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ETIKA |
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41G2 |
Gerechtes Handeln |
Handbuch des einfachen Lebens, Kap. 113 |
„Das
Wort hat dann nur Wert, wenn es sich zur Tat gestaltet. Laß uns also von nun an
mehr in Taten als in Worten sprechen.“ (Karl May: Das versteinerte Gebet, Karl
May Verlag Bamberg, 174)
41G2D
82. Psalm, 3 Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen, und helfet dem
Notleidenden und Bedürftigen zum Recht.
4
Errettet den Verlassenen und erlöset den Unterdrückten aus der Gottlosen
Gewalt.
41G2E
KAMPF GEGEN DAS BÖSE. "Hasset das Böse und liebet das Gute",
heißt es in Amos 5,15.
„Der
Mensch und sein Tun sind zweierlei. ,Hasse die Sünde und nicht den Sünder´ ist
ein Gebot, das, so leicht es zu verwirklichen ist, doch nur selten verwirklicht
wird, und deshalb breitet sich das Gift des Hasses über die ganze Welt aus.“
(Mahatma Gandhi)
41G2F
NON-KOOPERATION
( VERWEIGERUNG DER ZUSAMMENARBEIT)
“Wo es aber käme, wie oft geschieht, dass weltliche Gewalt und Obrigkeit würden
einen Untertanen dringen wider die Gebote Gottes oder daran hindern, da geht
der Gehorsam aus und ist die Pflicht schon aufgehoben. (Apostelgeschichte 5,29)“
(Martin Luther: Traktat von den guten Werken, IV 21)
„Wir
müssen das Unrecht bekämpfen, indem wir uns weigern, den Übeltäter unmittelbar oder
mittelbar zu unterstützen.“ (Mahatma Gandhi)
41G2G
SATYAGRAHA
"Noch
nie ist auf Erden etwas ohne direkte Aktion erreicht worden." (Mahatma
Gandhi) Das Wort Satyagraha bedeutet Festhalten an der Wahrheit oder Sieg der Wahrheit
durch die Kräfte der Seele und der Liebe und dient als Bezeichnung für den
Kampf Gandhis und seiner Mitstreiter, der Satyagrahis. "Satyagraha
fordert, durch eigenes Leiden den Gegner zu überwinden." (Mahatma Gandhi)
Zu Gandhis Aktionen zählten Sühnefasten, Übertretung ungerechter Vorschriften
und Gesetze, Druck verbotener Bücher, Freiheitsmärsche usw.
TAPFERKEIT.
Das Gewissen steht höher als das öffentliche Gesetz, und man muß ihm „immer und
unter allen Umständen folgen, auch dann, wenn es ein schuldlos irriges Gewissen
sein sollte“ (G. Gieraths). Die Märtyrer, Girolamo Savonarola, Jeanne d´Arc
befolgten diesen Grundsatz.
Übungen
1. Mindere das Böse in der Welt im Geist Christi. (Christa Meves)
2. Verteidige Gottes Ehre und Gebote. (Martin Luther)
3. Wende vom Nächsten Schaden oder Unrecht ab. (Martin Luther)
4. Sorge für ausgleichende Gerechtigkeit. (Martin Luther, Albert Schweitzer)
5. Bekämpfe das Elend, tritt der Ungerechtigkeit entgegen, schaffe
bessere Lebensbedingungen. (Paul VI.)
6. Gib jedem, was ihm gehört. (Franz von
Sales)
7. Mißbillige die schlechte Tat, bringe aber dem Täter Achtung,
Mitleid und Wohlwollen entgegen, damit er zur Erkenntnis der Wahrheit gelange
und gerettet werde. (Mahatma Gandhi, jb, E. Berthold;
Anmerkung: Nichtsdestotrotz verlangen wir die Isolierung von Sexualverbrechern)
8. Verweigere die Zusammenarbeit, wenn Gottes Gebote mißachtet werden
oder schweres Unrecht geschieht. (Martin Luther,
Mahatma Gandhi)
9. Überwinde mit den Kräften der Seele, mit der Liebe, auch durch
eigenes Leiden den Gegner. (Mahatma Gandhi)
10.
Handle gewaltlos. (Mahatma Gandhi)
11.
Stelle dir selbst die schwersten
Aufgaben.
12.
Folge stets deinem Gewissen.
13.
Beweise Tapferkeit, indem du das, was du
als gut erkennst, unter allen Umständen verwirklichst. (Maria Ward)