ETIKA

KURZBOTSCHAFTEN

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27.10.1999

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Humanität und Toleranz: Entlarvung

Fritz Thor 1907, in: glücklicher leben, 7-8/1970, Zeitschrift für Lebensschutz, Salzburg

 

Humanität und Toleranz, so hießen die Leitsterne des abgelaufenen Jahrhunderts. Aber falsch verstanden wurden sie zu Irrlichtern.

Man wollte auch human sein gegen das Unmenschliche und tolerant sein gegen das Nichtswürdige.

Wer aber das Böse toleriert, liefert das Gute dem Verderben aus.

Und wer gegen die Feinde des Menschen human ist, begeht die gewissenloseste Inhumanität.

Aber freilich: Ihr seid ja in Zweifel geraten, was gut und böse ist! - So weit ist die moralische Gehirnerweichung unter dem Phrasenrausche schon gediehen! -

Unter der Herrschaft der Humanitäts- und Toleranzphrasen sind die die letzten fünfzig Jahre zu einem Zeitalter der verhängnisvollsten Wahnideen geworden, zu einer Periode der ärgsten Geistestrübungen, die noch lange wie ein Fluch auf unserem Geschlechte lasten werden.

Während der Bildungsphilister sich an Redensarten von Aufklärung und Fortschritt berauschte, verfiel er in Wahrheit der schlimmsten Verblödung, die ihn den Blick für das Vernünftige verlieren ließ.

An Wissen hat die Menschheit gewonnen, an Einsicht, Instinkt, sittlichem Bewußtsein und allen feineren Geisteswerten hat sie eingebüßt.

Wir setzen diesen pseudosozialen Schlagwörtern entgegen:

  1. Gottesfurcht
  2. Nächstenliebe
  3. Schutz den Schwachen!

Oder ziehen Sie die Toleranz gegenüber grausamen Verbrechern vor? Auch hier:

  1. Eine Großmutter (50) und ihre fünf Enkelkinder, drei Mädchen und zwei Knaben zwischen vier und zwölf Jahren, wurden mit Buschmessern zu Tode gehackt. Der Ritualmord ereignete sich in Mombasa. Die geheime Armee der Teufelsanbeter hat Mitglieder sogar in Regierungskreisen. (Zeitungen vom 5.8.1999)
  2. Mit einem Schwert hat ein Zivildienstleistender (23) in Hattingen (Nordrhein-Westfalen) einen Nachbarn (86) enthauptet. Den Kopf spießte er auf. (Zeitungen vom 15.10.1999)
  3. Drei Männerköpfe lagen vor einer Tür in Dnjepropetrowsk (Ukraine). (15.10.1999)

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