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2.6.2001

19SZ2

Wenn Zeugen Jehovas sprachlos werden

AIHS

Viele Zeugen Jehovas sind aufrichtige Wahrheitssucher. Ihr Glaubenseifer beeindruckt. Zwar versuchen sie ihre Überzeugung in fanatischer Weise ihren Mitmenschen aufzuzwingen, aber doch sollten wir Christen nicht übersehen, daß sie nur die Opfer der Irrlehre des raffinierten Geschäftsmannes C. T. Russell sind.

Von kirchlicher Seite wird meist abgeraten, sich mit den selbsternannten Bibelforschern einzulassen.

Es mag viele Möglichkeiten geben, den Zeugen Jehovas Paroli zu bieten, so etwa ein Hinweis auf die fehlgeschlagene Prophezeiung über das Ende dieser Weltordnung und den Beginn des Paradieses im Jahr 1914. Das sie aber für alles Ausreden finden, kann nur die klare Widerlegung ihrer Dogmen mittels der Bibel Erfolg bringen. Beim Gespräch ist wichtig, sich auf einen Punkt zu beschränken und diesen zu Ende zu diskutieren. Wir schlagen zwei Themen vor:

Erstens: Die Zeugen Jehovas behaupten, Seele und Leib seien eins, und wenn der Leib gestorben sei, sei auch die Seele tot. Das Leben sei nicht unsterblich (auch wenn Gott später die Guten auferwecken, einige in den Himmel holen und den meisten anderen ein irdisches Paradies schenken werde).

Jesus Christus sagt das Gegenteil: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle zu stürzen vermag (der Leib und Seele verderben kann in die Hölle)." (Matthäus 10,28)

Auch das Alte Testament hilft weiter: "Viele von denen, die im Lande des Staubes schlafen, werden erwachen, die einen zu ewigem Leben, die anderen zur Schmach und zu ewigem Abscheu (und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen: etliche zum ewigen Leben, etliche zu ewiger Schmach und Schande)." (Daniel 12,2)

Wer Ohren hat zu hören, der höre. Obige Stellen widersprechen auch folgender Behauptung.

Zweitens: Die Zeugen Jehovas meinen, es gebe keine Hölle, und das Ende der Bösen sei ganz einfach der Tod. Keine Gerechtigkeit also, keine Strafe für die furchtbaren Verbrechen, die tagtäglich auf der Erde begangen werden. Die Zeugen Jehovas machen sich die Sache allzu bequem. Gott spricht in der Bibel anders.

Er wird zu denen zur Linken sagen: "Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln." (Matthäus 25,41) Sie werden "eingehen in die ewige Pein" (Matthäus 25,46)

Als in Jesu Gleichnis der Reiche in der Hölle in der Qual seiner Schmerzen war, bat er den armen Lazarus, die Spitze seines Fingers ins Wasser zu tauchen und seine Zunge zu erfrischen, "denn ich leide große Pein in diesen Flammen" (Lukas 16,23f.). Aber Abraham entgegnete: "... Du hast dein Gutes empfangen in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Schlechtes empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt." (25) Einen solchen Gegenbeweis müßte ein gutgesinnter Zeuge Jehovas anerkennen.

Und wie anders wäre das gleich anschließende Wort Jesu Christi über jenen zu verstehen, der Kindern Ärgernis gibt: "Es wäre ihm besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde." (Lukas 17,2) Da wäre der Tod doch eine zu geringe Strafe, meint Jesus damit.

Man verweise schließlich auf Offenbarung 14,11: "Der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen in alle Ewigkeit, und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier angebetet haben und sein Bild..." Sie werden gequält mit Feuer und Schwefel (Offenbarung 14,10). Auch Teufel, Tier und Prophet sowie der Tod werden im Feuer- und Schwefelsee gpeinigt, und zwar Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit (Offenbarung 20,10 und 14). Dies gilt auch für die Feiglinge und Treulosen, Unheiligen und Mörder, Unzüchtigen und Zauberer, die Götzendiener und alle Lügner (Offenbarung 21,8).

Spätestens hier werden die Zeugen Jehovas sprachlos. Sie können sich diese Stellen nicht erklären. Jene, die die Wahrheit nicht anerkennen wollen, berufen sich auf ihre falsch übersetzte Bibel, denn für sie endet ja das Leben der Ungläubigen mit dem Tod. In ihrer Verbohrtheit mangelt ihnen jede Gottesfurcht, und sie hängen – auch allen irdischen Verfolgungen wie im Dritten Reich und in der DDR zum Trotz - weiter der Lüge an, obwohl geschrieben steht: "Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen." (Hebräer 10,31)

Schüler der Apostel der letzten Zeiten AIHS

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