ETIKA

GEMEINSCHAFT

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1.10.2003

42EI2

Fremde – marhaba –willkommen! Eroberer nicht!

 

Die Zahl der Einwanderer muss sich in bestimmten Grenzen halten, damit die einheimische Bevölkerung ihre Identität bewahren kann. Das ist ihr gutes, göttliches Recht. Ihre Väter und Mütter haben das Land aufgebaut und ihren Erben zivilisatorische Errungenschaften hinterlassen, materiell, geistig, seelisch.

Einwanderer, die die Traditionen ihres Gastlandes achten – anders als zum Beispiel der italienische Moslemführer Adel Smith – und die aus Liebe zu einem bestimmten Land, seiner Bevölkerung und Kultur eine neue Heimat suchen – wie weiland der ladinische Missionar Josef Freinademetz nach China ging, um Chinese zu werden – sind uns herzlich willkommen, besonders unsere Glaubensbrüder, die in atheistischen, kommunistischen oder islamischen Staaten zum Teil blutig verfolgt werden (Beispiel Sudan).

Fremde sind bei uns in Europa herzlich willkommen, genauso wie Fremde in Beduinenzelten eine Zeitlang herzlich aufgenommen werden. Wir müssen fremde Kulturen respektieren und akzeptieren – auch Kopftücher der Frauen oder Bärte der Taliban dürfen nicht verboten werden -, aber wir müssen uns gegenseitig vor den Auswüchsen unserer Sitten und Religionen befreien, um Mahatma Gandhis Rat noch zu erweitern. Dazu gehören vor allem die Vielweiberei und Vielmännerei (Polygamie und Polyandrie, nicht nur in den islamischen Ländern, Afrika, bei den Mormonen und in Tibet), Abtreibung, die Sexualisierung des öffentlichen Lebens sowie das grausame Schächten von Schlachttieren. Wir können nicht eine in Jahrhunderten im christlichen Abendland gewachsene Zivilisation des Mitleids mit allen Kreaturen aufgeben, nur weil ein paar böswillige Richter irgendwelcher internationalen Gerichtshöfe das Unrecht gegenüber den Tieren nicht anerkennen wollen.

Wir müssen die ganze Erde von einem Ardistan zu einem Dschinnistan machen, das heißt den primitiven Gewaltmenschen durch die Geistermühle von Kutub schicken, damit er in den Edelmenschen verwandelt wird (die Botschaft Karl Mays in „Ardistan“ und „Der Mir von Dschinnistan“). Freundschaftliche Kontakte mit allen Völkern sind da unbedingt notwendig, aber eine organisierte Vermischung, die nur zu Unfrieden, Ungerechtigkeit und unglücklichen Familien führt, nicht.

Eroberer sind nicht willkommen. Wir gehen auch nicht in die Täler und Berge des Zweistromlandes und sagen: Diese Städte und Dörfer, diese herrlichen Hängenden Gärten und diese Steppen gehören jetzt uns; macht, dass ihr weiterkommt. Das war vielleicht in der Zeit des Alten Testaments so üblich, aber heute hat jedes Volk und jede ethnische Minderheit – von den Juden über die Palästinenser bis zu den letzten Amazonas-Indianern - ein Überlebensrecht. Es ist das gute Recht der alt ansässigen Bevölkerung, Fremde, die ihr Land und seine Reichtümer mit Gewalt oder Geld oder List erobern wollen, zu vertreiben – mit allen Mitteln der Notwehr und Selbstverteidigung.

Guami, 1. 10. 2003

 

 

 

 

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