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Verhängnisvoller Gehorsam – Franziskus: „Unterwirf dich jedem Raubtier“

30.9.2013

Der hl. Franziskus von Assisi konnte sich nicht vorstellen, wie der „Rauch Satans“ in die Ritzen der Kirche eindringen würde (laut Paul VI.) und dass die hl. Jungfrau Maria in La Salette prophezeien würde:

Wehe den Priestern und gottgeweihten Personen, die mit ihren Treulosigkeiten und ihrem schlechten Leben meinen Sohn von neuem kreuzigen! … Die Oberhäupter, die Führer des Gottesvolkes, haben das Gebet und die Buße vernachlässigt, und der Dämon hat ihren Verstand verdunkelt. Sie sind herumirrende Sterne geworden, die der alte Teufel mit seinem Schweif hinter sich herzieht, um sie zu verderben. … Schlechte Bücher werden auf der Erde überhandnehmen, und die Geister der Finsternis werden überall bewirken, daß der Dienst an Gott immer mehr nachläßt. … Es wird Kirchen geben, in denen man diesen bösen Geistern dient. Manche Leute werden … ein anderes Evangelium predigen, das dem wahren Evangelium Jesu entgegensteht und den Himmel und die Hölle leugnet. … Die öffentliche Ordnung und die Vollmacht der Kirche wird abgeschafft. Jede Ordnung und Gerechtigkeit wird mit Füßen getreten werden. Man wird nur noch Mord, Haß, Mißgunst, Lüge und Zwietracht sehen und weder das Vaterland noch die Familie lieben. … Die Regierungen werden alle das gleiche Ziel haben, nämlich die religiösen Grundsätze abzuschaffen und verschwinden zu lassen, damit der Materialismus, Atheismus, Spiritismus und alle Arten von Lastern Platz haben. … Man wird nur an das Vergnügen denken, und die Bösen werden in allen erdenklichen Sünden versinken. … Erzittert, Erde und ihr, die ihr ein Gelübde abgelegt habt, Gott zu dienen, innerlich aber euch selbst anbetet, erzittert, denn Gott wird euch seinen Feinden ausliefern, da schon die heiligen Stätten vom Verderben angesteckt sind. Viele Klöster sind keine Häuser Gottes mehr, sondern die Weiden Asmodis, des Teufels der Unreinheit, und seiner Genossen. … Rom wird den Glauben verlieren und Sitz des Antichrist werden. … Die Kirche wird verdunkelt, die Welt in Angst geraten.“

Franziskus maß dem innerkirchlichen Gehorsam, wie übrigens auch der Armut, eine übertriebene Bedeutung bei. Er diktierte in den Ermahnungen:

„Es gibt nämlich viele Ordensleute, die unter dem Vorwand, etwas Besseres zu sehen als das, was ihre Oberen ihnen befehlen, rückwärtsschauen (Lk 9,62) und ,zum Auswurf´ des eigenen Willens zurückkehren (vgl. Spr 26,11; 2 Petr 2,22). Diese sind Mörder und bewirken wegen ihrer bösen Beispiele, daß viele Seelen verlorengehen.“ (Erm 3, Die Schriften des heiligen Franziskus von Assisi. Übersetzung Lothar Hardick und Engelbert Grau. Franziskanische Quellenschriften Band 1. Dietrich-Coelde-Verlag Werl, 1982, S. 37)

Der Heilige aus Umbrien konnte sich in seiner Einfalt und Gutgläubigkeit nicht vorstellen, dass einmal Schurken Papst werden könnten wie Alexander VI., oder dass Bischöfe und Priester Kinder schänden würden; erst im September 2013 wurde wieder von einem solchen verbrecherischen Bischof berichtet. Es war ein verhängnisvoller Fehler des „Poverello“, von den Christen Gehorsam auch gegenüber verbrecherischen Vorgesetzten zu verlangen. Erst der Dominikaner Girolamo Savonarola begehrte gegen solchen Unfug auf. Franziskus gestand eine Ausnahme nur bezüglich einer Sache zu, nicht bezüglich der Person:

„Und kein Mensch soll kraft des Gehorsams verpflichtet sein, jemand in einer Sache zu gehorchen, wo eine Schuld oder Sünde begangen wird.“ (Brief an die Gläubigen II, aaO S. 63)

Franziskus vergaß das Jesus-Wort:

Mt 12,35 „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz.“

Kein Christ ist einem Bischof oder Papst Gehorsam schuldig, wenn dieser vom Evangelium oder den Geboten Gottes abweicht und Böses tut und verlangt. Aber schon der hl. Petrus hatte die Gläubigen auf bedingungslosen Gehorsam getrimmt, was besonders den Katholiken in Fleisch und Blut übergegangen ist als „Treue zum Papst“:

1.   Petrus 2,13 Seid untertan aller menschlichen Ordnung (Obrigkeit) um des Herrn willen …

War das nicht ein verhängnisvoller Fehler? Man soll einem blutdürstigen Tyrannen wie Maximian oder Stalin gehorchen, der Christen massenweise abschlachten lässt! Man soll Eroberern womöglich noch die Friedensfahne zeigen, einem Hannibal, der die Einwohner von Turin massakrierte, einem Alexander dem Großen, der Persepolis ausradierte, oder einem Cäsar, der in Gallien eine Million Menschen auslöschte (Paolo Mieli im Corriere della Sera vom 30.9.2013, S. 32f, Annibale, guerriero perfetto)! Man lese wieder einmal die Gedichte von Friedrich Schiller, zum Beispiel „Der Eroberer“:

Ha! dort schreitet er hin – dort, der Abscheuliche,
Durch die Schwerter, er ruft (und du, Erhabner, hörsts),
Ruft, ruft: tötet und schont nicht!
Und sie töten und schonen nicht.

Steigt hoch auf das Geheul – röcheln die Sterbenden
Unterm Blutgang des Siegs – Väter, aus Wolken her
Schaut zur Schlachtbank der Kinder,
Väter, Väter, und fluchet ihm! …

Ja, Eroberer, ja – du wirst unsterblich sein.
Röchelnd hofft es der Greis, du wirst unsterblich sein,
Und der Wais und die Witwe
Hoffen, du wirst unsterblich sein.

Schau gen Himmel, Tyrann – wo du der Sämann warst,
Dort vom Blutgefild stieg Todeshauch himmelan …

Schauer, schauer zurück, Würger, bei jedem Staub,
Den dein fliegender Gang wirbelnd gen Himmel weht:
Es ist Staub deines Bruders,
Staub, der wider dich Rache ruft.

Franziskus steigerte sich in ein Extrem von Gehorsam und Demut hinein, indem er sogar verlangte, jeder Kreatur zu gehorchen:

„Niemals dürfen wir uns danach sehnen, über anderen zu stehen, sondern müssen vielmehr um Gottes willen die Knechte und Untergebenen jeder menschlichen Kreatur sein. (Brief an die Gläubigen II, aaO 63)

Der Leser denke nur an Prostituierte oder Strichjungen, an besonders ruchlose, verworfene Menschen wie Frauenhändler, Vergewaltiger, Kinderschänder. Wir sollen uns diesen unterwerfen? Niemals! Das gebieten Gewissen und Vernunft. Aber Franziskus ging noch weiter im Gruß an die Tugenden:

„… er (der Mensch) ist untergeben und untertan allen Menschen, die in der Welt sind, und nicht nur allein den Menschen, sondern auch allen wilden und ungezähmten Tieren, damit sie mit ihm tun können, was nur immer sie wollen, soweit es ihnen von oben herab, vom Herrn, gegeben ist.“ (aaO 132)

Wie widerspruchsvoll Franziskus in puncto Gehorsam selbst ist, geht aus dem von ihm im Brief an die Gläubigen II verwendeten Zitat Jeremias (17,5) hervor:

„Verflucht der Mensch, der auf einen Menschen vertraut.“ (aaO 66)

Fazit: Vertraut nicht einem Menschen, der euch ein anderes Evangelium verkündet als das wahre der Bibel, sondern allein auf Jesus Christus und die Apostel. Ein Papst ist auch nur ein Mensch, und nicht Gott. Der Apostel Paulus an die Galater 1,8:

Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.

Apostel der letzten Zeiten AIHS, 30.9.2013, Gedenktag des hl. Hieronymus, www.etika.com

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