ETIKA

KINDERSCHUTZ

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35Z3

Auf dem Weg zu Kinderschutzzonen

21.3.1998 

Vorausgeschickt:

Dem Angehörigen eines katholischen Ordens war es vorbehalten, eine der dringendsten Aktionen zum Kinderschutz für "weltfremd und lächerlich" zu erklären. (A. M., aus der Umgebung von Wangen im Allgäu, 9.12.1996).

 


  1. FRANKREICH: Sexualstraftätern soll verboten werden, bestimmte Orte zu betreten, an denen sich vorwiegend Kinder und Jugendliche aufhalten. Sie dürfen auch keine berufliche Tätigkeit ausüben, bei denen sie Kontakt zu Minderjährigen haben. Frankreich will für Sexualstraftäter bei der Entlassung aus der Haft künftig auch eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung zur Auflage machen. Staatspräsident Jacques Chirac nannte dies im Kabinett eine "wirkliche Revolution".(Pressemeldungen vom 30.1.1997, Paris, dpa)
  2. MEXIKO. Prostituierte müssen sich im Zentrum von Mexiko-Stadt von Schulen, Kirchen und Krankenhäusern fernhalten. Außerdem wird ihnen von 6 bis 22 Uhr "gemäßigte Kleidung" vorgeschrieben; das schließt allzu kurze Miniröcke oder durchsichtige Berufskleidung aus. Darauf einigten sich die Vertreterinnen von 800 der Prostituierten mit der Verwaltung des Bezirks Cuauhtemoc. (Pressemeldung vom 4.9.1997, Mexiko-Stadt, dpa)
  3. ÖSTERREICH. "Drogenfreie Zone" steht auf einem Plakat, das Schüler in Wien bei der Vorstellung der Anti-Drogen-Aktion "No Drugs - Drogenfreier Lebensraum Schule" zeigten. Wie Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer bekanntgab, sollen rund um die Bildungsanstalten "drogenfreie Zonen" eingerichtet und durch eigene Tafeln gekennzeichnet werden. Denn "Drogen machen krank und kaputt." (Pressemeldungen vom 19.3.1998, Wien, APA)

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