ETIKA

FERNSEHEN

www.etika.com
17.6.2006

40TV0

TV AKTUELL

 

Wie das Fernsehen dich verändert

Fernsehen macht dumm, gewalttätig und (viele) dick

Der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer durfte im Rundfunk sensationelle Erkenntnisse der Gehirnforschung bekanntgeben. Eigentlich müßte jeder Familienvater, der seine Ausführungen hörte, sofort seinen Fernsehapparat aus dem Fenster geworfen haben. Denn das Fernsehen wirkt sich, so Spitzer, negativ auf die intellektuelle Entwicklung aus und gefährdet damit insgesamt auch die wirtschaftliche Entwicklung. Der Forscher machte zunächst auf eine neuseeländische Studie aufmerksam: Unter Kindergartenkindern, die fernsehen, sind vergleichsweise viele, die später die Schule abbrechen, aber wenige, die studieren. Für die Gehirnentwicklung sei es wichtig, daß sich ein Kind mit der Welt auseinandersetzt durch Tasten, Hören, Sehen usw., wobei die Reize zueinander passen müssen. Die bunte Bild- und Klangsauce im Fernsehen sei hingegen für die Gehirnentwicklung miserabel. Deshalb die Forderung des Wissenschaftlers:

·        Kindergartenkinder sollen gar nicht fernsehen!

·        Grundschulkinder sollten höchstens eine Viertel bis eine halbe Stunde dem Einfluß des Fernsehens ausgesetzt werden.

Drei Stunden sind schlimmer als eine Stunde, sagte Spitzer. Deshalb:

·        So wenig wie möglich fernsehen!

Ein Vater, der den TV-Konsum seiner Kinder reduziere, habe schon viel getan. Kleine Kinder zwischen null und zwei Jahren könnten nur Schaden nehmen. Kinder sollten sich mit der realen Welt auseinandersetzen, zum Beispiel durch den Wald laufen. „Das ist spannend.“ Kinder brauchten die reale Welt, nicht die virtuelle!

Im Fernsehen werden Spitzers Ausführungen zufolge falsche Inhalte geboten. Ein 18jähriger hat durchschnittlich 15.000 Schulstunden hinter sich, aber 25.000 TV-Stunden.

Bei 200.000 TV-Gewalterfahrungen hat er gelernt: 1. Gewalt tut nicht weh. 2. In 70 Prozent der Fälle kommt der Gewalttäter ungestraft davon. „Das führt zur Gewalt.“

Der Forscher hat selbst fünf Kinder, aber kein Fernsehgerät. Dies sei die einzige Möglichkeit zu verhindern, daß seine Kinder Außenseiter werden. „Wer viel Fernsehen schaut, wird zum Außenseiter. Nichtfernsehen macht soziale Menschen.

Spitzer warnte außerdem die Schulen davor, Computer anzuschaffen. Das Geld sollte lieber für Lehrer ausgegeben werden.

Kern der Botschaft des Gehirnforschers: Fernsehen macht dick (wegen der erzwungenen Bewegungsarmut), dumm und gewalttätig.
(RAI Sender Bozen, Morgengespräch am Freitag, 16.6.2006, 7.30 Uhr)

 

Das Fernsehen ist heute die größte Brutstätte für Gottlosigkeit, Unmoral und Sadismus.
Seine Bildschirm-Götzen führen die Menschen tagtäglich irre. Das Fernsehen erzeugt gewissenlose Monster (siehe auch die Folterknechte im Irak), welche die anständigen Menschen versklaven und in die Süchte und Verzweiflung treiben. Denn die bösen Geister wollen verhindern, daß die Menschen empor streben und sich vervollkommnen. Die Bösen wollen die Guten mit in den Abgrund reißen, weil sie auf diese neidisch sind und ihnen den Himmel nicht gönnen. Jeden Tag herrscht ein Kampf zwischen Gut und Böse: im Menschen, zwischen dem Menschen und der Welt und zwischen dem Menschen und Satan. (15.5.2004)

 

Starkult um Klarabella
(Kunstkritik, wir berufen uns auf das Recht zur freien Meinungsäußerung)
Schrille Musik, die das Gemüt tötet, englisches Gekreische, Zuschauer, die sich in einer Art Massenhysterie berauschen am eigenen Klatschen und Jubel und dem Stolz, „dabei sein zu dürfen“, und dann noch das unerträgliche Geplapper von Klarabella K., die in ihrem Nachtclubgewand glaubt, sie sei der Nabel der Welt und könnte Spannung erzeugen, indem sie die Bekanntgabe des Siegers immer noch weiter hinauszögert mit stupiden Bemerkungen – wir begreifen jenen Pfarrer immer mehr, der, freilich aus wichtigeren Beweggründen, in seinem Rundbrief Nr. 57 zu der Einschätzung gekommen ist, dieser Sender wäre für ihn „schon eine konkrete Strafe Gottes“.

Wie lange noch wird die Siegerin, die den rivalisierenden Balladensänger vor allem mit ihrem sexy Kleid ausstach und sich auf dem Glitzer-Glamour-Globus schon im siebten Himmel wähnt, noch das halten können, was sie ihrem Freund versprochen hat? Wenn der Ruhm zum Rausch wird, endet er wie dieser – mit Erbrechen und Kopfweh. Zum Glück erwacht die millionenköpfige Fan-Gemeinde nicht als „Star des Jahres“, sondern trist als „Ich bin Niemand“.

Notabene: Du sollst Gott allein anbeten, den Erhabenen, nicht irgendwelche Superstars!

Literaturtip: Wir empfehlen wärmstens die einblättrige, hektographierte und gesalzene „Stimme der Ungeborenen“, die in den Augen Gottes vielleicht mehr wert ist als ein mit Millionenaufwand betriebenes Massenmanipulations-Monopolmedium (wir meinen nicht den Rundfunk), das so verheerend auf das sittliche Empfinden der einheimischen und zugewanderten Republikaner einwirkt. Adresse: Pfarrer i. R. Johann Grüner, A-2673 Breitenstein 261. Bezug gegen Spende.

 

Sogar Madonna sagt: „Fernsehen ist eine Giftkiste“.
Deshalb lässt sie ihre Kinder (sieben und zwei Jahre alt) nicht fernsehen. Sie gibt ihren Kindern lieber ein Buch in die Hand. Reumütig sagt sie: „Bis zu meinem 40. Lebensjahr war ich ein Kasper und Idiot.“ (D 13.5.2003, AP, APA) Da unterscheidet sich diese Pop-Diva wohltuend von einem alten Kapuzinerpater, der uns in einer katholischen Zeitschrift angegriffen hat, nachdem wir ihm unsere 9 Thesen gegen das Fernsehen gesandt haben.

 

Entzieht euch dem Einfluß des Fernsehens!
Die Hauptaufgabe des Fernsehens ist, von Gott und den uns gestellten Aufgaben abzulenken.
Es ist nicht deshalb schlecht, weil es eine technische Neuerung ist, sondern weil es als Medium in der Hand des Feindes ist und zur Manipulation der Massen mißbraucht wird.
Selbst in oder zwischen gute Programme wird in der Regel ein Schuß Böses gemischt - und das bleibt hängen und verwirrt die Gemüter und Sinne.

Alternative Freizeitbeschäftigungen: sich mit der Familie beschäftigen, Bücher lesen, beten, nach Vollkommenheit streben, sich bei Spiel und Sport und in der Natur bewegen, Hilfsaktionen durchführen, Bibelsprüche auswendig lernen... (4/2003)

 

- und TV-Kritik – aber richtig (Splitter-Glosse)

Was etika.com von den wohlbestallten Gesellschaftskritikern in Fernsehen und Literatur sowie progressiven Deutschlehrern (Schwerpunkt Brecht, Grass und das ganze Gesindel) unterscheidet:

Wir kritisieren nicht die Gesellschaft von gestern, sondern die von heute.

 

·        Es ödet einfach an, wenn man daran denkt, dass Millionen Mitteleuropäer, die doch von Gott mit Verstand ausgestattet worden sind, ihr halbes Leben lang den Täuschungen am Fernsehschirm erliegen, dem 24-Stunden-Geschwafel lauschen und alles für bare Münze nehmen.

 

Welchem vernünftigen Menschen gehen sie nicht auf die Nerven:  die hemmungslosen Schnatterenten und Quasselstrippen vom Typ Arabella, die ewig grinsenden Talkmaster mit ihren schlüpfrigen Bemerkungen wie Thomas Gottschalk, die blasierten Moderatoren mit der sonoren Stimme, die zu jedem Welt- und Lokalereignis ihren Senf geben, grundsätzlich alles besser wissen als Beteiligte und Experten und für die man den Fachausdruck Fernseh-Affen erst noch erfinden muss, und schließlich gewisse Nachrichtensprecherinnen, die ihre Manuskripte so betont seriös-sachlich verlesen, als wollten sie ihre männlichen Zuschauer vergessen machen, dass ihre Bluse offen steht?

 

Und wer stopft endlich den TV- und Radiosprechern den Mund, die zu Beginn ihrer Sendung den ihnen völlig unbekannten Zuschauern und Zuhörern mit wärmsten Worten einen „wunderschönen guten Tag“ wünschen und am Ende mit innigem Augenaufschlag um ein Wiedersehen flehen, bis dann nach den Nachrichten der nächste Sprecher dasselbe Ritual aufführt – und das den ganzen Tag.

 

Ebenfalls lustig, wenn ein Radiosender um 9 Uhr vormittags verkündet: Am Abend beginnt es bis auf 700 Meter zu schneien. Der Hörer, zwischen ca. 200 und 300 Meter Meereshöhe, schaute aus dem Fenster und sah die Schneeflocken tanzen; eine Stunde später war die ganze Landschaft in einen weißen Mantel gehüllt.

Von der sonstigen Verblödung ganz zu schweigen - siehe unten.

 

Wie heißt es doch im Trisagium zur heiligsten Dreieinigkeit?

„Oh wie kommen mir die Gespräche der Menschen lügenhaft und voll Schwindel vor im Vergleich mit den Worten des Lebens, mit denen du zum Herzen jener spricht, die auf dich hören.
Was bedeutet es mir schon, wenn der Sinnenmensch sagt, daß sein ganzes Glück darin besteht, in seinen Genüssen zu schwelgen?
Was geht es mich an, wenn der Herrschsüchtige sagt, daß er die größte Wonne darin findet, seinen eitlen Ruhm zu genießen?
Ah, trügerische Vergnügungen, wie habt ihr euch vergleichen können auch nur mit dem Schatten des Liebreizes, mit der ein Gott, wenn es ihm gefällt, eine treue Seele zu beglücken weiß?
(21.1.2003)

 

Wetten, daß... die meisten weiterschlafen? Der Auftritt der in ein durchsichtiges Kleid „gekleideten“ „deutschen“ Sängerin Sarah Connor in Thomas Gottschalks „Wetten dass...“ (die heiligen Namenspatrone der beiden würden sich im Grabe herumdrehen, wenn sie nicht schon im Himmel wären) sollte jedem Zuschauer die Augen geöffnet haben. Entzieht euch solch dämonischer Massenbeeinflussung, meldet den Fernsehapparat ab, bringt den Kasten zum Sondermüll. Das Fernsehen sexualisiert die Menschen immer mehr. Proteste in anderer Form sind nutzlos.

 

 

"Das Fernsehen ist ein Manipulationsmedium erster Sorte und eines der schlimmsten Übel unserer Zeit." Wer sagt dies? Ein fundamentalistischer Wanderprediger in der Wüste? Nein. Der Schauspieler Ulrich Tukur (44). Er warnt alle: "Die Macht der Bilder ist schlimm. Bilder manipulieren. Ich würde ihnen nie trauen, vor allem nicht im Fernsehen." (Fit for Fun, D 11.10.2001)

 

Viele Kinder bekommen Kopfweh, weil sie nur vor dem Fernsehapparat oder Computer sitzen und kaum Abwechslung haben. (D 26.9.2001)

 

Saubere Filme aus Utah. Der Mormone Ray Lines säuberte 250 Filme und betreibt vier Videotheken. Ebenso verleiht der Student Brian Schenk in seiner Videothek "Clean Cut Videos" in Salt Lake City (Utah) nur Filme, die von Sex, Schimpfwörtern, Gotteslästerungen und zu viel Blut gereinigt wurden. Unmoralische Filme wie "Basic Instinct" oder "Eyes Wide Shut" sind nicht zu haben. Denn da  müßte man zu viel herausschneiden. (D 5.9.2001)

 

Die Fernsehfee, die Werbung aus dem Programm ausblenden kann, ist vom Berliner Kammergericht für zulässig erklärt worden. Mit dem winzigen Gerät können Eltern auf Sex- und Gewaltszenen blockieren. Der Kölner Privatsender RTL sieht seine wirtschaftliche Grundlage bedroht. Hersteller: TC Unterhaltungselektronik AG, Koblenz. (D 25.7.2001) Eine Frechheit sondergleichen. Bilden sich die Fernsehfritzen doch tatsächlich ein, der Staat müsse dafür sorgen, daß die dummen Konsumenten das Werbediktat mit all seinem Schund und Schmutz ohne Widerworte über sich ergehen lassen.

 

Fernsehen belastet Kinder mehr als Schulstress. Die emotionale Belastung erhöht unmerklich die Herzfrequenz. (Universität Freiburg, "Ärztliche Praxis", D 14.7.2001)

"Das Fernsehen ist zwar voller Erotikmagazine und -filme, aber die Aufklärung hat keinen Platz mehr." (Erika Berger, Sexualberaterin, 2.8.2001)

Ein Sohn verlangte von seinem Vater, er solle den Fernsehkasten leiser stellen. Das Vater (78) holte ein Gewehr und erschoss den Sohn (39), die Schwiegertochter (43) und sich selbst. Zurückgeblieben sind vier Kinder zwischen acht und 16 Jahren. (D 5.7.2001)

Kinder und Jugendliche können "sexualisierte Gewalt" im Fernsehen emotionell nicht verarbeiten. Die tägliche Präsenz von Gewaltdarstellungen auf dem Bildschirm, die Intensität und die Summe steigern die Wirkung zu einem unzumutbaren Gefährdungspotential. Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt kritisierte die wachsende Verbreitung jugendgefährdende Inhalte in den elektronischen Medien scharf. Junge Zuschauer werden desorientiert und verunsichert. Es gebe unkontrollierte Entwicklungen mit grausamsten Gewaltszenen und entwürdigenden Sexualdarstellungen. (D 16.6.2001)

Indische Sikh-Aktivisten von der National Akali Dal Party verbrennen in Neu Delhi aus Wut über immer mehr obszöne Szenen Fernsehapparate. (D 12.6.2001) Bravo, Sikhs und Hindus geben ein Beispiel für die Christen!
Sikhs of the National Akali Dal party burn a television set. They protest against obscenity in some Indian tv programmes.

Al Presidente della RAI-RADIO TELEVISIONE ITALIANA, viale Mazzini 14, I-00195 ROMA. Egregio signor Presidente, autorevoli personalità hanno constatato che la RAI non svolge più quel servizio pubblico per il quale viene autorizzato dallo Stato e finanziato dal canone. Ritengo anch´io che la RAI, imitando le peggiori reti private, trasmette programmi che non rispondono più né ai valori fondanti della civiltà cristiana, né alle giuste esigenze del pubblico italiano. Essa si è ridotta a canale d´immorale avanspettacolo e faziosa disinformazione, danneggiando soprattutto le anime dei più deboli e dei minori.

Poiché non è giusto che il nostro denaro serva alla produzione e alla diffusione di tale spazzatura televisiva, sappia che molte persone prendono in seria considerazione la possibilità di non pagare più il canone, avvalendosi della clausola legalmente prevista nella casella 2 punto D del libretto URAR per gli abbonamenti.

Per evitare si arrivi a questo estremo, bisogna che la RAI torna a rispettare i valori cristiani, il proprio ruolo istituzionale e i codici di auto-regolamentazione che aveva sottoscritto.

Fiducioso che Lei vorrà tener conto della mia critica costruttiva, la saluto cordialmente.
Nome e cognome, Città, Provincia, Data: ……. / …………/ 2001. Firma: ………………………………………
(un´azione di:
SOS Ragazzi, Viale Liegi, 44, I-00198 Roma, Tel. 06 / 807 20 24. Guido Vignelli, Direttore. Conto Corrente Postale N. 5718 4004 Associazione Tradizione Famiglia Proprietà, Roma, Progetto SOS Ragazzi)

 

Il giudice tutelare: “No alla tv nella camera dei bambini”. (la Repubblica, Roma, 6.6.2001, p. 24 Cronaca)

 

TV-Pseudostars wie Zlatko hochgejubelt – dann ausgespuckt. (Werner Faulstich, Medienwissenschaftler, Lüneburg)  Aber das Publikum will den „Schrott mit den Nichtskönnern“, sagte die Medienwissenschaftlerin Ricarda Strobel bei den 34. Mainzer Tagen der Fernseh-Kritik. (D 17.5.2001)

 

Dumm, aber prominent. Medienforscher Jochen Hörisch, Mannheim: „Diejenigen sind prominent, die fachlich inkompetent sind.“ Talkshow-Moderatorin Bettina Böttinger sagte, die Zuschauer seien in den vergangenen Jahren an immer stärkere Reize gewöhnt worden. „Wenn man auf Nummer sicher gehen will, holt man sich die Prominenten und tut noch ein bisschen Busen dazu.“ (D 16. 5.2001)

 

TV: Die Wirklichkeit geht verloren. Davor warnte ZDF-Intendant Dieter Stolte; er bezichtigte die Spaßgesellschaft einer „voyeuristischen Selbstinszenierung“. Fernsehkritikerin Elke Schmitter konstatierte eine „Trivialisierung“ und stellte kaltblütig fest: „Ich schäme mich für Menschen, die intelligenter aussehen als ihr Text“. (D 15.5.2001) Das geht uns täglich auch so, da wir leider aus beruflichen Gründen nebenher die „Glotze“ laufen lassen müssen.

 

Immer mehr leben ohne Fernsehen. Gewinn an Freizeit – Mehr Kontakte – Befreiung von allmählichem Suchtverhalten. „Das Ende des Fernsehgeräts ist die Chance, du selbst zu sein.“ Unter diesem Motto laden englische TV-Boykotteure ein: www.whitedot.org , deutschsprachige unter www.tvkiller.com . Fernsehen ist nämlich Zeitverschwendung und ein Motivationsunterdrücker; das Motto „Töte deinen Fernseher und genieße das Leben“ gleicht einem ein Rettungsanker.  Einer Studie des Kommunikationsforschers  Peter Sicking zufolge gibt es drei Typen von TV-Verweigerern: die einen sind es aus ideologischen Gründen, andere verzichten aufgrund von Zeitmangel (Anm.: wir gehören zu beiden)  und eine dritte Gruppe besteht aus ehemals TV-Suchtgefährdeten. Die Verzichtler freuen sich über „den Zeitgewinn, eine intensivere Lebenserfahrung und mehr Wohlgefühl“, wie es der gms-Berichterstatter formulierte. Versäumen tut „niemand nix“, denn es gibt ja Tageszeitungen, Zeitschriften und Internet. Und letzteres hat unbestreitbar einen Vorteil: „Beim Fernsehen lassen wir uns berieseln, beim Internet müssen wir aktiv entscheiden.“ (Clemens Schwender, Berlin) (D 5.4.2001)

 

In Guarapuava (Brasilien) rufen evangelische und katholische Pfarrer zum TV-Boykott auf. Es gebe zuviel billigen Sex, sagte Joao Nery von der Methodistenkirche. (D 4.4.2001)

 

Karl Moik beklagt Volksverdummung - ORF brüskiert China
 
Der „Musikantenstadl“-Moderator nannte als heutige Devise beim Fernsehen: „Je weniger du kannst, umso besser.“ Zu „Big Brother“ und „Girls Camp“ meinte er: „Das ist schon fast Volksverdummung, eine Schande.“ (D 13.3.2001) Da fällt uns nachträglich eine Notiz zu Moiks größtem Lebensereignis, seinem Musikantenstadl in Peking in die Hände: So schön die Sendung war, so hat der ORF doch – bewusst – die Gesetze der chinesischen Höflichkeit , der Gastfreundschaft  und des Anstandes übertreten. Wie kann man einem Volk, das die Ein-Kind-Politik mit allen Mitteln bis in die Weiten Sinkiangs und die Schlachten Yünnans (die moderne Schreibweise verwirrt meistens) durchsetzen will, zwei tief dekolletierte blonde Tänzerinnen aufdrängen, die im Walzertakt den angeblich 800 Millionen Zuschauern „einheizten“. Eine geniale Massenverführung (wir verzichten aus gewissen Gründen auf das passendere Wort). Anzüglich auch die Schlußszenen: der zweideutige Blick Karl Moiks und der lange Kuß in einem Land mit Jahrtausende alten strengen Sitten. Da haben die ORF-Sex-Strategen (einmal werden ihre Namen schon noch bekannt werden) die ganze gute Botschaft der österreichischen und deutschen Volkskultur ihren Stempel aufgedrückt. Ohne Sex darf es anscheinend keine solche Sendung geben. Und selbst Begeisterte gaben zu: Die Schweizerin am Anfang und Stefanie Hertel mit ihren modernen Liedern haben absolut nicht zum Volksmusik- und Operettencharakter der Sendung gepasst.

 

„Die Berlusconisierung der Medien schreitet voran“, beklagte sogar Altbundespräsident Richard von Weizsäcker. Zeitungen und Sender gingen ihrer Aufgabe häufig ohne Moral nach. (D 10.3.2001)

 

 

 

„Ich ertrage das Fernsehen keine zwei Minuten mehr“, bekannte Harald Schmidt, TV-Unterhalter. (TV Today, 17.2.2001) Den Kommentar denkt sich jeder selbst.

 

Für einen Fernsehauftritt sollte sie Schmiergelder zahlen. Weil die Schlagersängerin Manuela dies enthüllt und einen Musikredakteur belastet hatte, wurde sie in zahlreichen Medien jahrelang gemieden, schreibt dpa. Das Teenager-Idol starb am 13.2.2001 mit 57 Jahren an Krebs. (D 15.2.2001)

 

Einen einwöchigen Fernsehboykott von RTL und SAT.1 haben auf Initiative der evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen in Südhessen 650 Christen durchgeführt. Sie erklärten schriftlich ihren Verzicht, um gegen menschenverachtende Sendungen wie „Big Brother“ und „Girls Camp“ zu protestieren. (D 10.2.2001)

 

„Irgendwann reicht es den Zuschauern“, sagte der gar nicht so einfältige Zlatko Trpkovski (25) zu den Reality-Shows wie „Girls Camp“ und „House of Love“. Er ist bundesweit berühmt geworden, weil er in der ersten deutschen „Big Brother“-Schau volkstümliche und andere Sprüche klopfte. (D 7.2.2001) Und hat diesmal sicher recht. Obwohl wir uns an den bewährten Spruch eines früheren Tiroler Chefredakteurs halten, der in Jahrzehnten zu der weisen Erkenntnis gekommen war: „Man kann den Leser nicht für dumm genug halten.“ In wie viel höherem Maße mag dies für Fernsehzuschauer gelten!

 

Inno alla droga, scandalo a DomenicaIn. Gli “Articoli 31” cantano un brano che invita alle legalizzazione. (Corriere della Sera 12.2.2001) In einem merkwürdigen südamerikanischen Lied, einer Abwandlung des Schlagers „La Cucaracha“ (= Schabe, Kakerlak, Kellerassel, Schildlaus), gesendet am 13.2.2001 um 10 Uhr herum vom Sender Bozen, war davon die Rede, was passiert, wenn man kein Marihuana nimmt. Immerhin eine Hinführung zum Thema.
Zum x-ten Mal führen wir das Argument an: Wenn Drogen legalisiert werden, müssen jene, die davon leben, etwas anderes suchen. Was werden sie tun? Sich auf Einbrüche, Erpressungen und dergleichen spezialisieren.

 

Vatikan attackiert RAI-Programme. L´Osservatore Romano: „Man will Zügellosigkeit als modisch verkaufen...“ Kein Wunder, dass immer mehr Personen in den letzten drei Jahren die Zahlung der TV-Gebühren verweigern. (D 8.2.2001)

 

Schlagersänger Peter Alexander : „Das Fernsehen ist so brutal, ordinär und billig geworden.“ (D 8.2.2001)

 

Sexfreie Versionen von 160 Filmen bietet Ray Lines in Utah mit seinem Videoverleih „CleanFlicks“ (saubere Streifen) an. Auch Flüche und viel Blut eliminiert er. (D 1.2.2001)

 

Schwindel um Gottschalks Wette? „Wetten, dass?“ im Zwielicht. Modezar Rudolph Moshammer bestätigt Trickserei.  Der „Weser-Kurier“ hatte berichtet, dass mehrere Dutzend Fans mit CD, Trikot, Aktie und Kochbuch an der Halle abgewiesen worden seien. Nur 14 Zuschauer seien auf die Bühne gelangt, 50 hätten es jedoch sein können. (Südwestpresse, Ulm, 24.1.2001, Blick in die Welt) Das ganze Fernsehen ist ein Schwindel, denn es gaukelt dem Zuschauer eine Scheinwelt vor und macht ihn süchtig.

 

Fernsehen im Niedergang. Viele haben das Gefühl, daß das Fernsehprogramm immer schlechter wird. Private: Nach dem Quiz sinkt das Niveau. ARD und ZDF meist trivial und langweilig. Talkshow „Arabella“: Die Blamage anderer ergötzt die Zuschauer. Frage an die Fernsehkritikerin „Ponkie“ von der Münchner „Abendzeitung“: Wann hat der Niedergang des Fernsehens begonnen? „Ponkie“: Der läuft kontinuierlich, seit es die Privaten gibt. (Südwestpresse Ulm, 23.1.2001, Die Vierte Seite)

 

Die TV-„Komödie“ „Ehemänner und andere Lügner“ (ZDF 21.1.2001, 20.15 h) war psychologisch so gekonnt aufgebaut, daß sie sehr viele Ehefrauen in ähnlicher Lage zu derselben Maßnahme veranlaßt haben dürfte wie Evelyn Hamann: Der untreue, in diesem Fall sogar reumütige Ehemann bekommt – hier nach langem seelischen Kampf der Hauptdarstellerin -  den Laufpaß, die Ehe wird geschieden, die Familie vollends zertrümmert. Wir wollen die Fehltritte der Ehemänner keinesfalls entschuldigen, im Gegenteil, aber man sollte die Chance zu einem Neubeginn nicht so radikal ausschließen, wie es in dem Psycho-Drama (denn der Ausdruck Komödie ist gelinde gesagt eine Frechheit, zumal alles tragisch endet) der Fall war, zumal wenn heranwachsende Kinder da sind und der Schuldige – der außerdem ein Opfer der ihm von manchen Medien eingeredeten blödsinnigen „Evolutionstheorie“ ist  - reumütig zurückkehren möchte. Die Fernsehstrategen und Massenumerzieher bemühten sich, den Eindruck zu erwecken, als ob mit der Loslösung der Frau von der Familie alle Probleme  blendend gelöst seien. Dabei ist meistens das Gegenteil der Fall. Denn welche Chancen haben denn im Durchschnitt solche ältere Frauen? Ihr Schicksal lautet: Vereinsamung.

Weniger Fernsehen senkt die Aggressivität von Kindern. US-Studie von Thomas Robinson. http://www.archpediatrics.com . Ähnlich: Hoher Fernsehkonsum stumpft Kinder emotional ab; sie werden weniger kreativ. Vielseher zwischen elf und 15 Jahren sind auch körperlich nicht so wenig. (Freiburger Studie, D 17.1.2001)

ORF 2 verhöhnt das Lied „Stille Nacht“, indem es diese heilige Weise  als Hintergrundmelodie zu banalen, hektischen Einkaufsszenen – zum Teil im Comicstil aufgezogen – verwendet. Zum Schluß ertönt im Hintergrund „Christ, der Retter, ist da“. Wir können uns nicht vorstellen, daß Christen so etwas fabrizieren.  (21.12.2000, 22.22 h)

Für Gesichtswechsel am Bildschirm. Muß man wirklich seit Jahren und Jahrzehnten immer die gleichen Gesichter als Nachrichtensprecher und –sprecherinnen sehen, die so vielen Christen widerwärtig sind? Wichtige Meldungen werden weggelassen, andere manipuliert, nur ein Teil entspricht den Richtlinien für eine objektive, unparteiische Berichterstattung. Schon wenn sie den Mund auftun, hat man das Gefühl, jetzt kommt wieder eine Lüge. Und sie bilden sich ein, wir merken es nicht... (Das betreffende Land verschweigen wir lieber, um nicht strafrechtlich belangt oder dem bekannten Kesseltreiben ausgesetzt zu werden.)

Halbnackte Sprecherinnen ziehen immer mehr Publikum an. In Russland wie in Sizilien; die dortigen „Macher“ sind Video Golfo und Sergio Petta in Gela.

TV im Zimmer: Kinder schlafen schlecht. Das ist ja logisch. Schließlich warnt die Bio-Bewegung nicht umsonst vor Strahlen in Schlafzimmern. Glücklicherweise kommen jetzt – nachdem viele Opfer des Leichtsinns schon bleibende Schäden davontragen - auch Ärzte und Wissenschaftler zu dieser Erkenntnis, so der Chefarzt der Kinderklinik Köln-Porz, Alfred Wiater. (D 17.11.2000)

Der Fernsehapparat ist für jedes dritte Kind zwischen sechs und 13 Jahren der wichtigste Gegenstand. Nur drei Prozent würden ihre Eltern mitnehmen, wenn sie auf einer einsamen Insel leben müssten. (Umfrage des Kindersenders Fox Kids, D 3.11.2000)

Der oberste britische TV-Sittenwächter Lord Holme of Cheltenham (64, verheiratet, Liberaldemokrat) trat von seinem Posten als Präsident der Broadcasting Standard Commission zurück. „News of the World“ hatte gemeldet, dass er zwei Geliebte und ungewöhnliche sexuelle Vorlieben hatte. (24.20.2000)  Das erinnert uns an den verschmitzten Vorgesetzten in Edgar-Wallace-Filmen.

Als "Zeitgeist-Idiotie von globalem Ausmaß" prangert Ex-ORF-Generalintendant Gerd Bacher die "Reality Soaps" an, die jetzt auch vom Österreichischen Rundfunk ausgestrahlt werden. Der "neue Gott" sei der Markt, sein "heiliger Ungeist" heiße Werbung. (D 25.9.2000)

Wie ein Vergewaltiger vorging, wurde in einer Sendung von "Aktenzeichen XY" genau geschildert. Ein 16jähriger Wiener machte es nach. (D 19.9.2000)

Für Erwachsenenfilme Werbung unter Teenagern. "Das Ziel ist, daß jeder zwischen zwölf und 18 den Film wahrnimmt", steht im Werbeplan für einen Streifen, der wegen seiner Brutalität nur für Erwachsene freigegeben ist. (D 11.9.2000) Die US-Unterhaltungsindustrie weiß, wie man Geld verdient, und der Teufel, wie man Seelen fängt.

Als "niveaulose Talkshow-Kultur" verdammte der Präsident des Goethe-Instituts, Hilmar Hoffmann, das, was die deutschen Fernsehsender dem Volk vorsetzen. Die Sendungen seien heruntergekommen und furchtbar. Er schaue sie sich schon lange nicht mehr an. (D 26.8.2000)

Perversionen in jedes Haus. Perversionen werden im Fernsehen als alltäglich dargestellt, weltweit verbreitet und von nicht wenigen zu solchem Tun Bereiten nachgeahmt. Beispielsweise verhörte die angeblich erotischste Frau Deutschlands namens Iris Berben (wir möchten nicht in ihr Inneres sehen, auf ihre Verstrickungen, Absichten und Zukunftsaussichten) als Kommissarin Rosa Roth einen Mann, der angab, seiner unersättlichen Frau ständig neue Männer zuführen zu müssen. (12.8.2000, ZDF, 20.15 h) So wird die Phantasie angeregt - aber in die falsche Richtung. Während die Dämonen gierig auf neue Seelen lauern, brauchen anscheinend Millionen Fernsehzuschauer ähnlich wie die Drachen in Märchen und Sagen ständig frisches Menschenfleisch. Doch irgendwann einmal taucht ein wackerer Recke auf und macht dem Graus ein Ende.

Wer fern sieht, ist selber schuld. Am 11.8.2000 zufällig anderthalb Stunden Gott die Zeit gestohlen und nebenher im ZDF um 18 h "Der Landarzt" angesehen: Ungeordnete Liebe gab der Sendung den "Pfiff", Effekt: Verwirrung der Geister. Um 18.55 h im ARD-Fernsehen Mr. Bean "Merry Christmas": Weihnachten verächtlich gemacht, Krippe für blöde Gags mißbraucht: Dinosaurier stört Heilige Familie, Hubschrauber fliegt mit Jesuskind davon usw. Wer an Blasphemie und Unmoral Gefallen hat, wird diesen "Spaß" eine Ewigkeit lang, seine eigene Dumm- und Bosheit sowie den gerechten Richter verfluchend, genießen können. Denn sicherlich gibt es auch in der Hölle eine Art Fernsehen. Manche TV-Themen dieser Tage (Mitte August) werden wohl wiederkehren, doch in ihrer wahren Bedeutung: Das geht von der lesbischen Unzucht bis zur Verherrlichung der griechischen und anderen heidnischen Götter.

Verblödung. Gegen die Privatsender zog der frühere ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser vom Leder. Er sprach von einer Verflachung der Programme und der Verblödung des Publikums. Endlose Laber-Shows breiteten Intimitäten öffentlich aus. Stafen Raab, Guildo Horn, Verona Feldbusch und dergleichen Stars seien Sprachverhunzer aus Prinzip. (D 30.5.2000 dpa)

Filme für Kinder werden immer gewalttätiger. Experten erklärten, das dauernde Anschauen solcher Szenen schade Kindern. (D 26.5.2000)

Mai i bimbi davanti alla tv da soli! Giovanni Bollea, psicologo: ci vuole una legge per vietarlo al di sotto dei 6 anni. (la Repubblica, 5.5.2000)

Vola dal balcone per imitare i Pokémon: Matteo, quasi 5 anni, si è arrampicato sul terrazzo ed è precipitato nel vuoto. Caduto per quattro piani, è in coma. Stava guardando in tv i cartoni animati. (la Repubblica, Roma, 5.5.2000)

Das "Image einer ordinären und animalischen Gesellschaft" verkörperte die Gruppe "Ping Pong" mit ihrem Eurovisionsbeitrag "Sameah", sagte der stellvertretende israelische Erziehungsminister Shaul Yahalom. Wir erklären uns mit dem Politiker der Nationalreligiösen Partei NRP solidarisch. In der provokativen Sex-Show küssen sich Homosexuelle. Vor zwei Jahren hatte der/die Transsexuelle Dana den Grand Prix d´Eurovision gewonnen. (18.4.2000)

Kleinkinder nie allein fernsehen lassen! Man dürfe sie der geballten Wirkung dieses Mediums auf keinen Fall ungefiltert aussetzen, sagte der Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann. Das Fernsehen dränge das Familienleben an den Rand und beherrsche das Leben jeder dritten deutschen Familie. (D 12.4.2000)

Elite verzichtet aufs Fernsehen
Aus ideologischen und kulturellen Gründen. Prof. Irene Neverla, Universität Hamburg: "Es ist die gesellschaftliche Elite der hochgebildeten und gut verdienenden Großstädter, die sich bevorzugt vom Fernsehen abwendet." Eine Gruppe hat keine Zeit zum Fernsehen, weil sie Hobbys pflegen und Verpflichtungen haben, die andere Gruppe will von der Sucht loskommen. Bewußte Nichtfernseher erfreuen sich einer intensiveren Lebenserfahrung, Zufriedenheit, innerer Freiheit und Ruhe. Zeitgewinn ist der größte Vorteil. "Fernsehen verschlingt die knappen Zeitreste, die uns noch zur freien Verfügung bleiben." (Neverla) Dank und bravo!

Zu viel Fernsehen läßt Kinder schlecht schlafen. Jedes 20.leide an Alpträumen. 15 Prozent der Fünf- bis Zwölfjährigen seien Schlafwandler, berichtete die "Ärzte-Zeitung". (D 4.4.2000)

Così la Rai diffama chi la critica. Uno sceneggiato tv ("la squadra", 25 secondi) presenta "il Giornale" come il quotidiano dei pedofili. (Il Giornale, Milano, 25.3.2000)

TV: 24 h Umerziehung der Menschen in aller Welt zu Ehebrechern. Dies zeigen die täglichen Programme rund um die Uhr. Sex, Unmoral, Ehebruch werden verharmlost, als normal dargestellt. Alle tun es ja. Kleines Beispiel: Im Krimi "Ein Fall für zwei" (ZDF 23.3.2000, ab 17.40 h) fragt der Detektiv sinngemäß eine Frau: "Nur Sex gehabt, oder war mehr dran?" Dies ist die Taktik des Teufels: Er verdreht alles, stellt alles auf den Kopf. In Wirklichkeit setzt Sex Liebe voraus.

Beim Fernsehen wird einem das Böse aufgezwungen, beim Internet kann man es frei wählen. Man kann aber auch das Gute wählen, was beim Fernsehen viel schwieriger ist, weil die zwischengeschaltete Werbung viel Unmoral enthält.

Durchschnittlicher TV-Konsum in Deutschland 1999: 3 Stunden und 5 Minuten. (D 24.2.2000)

Mehr Gewalt wegen Privat-TV. Joachim von Gottberg von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen stellte fest: Gewalt nahm ihren aufschwung, als immer mehr private Sender auf den Markt drängten. (15.1.2000)

Jedes vierte Kind im Westen und jedes zweite im Osten hat einen eigenen Fernsehapparat. Womöglich noch im Kinderzimmer, was außerordentlich gesundheitsschädlich ist wegen der Strahlen. (D 4.1.2000)
Journalisten wegen völliger Verblödung nicht mehr in der Redaktion einsetzbar. Die polnische Tageszeitung "Rzeczpospolita" hat 25 ihrer Journalisten rund um die Uhr sieben Tage lang fernsehen lassen. Diejenigen, die danach noch ansprechbar waren, durften über ihre Erlebnisse Buch führen. Sie hatten in dieser Zeit über 1000 Leichen, über 2000 Schlägereien, Verstümmelungen und Folterszenen gesehen und 60 Fälle von etwas, das die Zeitung als "scharfe Erotik" umschrieb. 500-mal war geflucht worden (die Flüche der Reporter nicht mitgerechnet). Einige der Kollegen sind möglicherweise wegen völliger Verblödung nicht mehr in der Redaktion einsetzbar. Sie haben die zahllosen "Wetten, dass"-Imitationen verfolgen müssen, die besonders die Privatsender ihren Zuschauern servieren. Die kosten fast nichts, sind enorm beliebt und bilden. ... Erlaubt ist, was gefällt. ... Wir haben es so gewollt. (Klaus Bachmann in der Stuttgarter Zeitung vom 24. 12. 1999, S. 22)

44 Prozent der Mütter sind gegen Teletubbies. Ein Viertel der Mütter steht der Serie geradezu mit Abscheu gegenüber. Mit dem Bildungsstand wächst die Abneigung gegen die TV-Serie. (D 22.12.1999) Schade, daß die Eltern heutzutage oft nicht klüger sind als ihre verdummten Kinder.

Fernsehapparat ist das wichtigste Objekt des Jahrhunderts. Dies meinten Franzosen bei einer Umfrage von "Le Parisien2. Es folgen Computer, Handy, Transistorradio, Schnellkochtopf und Mikrowelle. (21.12.1999)

Ideen, die sie sonst nicht hätten. Videos können bei Jugendlichen Gewalttaten auslösen, sagt der Medienpsychologe Jo Groebel. "Jemand, der auf dem Berg wohnt, wird nie auf die Idee kommen, ein boot zu bauen." (D 2.12.1999)

Brutale Szenen schlecht für Kinder. Angstauslösend, kaum zu verarbeiten. Dies sagt sogar Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD). (D 1.1.21999)

Fernsehwerbung hat schädliche Auswirkungen auf Kinder. Prof. Stefan Aufenanger warnte: "Es wird vorgespielt, mit bestimmten Produkten die Probleme des Alltags lösen zu können oder sich besser zu fühlen." (Zeitungen vom 9.11.1999, dpa)

Dicke Kinder sollten Fernsehen und Computerspiele meiden. (Grünes Kreuz Marburg, Zeitungen vom 16..9.1999 dpa) Nicht nur sie.

Zu viel Fernsehen ist eine der Hauptursachen für Kopfweh bei Kindern. Kinderärzte empfehlen Bewegung und frische Luft. (Zeitungen vom 14.9.1999 dpa) Die Ärzte werden immer vernünftiger und mutiger - ein Lichtblick.
Jeder sechste Jugendliche orientiert sich an den Talkshows im Fernsehen.
(Studie, Zeitungen vom 11.9.1999 APA, dpa) Selber schuld.

Verhaltensauffällig sind sie und weisen Rückstände in der geistigen Entwicklung auf. Wer? Natürlich Kinder, die sich viel in der Fernseh- und Computerwelt aufhalten. Dies erklärte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln unter Hinweis auf "Teletubbies" und dergleichen. (Zeitungen vom 7.8.1999 dpa) Schuld der Eltern.

Ein Fernsehverbot für alle Kinder unter zwei Jahren und Kinderzimmer ohne Fernsehapparate forderten amerikanische Kinderärzte. (Studie, Marjorie Hogan, 6.8.1999) Bravo, Ärzte.

Fernsehen macht Kinder krank. (am Samstag, 13.3.1999, in allen guten Tageszeitungen, Auszug unter Pressestimmen)

"Wir können nicht mehr lange tatenlos zuschauen, wenn sich die Moderatoren nachmittags nicht an die Jugendschutzbestimmungen und die selbstauferlegten Verhaltensgrundsätze halten", sagte Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der Arbeitsstelle Jugendschutz und Programm der Landesmedienanstalten in Deutschland und Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Nach Gesprächen sei in zahlreichen Sendungen noch keine Verbesserung festzustellen.Die Medienwächter haben TV-Sendern die Verlegung umstrittener Nachmittags-Talkshows in die Abendstunden angedroht. (Südwestpresse 23.4.1999) 40TV0019

Fernsehen schon für Babys. Einen Riesenerfolg hat die seit zwei Jahren laufende und in 30 Länder verkaufte BBC-Fernsehserie "Teletubbies" für Kleinkinder. Dipsy, Laa-Laa, Po und Tinky-Winky beschränken sich in ihrer Konversation auf die Babysprache wie "eh-oh" und "uh-oh". Die einfachsten Handlungen werden endlos wiederholt. Konservative US-Christen sprachen von "Teufelswerk". (3/1999) Wohl nicht ganz ohne Grund, denn immerhin werden schon die Kleinsten an den Bildschirm gefesselt. 40TV0018

Die Opfer werden ausgeblendet, das Leiden wird in 75 Prozent der Gewaltszenen in amerikanischen TV-Programmen nicht gezeigt, Gewalt bleibt ohne Konsequenzen. Dies hat Jo Groebel, Direktor des Zentrums für Medienkompetenz an der niederländischen Universität in Utrecht, festgestellt. (Zeitungen vom 11.3.1999 APA) 40TV0017

Fernsehnachrichten sind eine "perverse Form des Entertainments". Dies sagte der amerikanische Filmstar Bruce Willis, Noch-Ehemann der mit zweifelhaften Aufnahmen zu Ruhm gekommenen Demi Moore. In der "Bunten" meinte der Schauspieler: "Das Fernsehen impft die Menschen regelrecht mit Horror-Injektionen", denn ständig würde Gewalt gezeigt. ("Bunte", 25.2.1999) 40TV0016

"Fernsehen macht krank, blind und blöd". In der Kinosatire "Late Show" zerreißt Regisseur Helmut Dietl mit diesen Worten die TV-Branche ob ihrer Machenschaften. Der Konkurrenzkampf um Einschaltquoten mache die gehetzten Kollegen früher oder später zu "seelischen Krüppeln". (Bissige Anmerkung: zu denen sie selbst Millionen naive Zuschauer gemacht haben.) Es wird "gelogen, betrogen, getrickst und geschoben", gesteht sogar TV-Liebling Thomas Gottschalk im "Stern", dem die Nation zu Füßen liegt. (18.2.1999) 40TV0015 (0I4029)

Yeti-Film Fälschung. Ein legendärer Film, der öfters im Fernsehen zu sehen war, beruht auf einem unzulässigen "Trick". Ein 58jähriger Mann gestand jetzt im US-Bundesstaat Washington, daß er 1967 in ein Affenkostüm geschlüpft war und gefilmt worden war. (4.2.1999) Wenn einmal aufkommt, was alles an Fernseh-Dokumentarfilmen gefälscht ist, dann ... 40TV0014 (0I4028)

Fernsehen: Gewalt an Kindern. 1998 zeigte das deutsche Fernsehen 439 Spielfilme und Serien, in denen wehrlosen Kindern Gewalt angetan wird. Am meisten suchten so die privaten Sender ihre Einschaltquote zu erhöhen, gefolgt von den Dritten Programmen, ARD und ZDF. (Analyse von "Hörzu", Ende Januar 1999) 40TV0013 (0I4024)

Um mit dem Fernsehen "abzurechnen", schoß eine Frau in Salt Lake City (Utah/USA) zwei Angestellte eines TV-Senders nieder. Was ihr das Fernsehen angetan hatte, erfuhr man aus der Zeitungsmeldung vom 15.1.1999 nicht. 40TV0012 (0I4021)

Jeder erwachsene Westeuropäer sieht neun Jahre fern. 1997 guckte er 198 Minuten am Tag in die Röhre. In den USA lag der Durchschnitt bei 239 Minuten. Dies ergab die Studie "Television 1998" laut IP-Geschäftsführer Walter Neuhauser, Düsseldorf. 40TV0011 (Presseberichte 19.11.1998 APA)

In der populären ARD-Fernsehserie "Lindenstraße" spielt Georg Uecker den schwulen Carsten Flöter. Caroline Bock berichtet in einem dpa-Feature: "Als erster Homosexueller in einer deutschen Fernsehserie hat Uecker - der auch im wahren Leben Männer liebt - nicht nur Liebesbriefe bekommen. ,Damals gab es viele Drohbriefe, jetzt nicht mehr. Daran kann man auch sehen, daß die Zeiten offener geworden sind.'" (4.11.1998) 40TV0010 (0I4017)

Die Kultur der 90er Jahre ist zu vergessen: Mode (fast nackt), Fernsehen und Filme (Hauptthemen Ehebruch und Verbrechen)... Aktuell 4 40TV0009 (0I4016)

Wer die Sender hat, hat die Macht..Aktuell 4

 ... Das Fernsehen startete übrigens 1952, die Privatsender 1984 mit einem Kabelpilotprojekt. Jeder Deutsche nutzt den Hörfunk im Schnitt 177 Minuten pro Tag, das Fernsehen 183 Minuten. (Südwestpresse 17.10.1998 Dieter Keller) Wer hat heute die Sender? 40TV0008 (0I4015)

Der Fluch des Fernsehens: Halbanalphabetismus. Wegen mangelnder Lese- und Rechtschreibkenntnisse muß die Hälfte der Bewerber bei der Bahn abgelehnt werden. (Südwestpresse Ulm 15.10.1998) 40TV0007 (0I4014)

Das Fernsehen entwickelt sich umgekehrt proportional zum christlichen Heilsgeschehen: Das Niveau wird tiefer und tiefer... (Bonmot) 40TV0006 (0I4013)

Kinder ohne eigenen Antrieb - visueller Analphabetismus. Das Fernsehen hat neben der Realität eine eigene künstliche Welt der Bilder geschaffen, die für viele Menschen eine allgegenwärtige Faszination ist. Die Psychotherapeutin Ute Benz konstatiert: "Im Durchschnitt haben Jugendliche der 10. Klasse umgerechnet zwei Jahre ihres Lebens Tag und Nacht vor dem Bildschirm zugebracht. Viele (TV-)Kinder sind längst angepaßt, einfallslos und warten nur darauf, mit fremden Phantasien und fremden Lustigkeiten bedient zu werden. Nach außen fallen stille Kinder nicht mehr auf, sie sind pflegeleicht, dankbare Zuschauer, machen keinen Dreck, sie sind nicht laut, stören die Gesellschaft nicht. Daß sie krank und in ihrer Kreativität gehemmt sind, wird in der Schule zuerst bemerkt." Im Unterschied zu Märchen legen filmische Bilder die Phantasie fest, überwältigen sie, treiben ein "orgiastisches Spiel mit aufregenden, zwingend vorgestellten Bildern" Die Filmindustrie habe sich der kindlichen Konflikte bemächtigt und schlachte sie gekonnt für ihre Zwecke aus. 40TV0005 (dpa-Zeitungsberichte vom 14.7.1998)

Fernsehgerät wegwerfen oder Strafe. Vor diese Wahl haben die Taliban-Milizen die Bewohner der Hauptstadt Kabul gestellt, um die Afghanen vor "korrupten und unislamischen Einflüssen'" zu bewahren. (10.7.1998) 40TV0004 (0I4011)

Das Fernsehen macht viele alte Menschen zu Stubenhockern, ist Zeitfüller und Zeitkiller. (Prof. Horst Opaschowski vom B.A.T. Freizeit-Forschungsinstitut Hamburg laut Presseberichten vom 16.4.1998, dpa).40TV0003 (0I4005)

Fernsehen als Familienfeind und Umweltgift. Nach Einschätzung des Bielefelder Jugendforschers Prof. Klaus Hurrelmann beherrscht das Fernsehen den Alltag in vielen Familien so stark, daß sonstige Kontakte, Gespräche und Spiele an den Rand gedrängt werden. Familienmitglieder gingen kaum noch aufeinander zu und seien damit auch nicht mehr in der Lage, Spannungen und Konflikte auszutragen. Kinder sollte man nie allein vor der "Flimmerkiste" sitzen lassen. "Nichts ist schlimmer, als die Kleinen der geballten Wirkung dieses Mediums ungefiltert auszusetzen." Ignorierten die Eltern diesen Rat, könne das Fernsehen zu einer Art Umweltgift werden. (Presseberichte vom 20.4.1998, dpa-Gespräch) 40TV0002 (0I4004)

In 61 Prozent der US-Fernsehsendungen wird Gewalt gezeigt. Die TV-Industrie hat ihre Versprechungen von 1993 nicht eingehalten. (Studie von vier US-Universitäten, Washington Post 16.4.1998) 40TV0001 (0I4002)

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