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ETIKA |
GEDICHTE |
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38LP21 |
Jos. Freiherr von Eichendorff: Glück |
Gedichte, Deutsches Verlagshaus Bong,
Wien/Berlin/Leipzig, um 1900 |
Wie jauchzt meine Seele
Und singet in sich!
Kaum, daß ich´s verhehle,
So glücklich bin ich.
Rings Menschen sich drehen
Und sprechen gescheit,
Ich kann nichts verstehen,
So fröhlich zerstreut. -
Zu eng wird das Zimmer,
Wie glänzet das Feld,
Die Thäler voll Schimmer,
Weit herrlich die Welt!
Gepreßt bricht die Freude
Durch Riegel und Schloß,
Fort über die Heide!
Ach, hätt´ich ein Roß! -
Und frag´ ich und sinn´ ich,
Wie so mir gescheh´n?: -
Mein Liebchen herzinnig,
Das soll ich heut seh´n!