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ETIKA |
P. Werenfried van Straaten |
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48B47 |
Wo Gott weint |
Sehr empfehlenswert! |
P. Werenfried van
Straaten
Wo Gott weint
© Georg Bitter Verlag, Recklinghausen, 1969
Alle Rechte vorbehalten
Der Verlag ist seit 1997
bankrott und nicht mehr existent
Pflichtlektüre:
Arme kleine Rosemarie (S. 17)
Schmerzensmutter
(S. 22)
Kinder
für die Hölle (S. 24)
Die
Kinder Asiens, die verhungerten, die an Schwindsucht gestorbenen, die ungeborenen
Kinder und die unzähligen Armeen lebender Kinder, all diese Kinder
Asiens sind das Anzeichen unseres Untergangs. Die ganze jahrhundertelange
Anhäufung christlicher Sünden und christlicher Versäumnisse wird zu einer
Katastrophe führen. Das Schlimmste dabei ist nicht, daß die europäische Kultur
zugrunde gehen wird, sondern daß das Christentum und Christus selbst durch die
Sünden unserer Väter und durch unsere eigene Selbstsucht so kompromittiert
sind, daß es ein Wunder wäre, wenn die besitzlosen Völker dieses Christentum
noch schätzen würden. Das ist wiederum die Not Christi. (S. 32)
Wir
Konsumenten schwelgen im Luxus, während die anderen verhungern
Nachstehend zitieren wir im
Interesse der Armen der Welt aus dem Kapitel „Tun, was man kann“, Seite 44:
“Stellt euch vor, wir säßen mit zehn Geschwistern
an einem Tisch. Jeder von uns bekommt einen Teller Suppe. Was tun wir? Sie und
ich und noch einer, drei von den zehn,
wir
essen zu Dritt acht Teller leer,
und den anderen sieben überlassen wir zwei Teller.
Das tun wir nicht nur mit der Suppe, sondern
auch mit dem Fleisch, mit den Kartoffeln, mit dem Gemüse, dem Brot und der
milch, mit allem, was für uns zehn auf den Tisch kommt. Das tun Sie, das tue ich
und das tun wir alle. Denn wir gehören zu den Auserwählten, zu den 30
Prozent der Weltbevölkerung, die in Ruhe 80 Prozent aller Früchte der Erde
aufessen, während die übrigen 70 Prozent der Menschheit mit dem Rest
zufrieden sein sollen.
Wir
essen die Suppe und das Brot von 35 Millionen Menschen,
die jährlich an Hunger sterben.
(Werenfried van Straaten: Wo Gott weint, Georg
Bitter Verlag, Recklinghausen, 1969, Kapitel: Tun, was man kann, S. 44.)
P. Werenfried van Straaten, 1913 in Mijdrecht/Holland geboren,
trat 1934 in die flämische Praemonstratenserabtei Tongerlo ein.
1947, als das Nachkriegschaos unbeschreiblich war, wurde P.
Werenfried der Nothelfer der Armen, Bedrängten, Verfolgten und Vertriebenen.
Die von ihm gegründete Ostpriesterhilfe wurde zur Zuflucht für
viele Verfolgte und Unterdrückte in Ost und West.
Gestorben am 31.1.2003 in seinem Wohnort Bad Soden.
Deutschland wird ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren.
Dank
an Armin B. für das Buchgeschenk