ETIKA

Die Weisheit der Welt

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38LS1

FAMILIE – EHE - MORAL

19.10.2016

Alter
Wer die Gottesgabe der Begeisterung besitzt, der wird wohl älter, aber niemals alt.
Hermann Oncken

Ehe
Bei jeder christlichen Eheschließung unternimmt es Gott aufs neue, ein Paradies zu gründen: einen geistigen Ort, wo Geben seliger ist als Nehmen, wo das Kind ein eheverjüngendes Denkmal in Fleisch und Blut schenkender und empfangender Gattenliebe ist.
P. Rudolf Haindl OFM im 517. Vinzenzbrief, 10.9.1982

Einen Menschen lieben heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden.
Albert Camus

Man gelangt zum ewigen Glück, indem man sich selbstlos für andere verzehrt. Deshalb sind die treue Liebe und die unauflösliche Ehe der Ausdruck des göttlichen Willens. … Je mehr man gibt, um so reicher wird die Liebe.
Franjo Kuharic, Erzbischof von Zagreb (Agram), Fastenhirtenbrief 1973

Die Ehe ist die von Gott selbst gestiftete lebenslängliche Verbindung zwischen Mann und Weib zu gegenseitiger auf Achtung, Vertrauen und Liebe gegründeter Hilfeleistung und Förderung des zeitlichen und ewigen Wohls und zur Fortpflanzung des menschlichen Geschlechts. Ehe heißt Ordnung.
Friedrich Lisco 87

Wie schön ist ein gläubiges Paar, das eine Hoffnung hat, eine Lebensweise, denselben Gottesdienst! Sie sind beide Geschwister, Mitknechte, in nichts geschieden an Geist und Körper. Sie sind wahrhaft zwei in einem Fleische; wo ein Leib isst, da ist auch nur ein Geist. Gemeinsam beten sie, gemeinsam werfen sie sich nieder, gemeinsam halten sie das Fasten; sie belehren einander, ermahnen einander, ertragen einander. Miteinander gehen sie in die Kirche, miteinander finden sie sich ein am Tische des Herrn, vereint sind sie in Nöten und Verfolgungen, vereint auch in guten Tagen. Sie haben voreinander kein Geheimnis, gehen sich nicht aus dem Wege, keiner wird dem andern lästig … Das sieht Gott und hört Christus, und es ist eine Freude für ihn. Denen sendet Er seinen Frieden. Wo die zwei sind, da ist auch er, und wo Er ist, das ist der Böse nicht.
Tertullian, zit. Das Neue Groschenblatt, 1/1986

Tuppence: „Ich hoffe, wir werden noch viele Abenteuer bestehen. Weißt du, was ich in ihr (der Ehe) sehe? Kameradschaft!“
Agatha Christie: Ein gefährlicher Gegner, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main, 2008, S. 222f

Weil so viele Ehen nicht auf Gott gebaut sind, sondern schon mit dem Willen eingegangen wurden, die Gebote Gottes zu übertreten, also nicht mit Gott, sondern gegen Gott zu leben, gehen zu viele Ehen in die Brüche.
Das Neue Groschenblatt, 11/1983

Eine Ehe ohne Liebe gebiert tausend Verbrechen. – Matrimonio sin cariño mil crímenes engendrá.
Javier Rubio/José Castañe: Los Amantes de Teruel, Aracomic, Zaragoza, 1986

Eine Vernunftehe schließen, heißt in den meisten Fällen, alle seine Vernunft zusammennehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen, die ein Mann begehen kann.
Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916, Dichterin

Bis zum heutigen Tage habe ich nur vier wirklich erfolgreiche Ehen gesehen.
Agatha Christie: Meine gute alte Zeit. Eine Autobiographie. Scherz Verlag, Bern, 1993, S. 12

Glück und Pflicht – das ist die Ehe.
Brichst du sie, dann dreimal wehe!

Ehebruch

Ehebrecherische Narr
Verbottne Bissen schmecken wohl
hat mans zu hauß gleich satt und voll
So sucht man sie doch anderweit
Und bricht darüber treu und Eyd.
Stürzt sich in tiefste schand und schmach
und kombt offt um durch strenge rach

Verwegne Narr
Wer naht zum Feur / wird angezündt
Nah bey dem Anlaß; nah der Sünd.
Ach wags nicht, die Gelegenheit
Verführt viel / die sonst gar gescheid
Wer solchen Streichen gehet nach
Ladt auf sich Schimpff und Gottes Rach.
Entdeckt in Eichstätt, Café Riederer

Ehefrau
La Madre di Dio: Non si è certo mai sicuramente più salvi di quando la moglie non è in disaccordo con il marito, dato che cerca di compiacerlo in tutte le cose come è suo dovere, e non ascolta passivamente da altri parole devianti, ma condivide i pensieri con il legittimo sposo.
Die Ehefrau soll die Gedanken mit ihrem rechtmäßigen Gemahl teilen, soll seine Meinung teilen.
Gregorio Nazianzeno, La Passione di Cristo, città nuova editrice, Roma, 1979, S. 38f (ca. 33-37)

Einsamkeit
Lieber allein bleiben und sich verzehren vor Sehnsucht, als unglücklich verheiratet sein.

Eltern
Eltern, die die Kinder nicht religiös erziehen, liefern sie dem Bösen aus. Gott wird Vater und Mutter die Schuld geben für den Verlust der Seelen.

Eltern, die ihren Söhnen Harry Potter statt Karl May zum Lesen geben, brauchen sich nicht wundern, wenn sie im Alter ohne Stütze sind.

Das vierte Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“ verliert seine Geltung, wenn die Eltern dieser Verehrung unwürdig sind.
sinngemäß Ludwig Anzengruber, 1839-1889, in: Das vierte Gebot

Erziehung
Es genügt nicht, wenn Mutter und Vater nur die Körper der Kinder ernähren, wie dies die Tiere tun; sie müssen, soweit es in ihrer Macht steht, die Seele nähren in der Gnade, in der Tugend und in den heiligen süßen Geboten Gottes, sie zurechtweisen und strafen bei Fehlern, die sie begehen. Und so werdet ihr Mutter (und Vater) der Seele und des Körpers.
hl. Caterina von Siena, Lettere 116, zit. Pensieri 222

Hätte ich den Eltern einen Rat zu geben, so würde ich ihnen sagen, sie sollten ja recht achthaben, mit welchen Personen ihre Kinder in diesem Alter umgehen; denn hier läuft, weil unsere Natur mehr zum Bösen als zum Guten geneigt ist, viel Arges mitunter.
hl. Teresa von Avila, Leben 2, S. 13

Man gewähre weitreichende Freiheiten, lasse nach Belieben laufen, springen und reden. Turnen, Musik und Gesang, Bühnenspiele, Spaziergänge und festliche Stunden sind höchst wirksame Mittel zur Bewahrung des Disziplin, zur Förderung der Sittlichkeit und der Gesundheit.
Don Bosco, Anweisungen für die Leitung seiner Jugendheime

Don Bosco sorgte für immer neue Anregung und Beschäftigung der Phantasie, für gut geregelte Arbeit und gewissenhafte Ausnützung der Zeit, für Sport und gesunde Müdigkeit, für dauernde Aufsicht. Er empfahl den Buben Zügelung der Phantasie (keine gefährlichen Bilder und Bücher), Beherrschung der Eßlust, einfache natürliche Ernährung und Abhärtung. Schlechte Gefährten und gefährliche Bekanntschaften sollten absolut gemieden werden. Sobald Don Bosco einen Verführer entdeckt hatte oder jemanden, der schlechte Reden führte, sorgte er für dessen Entfernung aus dem Oratorium.
Burg 100, zit. vom Freundeskreis Maria Goretti, München, Information 14, Nov. 1981

Die Erzieher „vernachlässigen ganz die Hauptkraft des Menschen, sozusagen die Königin aller Fähigkeiten, den Willen, die einzige Quelle aller wahren und reinen Liebe.“ „… im Kinde die Hingabe für das Gute und die Abneigung gegen das Böse zu entwickeln, das eine und das andere im Hinblick darauf zu erklären, ob es mit dem Willen Gottes gleichförmig ist oder nicht …“
Don Bosco, zit. Söll 41, zit. FMG

Man gibt doch nach und nach zu, dass das Erziehen die Hauptsache sei und nicht das Schulen, so wie der sittliche Wert eines Menschen weit höher zu halten ist als irgendeine Kenntnis oder Fertigkeit.
Jeremias Gotthelf, 1797 – 1854

Ein untauglicher Lehrer kann in einem Jahr mehr verderben, als ein tüchtiger Lehrer in neun Jahren zu nützen vermag.
Peter Rosegger, 1843-1918, österreichischer Volksdichter, 425

Bisogna seminare e coltivare con ogni cura le buone piante, ma le nocive non si possono evitare; esse però devono essere sradicate subito, perché impediscono la crescità delle buone ... Guai alla madre che per troppo amore non corregge il figlio … Quando deve punire il figlio non usi parole aspre; ma, conoscendo che cosa gli piace di più, glielo proibisca, facendogli sapere il perché del suo agire. Quando il padre rimprovera e punisce il figlio, la madre taccia e approvi col silenzio il padre.
Wehe der Mutter, die ihren Sohn nicht zurechtweist.
S. Antonio M. Claret: La vocazione dei fanciulli, pag. 12, in: Via Verità e Vita, 8/1958, Ed. Paoline, Grottaferrata

Familie
Die Rettung des Menschengeschlechtes fängt bei der Familie an, bei der Ehe, bei der Hochzeit. - Das Familienleben ist wichtiger als alle Macht der Mächtigen. - Das Schicksal der Familie ist über kurz oder lang das Schicksal des Landes.
Adolph Kolping

Liebt zu allererst eure Familienangehörigen!
Maria in Medjugorje, 6.6.195

Auf der ganzen Welt herrschen heute Unordnung und Verwirrung, und wohin man schaut, sieht man viel Leid. Einer der Gründe dafür liegt darin, daß es so wenig Liebe gibt, angefangen im Leben der Familie und in unserer nächsten Umgebung. Wir haben keine Zeit mehr für unsere Kinder und füreinander; wir haben keine Zeit, uns Freude zu machen.
Mutter Teresa, zit. Das Neue Groschenblatt, 2/1983

Herausgewachsen aus allen Bindungen verfällt das Individuum dem Müßiggang, dem Selbstmord, dem Laster oder der Psychologie.
Peter R. Hofstätter, 1913-1994, Die Psychologie und das Leben, 274

Frau.
Die Natur der Frau ist angelegt auf ihre ursprüngliche Bestimmung: Gattin und Mutter zu sein. Beides hängt aufs engste zusammen. Der Leib der Frau ist dazu gebildet, mit einem andern „ein Fleisch zu sein“ und neues Menschenleben in sich zu nähren. Dem entspricht es, daß die Seele der Frau darauf angelegt ist, einem Haupt untertan zu sein in dienstbereitem Gehorsam und zugleich seine feste Stütze zu sein, wie ein wohldisziplinierter Körper dem Geist, der ihn beseelt, gefügiges Werkzeug ist, aber auch eine Quelle der Kraft für ihn ist und ihm seine feste Stellung in der äußeren Welt gibt. Und sie ist darauf angelegt, anderen Seelen Hut und Heimat zu sein, worin sie sich entfalten können.
Edith Stein, 1891-1942, Philosophin und Märtyrerin, Vortrag am 8.11.1930 in Bendorf am Rhein, zit. Reiner Wimmer: Vier jüdische Philosophen, Tübingen 1991, S. 208

Was jeder junge Mann von seiner zukünftigen Frau an erster Stelle erwartet, ist neben Zurückhaltung echte Mütterlichkeit, ja, eine feine zarte Fraulichkeit. Warum sind unsere Wohnungen vielfach nur noch Tankstellen für Essen und Trinken? Weil die Frau es nicht versteht, ein Heim zu gestalten und dieses Heim zur Heimat zu machen für den Mann und die Kinder. Das aber will der Mann.
Heliand-Mädchenkreis: Leitlinien

Eine Frau mit Charakter, die ihren Platz, sei er, welcher er wolle, zu behaupten weiss, imponiert in der Regel und hat eine eigene Gewalt in ihrem Munde, ihre Worte scheinen zehnmal mehr zu wiegen als Mannesworte.
Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854

Eine Frau von heute, die glücklich werden will, muß 999 mal nein sagen, damit sie der 1000. findet, der sie wirklich liebt. Dasselbe gilt für den Mann.
Etika

Wenn Sie glücklich werden wollen, dann müssen Sie erkennen, daß alles davon abhängt, daß Ihr Ehemann glücklich ist und Ihnen deshalb gestattet, Ihr Leben so zu führen, wie es Ihnen am meisten behagt. Sie müssen ihm beibringen, das zu wollen, was Sie selbst wollen, und – wenn möglich – sogar, daß er denkt, er selbst sei auf die Idee gekommen. Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit mit dem Versuch, mit Männern vernünftig über eine Sache zu reden. Männer erwarten das nicht.
Anne Perry: Callander Square, DuMont Buchverlag, Köln, 1990, S. 172

Die Weibernarren entwöhnten ihre Augen, die Weiber zu begaffen; die Weiber verbargen ihre Reize, um den Anblickenden keinen Anstoß zu geben; denn sie wußten wohl, daß dadurch allgemeiner Schaden entstünde und daß auch sie dem Verderben nicht entgehen würden, wenn sie anderen zum Ärgernis gereicht hätten. … Der König von Ninive erkannte, daß Sittenlosigkeit die Ursache des Strafgerichts sei.
Des heiligen Ephräm des Syrers ausgewählte Schriften. I. Band, Rede über den Propheten Jonas und die Buße der Niniviten. Verlag Kösel, Kempten & München, 1919, S. 128, 142

Die Lage der Frauen hat sich im Laufe der Jahre eindeutig verschlechtert. Wir Frauen waren wirkliche Idioten. Wir haben lautstark danach verlangt, Männerarbeit verrichten zu dürfen …
weiterlesen in:
Agatha Christie: Meine gute alte Zeit. Eine Autobiographie. Scherz Verlag, Bern, 1993, S. 129

Warum die nettesten Frauen immer auf die übelste Sorte von Männern fliegen, ist ein Rätsel, das noch niemand gelöst hat.
Agatha Christie: Vorhang. Gütersloh. S. 40

Hier ruht in Gott die „Sandwirtin“ Anna Ladurner, Andreas Hofers Weib. Sie wurde geboren in Algund am 27. Juli 1765, und starb am 6. Dez. 1836. R. I. P. Ein starkmütig Weib, wer findet es? Ihr Wert ist Dingen gleich, die weither – aus fernsten Fernen stammen. Spr. 31, 10.
Grabinschrift auf dem Friedhof von St. Leonhard im Passeier, neben dem hinteren Eingang

Die Weibernarren entwöhnten ihre Augen, die Weiber zu begaffen; die Weiber verbargen ihre Reize, um den Anblickenden keinen Anstoß zu geben; denn sie wußten wohl, daß dadurch allgemeiner Schaden entstünde und daß auch sie dem Verderben nicht entgehen würden, wenn sie anderen zum Ärgernis gereicht hätten. … Der König von Ninive erkannte, daß Sittenlosigkeit die Ursache des Strafgerichts sei.
Des heiligen Ephräm des Syrers ausgewählte Schriften. I. Band, Rede über den Propheten Jonas und die Buße der Niniviten. Verlag Kösel, Kempten & München, 1919, S. 128, 142

Sie quälte mich auf jene genialer und erfinderische Art, wie ich sie später oft an schönen und von ihrer Schönheit wohl irregeleiteten Frauen beobachtet habe. Vielleicht treibt ihre Schönheit sie dazu, in ihr den einzigen Maßstab dieser Welt zu sehen. Aus ihr leiten sie einen Machtanspruch her, der sich auf keine Weise befriedigen läßt.
Werner Bergengruen: Zorn, Zeit und Ewigkeit, Novellen, Die Schönste, S. 201

Fürbitte

Über eure Nächsten wacht!
Glaubet an der Fürbitt´ Macht.

Furcht. Der Mut der Schlechten stammt nur aus der Furcht der Guten.
Don Johannes Bosco

Geschlechtlichkeit
Wird die Geschlechtlichkeit losgelöst von Gottes Ordnung, wird sie schnell zu einem Werkzeug der Trennung und des Zerfalls, der Grausamkeit, der Perversionen und des Todes.

Glück
Mancher rennt dem Glück nach und weiß nicht, daß er´s zu Hause hat.
Adolf Kolping

Hausordnung
Graf Elzear, Schloßherr auf Pui-Michel, stellte als christlicher Hausvater Regeln auf. 2) Jeder muß einen heiligen Wandel führen; wer der Unkeuschheit schuldig befunden wurde, wird sogleich aus dem Haus geschickt; denn ich will mein Brod nicht mit offenbaren Todsündern essen und gestatte nicht, daß sie Andere anstecken. 8) Jeden Abend müssen Alle, die nicht besonders verhindert sind, sich zur Ansprache und Unterricht in der Religion versammeln, wo ich ihnen das Wort Gottes auslegen werde.
Legende von Alban Stolz. 27. September. Der heilige Elzear. Herder´sche Verlagsbuchhandlung Freiburg im Breisgau, 1859. S. 192f.

Jugend
In der Jugend muß der Mut zum Leben, der Glaube an unsere Kräfte, die Rüstigkeit zum Kampfe mit dem Leben gepflanzt werden, sie müssen aus den Augen leuchten.
Jeremias Gotthelf, geb. 1797

Keuschheit

Willst du bei den Siegern sein,
sei tapfer, bleibe keusch und rein.

Nessun´opera è buona se agli occhi del giudice occulto non è confermata dalla testimonianza della castità.
S. Gregorio Magno, Moralia II, Libro XXI, Nr. 6, 680, S. 87, Edizioni Paoline, 1965

Kinder
Jedes neugeborene Kind bringt die Botschaft, daß gott Sein Vertrauen in den Menschen noch nicht verloren hat.
Tagore

Die Leute … fühlten, daß ein Gott im Himmel sei, der alles Unrecht, das armen Kindern, die sich nicht wehren können, angetan wird, fürchterlich räche.
Jeremias Gotthelf: Die schwarze Spinne. Reclam Verlag Stuttgart, 1966, S. 82

Die Natur will, dass die Kinder Kinder seien, ehe sie Erwachsene werden.
Jean-Jacques Rousseau, 1712-1778, Philosoph

Kindersterben
Mich dauert kein Kind, wenn es stirbt, sei es mir auch noch so lieb gewesen; es ist ja gerade durch seinen frühen Tod vor dem vielen Leid und Kummer bewahrt, was das spätere Leben bringt, und ist bewahrt vor dem größten Unglück, vor der Sünde und ewiger Verdammung. Es mag wohl sein, daß Gott deßhalb fast die Hälfte der Menschen schon in der Kindheit sterben läßt, um sie auf diese Weise für den Himmel zu retten. Ach, fast jedem Menschen kommt zuweilen der schmerzliche Wunsch: wäre ich doch als Kind gestorben! – Mißgönne doch deinem eigenen Kind nicht, wenn ihm Gott das Glück eines frühen Todes bescheert hat.
Alban Stolz, Legende, 18. Oktober, hl. Justus, Herder Verlag Freiburg, 1859, S. 144

Liebe
Was man immer wider die heilige Ordnung der Liebe achtet und liebt, es sei so gering als es wolle, das schlägt uns weit zurück auf dem Wege zum höchsten Gut, und es befleckt uns.
Nachfolge Christi III, 42

Glaube an die große Liebe und warte auf sie!
Die von Gott verbotene Liebe verzögert sie oder macht sie unmöglich.
Opfere das große Glück nicht für das kurze, kleine. Mach dich nicht selbst unglücklich!
Etika

Auf Menschen voller Sehnsucht wartet im Diesseits oder Jenseits die große Liebe. Denn in Mose 2,18 sagt Gott: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. Wörtlich: Ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber (d.h. die zu ihm paßt). (Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers mit Wortkonkordanz, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1987) Und im Einfachen Brevier des Franziskus von Assisi wird sonntags zur Sext gebetet: Er gebe dir, was dein Herz begehrt, und lasse all deine Vorhaben gelingen. Der Herr erfülle all deine Bitten. Über die bei vielen unauslöschliche Sehnsucht erfährst du mehr im „Himmels-Abc“ (siehe Titelseite www.etika.com ). Wir denken auch an Dante und seine Beatrice.

Anne Beddingfeld: „Ich werde nie heiraten ohne die ganz große Liebe. Und es gibt nichts Schöneres für eine Frau, als alles zu tun für den Mann, den sie liebt. Je eigenwilliger sie sonst ist, desto glücklicher wird sie dabei sein.“
Agatha Christie: The Man in the Brown Suit. Der Mann im braunen Anzug. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2007, S. 144

Lui (Selby) aveva imparato che la vita non era niente, che l´amore era eterno, andava oltre la morte. ... poteva dire con il poeta: „La vita è un giorno, un ieri. L´amore è domani, e sempre e infinito.” (Edgar Wallace: Il soldato Selby, Garden Editoriale, Milano, 1998, S. 168) Er (der Gefreite Selby) hatte gelernt, dass das Leben nichts bedeutete, dass die Liebe ewig war, über den Tod hinausging … er konnte mit dem Dichter sagen: „Das Leben ist ein Tag, ein Gestern. Die Liebe ist morgen, und immer und unendlich.“

Mädchen
Arme Mädchen, die aus Eitelkeit ihre Schönheit an die Allgemeinheit verschleudern, statt bei dem Einen das Glück zu finden. Die Schönheit zerstäubt, wird verschluckt von den Augen der Gaffer. Die Dummen wählen das Nichts: die Bewunderung durch eine seelenlose Masse, vor dem Alles: einer treuen Seele, mit der sie zur Vollkommenheit gelangen könnten.
ETIKA

Männer
„Unsereins, die Mannsbilder, sind ein solches Pack geworden, daß es sich für ein rechtschaffenes Mädchen nicht lohnt, zu heiraten.“
Nikolai Lesskow: Ein Wintertag. In: Erzählungen, Biederstein Verlag München 1961, S. 348

Mode
Die Sünden, die mehr Seelen (als andere Sünden) in die Hölle bringen, sind die Sünden gegen die Keuschheit. Es werden einige Moden aufkommen, die unseren Herrn sehr beleidigen werden.
Jacinta Marto (10), eines der Seherkinder von Fatima, im Krankenhaus in Lissabon zu ihrer Vertrauten, Frau Godinho; zit. Vinzenz Ruef: Maria Goretti, S. 90

Moral
Ohne Moral geht die Welt zugrunde. Moral ist nicht wandelbar. Es gibt nur eine Moral.
ETIKA

Pfeift der Christ auf die Moral,
erwartet ihn die ew´ge Qual.

I sani e saggi laici temono (come Voltaire) che per mancanza di morale forte, cioè cattolica, la moglie metta loro le corna, il servo li derubi ed il medico li avveleni ... Anche questa borghesia è sfiduciata dai politicanti e terrorizzata dal crollo dei valori morali imposta dal mondo globale e governi cooptati anziché votati.
Ettore Gotti Tedeschi, il Giornale, 16.2.2016, pag. 1, Nozze Gay e non solo. Altro che partito. Ai cattolici non resta che Medjugorje

Mutter
Eine rechte Mutter sein, das ist ein schwer Ding, es ist wohl die höchste Aufgabe im Menschenleben.
Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854

Die Weiber sind der Sauerteig des Hauses, und von ihnen nimmt das ganze Haus Geschmack und Geruch an. Und das Haus ist die Pflanzschule künftiger Geschlechter. Es ist also die Mutter nicht nur die Gebärerin des Leibes ihrer Kinder, sondern sie ist auch die Leiterin ihrer Seelen, sie prägt die ersten Eindrücke denselben ein. Das weibliche Geschlecht ist darum von so hoher, gewaltiger Bedeutung durch sein Walten im Hause für Sitte, Zucht und Frömmigkeit, und die Wohlfahrt eines Landes hängt mehr vom Walten des Weibes ab, als Männer und Regenten sich einbilden, und vielleicht mehr als vom Raten, Klügeln, Regentlen der Männer.
Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854

Pflicht
Der Weg zum Himmel ist die Erfüllung der Pflichten auf Erden.
Pestalozzi

Reinheit
Bei unreinen Gedanken leiste sofort Widerstand! Nimm bei Tag gleich eine Arbeit in die Hand, bei Nacht aber höre nicht auf zu beten, bis der Schlaf dich übermannt.
hl. Don Bosco, zit. Ida Loidl, Der kleine Freund des hl. Don Bosco, S. 38f

Ergreife die Flucht, wenn du den Sieg davon tragen willst.
hl. Augustinus, zit. FMG-Information 14, November 1981

Der Kranz der Unschuld. Siehe, die Kränze welken alle. Der eine aber ist nur einmal grün. Den flicht Gott selbst mit seinen heiligen Händen. Die Mutter sieht den Kranz auf der Stirn des Kindes, wenn es lächelnd und rosig im Bettlein schläft … Die arme, alte Jungfer fühlt ihn wie eine Krone … So manch einer wird er gestohlen … So viele, viele verlieren ihn um nichts, weil sie ihn nicht kennen; denn wenn sie ihn wirklich kennten, gäben sie ihn nicht her. Und einige vertändelten ihn …
Paul Keller, 1873-1932, Schriftsteller, Der Sohn der Hagar (1907), Breslau 1930, S. 162f

Scham

Fällt die Scham, dann fällt die Reinheit und die wahre Liebe.
A. M. Weigl – F. Meißner: Maria Lichtenegger, Altötting 1976, S. 41

Schäm dich, alte Schachtel,
bist so hässlich und halbnackt.
Brave Leute die verachten,
die ohne Scham und ohne Takt.
(Dirndlträgerinnen bei einem Volksmusikabend in … gewidmet, 5/2015)

Frauen ohne Scham, halbnackt,
zur Strafe bald der Wahnsinn packt.
(Vgl. S. Freud)

Der systematische Abbau des Schamgefühles in Kindergarten, Schule, öffentlichen Bädern, Massenmedien usw. führt zum allgemeinen Schwachsinn (… laut Freud). Selbstachtung, Ehre und Scham gehören zusammen.
Medizin und Ideologie, Europäische Ärzteaktion, zit. Neues Groschenblatt 5/1984

Il pudire dato da natura non soltanto agli uomini, ma anche agli animali, per preservarli dal delitto.
L. N. Tolstoj: Risurrezione, 2. Kapitel, Seite 14

Schande
Welcher Geruch ist schlimmer, als den die Schande erregt, und welcher Nachgeschmack ist bitterer als die Gewissensbisse, welche von der sinnlichen Lust herkommen? Beide – Schande und Gewissensqual – sind aber die steten Begleiter der Wollust.
Ludwig von Granada, Die Lenkerin der Sünder, Erster Band, Cremersche Buchhandlung, Aachen, 1853, S. 318

Schulsexualerziehung
„Erkennt die Gefahren der sogenannten „Schulsexualerziehung“! Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig. Die Zerstörung der Scham bewirkt eine Enthemmung auf allen Gebieten, eine Brutalität und Mißachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen (Sigmund Freud).“
Prof. Dr. Alfred Kolaska, Wien, im Neuen Groschenblatt, 2/1981

Sinnlichkeit
Die ihrer Sinnlichkeit blind folgen, beflecken ihr Gewissen und verlieren die Gnade Gottes.
Nachfolge Christi, I, 1. Kapitel

Sitte

„Touristen! Kundmachung! Die Touristen werden ersucht, anständig bekleidet durch das Gemeindegebiet zu wandern. Unser an Sitte und Anstand gewohntes Volk ist über das Halb- und Ganznacktgehen gewisser Ausflügler empört und entschlossen, diesen Unfug in seinem Gemeindegebiet energisch abzustellen. Die Bürgermeister der Gemeinden Osttirols“
zit. Schemmann: Der achte Himmel, Aus dem Leben der Bergbauern, Stuttgart, 1986, S. 283

Sittlichkeit
Im Evangelium ist das sittliche Leben in Gottes eigenem Wesen gegründet. Die Sittlichkeit ändert sich nicht nach Zeitalter und Umständen.
Stanley Jones, Along the Road, zit. Friso Melzer, Indische Weisheit und christliche Erkenntnis, Tübingen 1948, S. 203

Der hl. Zacharias, verehrt vor allem in der Ostkirche, sah die sittliche Erneuerung als Vorbedingung für das messianische Heil.
Heiligenkalender vom 8.1.2007 im Kirchensender Grüne Welle, Josef Innerhofer

Skandal
Bisognacomo insegna l´Apostolocomportarci bene (Eb 13,18), non solo dinanzi a Dio ma anche a tutti gli uomini: “Guai a quell´uomo a causa del quale viene lo scandalo!” (Mt 18,7) Ed è scandalo il dire o il fare alcunché di inopportuno, che sia occasione di rovina per il prossimo.
Es ist ein Skandal, etwas Unpassendes zu sagen oder zu tun, das dem Nächsten zum Ruin gereichen könnte.
Girolamo Savonarola, 1496, Semplicità 141

Streit. Es gibt nicht bloß Streit, sondern noch Schlimmeres als Streit, andauernden Zwiespalt, und zwar nicht bloss wegen Lastern, sondern noch weit mehr wegen Eigentümlichkeiten, und zwar auch das, wo man in der Hauptsache durchaus einig ist.
Jeremias Gotthelf, 1797 – 1854

Tigerinnen
„Das leichtsinnige Frauenzimmer, das an allem schuld war (und jetzt vermutlich in den Armen seines jetzigen Rivalen hohnlachte), spukte noch immer in seinen Gedanken, regte ihn auf und verhinderte seine Gesundung. Warum sperrt man solche mitleidlosen, koketten, doppelzüngigen Weibsbilder nicht ein? Niemand findet etwas dabei, daß man eine arme Tigerin im Zoo ausstellt … Aber zweibeinige Tigerinnen dürfen frei herumlaufen! Man merkt auf Schritt und Tritt, daß es Männer sind, die Gesetze machen. Arme Idioten! Aber nur Geduld – die weibliche Vernunft ist im Vormarsch. Jene zweibeinigen Tigerinnen werden nichts mehr zu lachen haben, wenn wir im Parlament einziehen!“
Madame Pratolungo in
Wilkie Collins´ Roman einer Blinden: Lucilla. Henry Goverts Verlag, Stuttgart, 1969. S. 419

Trauer
Wie es Weisheit ist, nicht zu weinen wegen des Todes des Körpers, so ist es weise, zu weinen wegen des Todes der Seele.
hl. Johannes Chrysostomus, Ermahnung an den gefallenen Theodor 2, S. 37

Treue
Die Liebe vollendet sich in der Treue.
Soeren Aabye Kierkegaard, 1813-1855, dänischer Philosoph

Wo Gott nicht wohnt im Haus, da ziehen Treue und Liebe aus.
Denkspruch

Treue ist Tiroler Brauch. 1
Das gilt für die Ehe auch.

1 Vers aus dem Herz-Jesu-Bundeslied

Nichts einigt mehr als Unglück oder Leid, welche man in Treue und mit ähnlichen Gefühlen bestanden.
Jeremias Gotthelf, 1797-1854

Unschuld
Du kannst einem Mädchen die Unschuld nehmen, aber du kannst sie ihm nicht mehr zurückgeben. Du kannst einen anderen töten, aber du kannst ihn nicht mehr zum Leben erwecken.
Simon Scherzl: Selige Buße, 5

Verführung
Wer Kinder oder Jugendliche zum frühen Sex verführt, beraubt sie der Fähigkeit zur wahren Liebe. Scham und Tugend schützen das Wertvollste, das der Mensch besitzt: die Reinheit und Würde, den Glauben an die Liebe, die Fähigkeit, in einer von Liebe erfüllten Ehe und Familie den Sinn des Lebens zu finden. Das Glück wird für sie nur einen Augenblick dauern – anstelle überzuleiten zur ewigen Seligkeit. Denn die an die Sünde Gewöhnten werden immer erst an sich selber denken, nicht daran, den Anderen glücklich zu machen. Aber erst durch das selbst Lieben erhält man den zweiten Teil der Liebe, die ganze Erfüllung, das Geliebtwerden.

Verschwörer
Aus der Geschichte ist uns bekannt, daß die geschlechtliche Unzucht ganze Zivilisationen zerstört hat. Sie bedroht – zusammen mit den Drogen, dem Alkohol und der Gewalttätigkeit – auch die moderne Zivilisation. Alle, die auf irgendeine Art die Unmoral fördern. sind Verschwörer gegen Mensch, Familie, Volk, ja, gegen die ganze Menschheit.
Kardinal Franjo Kuharić, zit. im Neuen Groschenblatt 11/1985

Versuchung

„Zur Bewahrung der Keuschheit muß man seine Sinne stets im Zaume halten, den unnötigen und vertraulichen Umgang mit Personen das anderen Geschlechtes fliehen, wie das eitle Geschwätz mit Irdischgesinnten. Um durch die schöne Gestalt eines Menschen nicht verblendet zu werden, stelle dir ihn als Totengerippe vor; es ist ein Totenkopf wie der andere.“
hl. Syncletica, Jungfrau, gestorben am 5.1.350, zit. Auer, Goldene Legende, Köln, 1904, S. 17

Vertrauen
„… das unbedingte und gläubige Vertrauen, das die Grundlage der Liebe ist.“
Edgar Wallace: The Man who Bought London – Kerry kauft London. Goldmann Verlag München, o. J., S. 176

Verzärteln
Verzärteln wir uns nicht selbst; zärtliche Mütter verderben die Kinder.
Franz von Sales, in: Für die Liebe bestimmt. Gedanken für jeden Tag. Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer, 1979, S. 94

Vorbild
Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein todeswürdiges Verbrechen.
Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916, Dichterin

Würde
Der „gefallene Mensch“ kann nicht existieren ohne den Schutz von Gesetzen und festen Sitten und Verhaltensnormen. … Darum erkannten alle Kulturvölker die Notwendigkeit, den Zustand, den Zustand der Verletzbarkeit, die Nacktheit im körperlichen, seelischen und geistigen Bereich möglichst zu überwinden. Der Begriff der Würde und Ehre des Menschen ist von diesem Schutz der Intimsphäre durch Bekleidung untrennbar.
Informationsblatt der Europäischen Ärzteaktion, Medizin und Ideologie, zit. im Neuen Groschenblatt 5/1984

Wunder.
Wer um ein Wunder betet, ist vollauf beschäftigt und kommt nicht auf dumme Gedanken.
Etika

Wundere dich nicht, rege dich nicht auf!
"Ich habe es mir zum Prinzip gemacht, nie in meine Frau zu dringen, so unbegreiflich ihre Entscheidungen gelegentlich auch sein mögen. Ich habe es aufgegeben, mich zu wundern oder aufzuregen - und fahre nicht schlecht dabei!"
Edgar Wallace: Töchter der Nacht (Daughters of the Night), Goldmann Verlag München, o. J., Seite 30f.

Zurechtweisung. Brüderliche Zurechtweisung ist das Fundament der Liebe. Der Honig der Liebe aber versüßt die Bitterkeit der Zurechtweisung.
Don Bosco

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