ETIKA

Gedichte

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48LP13

Zerschlagung der Post

23.3.2013

 

Man hat die Post privatisiert
und damit ziemlich ruiniert.
Ämter werden aufgelassen,
damit die Obern können prassen.

Sie gieren nur nach dem Profit.
Das dumme Volk macht alles mit,
lässt sich alles hübsch gefallen,
wie man sieht auch bei den Wahlen.

Verbraucherschutz ein Schlagwort nur,
es herrscht Kapitalismus pur.
Hat mehr als zwanzig Gramm die Sendung,
glaubt der Kund´ an eine Blendung:

Ein Wahnsinnsporto kostet ihn
der Brief nach Rom oder Berlin.
Um die Bürger noch zu quälen,
kleine Marken meistens fehlen.

Personal ist knapp wie nie.
Dahinter steckt die Strategie,
der Post Kunden zu verscheuchen;
all´s soll der Elektronik weichen.

„Online“ sich viel mehr rentiert,
dort wird alles kontrolliert.
Denn sie wollen ja nur Sklaven,
gedankenlose Menschenaffen –

ein verzerrtes Menschenbild,
das „Heil!“ dem Großen Bruder brüllt.

 

Rainer Lechner, etika.com

Weitere Gedichte in dem soeben erschienenen Band „Empor aus der Scheinwelt“, siehe Titelseite von www.etika.com

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