ETIKA

MENSCH

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13.1.2000

27GL9

Gandhis Mittel für alles: Fasten

 

Ein einziger Mann hat mit völlig ungewöhnlichen Mitteln seinem Land die Unabhängigkeit erkämpft. Als stärkste Waffe seines Satyagraha-Programms, mit dem ihm die Befreiung Indiens von der britischen kolonialherrschaft gelungen ist, hat Mahatma Gandhi das Fasten bezeichnet. Er hat die Nichtaufnahme von Nahrung aber nicht nur als politisches Druckmittel eingesetzt, sondern gleichzeitig allen empfohlen, die einen Krankheitszustand überwinden wollen.

Mohandas Karamchand Gandhi selbst hat sich stets bemüht, seiner Eßlust Herr zu werden. Wer geistige Freiheit erringen will, meinte er, muß den Leib der Disziplin des Geistes unterwerfen. Deshalb gab er den Rat:

"Iß nur, wenn du hungrig bist - und wenn du dein Brot durch Arbeit verdient hast."

Sein Allheilmittel für alles war das Fasten, über das er in seiner Zeitschrift "Young India" folgendes gesagt hat:

"Meine medizinisch gebildeten Freunde mögen mir verzeihen, aber aus der Fülle meiner eigenen Erfahrungen und denen anderer, die genau solche Narren sind wie ich, sage ich ohne jedes Bedenken. Faste:

  1. wenn du an Verstopfung leidest
  2. wenn du blutarm bist
  3. wenn du Fieber hast
  4. wenn du an Verdauungsstörungen leidest
  5. wenn du Kopfschmerzen hast
  6. wenn du rheumatische Schmerzen hast
  7. wenn die Gicht dich plagt
  8. wenn du wütest und schäumst
  9. wenn du niedergeschlagen bist
  10. wenn du nicht weißt, wohin vor lauter Freude, und wenn du Arzt und Medizin aus dem Weg gehen willst."

Durch das Fasten kann sich der Körper am ehesten von den angesammelten Schlacken befreien, die seinen Kreislauf belasten. Fasten kann man tagelang, ja viele Tage - wenn man es richtig macht.

Am besten nimmt man über den ganzen Tag verteilt insgesamt zwei Liter Flüssigkeit zu sich, am vorteilhaftesten Gemüsesäfte und Gemüsebrühe.

Dadurch wird eine Übersäuerung vermieden, die dann entsteht, wenn nur Obstsäfte getrunken werden. Wer keine Zeit hat, sich die Säfte aus Karotten, Sellerie, Rote Beete (Ronen), Gurken, Tomaten, Kartoffeln, Fenchel usw. selbst zu pressen, kann fertige Säfte, die wohlschmeckend und meist leicht gesalzen sind, aus dem Reformhaus beziehen.

Anleitungen zum Fasten erhält man in Buchhandlungen. Wir kennen:
Ebba Waerland: Die Waerland-Therapie, Humata Verlag, Bern/Freiburg/Salzburg. 240 Seiten, früher einmal 24 DM
Bircher-Benner-Diätbücher
Heinz Papke: Die Wunderkur, Waerland-Verlagsgenossenschaft, Mannheim, 28 Seiten, 25 DM, vermutlich vergriffen

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