auf die Exkommunizierung Napoleons durch Papst Pius VII. im Schicksalsjahr 1809 hinweist, wirbt er für die Wiederherstellung der Einheit der Kirche und des Landes. Luciani auf deutsch (für einen Italiener erstaunlich): "Für Gott... für Vaterland. Per Dio... per il Paese, come sta scritto sull´Iselsberg!" Er lobt sogar den Kapuzinerpater Haspinger, über den heutzutage kübelweise Schmutz gegossen wird, so in einem verzerrenden Fernsehfilm. Luciani ermutigte die Tiroler, den Kampf gegen die Feinde der Religion fortzusetzen (und eben das tun auch wir):

 

„Auf dem Bergisel bei Innsbruck haben sie Euch ein Denkmal errichtet; auf dem Sockel steht geschrieben: „Für Gott, Kaiser und Vaterland“. Lassen wir den Kaiser beiseite; ich wünschte, dass Eure Heldenhaftigkeit, die edel und christlich zugleich ist, in und außerhalb Tirols Nachahmer fände. Verstehen wir uns recht: ich meine keine Partisanenkämpfe; ich bin überzeugt, dass es sie gerade im demokratischen Italien nicht brauchen wird. Aber Euren festen christlichen Glauben, die Geschlossenheit des Volkes, die Ihr mit Haspinger in der Stunde der Gefahr zu wecken wusstet, die würde ich mir von ganzem Herzen wünschen... Zur Zeit Eurer Tiroler Erhebung haben sich viele Bischöfe aus Frucht oder eines Vorteiles wegen auf die Seite des übermächtigen Napoleon geschlagen. (Anm.: wie heute der Papst und Bischöfe Propaganda für die Globalisten der UNO etc. machen). Ihr Tiroler hingegen habt Napoleon und seinen Freunden Widerstand geleistet. Es sind Dinge, die wir uns in Erinnerung rufen müssen..., um die Seelen wieder zu vereinen und die Einheit der Kirche und des Landes wiederherzustellen. „Für Gott... und Vaterland“, wie auf dem Bergisel geschrieben steht. (Luciani, der auch an den Bären von San Romedio auf dem Nonsberg im Trentino geschrieben hatte, veröffentlichte seine Briefe zuerst im „St.-Antonius-Boten“, „Il Messaggero di S. Antonio“, D 2.9.1978)

 

Wir glauben nicht, dass es unter Papst Luciani eine dermaßen radikale Werbung seitens der Kirche für die Globalisierung gegeben hätte wie sie heute stattfindet. Ein Bischof schreckte zum Beispiel nicht davor zurück, den seligen Josef Freinademetz aus dem ladinischen Gadertal anlässlich der geplanten Heiligsprechung am 5. Oktober 2003 als Vorläufer der Globalisierung hinzustellen, obwohl dieser klipp und klar keiner Vermischung das Wort redete, sondern sich in das von ihm besuchte Volk so einlebte und es liebte, dass "Fu Shenthu'" in einem Brief an einen Weber in der Heimat sogar erklärte:

"Ich bin schon mehr Chinese als Tiroler und will auch im Himmel Chinese bleiben."

 

Wie man daraus eine Verbindung zu der von UNO und Weltbank etc. betriebenen Globalisierung herstellen kann – der Bischof sagte in seinem Hirtenbrief wörtlich: „So hat er die Globalisierung vorweggenommen, indem er in der katholischen, weltumfassenden Kirche lebte, indem er offen war für andere Kulturen und Religionen“ -, ist uns schleierhaft und weckt ernste Sorgen um den Seelenzustand der kirchlichen Globalisierer. Für Christen kann es nur eine Globalisierung geben, nämlich die Bekehrung sämtlicher Menschen zur christlichen Religion. Jede andere Art von Globalisierung verfolgt andere, antichristliche Zwecke.

 

Seltsam berührt einen gläubigen Katholiken, wenn ein Priester dann in seiner Predigt – noch dazu in der Heimat Andreas Hofers - weiter ausführlich aus dem Hirtenbrief jenes Bischofs zitiert (am 28.9.2003 schon zum zweitenmal, nachdem er ihn früher ganz vorgelesen hatte) und sagt, wir sollten die Anliegen der Einwanderer zu unseren eigenen machen. Der Bischof hatte wörtlich gesagt (laut Kath. Sonntagsblatt Nr. 47, 14.9.2003, S. 3): „Heute brauchen wir nicht weit zu reisen, um fremden Kulturen und Religionen zu begegnen. Wir begegnen ihnen im eigenen Land, und wir sind aufgerufen, die Sorgen jener, die einwandern, zu unseren Sorgen zu machen.“

 

Welche Anliegen viele der Einwanderer haben, ist uns völlig klar. Sie wollen die Islamisierung des christlichen Europas durchsetzen, manche mit allen Mitteln. So ließ der italienische Moslemführer Adel Smith einen Bildrahmen mit dem Namen Allahs und der Sure 112 des Koran in der Grundschule "Antonio Silveri" in Ofena (Provinz L´Aquila) aufhängen. Er forderte, wenn die moslemischen Symbole entfernt würden, dann müsste auch das christliche Kreuz entfernt werden; sonst sei es Diskriminierung. (Corriere della Sera, 17.9.2003) Wie kann man von uns Christen kirchlicherseits verlangen, daß wir uns solche Anliegen der Einwanderer zu eigen machen? Wenn wir das Gebot "Liebet eure Feinde" auf solche absurde und selbstmörderische Art und Weise auslegen, dann wird es in wenigen Jahrzehnten keine christliche Gegend mehr geben, sondern nur noch verfolgte Christen in Katakomben.

 

Für Evangelisation der ganzen Welt

 

Winfried Jedstadt schrieb in der „Deutschen Tagespost“ nach der Papstwahl (zit. D 2.9.1978): „Hauptaufgabe wird ... die Evangelisierung der Völker bleiben. Johannes Paul I. will, wie er am Sonntag vor den Kardinälen in der Sixtina betonte, das Zweite Vatikanum weiter verwirklichen.»

 

Auch wenn Luciani überzeugter Anhänger des II. Vatikanischen Konzils war (so auch ersichtlich aus seiner Ansprache bei der zweiten Generalaudienz am 13. September; er blickte vermutlich mehr auf die guten Seiten als auf die Gefahren), so forderte er doch die philippinischen Christen zur Mission unter den Nachbarvölkern Asiens auf (was heute undenkbar scheint, wird doch jeder Götzendiener und heimliche Kinderschänder, der offiziell eine Religion vertritt, als gleichberechtigter Bruder anerkannt und zum Liebesmahl der Agape und zum gemeinsamen Gebet geladen). Luciani wörtlich:

 

"Sappiamo che i filippini sono portatori della luce di Cristo nell´Estremo Oriente: coloro che annunciano la sua verità, il suo amore, la sua giustizia a la salvezza mediante la parola e l´esempio, principalmente tra i loro vicini, i popoli d´Asia." (Giovedì 28 settembre. Il discorso a un gruppo di Vescovi delle Filippine, in: Giovanni Paolo I - Lo spazio di un sorriso - I venti discorsi del suo pontificato, a cura di Piergiorgio Beretta, Edizioni Paoline, Roma 1979)

 

Link zu unserer Erklärung Fremde: Marhaba – willkommen! Eroberer nicht!

 

Der angebliche Herztod

Am Donnerstag, 28. September, gegen 23 Uhr, so entnehmen wir der um 11 Uhr erschienenen Extra-Ausgabe der Vatikan-Zeitschrift "L´Osservatore Romano" vom 29. September (zitiert in dem erwähnten Buch: Giovanni Paolo I - Lo spazio di un sorriso, Roma 1979, S. 122f.) wurde Albino Luciani tot aufgefunden. Die erste Person, die dies feststellte, war Partikolarsekretär P. John Magee. Er rief sofort telefonisch den Staatssekretär Kardinal Giovanni Villot herbei, der im gleichen Gebäude wohnt. Es waren die ersten Stunden des Morgens. Der Kardinalstaatssekretär begab sich unverzüglich in das Zimmer des Papstes, wo er den Tod von Johannes Paul I. feststellte. Unterdessen beeilten sich die Ärzte herzukommen. Sie stellten einen Herztod fest und gaben als Zeitpunkt 23 Uhr an.  Danach wurden die Kardinäle Carlo Confalonieri und Ugo Poletti informiert.  Am Vormittag wurde offiziell folgende Todesnachricht verbreitet:

 

"Stamane, 29 settembre 1978, verso le ore 5,30, il Segretario particolare del Papa, non avendo trovato il Santo Padre nella Capella dell´Appartamento privato, come di solito, lo ha cercato nella sua camera, e lo ha trovato morto nel letto, con la luce accesa come persona intenta alla lettura. Il medico, dr. Renato Buzzonetti, immediatamente accorso, ne ha constatato il decesso, avvenuto presumibilmente verso le ore 23 di ieri per infarto miocardico acuto".

 

Der 75-jährige Bruder Albino Lucianis erklärte, sein Bruder habe eine "eiserne Gesundheit" gehabt. Diese Angabe bestätigte ein Verwandter, der in der Schweiz lebt. Er fügte hinzu, dass Luciani niemals eine Herzkrankheit gehabt hätte. (D 8.9.1993)

 

Dasselbe behauptet jetzt der spanische Geistliche P. Jesús López Sáez in seinem Buch "El día de la cuenta" (Der Tag der Abrechnung), das nur über das  Internet beziehbar ist (http://www.comayala.es/ ). Der Madrider Tageszeitung "El Mundo" hat der Autor ein Interview gegeben
( http://www.el-mundo.es/cronica/2003/413/1063627874.html ), in dem er erklärt:

 

·        "Johannes Paul I. wurde mit einer sehr starken Dosis ,vasodilatatore´ (Anmerkung: offenbar einem gefäßerweiternden Mittel, wir sind keine Mediziner) ermordet. Er dachte an wichtige Veränderungen in der Kurie und hatte kein Gebetbuch in der Hand, sondern seine Notizen über eine Unterredung mit Kardinal Villot, Staatssekretär, dem er die Namen angekündigt hatte, an die er dachte, und seine Vorhaben."

 

Als mögliche Auftraggeber nennt der Autor die P2. Manche würden den damaligen Chef der Vatikanbank IOR, Monsignor Marcinkus, sowie Villot verdächtigen. Der "Corriere":

"Chi lo assassinò? ... Non si può responsabilizzare una persona in concreto anche se c´è chi punta il dito, come mandanti, su monsignor Marcinkus... e sul cardinale Villot".

 

López Sáez, der gute Beziehungen in Spanien und im Vatikan zu haben scheint, hat auch mit dem persönlichen Arzt Lucianis gesprochen. Das Herz des Papstes war gesund, es gab kein Diabetes- oder Cholesterin-Problem. Er hatte einen niedrigen Blutdruck.

 

"Auch wenn der Vatikan es leugnet, Johannes Paul I. wurde einer Autopsie unterzogen und man weiß, daß er an einer starken Dosis "vasodilatatore" gestorben ist, absolut kontraindiziert für jemanden mit niedrigem Blutdruck; dies (Mittel) wurde ihm von seinem Hausarzt nie verschrieben, es wurde ihm injiziert oder er wurde gezwungen, es zu schlucken."

 

Der spanische Buchautor will sogar wissen, was Luciani ändern wollte. Die Absetzung Villots und des Erzbischofs von Mailand, Colombo, (der höchst umstrittene, von Konservativen als Kommunistenfreund verdächtigte, mit diplomatischen Missionen im Ostblock betraute Erzbischof) Casaroli nach Mailand, Benelli neuer Staatssekretär.

 

Kommentar ETIKA: Machtkämpfe zwischen verfeindeten Cliquen im Vatikan? Zur Beruhigung der Gegner soll Luciani - wie so viele - selig und dann heilig gesprochen werden. Am 23. November beginnt der Kanonisierungsprozess. ("Corriere della Sera", 26.9.2003)

 

Letzte Lektüre nicht die "Imitation Christi"

Es wird viel behauptet, viel gelogen. Aber die Aussage von López Saez bezüglich der letzten Lektüre hat Hand und Fuß. Denn schon der Sekretär des Papstes, Diego Lorenzi, hatte dem Chefredakteur der Nachrichten in Radio Vatikan, dem Jesuiten Francesco Farusi, gesagt, dass Luciani nicht die (auch von uns überaus geschätzte) "Imitation Christi" (wohl fälschlich Thomas von Kempis zugeschrieben) in der Hand hatte, sondern andere Blätter. (August 1993)

 

Mysterien über Mysterien

Und es war auch zu vernehmen, dass sich Luciani am Abend des 28. September nicht wohl gefühlt haben soll. Er hat es aber abgelehnt, einen Arzt rufen zu lassen. Er sagte, es sei nicht so schlimm, und er würde es vorziehen zu warten, bis er den seinigen aus Venedig holen könnte. Ob der Diener Luciani in jener Nacht allein gelassen hat, um eventuell den Arzt aus Venedig zu holen, wissen wir nicht. In das Zimmer soll am Morgen jedenfalls zuerst eine der den päpstlichen Gemächern zugeteilten Schwestern (vom Istituto di Maria Bambina) gekommen sein, und zwar aus dem Grund, weil die zubereitete Tasse Kaffee, die sie um 4.30 Uhr vor der Tür abgestellt hatte,  - es war eine Gewohnheit Lucianis, um diese Zeit Kaffee zu trinken - noch dort gestanden habe. Die Schwester hatte dann durch das Schlüsselloch in das noch erleuchtete Zimmer geschaut und den Papst mit offenen Augen auf dem Bett liegen sehen; in der Hand habe er vier Blätter gehabt. Das stimmt mit der offiziellen Verlautbarung auch nicht überein.

 

Der Streit mit Villot

 

Das entscheidende aber dürfte die Nachricht von dem Streit zwischen Kardinal Villot und seinem Herrn vor seinem Tod sein. Das Kirchenoberhaupt dürfte sich geweigert haben, den Wünschen Villots, über den wir wenig Schmeichelhaftes gehört haben und den wir als eiskalten Machtpolitiker und Dunkelmann einstufen, entgegenzukommen.

 

Über Einzelheiten hat 1984 schon der Engländer David Yallop in seinem Bestseller "Im Namen Gottes" (In nome di Dio) berichtet, während ein anderer Brite, John Cornwell, 1987 auf Einladung des Vatikans alle Komplott-Theorien für unbegründet erklärt hatte. Seltsamerweise veröffentlichte die gutkatholische österreichische Zeitschrift "Der 13. - Glaube und Kirche" einen uns einseitig erscheinenden Artikel aus der Feder von Dr. Victor J. Willi, Rom, mit dem aufschlussreichen Titel: "Cornwell wühlte und fand Klatsch, doch nicht den Mord" (13. Mai 1990) und geht auf Cornwells Buch "Wie ein Dieb in der Nacht" (Un ladro nella notte) ein. Zwischentitel: "Yallop endgültig überführt". Zuvor will schon  der Vatikanjournalist Benny Lai 1984 in seinem Buch "Die Geheimnisse des Vatikans" Yallops Enthüllungen "widerlegt" haben.

 

Immerhin erfahren wir von Benny Lai, daß er am Tag vor seinem Tod Meinungsverschiedenheiten mit Kardinal Villot über die Wahl seines Nachfolgers als Patriarch von Venedig gehabt haben soll, "die ihn sehr aufregten" (D 11.10.1984). Daß Marcinkus Luciani nicht sympathisch war, bestätigt in Lais Buch Kurienkardinal Egidio Vagnozzi. Daß Villot wegen angeblicher Mitgliedschaft in der "P 2" hätte gestürzt werden sollen, hält Benny Lai "für einen Auswuchs der Phantasie" des Briten. Und man hört, daß der den "Tod durch Herzversagen" bescheinigende Arzt Buzzonetti Johannes Paul I. vorher nie untersucht hatte. Am Rande wird eine These Yallops mitgeteilt, dass es Villot gewesen sein soll, der die Liste mit Umbesetzungen in der Kurienhierarchie verschwinden ließ.  (ebenda) Villot kann man nicht mehr fragen, er ist tot.

 

Das kurioseste Mordmotiv scheint aber doch Yallop geliefert zu haben. Da weiß man nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Der erwähnte Rom-Korrespondent Victor J. Willi suchte mit anderslautenden Äußerungen des Papstes in einem 144seitigen Paperback zu entkräften, daß "Villot, Verfechter der von Paul VI. verfaßten Pillen-Enzyklika Humanae Vitae, Luciani wegen dessen scheinbarer Befürwortung der künstlichen Geburtenregelung beseitigen wollte". Ausgerechnet Villot als Verfechter der moralisch strengsten Enzyklika? Gibt es etwa einen geheimen Plan, gewisse kirchliche Prinzipien durch Übertreibung ad absurdum zu führen?  Gegen die weltweit so verheerende Pornographie hat unseres Wissens noch kein Papst eine eigene Enzyklika verfasst. Willi hat dann eine eigene These vom natürlichen Tod aus Überforderung. Demnach sei Luciani "am Vatikan zerbrochen". (D 23.9.1987)

 

In dieselbe Kerbe haute auch der Theologe Gianni Gennari (aus der Kirche ausgetreten, verheiratet). Wegen des scharfen Streits mit Villot habe Luciani Beruhigungsmittel genommen und zuviel davon erwischt. (Presse vom Juni 1984)

 

Von Yallop hat sich auch der Sekretär distanziert, der sieben Jahre lang dem Patriarchen von Venedig gedient hatte: don Mario Sinigallia. Er hatte dem Engländer Material und Fotos für seriöse Recherchen geliefert, doch sei eine Phantasiegeschichte herausgekommen, klagte er gegenüber der damaligen Abendzeitung "La Notte", die auch aufgrund der Beschreibung des andernorts erwähnten Kardinaldekans Confalonieri: "Er war heiteren Antlitzes, es schien, als ob der Papst auch lächelnd in die Begegnung mit dem Tod gegangen sei", den verwegenen Titel wählte: "Nessun Borgia in Vaticano per uccidere Papa Luciani" (21.6.1984, Kein Borgia im Vatikan, um Papst Luciani umzubringen)

 

Die Diskussion bereicherte dann noch der französische Autor Roger Peyrefitte mit einem Roman "La soutane rouge", in dem er einen Mafioso, einen Kardinal und einen Bischof zu den Killern Lucianis macht (gegenüber der Zeitung "Le journal di Dimanche, zit. im Alto Adige, 21.2.1983).

 

Die Schreibtisch-Version der Nichte

Das Katholische Sonntagsblatt Bozen wartete am 27. Jänner 1991 (Nr. 4, Seite 4) mit einer völlig anderen Theorie auf:

"Am Schreibtisch sitzend, ist Papst Johannes Paul I. am frühen Morgen des 29. September 1978 eines natürlichen Todes gestorben. Dies teilte die Nichte des Luciani-Papstes, die 44jährige Pia Basso, der Turiner Tageszeitung "La Stampa" mit... Schwester Vincenza, eine 70jährige, inzwischen verstorbene Ordensfrau aus Venedig, (habe) als erste Person am 29. September 1978 das Privatzimmer des Papstes betreten. Sie habe Albino Luciani leblos an seinem Schreibtisch sitzen gesehen. Auf diesem sei ein Stapel von Dokumenten aus dem vatikanischen Staatssekretariat gelegen. ... Die Gewohnheit des Papstes sei es gewesen, spät zu Bett zu gehen. Basso erklärte auch, warum die zuerst gehörte vatikanische Version über den Todesfall mit ihrer ... Aussage nicht übereingestimmt hätte. Am Todestag habe der Sekretär des Papstes, don Diego Lorenzi, bei ihr angerufen und erklärt: "Ihr Onkel ist gestorben, während er am Schreibtisch arbeitete. Schwester Vincenza hat ihn gefunden, aber wir werden sagen, daß er im Bett war und daß Pater Magee ihn gefunden hat." Übrigens wird mitgeteilt, dass die ausgebildete Krankenschwester Sr. Vincenza auch Injektionen und Medikamente, "die der Papst einzunehmen hatte" gab.

 

Wenn das so ist mit den offiziellen vatikanischen Verlautbarungen, was sollen wir dann noch von den vatikanischen Erklärungen über das 3. Geheimnis von Fatima halten? Es kann für vernünftige, denkende Menschen nur einen Schluß geben: Beide Erklärungen sind falsch.

 

Übersinnliches aus Fatima

Zu den übersinnlichen Dingen, die wir aber beim Jüngsten Gericht in aller Schärfe zu sehen bekommen werden (natürlich auch die derzeit noch Kurzsichtigen), gehört auch, dass Schwester Lucia von Fatima dem venetianischen Patriarchen  bei einer Begegnung am 11. Juli 1977 sein Ende vorhergesagt haben soll, was diesen sehr bestürzt habe. (Interview seines Bruders Edoardo Luciani mit der Zeitschrift "Sabato", August 1993)

Wir verschweigen nicht, dass Sr. Lucia selbst ein großes Rätsel für uns ist angesichts all der Widersprüche und der offensichtlichen falschen vatikanischen Aussagen über das 3. Geheimnis. Wie wir aber "Fatima ruft" (Nr. 177, 2/2002) entnehmen müssen, hat die Seherin (sie beging ihren 95. Geburtstag am 22.3.2002)  "noch einmal öffentlich bekundet, dass das sogenannte "Dritte Geheimnis" von Fatima, das Papst Johannes Paul II. im Mai 2000 veröffentlichen ließ, vollumfänglich dem entspricht, was ihr 1917 von der Muttergottes anvertraut worden war.“ Damit trat sie Gerüchten entgegen, der Vatikan hätte den Text falsch oder nur unvollständig veröffentlicht. Da bleibt uns nicht nur der Mund offen stehen, da kommt uns natürlich auch wieder die Schweizer Theorie von der Doppelgängerin und der eingesperrten wahren Lucia in den Sinn.

 

Abschied vom lächelnden Papst

 

Wie beliebt Luciani war, zeigt der Titel einer Zeitung, die am Samstag, den 30. September 1978 mit einem Trauerrand erschien: "Erschütterung und Schmerz: Papst Johannes Paul I. tot. Nach 34tägigem Pontifikat vom Herrn abberufen - Ganze christliche Welt in Trauer. Der Prediger der Nächstenliebe, der Demut und der Zuversicht stirbt mit einem Lächeln. Unter dem Bild: So kennen wir ihn, so lieben wir ihn, so möchten wir ihn in Erinnerung behalten: den immer lächelnden Papst Johannes Paul I."

Derselbe Journalist hatte weit weniger Wärme in den Titel investiert, als der Vorgänger gestorben war: "Papst Paul VI. ist gestorben. Im 16. Jahr seines Pontifikats und im 81. Jahr seines Lebens einem Herzinfarkt erlegen. Siebenhundert Millionen Katholiken in aller Welt trauern um das Oberhaupt ihrer Kirche" (D 7. August 1978)

 

König und Villot für Wojtyla

 

Vom 14. bis 16. Oktober tagten die Kardinäle wieder in Klausur. Wie viele der 111 Purpurträger, darunter 55 Europäer mit 25 Italienern gegenüber 56 Nichteuropäern, dem 58-jährigen Polen aus Krakau ihre Stimme gegeben haben, ist uns momentan nicht bekannt.

 

Karol Wojtyla wurde der erste nichtitalienische Papst seit 455 Jahren.  Für ihn hatte sich, wie öfters zu lesen war, besonders der Wiener Kardinal Franz König eingesetzt, gegen den Traditionalisten schwere Vorwürfe erheben. Aber nicht nur König. Auch Villot.

 

Wojtylas erste Botschaft: Menschenrechte

Das neue Pontifikat begann mit einem Bekenntnis des Papstes zu den von der politischen Organisation UNO formulierten Menschenrechten und mit einer Absage an die Traditionalisten. Vielsagend eine Zeitungsschlagzeile vom 18. Oktober 1978: "Erneuerung in Disziplin". Die meisten Zuhörer dachten an die Bewahrung der alten Kirchendisziplin, während sich jetzt, auch mit dem jüngst erlassenen Dokument Ratzingers über das absolute Primat der römischen Kirche, herausstellt, dass schon damals Disziplin gegenüber der Erneuerung, also gegenüber gewissen Reformen und der Umwandlung der Kirche gefordert wurde.

 

Mit diesen zwei Punkten war das ganze Programm Karol Wojtylas definiert. Diesen Auftrag hatte er, und er führte ihn durch bis zum heutigen Tag, um nur an die Propagierung des Miteinanders aller Religionen und die Werbung für die multikulturelle Gesellschaft sowie den Kampf gegen die Verteidiger der alten Liturgie sowie die russischen Orthodoxen zu erinnern. Wir verweisen auf unsere Zusammenstellung: Papst mit zwei Gesichtern. So sehr sich konservative Kleriker über die Moralpredigten des Papstes freuten, so sehr gaben ihnen dogmatische Abweichungen zu denken. Wir erinnern nur an unsere warnenden Botschaften bezüglich Himmel und Hölle (der Papst zieht mit gewandten Formulierungen in Zweifel, dass dies auch Orte sein können).

 

Beide verzichteten auf Krönung

 

Beide Päpste, Johannes Paul I. wie der II., verzichteten übrigens auf eine Krönung mit der Tiara.  Dass Wojtyla den Namen seines Vorgängers übernommen hat, verwundert nicht. Beziehen sich diese Namen doch auf die beiden Kirchenoberhäupter des II. Vatikanischen Konzils, die die radikalste Weichenstellung der vergangenen zwei Jahrtausende vorgenommen haben. Wir können nicht in die Seele des auch uns sympathisch erscheinenden Albino Luciani schauen. Obwohl wir wegen der Namenswahl wie wohl alle Traditionalisten Anlaß zu Mißtrauen haben, halten wir es nicht für ausgeschlossen, dass Luciani einfach Opfer seiner politischen Kurzsichtigkeit geworden war. Sicher ist, dass er nicht die Rolle spielte, die ihm zugedacht war. Immerhin wird er Paul VI. für dessen "Vorbereitung" (siehe oben) dankbar gewesen sein, und in Johannes XXIII. sah er vielleicht den Wegbereiter eines Aufbruchs in der Kirche, auch in Bezug auf die Ökumene, die weltweite Öffnung zu den christlichen Brüdern und Schwestern hin. Das lag einfach in der Zeit.

 

Wojtyla erneuert einen großen Teil des Kardinalskollegiums

 

Was noch auffällt: Wojtyla sorgte nicht nur für die größte Anzahl von Heilig- und Seligsprechungen, die je von einem Nachfolger des Petrus vorgenommen wurden, er produzierte auch Kardinäle am Fließband. So kreierte er am 21. Februar 2001 37 neue Kardinäle. Das Kardinalskollegium wuchs damit auf den Höchststand von 185 Mitgliedern an. Und jetzt, nach einer Krankheitsattacke und bei zunehmenden Altersbeschwerden, schuf er die Voraussetzungen, dass am derzeitigen Kurs der Kirche nichts Grundlegendes geändert werden kann, indem er im September 2003 wieder 31 Kardinäle nominierte, die er am 21. Oktober in ihre Ämter einsetzen will.

 

Marianische Botschaften und André Gide

Für dieses Jahr 2003 hat ein Seher eine angeblich marianische Botschaft erhalten, der zufolge der Papst fliehen muss und durch einen Doppelgänger ersetzt wird. Einer Seherin zufolge soll man nicht glauben, dass der Papst wirklich tot ist, wenn sein Dahinscheiden verkündet wird. Beim Sichten des Materials über Papst Luciani stoßen wir in einem von dem Jesuiten Heinrich Ségur, Radio Vatikan, verfassten Beitrag "Johannes Paul - Versuch einer Deutung - Die Kirche hat jetzt eine Periode der Beruhigung und der inneren Erneuerungen nötig" auf eine interessante Stelle:

 

"Immer deutlicher stellt sich in den letzten Jahrzehnten die Frage, wie eine Kirche, die zunehmend auf gesellschaftliche Privilegien und staatlichen Schutz verzichten will (Anm. ETIKA: Aktuell die Schlagzeile von "Die Wahrheit - Rundbrief des Vereines Heimatmission, Gunskirchen, Österreich, Nr. 66, September 2003: Ende von Hitlers Kirchensteuer in Sicht - Volksanwalt Stadler will Zwangsbesteuerung vor den Europäischen Gerichtshof bringen), in einer Welt überleben kann, die in den Sog des Säkularismus und des Materialismus geraten ist. Hier wird immer deutlicher, daß ihre Überlebenschance nur in ihren eigenen Grundwerten liegt... Die Bedeutung für das Petrusamt zeigt in einem negativen Bild André Gide. In einem Drama schildert er eine von Freimaurern organisierte Verschwörung gegen den Papst, der in der Folge entführt und durch einen Doppelgänger ersetzt wird. Ziel der Aktion ist, die Kirche sich selbst zerstören und liquidieren zu lassen." (D 2.9.1978)

 

Nun, von Verschwörungen gegen den Papst hat schon Anna Katharina Emmerich berichtet, und es gibt auch heute Leute, die felsenfest überzeugt sind, daß Paul VI. in einem Keller des Vatikan schmachtet und demnächst über die Leichen der Kardinäle schreiten wird. Vorhergesagt in etlichen marianischen Prophezeiungen. Wir werden sehen, was passieren wird. Spannend wird es auf jeden Fall, wenn man die Prophezeiungen des Malachias hinzuzieht. Anderswo in etika.com.

 

Sei aber sicher, lieber Leser, dass alles ans Licht kommt. So lesen wir heute die Nachricht, dass nun auch Scotland Yard, das zuerst steif behauptet hatte, der Bankier Roberto Calvi habe sich unter der Schwarzen-Brüder-Brücke in London selbst aufgehängt, seine Aussagen zurück- und Ermittelungen wegen Mordes aufnimmt. („Corriere della Sera“, Mailand, und „Repubblica“, Rom, 30.9.2003) Calvi arbeitete mit dem erwähnten Marcinkus, Carboni usw. zusammen und war maßgeblich in die Aktivitäten der Vatikanbank IOR verstrickt. Und dass die P2 ihre damaligen Pläne inzwischen verwirklicht hat, erfahren wir aus derselben „Repubblica“-Ausgabe aus dem Munde der Präsidentin der Untersuchungskommission, Tina Anselmi.

 

Und genau so wird es mit dem vermutlichen Mord an dem Papst des Lächelns ausgehen. Die Verbrechen der Mächte der Finsternis werden aufgedeckt werden und für alle sichtbar ans Licht kommen. Gott regiert die Welt, und er wird die Guten belohnen und die Bösen bestrafen. Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich.
Gebete

Meditation von L. Kist: Zittre vor Gottes Gericht!

 

Eine Botschaft Lucianis zum Mitnehmen

 

Für jene, die behaupten, dass wir zuviel Negatives verbreiten, ein Trost. Möge wenigstens eine Botschaft des  toten Papstes bei unseren Lesern haften bleiben, auch wenn sie alles andere nicht ernst nehmen:

 

"Die Familie müsste die erste Schule der Frömmigkeit und der religiösen Spiritualität für die Kinder sein."

"La famiglia dovrebb´essere la prima scuola di pietà de di spiritualità religiosa per i figli."

(card. Albino Luciani: Il mio rosario. in: Carroccio, settimanala cattolico, Padova, supplemento al n. 22 del 1987)

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