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ETIKA |
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29L2 |
LEID:
Ursprung |
Handbuch des einfachen Lebens, Kap. 32 |
29L2A
"Unser
ist alles das, was Mangel bedeutet, von Gott ist alles das, was Heil und
Vollkommenheit bedeutet." (Thomas von Aquin)
29L2B
"Wie
Gott nicht die Gottlosigkeit geschaffen hat, so hat Er auch nicht Krankheit und Schmerzen des Leibes geschaffen.
Diese sind vielmehr die natürliche Frucht des
menschlichen Ungehorsams." (Sadhu Sundar Singh)
"Die Krankheit ist das Ergebnis nicht nur unserer
Handlungen, sondern auch unserer Gedanken." (Mohandas Karamchand Gandhi: A Guide To Health)
Noch
deutlicher sagt es Bernadette Soubirous (4.7.1875):
"Es ist die Sünde, ja, die Sünde, denn sie ist das größte aller
Unglücke, die alle Strafen auf sich zieht."
Aber:
"Das zeitliche Übel, welches einen Menschen trifft, darf nie der Maßstab
sein, nach dem wir den Grad seiner persönlichen Schuld oder Unschuld
abschätzen." (Friedrich Lisco 55)
Alles
hängt in geheimnisvoller Weise zusammen, weshalb Katharina von Siena fleht:
"Oh ewiger Vater, ich wende mich an Dich, damit du in diesem Leben (an
mir) die Beleidigungen strafst, die ich dir zugefügt habe. Und da ich mit
meinen Sünden die Ursache des Leids bin, das mein Nächster ertragen muß, bitte
ich dich in Deiner Güte, dafür mich (und nicht den anderen) zu strafen."
(Dialogo I 2)
Hier
geht es nicht nur um die alttestamentlichen Strafen bis ins soundsovielte
Glied. Im Leid, vor allem der Unschuldigen, liegt ein großes Geheimnis
verborgen, das wir Sterblichen nicht zu enthüllen vermögen.
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Wenn ich sündige,
müssen oft auch andere dafür oder darunter leiden. |
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Sündigen wir nicht mehr,
tun wir Buße für all unsere Schlechtigkeit bis zum heutigen Tag –die
heimlichen Süchte und Internet-Sünden eingeschlossen -, bekennen wir sie bei
der Beichte oder offen*, um dann ein neues Leben beginnen zu können! |