ETIKA

P. Werenfried van Straaten

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22.2.2004

48B47

Wo Gott weint

Sehr empfehlenswert!

P. Werenfried van Straaten
Wo Gott weint
© Georg Bitter Verlag, Recklinghausen, 1969
Alle Rechte vorbehalten
Der Verlag ist seit 1997 bankrott und nicht mehr existent

Pflichtlektüre: Arme kleine Rosemarie (S. 17)

Schmerzensmutter (S. 22)

Kinder für die Hölle (S. 24)

Die Kinder Asiens, die verhungerten, die an Schwindsucht gestorbenen, die ungeborenen Kinder und die unzähligen Armeen lebender Kinder, all diese Kinder Asiens sind das Anzeichen unseres Untergangs. Die ganze jahrhundertelange Anhäufung christlicher Sünden und christlicher Versäumnisse wird zu einer Katastrophe führen. Das Schlimmste dabei ist nicht, daß die europäische Kultur zugrunde gehen wird, sondern daß das Christentum und Christus selbst durch die Sünden unserer Väter und durch unsere eigene Selbstsucht so kompromittiert sind, daß es ein Wunder wäre, wenn die besitzlosen Völker dieses Christentum noch schätzen würden. Das ist wiederum die Not Christi. (S. 32)

Wir Konsumenten schwelgen im Luxus, während die anderen verhungern
Nachstehend zitieren wir im Interesse der Armen der Welt aus dem Kapitel „Tun, was man kann“, Seite 44:

“Stellt euch vor, wir säßen mit zehn Geschwistern an einem Tisch. Jeder von uns bekommt einen Teller Suppe. Was tun wir? Sie und ich und noch einer, drei von den zehn,
wir essen zu Dritt acht Teller leer,
und den anderen sieben überlassen wir zwei Teller
.
Das tun wir nicht nur mit der Suppe, sondern auch mit dem Fleisch, mit den Kartoffeln, mit dem Gemüse, dem Brot und der milch, mit allem, was für uns zehn auf den Tisch kommt. Das tun Sie, das tue ich und das tun wir alle. Denn wir gehören zu den Auserwählten, zu den 30 Prozent der Weltbevölkerung, die in Ruhe 80 Prozent aller Früchte der Erde aufessen, während die übrigen 70 Prozent der Menschheit mit dem Rest zufrieden sein sollen.
Wir essen die Suppe und das Brot von 35 Millionen Menschen,
die jährlich an Hunger sterben.

(Werenfried van Straaten: Wo Gott weint, Georg Bitter Verlag, Recklinghausen, 1969, Kapitel: Tun, was man kann, S. 44.)


P. Werenfried van Straaten, 1913 in Mijdrecht/Holland geboren, trat 1934 in die flämische Praemonstratenserabtei Tongerlo ein.

1947, als das Nachkriegschaos unbeschreiblich war, wurde P. Werenfried der Nothelfer der Armen, Bedrängten, Verfolgten und Vertriebenen.

Die von ihm gegründete Ostpriesterhilfe wurde zur Zuflucht für viele Verfolgte und Unterdrückte in Ost und West.

Gestorben am 31.1.2003 in seinem Wohnort Bad Soden.

Deutschland wird ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Dank an Armin B. für das Buchgeschenk

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