ETIKA

TUGENDEN

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27.12.1997

31ER5

Ratschläge an Mädchen

F. Ahlfeld

Ich warne euch vor drei Feinden, die viele Seelen aus dem Dienste des Herrn weglocken.

  1. Das erste ist die Hoffart und Eitelkeit, die sich in der Menschen Seelen einschleicht wie ein süßes Gift. Mißtrauet jedem, der euch allerlei Schönes und Angenehmes sagt und dadurch der Hoffart, die von Natur schon im Menschen steckt, noch Nahrung zuführt. Haltet dagegen den aller Ehre wert, der euch freundlich und ernstlich eure Sünden und Fehler ins Gewissen rückt. Eine Magd des Herrn wandelt in Demut und schlichtem Wesen.
  2. Zum andern hütet euch vor Unreinheit und Unkeuschheit. Bewahret euer Herz mit Fleiß, daß sich da keine unreinen Lüste einnisten. Bewahret eure zunge, daß ihr sie nicht mit unzüchtiger Rede befleckt. Der Weg von der Zunge hinunter bis in das Herz ist ein kurzer. Wer das unreine Wort in den Mund nimmt, bei dem schleicht sich die unreine Begierde auch bald in das Herz hinunter. Eine Magd des Herrn bleibt in dem Worte: "Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet; ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach."
  3. Zum dritten bleibt in der Wahrheit und Redlichkeit. Sie tragen zusammen einen Stempel, der vor Gott und Menschen wohlgefällig macht. Aber wie vielen wird die Armut und Not zur Brücke der Lüge und Unredlichkeit! Meine lieben Kinder, tretet nie auf diese Brücke. Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?

 

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