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29.9.2000

19SX3

Fiat Lux

Uriella

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Erika Bertschinger-Eicke alias Uriella wurde wenige Tage vor Weihnachten 1998 vom Mannheimer Landgericht wegen Steuerhinterziehung zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. An gemeinnützige Einrichtungen muß sie 100.000 DM zahlen. Sie hatte Zoll und Steuern in Höhe von 1,2 Millionen DM hinterzogen. (Zeitungen 23.12.1998)
Uriella stand ab September 1998 in Mannheim wegen Hinterziehung von Abgaben (1 Million Mark) und Steuern (800.000 Mark) vor Gericht. Die 69jährige nennt sich Sprachrohr Gottes und ist Chefin der Sekte "Fiat Lux". Sie soll als Inhaberin eines Heilmittelhandels Sektenmitglieder dazu veranlaßt haben, Heilmittel, Kosmetika, Tees und Werbeschriften unverzollt aus der Schweiz nach Deutschland zu bringen. Ein Zeuge war ein- bis zweimal im Monat nach Gottesdiensten im "Ordensheiligtum" Egg um den Schmuggel gebeten worden. Mitangeklagt war der Chef der früheren Heilmittelhandelsfirma Fiat Lux Haus GmbH in Strittmatt. Insgesamt sollen Waren für 4,5 Millionen Mark nach Deutschland exportiert worden sein.

Ein Zeuge schilderte, wer den Gehorsam verweigert habe, auf den hätten Uriella, ihr Gatte oder der Chef der Heilmittelfirma subtilen Psychodruck ausgeübt.

Uriella war früher Fremdsprachenkorrespondentin und darf in Deutschland nicht mehr als Heilpraktikerin arbeiten.

Uriella wurde 1969 vom Landgericht Waldhut-Tiengen mangels Beweisen vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung und gefährlichen Körperverletzung freigesprochen; sie soll laut Anklage eine rechtzeitige Behandlung von drei verletzten bzw. kranken Frauen verhindert haben; zwei der Frauen waren gestorben.

Uriella behauptete, daß in ihren Heilmitteln "die Tränen der Engel" enthalten seien. Außerdem würden die Wirkstoffe durch ihr persönliches Fluidum aufgewertet.

Ihr Ehemann Eberhard Eicke alias "Icordo" erklärte, nur wer bete, werde vom bevorstehenden Weltuntergang verschont. Diesen hatte die Sekte für Anfang August prophezeit. Der Termin wurde inzwischen auf Ende 1999 verschoben.
Eine Zeugin sagte aus, "Uriella" habe alles bis hin zur Ehepartnerwahl bestimmt. Sie selbst sei bestimmt worden, einen Mann zu heiraten, den sie erst zwei Monate kannte, weil die Sektenchefin in Trance angeblich eine entsprechende Botschaft Christi empfangen habe. Vom gesunden Menschenverstand bei den Ordensmitgliedern "konnte man nicht mehr viel erwarten". (Pressemeldungen vom 8., 22. und 30.9.1998 dpa und APA/AFP)


Soweit Meldungen über die Sekte. Nun Auszüge aus ihrer Broschüre "Der heisse Draht - Zeitschrift des ORDENS FIAT LUX, Doppelnummer 76/77, Aug./Sept. 1998, Sonderausgabe: Die Umwandlung:

Gesamturteil: Uriella ist eine falsche Prophetin. Ihre Anhänger sind zu bedauern. Sie mögen den Heiligen Geist um Erleuchtung bitten. Ansonsten gehen sie mit ihr für ewig verloren.

Apostel der letzten Zeiten AIHS

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