ETIKA

AUFGABEN

www.etika.com
2.10.2002

41G2

Gerechtes Handeln

Handbuch des einfachen Lebens, Kap. 113

„Das Wort hat dann nur Wert, wenn es sich zur Tat gestaltet. Laß uns also von nun an mehr in Taten als in Worten sprechen.“ (Karl May: Das versteinerte Gebet, Karl May Verlag Bamberg, 174)

41G2D
82. Psalm, 3 Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen, und helfet dem Notleidenden und Bedürftigen zum Recht.

4 Errettet den Verlassenen und erlöset den Unterdrückten aus der Gottlosen Gewalt.

41G2E
KAMPF GEGEN DAS BÖSE. "Hasset das Böse und liebet das Gute", heißt es in Amos 5,15.

„Der Mensch und sein Tun sind zweierlei. ,Hasse die Sünde und nicht den Sünder´ ist ein Gebot, das, so leicht es zu verwirklichen ist, doch nur selten verwirklicht wird, und deshalb breitet sich das Gift des Hasses über die ganze Welt aus.“ (Mahatma Gandhi)

41G2F

NON-KOOPERATION ( VERWEIGERUNG DER ZUSAMMENARBEIT)
“Wo es aber käme, wie oft geschieht, dass weltliche Gewalt und Obrigkeit würden einen Untertanen dringen wider die Gebote Gottes oder daran hindern, da geht der Gehorsam aus und ist die Pflicht schon aufgehoben. (Apostelgeschichte 5,29)“ (Martin Luther: Traktat von den guten Werken, IV 21)

„Wir müssen das Unrecht bekämpfen, indem wir uns weigern, den Übeltäter unmittelbar oder mittelbar zu unterstützen.“ (Mahatma Gandhi)

41G2G

SATYAGRAHA

"Noch nie ist auf Erden etwas ohne direkte Aktion erreicht worden." (Mahatma Gandhi) Das Wort Satyagraha bedeutet Festhalten an der Wahrheit oder Sieg der Wahrheit durch die Kräfte der Seele und der Liebe und dient als Bezeichnung für den Kampf Gandhis und seiner Mitstreiter, der Satyagrahis. "Satyagraha fordert, durch eigenes Leiden den Gegner zu überwinden." (Mahatma Gandhi) Zu Gandhis Aktionen zählten Sühnefasten, Übertretung ungerechter Vorschriften und Gesetze, Druck verbotener Bücher, Freiheitsmärsche usw.

TAPFERKEIT. Das Gewissen steht höher als das öffentliche Gesetz, und man muß ihm „immer und unter allen Umständen folgen, auch dann, wenn es ein schuldlos irriges Gewissen sein sollte“ (G. Gieraths). Die Märtyrer, Girolamo Savonarola, Jeanne d´Arc befolgten diesen Grundsatz.


Übungen

1.    Mindere das Böse in der Welt im Geist Christi. (Christa Meves)

2.    Verteidige Gottes Ehre und Gebote. (Martin Luther)

3.    Wende vom Nächsten Schaden oder Unrecht ab. (Martin Luther)

4.    Sorge für ausgleichende Gerechtigkeit. (Martin Luther, Albert Schweitzer)

5.    Bekämpfe das Elend, tritt der Ungerechtigkeit entgegen, schaffe bessere Lebensbedingungen. (Paul VI.)

6.    Gib jedem, was ihm gehört. (Franz von Sales)

7.    Mißbillige die schlechte Tat, bringe aber dem Täter Achtung, Mitleid und Wohlwollen entgegen, damit er zur Erkenntnis der Wahrheit gelange und gerettet werde. (Mahatma Gandhi, jb, E. Berthold; Anmerkung: Nichtsdestotrotz verlangen wir die Isolierung von Sexualverbrechern)

8.    Verweigere die Zusammenarbeit, wenn Gottes Gebote mißachtet werden oder schweres Unrecht geschieht. (Martin Luther, Mahatma Gandhi)

9.    Überwinde mit den Kräften der Seele, mit der Liebe, auch durch eigenes Leiden den Gegner. (Mahatma Gandhi)

10.                      Handle gewaltlos. (Mahatma Gandhi)

11.                    Stelle dir selbst die schwersten Aufgaben.

12.                    Folge stets deinem Gewissen.

13.                      Beweise Tapferkeit, indem du das, was du als gut erkennst, unter allen Umständen verwirklichst. (Maria Ward)

Index 4