ETIKA

GESUNDHEIT

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27GE8

Wissenswertes über Nahrungsmittel von A - Z

5.9.2011
Grundstock, wird noch erweitert

Artischocken: ein gutes Beispiel für den Bio-Irrgarten. Artischocken werden in Säure-Basis-Büchern als Säurebildner eingestuft, die möglichst zu meiden sind. In dem Buch „Entgiften & entschlacken“ von Thomas M. Thust und Dr. med. Siegfried Schlett lesen wir aber von wunderbaren Wirkungen der Artischocken: Sie dienen nicht nur als Bio-Zellschutz, sondern fördern auch die Regeneration der Leber, senken hohe Blutfette und schützen vor freien Radikalen (Gräfe und Unzer Verlag, München, 2006, S. 105f). Und so hat jede Pflanze positive und negative Eigenschaften, die man eben herausfinden muss. Kein Kräutlein ist unnütz in Gottes Schöpfung.

Aufbewahrung: Lebensmittel nicht in Plastik aufbewahren, sondern in Glas, Tongefäßen und anderen natürlichen Materialien.

Ballaststoffe vermehren die Nutzbakterien im Dickdarm und senken seinen Säuregehalt. (die Internistin Dr. Cristina Tomasi bei einem Vortrag über gesunde Ernährung am 20.1.2010 im Kulturhaus von Kurtatsch)

Biologisch angebautes Gemüse und Obst bevorzugen. Wer kann, selbst anbauen!

Cholesterin. Der österreichische Bauernrebell Sepp Holzer schreibt in seinem Buch „Wo ein Wille, da ein Weg“, dass Haferkleie den Cholesterinspiegel senken kann. (Kneipp Verlag, Leoben, 2006, S. 85)

Ernährung. Grundregel: Ernähren wir uns möglichst einfach und natürlich, aber nicht einseitig. Führen wir dem Körper alles zu, was er seiner Tätigkeit entsprechend braucht, aber nur solche Stoffe, die er verträgt, und nur so viel, wie er täglich zu verwerten imstande ist. Alles Überflüssige belastet uns und kann uns krank machen. (Ausführlicher im Handbuch des einfachen Lebens, Kapitel 61, vor allem die Übungen am Schluß)
In Ruhe essen; ein Sättigungsgefühl stellt sich erst nach 20 Minuten ein, berichtet der „Senioren-Ratgeber“ (November 2006)

Fette: Die Fette sind ebenso wie Stärke und Zucker eine Quelle der Energie und Wärme. Die Fette haben aber als Wärmeerzeuger gegenüber der Stärke und dem Zucker einen doppelten Wert, sind jedoch schwerer zu absorbieren. Die hauptsächlichsten Nahrungsfette sind Butter, tierische Fette, Pflanzenöle, Nußöle, Rahm usw. Die übermäßige Aufnahme von Fett verursacht Verdauungsstörungen, Störungen der Leber sowie Aidosis (Sauervergiftung). Während der Sommermonate ganz besonders sollten die Fette in der Nahrung stark vermindert sein. (Franz J. Hendricks: Ernährungsfragen, in: HP aktuell, Zeitschrift für angewandte Naturheilkunde)

Frische Ware aus heimischen Landen bevorzugen! Was aus anderen Gegenden und Ländern herangekarrt oder aus anderen Kontinenten hergeflogen werden muss, verschmutzt die Luft.

Gemüsesaft ist gut gegen Arterienverkalkung; besonders hilfreich ist das Lycopin im Tomatensaft. Das Carotin im Karottensaft sowie das Lutein im Spinat stärken den Körper und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. (aid Bonn) Natürlich ist es gleich gut, diese Gemüse im Originalzustand zu verzehren.

Kaffee: Koffeein: „in Maßen keine gesundheitlichen Nachteile“. Koffeeinfreier (armer) Kaffee hat möglicherweise negative Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel. Heißgetränke sollten wegen des chronischen Reizes der Schleimhäuter vermieden werden. (Dr. Hermann Massinger in „Naturheilpraxis“ 1/2007, S. 72) Ähnlich ein Artikel in einer „Apotheken Umschau“ von 2009; dort bekommt der Kaffee nur Lob.

Bohnenkaffee entzieht dem Körper Wasser, deshalb immer ein Glas Wasser dazu verlangen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. (Karin Brucker/Hans-Peter Wutta: SOS aus dem Auge, Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2004, S. 83)

Kalzium. Achtung! Kalzium ist zwar nützlich für Zähne und Knochen, blockiert aber die Wirkung zumindest mancher Antibiotika. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass eine starke Zufuhr von Kalzium, zum Beispiel über stark calciumhaltige Mineralwässer, die  Fruchtbarkeit bzw. die Bildung des männlichen Hormons Testosteron reduziert (normalerweise allmählicher jährlicher Rückgang ab dem 50. Lebensjahr, bis zu 1,5 %, laut NWZ, 2.9.2011, Wechseljahre auch beim Mann, Daniel Knep).

Im Parmesankäse soll viel Kalzium enthalten sein, berichtete die Internistin Dr. Cristina Tomasi bei einem Vortrag über gesunde Ernährung am 20.1.2010 im Kulturhaus von Kurtatsch.

Kauen: Wer Amalgamplomben hat, für den kann langes Kauen gefährlich sein, behaupten Thomas M. Thust und Dr. med. Siegfried Schlett in ihrem Buch „Entgiften & entschlacken, Gräfe und Unzer Verlag, München, 2006, S. 49. Das entweichende Quecksilber lagere sich im Kieferknochen ab.

Kinderernährung. Jenen, die allzu große Sorgen haben, weil ihre Kinder zu wenig essen, macht der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Professor Volker Pudel, Mut. Er hält Eßverbote (z.B. für Schokolade, Pommes frites, Hamburger, Ketchup, Gummibärchen) für falsch. Gerade diese könnten zu Eßstörungen führen. Das eintönige Wunschessen der Kinder sei vielmehr der einzige Weg, ihnen ihre Leibspeise etwas abzugewöhnen. Irgendwann hätten die Kleinen eben auch Hamburger oder Süßigkeiten satt. (NWZ 7.10.1995)

Kinder müssen viel trinken, vor allem Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Zucker verdirbt den Appetit (wußte schon Are Waerland). Milch brauchen sie wegen des Kalziums, für die Knochen und Zähne. Wenn Kinder zu wenig trinken, trocknen sie aus, bekommen Verstopfung oder Nierenerkrankungen. (Gmünder Ersatzkasse 2/1999)

Medikamente: nur wenn es sein muss. Es gibt kaum ein Arzneimittel ohne Nebenwirkungen. Alles hat Folgen. Die Ablagerungen verursachen Krankheiten.

Meiden: alles Künstliche, alles Gespritzte, Bestrahlte, Genmanipulierte! Nichts kaufen von Firmen, die genmanipulierte Produkte anbieten!

Nahrungsergänzungsmittel: lieber weniger als zuviel. Wenn die Ernährung Medizin ist, braucht es kaum noch Ergänzungsmittel, außer bei gefährlichen Krankheiten.  Vor den üblichen Mineralstoffpräparaten und isotonischen Getränken warnt Thomas Feichtinger. Es könne „zu unerwünschten Verschiebungen im Mineralstoffhaushalt des Körpers kommen“. Ein Beispiel: Zuviel Calcium schädige die Zinkbalance. Wer Gesteinsmehl oder Heilerde esse, bekomme möglicherweise einen Stein in Niere oder Blase. (Thomas Feichtinger und Susana Niedan: Antlitzanalyse in der Biochemie nach Dr. Schüßler. Karl. F. Haug Verlag, Stuttgart. 2., überarbeitete Auflage, Seite 10)

Nicht biologisch erzeugte Äpfel, Kartoffeln usw. schälen

Obst: kein saures Obst nach 15 Uhr

Rohkost: ganz oder in Scheiben, nur manches gerieben; am besten mit kalt gepresstem Olivenöl; nicht nach 15 Uhr

Tee: Kräutertee bevorzugen; schwarzer Tee nur als Ausnahme. Matetee sehr heiß getrunken: angeblich Mitursache von Mund- und Rachenkrebs, wohl nur bei jahrelangem Konsum (man lasse sich nicht scheu machen von all den Warnungen in Zeitschriften und Büchern)

Vollkorn: Während die meisten Bio-Anhänger auf der Vollkornwelle schwimmen, warnt der Heilpraktiker Gunther Wolfgang Schneider vor der Vollwerternährung, wenn man keinen gesunden Darm hat. In seinem deftigen Stil: „Diese kranke Kloake ist doch gar nicht in der Lage dazu, diese hochwertigen Lebensmittel zu verdauen! Und obendrein wird dieser kranke Darm dadurch nur überfordert – und erkrankt immer mehr!“ Schneider sagt: erst nach einer Darmsanierung auf Vollwertkost umsteigen. (in seinem Buch: Liebe Deine Darmbakterien – Biotop Mensch – Paradigmenwandel in der Medizin, erhältlich gegen 17,90 Euro plus Nachnahmeporto bei: Forum Biotop Mensch, Pestalozzigasse 1/3/39, A-1010 Wien). Und lange vor ihm hat schon der Rohkostpionier Walter Sommer, der 100 Jahre alt geworden ist und sich nur von Rohkost und Nüssen ohne Getreide ernährt hat, folgendes festgestellt: Es bilden sich aus den „gekochten und gebackenen Mineralstoffen des Getreides die Gichtablagerungen in den Füßen und Händen, an denen unsere Vorfahren … so schwer litten“. Bei den Menschen, die nur Vollkornbrot gekannt hätten, seien die Gelenke steif geworden, und erst mit dem Aufkommen der Patentmüllerei sei die Brotgicht zurückgegangen. Sommer prophezeite: „Warten wir den Erfolg der Vollkornbrotbewegung ab, dann haben wir nach einigen Jahren wieder ein Überhandnehmen der gichtischen Erscheinungen.“ (Das Urgesetz der natürlichen Ernährung, Walter Sommer Verlag, Ahrensburg in Holstein, 4. Auflage, 1982, Seite 183f) Demgegenüber preisen Bruker und Kollath das Getreide als unentbehrliche Grundlage für eine vollwertige Ernährung, zum Beispiel Prof. Dr. W. Kollath: Getreide und Mensch – eine Lebensgemeinschaft, Helfer-Verlag E. Schwabe, Bad Homburg v. d. H., 5. Auflage 1987. Fazit: Verträglichkeit selbst ausprobieren!